Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2238 (4.10.1967)
- Date
- 1967-10-04
- Page
- [Seite 13] (sequence 13)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Miércoles, 4 de ¿ieiubre de 1967 SEMANA ISRAELITA An«> XXVIII. — N* 2237 — Vi Religioese Erneuerung (Schluss von Seite 12) Israels" wurde uns ein grosses Trostwort, ebenso der 147. Psalm: ..Der Herr baut Jerusalem und bringt zu sammen die Verjagten Israels. Er heilt die zerbrochenen Herzens sind und verbindet ihre Schmerzen." Der Staatspräsident rezitierte an der Mauer den 3(>. Psalm, in welchem es heisst: „Den Abend lang wäh’-te das Weinen, aber des Morgens ist Freude. . Du hast meine Klage in Reigen verwandelt, du hast mir meinen Sack ausgezogen und mich mit Freude gegüurtot.“ Vor Ausbruch des Krieges rezitierte Religionsir ini,-ter Wahrhaftig den 86. Psalm, das Gebet Davids in grosser Bedrängnis, in oer Knesset. „In der Not rute ich dich an, du wollest mich erhören .. Gott, es setzten sich die Stolzen wider mich und der Haufe der Gewal’tätigen steht mir nach meiner See le und haben dich nicht vor Augen.“ Die grossen Verheissungen der Propheten wurden uns zur Gewissheit. Po etwa Jesaja 62, 10: „Geht hin, gehet hin durch die Tore, bereitet dem VoIk den Weg machet Bahn, machet Bahn, räumet die Steine hinweg, werft ein Panier auf über die Völker.“ Diesen Vers sangen Priester in der Gra beskirche, alß unsere Armee durch das Löwentor einbrach, und sie setzten ien Text fort: „Siehe der Herr lässt sich hören, bis an Jer Welt Ende: Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt, siehe sein Lohn ist bei ihm und seine Vergeltung ist vor ihm Man wird eie nennen das heilige Volk, die Erlösten des Herrn, und dich wird man heissen die besuchte und unveriassene Stadt." Dieser Text war im Horen-Gebet vorgesehen und wirkte daher auf die Priester wie eine unmittelbare Verheissung. In dem Ringen um Israels Grenze gegen Aegypten erlangten die Kapitel 30—32 beim Propheten Ezechiel die das Gericht über Aegypten ansagen, eine ungeheure Aktualität. Ich wurde in diesen Tagen von Menschen angerufen, die der Bibel entfremdet sind, und die mich nach be stimmten Stellen fragten denn sie wollten nachlesen, was uns zugesagt ist. Hier liegt natürlich auch eine Gefahr, daes man das prophetische Wort im Sinne eines Orakels missdeutet. Auch neuere Prophezeiungen gingen von Mund zu Mund. Ich erinnere an das Testament des mit 91 Jahren kürzlich verstorbenen telaviver Schusters Rebb Jankel Mosche aus der Slouez Strasse. Der Verewigte hatte verfügt, dass seir Testament erst am Lag be- Omer, am 28. Mai 1967, geöffnet werden solle. In diesem Testament stand, dass in diesem Jahre Israel in ei nen eigentlich nur vier Ta ge währenden KDeg verwikkelt werde, aue dem es siegreich hervorgenen werde Rebb Jankel Mosche Schuster galt einem kleinen Kreials ein Heiliger, auf dessen Wort sie hörten, ein verborgener Zaddik von den sechsunddreissig ver jorgenen Ge rechten. Er bekleidete kein rabbinisches Amt, sondern war sein Leben lang ein Flickschuster. In dieser Welle des Glaubens gibt es auch eir merkwürdiges Paradox der Ver stocktheit gerade unter den Allerfrömmsten Au« Kreisen der Neturei Karta in Jerusalem verlautet, dass sich manche von ihnen weigern, die Klagemauer zu besuchen, da diese „von den gottlosen Zionisten befreit' worden sei. Nicht unsere Soldaten, die durch das Löwentor in die Heilige Stadl einzogen, «ind für diese Fanatiker von Mea Schearirr ausschlaggebend, sie warten auf die Oeffnung des Goldenen Tores durch den Messias. Aber werden sie ihr erkennen und anerkennen, wenn er nicht aus ihren eigenen Reihen kommt? Es gibt offenbar nicht nur eine Verstocktheit des Un glaubene, sondern auch eine Verstocktheit der Rechtgläubigkeit. Der sch’ichte Jude aber hat in diesen Tagen erkannt, dass unsere Soldaten sich tapfer geschlagen haben, dass aber die eigene Kraft nie ausgereicht hätte zu erreichen, was erreicht worden ist. Unsere Regie-ung und unsere Diplomaten haben ent gegen der arabischen Version immer wieaer betont dass wir unseren Sieg ohne fremde Hilfe erfochten ha ben. Ohne fremde Hilfe das heisst aber nicht ohne die Hilfe Gottes, den wir wieder als den Herrn der Heerscha ren, Haschern Zevaot, erkannt und erlebt haben. Ein Feuer des Glaubens wurde in Israel enlfacht. Werden wir dieses Feuer wach halten kämen? ln dem Verhalten vor Mensch zu Me'sch ist die Bewährungszon“ des Glaubens gegeben. Aech hier haben wir Wund.-i in diesen Tagen erlebt. Alte Feinde versöhnten sic.i miteinander. Nachbarn, die beziehungslos nebeneinander gelebten. halfen einander. Wer ein Auto fuhr, hot Traripisten bereitwilig Platz. Blutspender drängen sich ir. den Stellen des Magen David Adom. Jede versuchte, irgend etwas für das Gemeinwohl zu tun. Wird diese WeMe der Brüderlichkeit nicht wieder bald im Meer des Egoismus verebben? Wir wissen in dieser Stunde nicht, ob Israel alle die Gebiete wird haben können, die es in diesem Blitzkrieg erobert hat. Dar wird weitgehend von der internationalen politischen Konstellation abhängen. Aber nur von uns wird es aohängen. ob wir die zwei inneren Gebie te, die wir erobert haben zu bewahren vermögen: den Gottesberg de>; Glaubens und den Acker der Nächstenliebe. Verstaerkte Propaganda Schon vor dem Beginn de’ letzten Genei al Versammlung der UN haben die arabischen Kommir..stei. ihre Propaganda geuen Israel. de‘n Zionismus and den Imperialismus in Lr.teioamerika verstärkt. V »rwurfs-oll wird ausgeführt, das« es im wesentlichen die lateinamerikanischen Länder gewesen seien, die auf dmvorhergehenden Gene.alveisamm lung der UN eme gegen Israel gerichtete Erklärung verhindert und einen antiarabischen Standpunkt eingenommen hätten. In grossen P.akaten und Flugblättern, die in Buenos Aires eivschienen sino. wurde behauptet, dass es Israel und der Zionismus seien die als Instrumente des Imperialismus gegen die :ort schrittlichen arabischen Länder Vorgehen wurden. Als solche wurden Syrien. Algerien und die VAP (Aegypten) genannt, also diejenigen Araberländer die enge Verbindung zum Kreml unterhalten. Auch einige Juden haben diese Pamphlete un terzeichnet. In Mexiko wu.vie, wie der Jüdische Weltkongress mitteilte, vom dortigen Büro der Arabischen Liga “ine Bittschrift an Nasser verbreitet. in der zur Reor ganisation der Armeen auf- Danny Kay singt für die Soldaten gefordert wird, um den „Befreiungskampf“ fortzuretzen .. Es wird u. a. behaup tet, dass Moskau die Zi >ni sten unterstützen würde (!) Der beste Bewei > hierfür sei die Aussprache zwischen Johnson und Kosygin in Glassboro .. Aach aus anderen Teilen Lateinamerikas wird ein Wiederaufleben dec Tätigkeit der Arabiscnen Liga und ihrer Propaganda gemeldet.!0 CREEN QU LAS UNEAS AER SON IGUALE: ...por eso vuelan SWISSAIR De Jesde el mohiento que sube a bordo de un moderno jet Swissair, Usted se convencerá que Swissair se ■ pone a su entera disposición como su más fiel y seguro servidor! Nuestras amables aeromozas están dedicadas a proporcionarle supremo confort... a complacer sus deseos.,. y también los de sus niños! \ £>u apetito queda saciado pródigamente con suntuosas comidas . . . servidas en vajilla de legitima porcelana, cubiertos de pulida plata y cristalería de finísima calidad. ¡Elegancia á la. carte! Usted nunca olvidará la especial cortesía y constante atención de nuestro personal que lo harán sentir como digno huésped de honor. Vuele con nosotros y lo comprobará. Aproveche el ventajoso Plan ,de Crédito que ofrece Swissair. 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