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Jüdische Wochenschau · 1967-10-04 · 2238 (4.10.1967) · p. [Seite 17]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2238 (4.10.1967)
Date
1967-10-04
Page
[Seite 17] (sequence 17)
Language
German, Spanish
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i Mié*«»*«*» ■* ** «*« MOT * E M A -N A SIUELITí Alie XXVI». — N*a« - I? Kurs vor dem Beginn der Hohen Feiertage de« Jahres J854 hielt der Jowelentaäodjer Jecheskel Sehalom Ya- Jjuda aus Bagdad, einer -der angesehensten und reioh »ten Grosskaufl.-iite im Ori ent, seinen Einzug in Jerusalem. Er ritt, einem vor »ebmen mächtigen Scheich gleich, an der Spitae einer Kamelharawane in welcher seine mit orientalischer Pracht gekleidete und geschmückte Frau nebfit ihre« acht Kindern utd einer Be träehl liehen Anzahl von Die nern, Wächtern und Trugen aller Art reiste. In einer-der finsteren engen Gässchen wurde eine W>bnung vor mehreren Zimmern bezogen und mit dem vielen Hausrat ausgestattet, det das Leben nach der Alija — denn um eine solche handelte es sieh _ leicht machen eollte. Niehl lange danach sah mun den Mann der seine umfangreichen Geschäfte-einem Bruder in Bagdad zur Foitf übrung übergeben hat te, in seiner Gelehrtenstube sitzen und die biblischen und talmudisehen Schriften stu dieren. Seine Gattin Rima Reina, eine Frau mit guten Kenntnissen jüdisch-religiösen Schrifttums sorgte für den Haushalt und überwachte die Erziehung der Kin der gemeinsam mit den Dienerinnen. Sie war eine geborene Sassoon und gehörte dadurch jener Familie an, die ihre Generationen reihe bis zu einem spanischen ,,Hofjuden“ zurückverfolgen konnte, der 1492 mit tausenden seiner Gl 'fbensgenos sen da« Land verlassen musste. Die Sassoons verstanden es, im Lauf der Zeit r iscli au Reichtum zu gelangen und in Bagdad. BomU.v, Kalkutta und Schanghai Niederlagen zu -begründen Okzident und Orient AUS EINER FAMILIENGESCHICHTE MOEBELHAUS WATERMANN Dm Hans der t Geschäfte mit der gröanten Auswahl SARMIENTO 1147 T f 55 . 7038 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke krinnrirate Zahlungsorte eh ter ¿rigen Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung Auch in England glückte es ihnen, Fuss zu fassen und als Industriell», Wissenschaftler und Politiker zu hohem Ansehen zu kommen. Nur einer von ihnen soll hier er-wäbnf werden Sir Philipp Sassoon <1888 — 1939). der Parlamentsmitg'ted war und Sekretär von FV',dmar.'chal! Haig und später von Lloyd George wurde. ★ Es währte nicht lange, da wurden die Yah'idas mit einer anderen Familie bekannt. die um zwei Jahrzehnte früher zur Alija gegangen war und in Jerusalem wohnte. Es war DavSd Yellin aus Lomzah in Polen mit seiner Gattin Lieba Bat Jerachmiel aus dem polnischen Jedwabna und ihrem Töchterchen. Der gleich Jecheskel Sehalom streng orthodoxe Talmudgelehrte batte seinen Fa niliernamen Yellin (hebräwsMt: Zwi) in den aramäischen Namei Tabja umgewandelt. Erst sein Enkel Dav d legte diesen Namen wieder ab und •nannte sich wieder Yellin. -Auch Frau Lieoa w«r eine tüchtige Hausfrau wie Frau Rima-Reina, Wänrend aoer diese vorerst dei wirtschaftlichen Sorgen enthoben war, musste Frau Lieba auch für den Unterhalt der Famliie sorgen. Sie verband eich zu diesem Zweck mit einer Nachbarin und eröffnete mit ihr eine Spirit‘losen-Hand lung. Als dann die Alija aus europäischen Liind »rn zunabm, tat sich David T -bja mit Jakob Saphir (Grassvater des Ministers Joeep- Saphir) zusammen, um die Leitung -der von Moses Montet’or j eingerichteten Weberei zu übernehmen; di-»se hatt< indes -nur kurzen Bestand und ■David blieb nients anderes ■übrig, als sich dem Kolel Lomza anzuech.iessen. -20 Jahre lang blieb die Tochter das einzige Kind, bis dann Frau >ieba einem Knaben das Leben schenkte, der -den Name t Jehoscbua erhielt. Als er der sich früh durch seine hohe Begabung auszeichnete BarMit.zwa geworden war, verheira tete man ihn mit dem nur 13 Jahre zählenden Töchter •oben der Jahudas namens Serach. Und so Kam die Ver bindung der Familien, Sevon SIEGFRIED BRAUN fardim au,; dem Irak und Aschkenasim aus Polen zustande. Des physischen Mi' ssigganges müae und auch der Teilhabe zu 'ten Geldern der Chalukka zaufte David mit -der Mitgift seines Poh ■ne,; ein Stück Land in :1er Nähe Jerusalems, um dort als Bauet zu arbeiten. Es war dies Moza, oas im Laut der Zeit eine gewisse Bedeutung in der Geschichte der Landesbesiedlung erh; Hen sollte. Der Ver,tuet misslang ebenso der ihm folgende, die Errichtung einer Art Rasthaus an der strasse -losen Strecke Ja Sa - Jerusa lern. — Ein Unfall an der Stadtmauer machte Hem Leben Davids ein Ende. Sein Sohn Jehoschua übernahm das Landerbe Moza gemeinsam mit einem Onkel namenc Schaul, der ein Phantast war und das Gold in allzu grosszügiger Weise ausgabe, so da^s Moza .as Sorgenkind bliem bis einmal später andere Hinde e« entwickelten. Jehoschua begann allerlei Unternehmen, wurde Mltbe sitzer des Areals ausserhalb der Stadtmauer Nachala*- Schiwa und siedelte dorthi” über. (Es war — wenn man von den Montefioreschen Häusern Mischk°not Schaananim vom Jan -e 1860 ab «iebt — eine der ersten Schechunot außerhalb der | Lämel- und in einer Tal mud-Thora-Schue. Als er das 17. Lebensi^hr crr?;ch hatte, beschlossen die Eltern, ihn studieren zu lassen. Er reiste mit semet Mutter zu deren Schwerter nach London, un sie zu ¡Litten, ihm das Stuoium an der Universität zu ermöglichen. Die Tante empfing die Verwandte mit -eser vielter Freude, gab ein vages Versprechen, zu he.’en und liess dann durch eine» Diener für die beiden Hotelzimmer be stellen und — die Rückf-,hrscheine nach Pa.ästira. Der Zufall füg*e es da,-s David an einem ^chabbar in einer der londoner Synagogen seinem Landsmsrn. dem Lehrer Nissim Behar begegnete. Dieser stand kurz vor der Hcmreise nach Jerusalem und ' rächte mit sich den Plan zur Gründung einer modernen Schule namens der Alliai.ce Israeiite zu Pari« .1881). Es getan0 Behar, den jungen Mann als Lehrer zu gewinnen und zu gleich als Schü er zur Weiterbildung im Französischen und den ..allgen einen Wissenschaften“. So begann David Yellins Laufbahn als Pädagoge. Es mus« hier da mit sein Bewenden haben, in Kürze die Zweige seiner Arbeit aufzuzäh.en: Crientalia, Hebräische Literatur, Uebersetzungen Lehrbücher; seit 1926 Dozent und später Professor an der He- ,,Altstadt“). Als Jehoschua seinen Sohn David in die j brauchen Universität. Mit- Alliancc - Schule schickte. ¡Begründer der HLtadnit Haschloss ihn der Kolel au»3, und; morim und ihr Präsident, er verlor die E nkünfte auc | Gründer und Leder des Leh- ALFREDO STERN MALERARBEITEN FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN VIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tel.: 76-9088 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpiten Tcp. pich er In erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. 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Er war tiefungftieklich und verstarb bald bitten, und sie wurden ihm Rima-Reina, die Witwe, un ternahm in ihrer Notlage eine Reise nach England zu ihrer Schwester Parcha Sassoon und erhielt bis zu ihrem Lebensende eine Rente aus der Hand der reichen Schwester. Es «ei hier nur nebenbei erwähn., dass der Sohn eine,3 Bruders der Frau Serach, Abraham Sehalom Yahuda ein bedeutender Bi beiforscher und Orientalist wurde, welcher zeitweise auch an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums in Berlin and an der Universität zu Madrid lehrte. Frau Serach oatte ihrem Manne sieben <inde> geboren, unter ihnen als Erstgeborenen David und seine Schwester Rachel. Von ihr sei zunächst nur kurz erwähnt, dass sie nacheinander in der „Kutab“, eine Art Kindergarten, dann in die 1864 gegründete Mädchenschule Eve.ine de Rothschild und dam zu mehreren Privatlehre-n geschickt wurde, deren einer einmal zu ihrem Vater Jehoschua oagte: ..Sie hot *n schwerer Kopp“. David war hoebbe gabt und lernte zuerst in der Spende Tel Aviv. — Der Berliner Senat -hat den Betrag von MXhT@0 DM als Israel-Spende — für Medikamente — mr Verfügung -^esteRt. rerseminars in Ber Hakerem, Förderer der Nationalbibliothek und fies Wad Halaschon. Vize-Bürgermeister Jerusalems und Mitglied der leitenden Gremien de« Jischuw. — Worte hoher Verehrung finden sich in den vielen Schriften über die Farrilie im Gedenken an David Yei lins Gattin Ita, der Tochter des hervorragenden Chowewe Zion Jecbiel Michel Pines, der u. a. Verwalter der Stiftung ..Maske’-«) Mos«'«“ (Montefiore, aol dessen 90 Geburtstagen IS'M) war Sie war nicht nur °ine tapfere unermüdlich tägige Gattin. Mutter und Hausfrau, «andern auch eine gewandte Schriftstellerin, wie aus der von ihr verfassen Erinne rungen. erschic-en 1938 zu ersehen ist. Von ihren Kin dem seien genannt Ebener, verheiratet mit -«er Cell’stin und Musiklehr-orin Telma Bentwich, Avinoam, Orientalist und Inspektor des indischen Schulwesens während der Mandatszeit, von einem Araber in Jerusalem erschossen; A vieser Gene ralsekretär der Lehrerge werkschaft; Schmarjahu, starb, nachdem er mit der Familie Yellin von den Türken im Ersten Weltkrieg nach Damaskus verbannt war. ★ David Yellins Schwester Rachel verdient deswegen besonderer Erwähnung, weil sie durch die Heirat mit Jecheekel Suchow >lsky. später sich Dänin nennend, aus Jerusalem nach Jaffa und Tel Aviv übersiede'te und jene Zeit lebendig m'(erlebte, da ihr Gatte zu d n Askanim und Mitbegrü idern von Achusat Bajit, d. i Tel A’ iv, gehörte. Sie hat hochbetagf ihre Lebensges ihichte Riw ka Alper von der Moezat Hapoalot erzählt und es entstand ein kulturgeschichtlich bedeutsames Buch ..Korot Mischpacha Aciat“ (Verlag Da war 1955). Der Verfasser dieses Aufsatze.3 hat damals ein paar der interessante sten Kapitel de« Buches in® Deutsche übertragen. Das trug ihm eine Einladung Rachel Janais-Ben Zwi zu einer Ehrung von Frau Rachel Dänin und Riwka Alper >m Hause des Präsidenten ein. Dort sah er die alte Dame in ihrer geistiger. Rüstigkeit wieder, die er lange Zeit vorher in ihrem Hause m der Herz'Stra^se in Tel Aviv kennenge-ernt batte, als er sich von ihrem Gatt*H Episoden a is Te* AvivS A«Liegen erzäh-en liess. Jecheskel Dario war — wie in dem Alpe-schen Ruch .zu lesen ist — ein unruhevoller, pedantischer und eigenwilliger Ma.jn, welcher -als Arbeiter in den Kilo” en begonnen und wegen semer körperlichen Sc iwäcbe e ich einander Inhaber eines Kolonialwarengesc läfts in caifa, Teilhaber mehrerer kleiner Fabriken, Pardessbesitaer um! in der Hauptsache ein vielbeschäftigter A«kan wurde. Er «tarb 1946 — keine Frau bat ihm zehn Kinder geboren. Unter ihren sei hier der älteste Sohn Mosche erwähnt. Während des Besuches der Lamel-Schnle erlitten seine A igen infolge eines medizinischen Kunstfehlers bedenkliche Ve-'letzungen. Sein Vatei ru. *e mit ihm nach Königsberg zu einem bekannten Spez alisten, der die Augen heute. ‘Mosche blieb noch in Königsberg und besuchte dort «ine Handelsst hule N >ch seiner Heimkehr betätig’e er sich im väterlicten Geschäft und organisierte den S ->rtverein Makkab . Wahrem! de« ersten Weltkrieges wurde er türkischer Soloat ’tmi half mit. die Gruppen mit Lebensmitteln zu versorgen. coGPEfitnvt DE CDEDHC iTDA DESOI 1932 MEfiECE SU CONFIANZA C*SA ClIÖRAl -AMI HABAR?96* AGfNCt* N* ) CAettüC 3)0/ fSC ACfNOA N* 2 COWHfNTfS 229« Mfl BAStfUt Hoianc * )/ i 14 Hb Ta #c tf>tf<U4#s FtfUfici« M Mbcatics -4ci Bane« Ccni'i» C4FITAL REMUAM 4<TU4l 270:000 000 Estudio Jurídico Internacional Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALIE ENTSCH/IEDI6UNGSFRAGEN BUEROSTUNDEN: ven 15 — 19 Uhr NUR Dienstag und Mittwoch (Ich bitte, nicht Tor 14 Uhr zu erscheinen) •der nach Vereinbar-"" T. E.: 83 - 2413 Dr. Günter Frey ASUNTOS AHGENTINOS Y SUDAMEfWCANOS r,^schaffssachen - Vertraege - Verwaltungen Mieb-, Zivil- und Handelssachen T. E - 6930 PUEYNRED0N 2190 (tg. At. LAS MEMS

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