Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2251 (12.1.1968)
- Date
- 1968-01-12
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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* — Viernes* J2 de Enero de Ï968 JÜDISCHE WOCHENSCHAU AE» XXIX. N* mi Der Weltfriedenstag < Schluss von Sorte 1) genen Ohnmacht abfindet und auf das göttliche Wunder verlässt? Würden die Kirchenfürsten und sonstigen geistigen und geistlichen Führer dieser Auffassung sein, dann würden sie mit denn Glauben ihrer Gefolgschaft ein gefährliches Spiel treiben. Denn nach dem klaren Willen Gottes und de« übereinstimmenden Lehnen der verschiedenen Bekenntnisse liegt die Entscheidung beim Menschen und nicht im Himmel. Die Verlagerung dieser Verantwortlichkeit mit einem fnom »nen Augenaufschlag wird das drohende Unglück Bicht aufhalten. Gebete allein sind heiß Versuch, den bedrohten Frieden herzustellen und tobende Kriege zu beendigen. Den Worten müssen schon konkrete Taten folgen. Es ist auch kein Zufall dass bei den verschiedenen Gelegenheiten der gemeinsamen Gebete und beim Ablegen des Bekenntnisses für den Frieden Bfbelstellen aus den Propheten zur Verlesung kamen, also aus der Heiligen Schrift, ohne Zusätze und ohne weitere Schriften, wie sie von anderen als der jüdischen Religion heraogezogen werden. Vorwiegend wurde der Prophet Jesaia und seine wunderbaren Friedensvisionen zitiert; der von jener Zeit sprach, wo kein Volk wider das andere das Schwert erheben weide, wo vielmehr alle Schwerter in Pflugscharen und alle Spdesse in Sicheln um.ge wandelt werden, wo selbst die Tiere der Eide einträchtig miteinander leben können. Auch die anderen Propheten Israels sprechen immer •wieder vom Frieden, dessen Segnungen sie lehren und dessen Errichtung sie als ei- Dr. FREY ABOGADO PUEYR REDON 2190 P? izq. V E R R E I S T hn JANUAR REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spexkxkjeschaeft CORRIENTES 569 T. E 49.5850 PROPIEDADES FRANKEMMERG 8. R~ L. oerät Sie Kostenlos und •nverbindlich œiaa Kau! odn Verkam von GESCH AEFTEN WOHNUNGEN ■aeusebn vnsrr oh pino tttat I, 8. »-9887 nes der wesentlichen göttlichen Gebote verkünden, aber auch mit scharfen Worten fordern. Wenn nun die Weltfriedenskundgebung einen Sinn haben soll, der über eine Pinmalige und gelegentliche Demonstration hinausgeht. dann müsste doch wohl zunächst ein moous vivendi zwischen den einzelnen Glaubensgemeinschaften hergestellt werden. wovon selbst die christlichen Kirchen und Sekten weit entfernt sind. Es wäre doch garnicht so schwer, zu den Quellen der Erkenntnis zurückzukehren und jene Gleichheit -dfes Menschheitsgeschlechts wiederherzustellen, die wn der jüdischen Lehre und allen Religionen, die aus ihr bervorgegangen sind, vertreten wird: Denn der Mensch ist im Ebenbild Gottes geschaffen, d er Mensch, d. h. alle Menschen. Von dieser Gleichheit der Menschen, die auch die Gleichheit ihrer Rechte und Pflichten einsehliesst. haben wir auszugehen. Prophet Maleachi fragt: „Denn haben wir nicht alle Einen Vater? Hat uns nicht Ein Gott geschaffen? Warum verachten wir dann einer den anderen?...“ Das sind Worte, gemeisselt in Erz. klassisch übersetzt von Martin Luther ins Deutsche, dem die Torczyner - Bibel wörtlich folgt. Mit welchen Argumenten. Formeln, Erkenntnissen und Weisungen könnte die Friedensforderung stärker und überzeugender begründet werden als mit diesen einfachen Fragen? Die ganze Menschheit ist die Antwort auf diese Frage schuldig geblieben, die ein genialer Jude vor beinahe zweitausend fünfhundert Jahren formuliert hat. Ist diese Frage. ..haben wir nicht alle Einen Vater?“. nicht der stärkste Appell zur Einsicht, zur Umkehr, zum Frieden, der an die Menschen gerichtet werden kann? — Unter den Stellen, die bei den gemeinsamen Kundgebungen zur Verlesung gelangten. befindet sich auch jener Satz im Jesaia (2.31, der da lautet: „Denn von Zion geht Weisung aus, — Und von Jeruschalajim das Wort des Ewigen“. — An dieser Stelle mussten wir wohl alle, die, -wo auch immer der Verlesung lauschten. an den Konflikt denken, der nach unserer Ueberzeugung künstlich um die Heiligen Stätten der verschiedenen Glaubensbekenntnisse im Lande Israel hochgezüchtet wird. Denn von Zion geht Weisung aus und Gotteswort von Jerusalem, das bedeutet doch wohl ohne jede weitere Interpretation, dass an den genannten Orten und zu der Zeit, in der unser Prophet Jesaia lebte, die Lehre dem jüdischen Volk gegeben worden ist. eine Lehre, die zum Gemeingut aller Nationen zier Ende geworden sein möge oder werden solle, die aber trotzdem und immer dem jüdischen Volk als Träger und Mittler und als erstem unter den Völkern verkündet wurde. Wie in alten Tagen ist Israel wieder zum Hüter Zions und zum Beschützer Jerusalems geworden. Beide Tatsachen werden von anderen fltr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUSE T. E. 7€ 5842 JUDITH SCHENK OLE WSKI Schahboedecken - Tallisbeutel Käppchen - MazaotT&sehen - Hand- und Maschinenstickerei von Bet.t und Tischwäsche Dr. P, L. RIVERA 2585 (fr Bebedero) T. E. 18-9185 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, «eq. CONDE 76-0286 T3-1049 Arafem&e K nuferen i vertagt Kairo. — Der aus 14 arabischen Staaten bestehende Block, die sich über ihre ideologischen Differenzen und eine einheitliche Politik im Konflikt mit Israel nicht einigen können, hat angekündigt, dass die für Ende dieses Monats in Rabat angesagte Konferenz auf unbestimmte Zeit vertagt worden ist. Dieser Beschluss wurde am Ende einer ausserordentlichen Sitzung des Rats der Arabischen Liga gefasst. Aegypt.en hatte offiziell die Vertagung mit der Begründung beantragt, dass es angezeigt sei, vorerst zu einem Einverständnis mit den Ara'berführem zu gelangen, die sich gegen die Abhaltung der Konferenz ausgesprochen hatten. Meldung bestritten Jerusalem. — Die von Aegypten aufgestellte Behauptung, Israel würde Truppe« am Suez-Kanal zusammenziehen, wurde von offizieller Seite in Jerusalem nur als eine Phase des Nervenkrieges bezeichnet, der von Kairo geführt wird. Diese Gerüchte seien von den ägyptischen Stellen verbreitet worden, um den Besuch des UN-Botschafters Gunnar Jarring entsprechend vorzubereiten und eine nervöse Stimmung zu schaffen. Die „Time“ in London hat diese Meldung aus Kairo ebenso wie andere englische Zeitungen gebracht. Sie 'behaupten übereinstimmend, dass Nasser sich über die grosse Konzentration israelischer Truppen am Suez-Kanal besorgt zeige. Es wird auch die Anlage besonderer Flughäfen in der Nähe des Suez-Kanals gemeldet, die Israel dort bauen soll. So jedenfalls erklären die Militär-Attaches in Beirut, Amman und Kairo. Bei dieser Gelegenheit erklärte die israelische Behörde, sie würde eine Verstärkung der Verteidigungslinie gegen Transjordanien erwägen, weil von dort aus die meisten Terroristen auf israelisches Gebiet Eindringen . LA SEMANA ISRAELITA Semanario Aparece los Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190, U izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien; $ 1 -200.— pro Jahr Ausl. % 1.800.— jähri. Völkern und anderen Bekenntnissen nicht mit guten Augen betrachtet, obwohl die Juden bisher die einzigen gewesen sind, die sowohl gewillt wie imstande waren, die Heiligkeit der Stätten anderen zu garantieren und sie gegen jede Profanierung zu schützen. Warum hat der Vatikan, um nur ein konkretes Beispiel zu nennen, nicht seine Stimme für einen Frieden um und in Israel erhoben und seine Zustimmung damit -gegeben, dass Jerusalem die Hauptstadt Israels ist, was sie sicherlich auch sein wird, wenn der Papst dagegen wäre; aber sein Wort w'ünde die Gemüter beruhigen und jenen Frieden in der Heiligen Stadt her stellen, der al- JAC0B LAPIDUS dipl. M*l»el NEUE ADRESSE VIAMGNTE *887 T I 48-1716 mkl 48-2124 lein die Voraussetzung fiir | eine normale Entwicklung und für eine freie Ausübung jeder Religion sein kann. Wa ru m hat die Kirche nicht zugegeben, dass der Staat Israel die ihm anvertrauten Heiligen Stätten der Christenheit, z. B. in Nazareth, sorgfältig betreut hat und jedem, der es wollte, die freie Ausübung seiner religiösen Pflichten und Ueberzeugungen ermöglichte. Israel hat nur das getan, wozu es sich als Kultur Staat verpflichtet fühlte. Es hat allen seinen Bürgern und allen denen, die in seinen Grenzen lebten. die freie Religionsausübung garantiert und in jedem Augenblick gewährleistet. Wie ganz anders handelten die Transjordanier, die 19 Jahre hindurch einen Teil Jerusalems und grosse Gebiete Cisjordaniens besetzt gehalten haben. Wie eine interministerielle Kommission festgestellt hat, wurden fast alle der über 5.000 Gräber des jüdischen Friedhofes auf dem Oelberg ebenso wie alle Synagogen mit zwei Ausnahmen im jüdischen Viertel der Altstadt entweiht. Der jüdische Friedhof in Hebron wurde vollständig zerstört. Nach den gemachten Erhebungen wurden die Grabsteine wie bei den Nazis als Baumaterial mit behördlicher Genehmigung verkauft. Das alles geschah, obwohl sich das haschemitische Königreich nach Paragraph 8 des inzwischen ungültig gewordenen Waffenstillstandes dazu verpflichtet hatte, den Juden die Benutzung des Oelberg- Friedhofs sowie den Zugang zur Tempelmauer zu garantieren, eine Garantie, die auch nicht in einem einzigen Augenblick realisiert wurde. Auf Rückfrage des israelischen Religionsministers bei den geistlichen Oberhäupter« der moslemischen und christlichen Kirchen teilte die Mehrheit mit, sie hätte« von diesem Vandalismus nicht* bemerkt . Soweit bekannt wurde, haben lediglich die holländischen Geistlichen einer am Abhang des Zionsberges gelegenen Kirche gegen dieses Vorgehen protestiert. Im übrigen bleibt festzusteilen, dass der Oelberg-Friedhof mitten in der Stadt und für jeden Vorbeigehenden gut sichtbar ist. so dass man es sich recht schwer vorstellen kann, diese Untaten seien unbemerkt geblieben .. Die Kirche, besonder* Oie Römisch - Katholische Kirche, kann ein gewichtiges Wort für den Frieden in Jerusalem sprechen, und a«f diesem Wege aus einer Demonstration eine Tat entstehe« lassen, indem sie die Verse de* Jesaia berücksichtigt, dass von Zion die Weisung und von Je-uschaiajisa das Gotteswort ausgegangen ist, und dem Volk die Wacht über die Heiligen Stätten «*- gesteht, das allen Mensche« und Bekenntnissen das heilige Vermächtnis übermittelt hat. CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I. BlumeufeM (Director) Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología Id Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencias Medicas de Bueno« Aires. UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES I. E. URIBURU 285 41 2331 — 2240 47.5875 MOHEl IL PLAKSIN Superí 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73 8782 u. 73-6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT ESTOMRA 2283 — 76-8216 RAYOS X PARADENTOSE telef VORANMELDUNG Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY MEDICO CIRUJANO M. P. 9288 Sarmiettt« 3116 T. E. 87-1362 BERNARDO STERN Ausführung sMUttitcker MALERARBEITEN HFï CUERA 1915 — T. E. 58 4052 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY 1 ARN ARZT ROENTGEN STRAHLEN — ZAHNZIEHEN — KIR- FtüiUHiKl fttilE — REGULIERUNG DER ZAHS8- STELUNG — KIEflROB THOFAEDIE Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorherige! Vereinbarung ROSE HERNANDEZ 2518 LE. 76-8673 u. 73-0506 Dr. L. KLEIN - Médico MAGEN- und DARMKRANKHEITEN ROENTGEN UNTERSUCHUNGEN SPRECHSTUNDE» Montag. 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