Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2238 (4.10.1967)
- Date
- 1967-10-04
- Page
- [Seite 12] (sequence 12)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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12 — Mîirfdits, 4 -de Ortnbie de 1967 SEMANA ISRAELITA A«o xxyill — N» 2230 C"/à&x. lu |&ï; Religioese Erneuerung Kürzlich erreichte mich der Brief eines führenden amerikanischen Reform-Rabbi- »ere. der mir berichtete, «lass er auf der Jahrenkonvention der Central Conference of American Rabbis ein Referat über da* Thema Xu halten habe: ,.K9nn der moderne Mensch noch beten?“ Ich antwortete ihm. dass Wir in diesen Tagen in Israel eine positive Antwort auf seine Problemstellung zu geben haben. Menschen, die des Gebetes entwöhnt waren, begannen wieder zu beten. Es ist ja eine Binsenwahrheit: Not lehrt betenaber dieses Wort ist auch nach der positiven Seite hin zu ergänzen: Wunder lehren danken. Beides haben wir. zusammengedrängt auf einen kurzen Zeitraum, mit ungeheurer Vehemenz erfahren.'Not. Wunder, Sorge, Angst und Errettung. Das öst die Zunge zum Gebet, das läest. die von SCHALOM BEN CHORIN vereisten Herzen auftauen, das bereitet den Acker der Seele für die Saat des Glau bens. Tatsächlich konnte " man in den abgelaufenen Wochen eine religiöse Erweckung >m! Jischuw beobachten. Bewegungen der Seele sind freilich statistisch kaum zu erfassen, aber es gibi äussere Symptome, die gewisse Rückschlüsse zulassen. Die MaesenwMlt’ahrt vor. etwa zweihunderttausend Juden zur Klag-unauer am letzten Schawuut Fest ist ein Symptom dieser Art Freilich dürfen wir nicht idealisieren und nun alle Besucher der Mauer als Beter im eigentlichen Sinne ansprechen. Von dieser Massenwallfahrt gilt, wag Clemens Brentano über seine Gedichte schrieb: ,,Die Einfalt hat es ausgesät — Die Schwernr.i* ha* hindurc-hgewebt Die Sehnsucht hat's getrieben.“ Die Einfalt des Herzens, des gläubigen und des ungläubigen jüdischen Herzens, hat ganz einfach reagiert: die Mauer ist unser, und wir gehören zu ihr. Die Schwermut der jüdischen Jahrhunderte zog uns mit ihrer Schwerkraft an die Mauer der Tränen, und die Sehnsucht nach mseren Söhnen. die noch im Felde standen, brachte Eltern und Geschwister, Frauen und Kinder, auf die Beine; sie alle wollten an dieser hei ligsten Stätte Israels ihr inbrünstiges Gebet sprechen Dass natürlich auch Neugierde hinzukam und der Herdentrieb, zu tun, was alle tun, versteht sich von selbst. Die Westmauer des Tem- Av. Corrientes 1891 40-9861-69 y 40-9860 SALUDA A LA COLECTIVIDAD JUDIA Y LE DESEA UN EELIZ Y PROSPERO AÑO NUEVO 5728 Agencia N° 1 Av. San Martín y Gaona Agencia N? 3 Agencia K? 2 Av. Nazca 2325 Agencia N- 4 Av. Caseros y Boecio Av. deI Trabajo y Escalada Delegación Tapiales Av. Sari Martín 6540-48 - LA MATANZA - TAPIALES Próxima Inauguración Agencia H- 5 Av. 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Dabei versuchen viele zu den traditionellen Formen des Gebetes zuri’ckzukehren. So wurden beim Religionsministerium über zweitausend Paar Thepinllin bestellt — für Soldaten im Felde und für Verwundete in den Hospitälern. Die Buten um die Thephiilin wurden vom Militftr-Rabbinat entgegengenommen, gingen auf die Initiative von Soldaten selbst zurück, die offenbar vorher keine Verwendung ' dafür hatten. Die Sopnrim. welche die Thephiilin schreiben, können der Hochflut von Aufträgen gar nicht nachkommen. Das Wunder 5st des Glaubens liefcetes Kind Wunder haben wir nun tasächlich in diesen Tagen erlebt: Wunder der Bewahrung, der Rettung und vor allem das Wunder des Sieges Das hat manchen Agnostiker wieder gläubig gemach* Ob diese Welle des Glaubens anhalten wird, kann ' man noch nicht beurteilen. Momentan ist sie zu verzeichnen. In dieser Atmosphäre der Wunder sucht man nach weiteren Beweisen des Eingriffs von oben. Die Geschichte von der Bombe die an der Höhle Machpela r.ich* explodierte, sondern zerfiel ohne Schaden zu stiften, machte die Runde. In Jerusalem erzählte man sich von einem Haus, in Mea Schearim in welchem ein Gasbehälter getroffen wurde, dessen Inhalt in Brand geriet und das ganze Haus bedrohte. Ein zweiter Einschlag traf den Wassertank, und so wurde das Feuer gelöscht. — Ein Kind erzählt, dass im elterlichen Hause eine Mörserbombe einschlug, aber der Platz, auf dem die auf ge-, schlagene Bibel lag. um die die Familie eass, n:cht getroffen wurde. Geschichten dieser Art sind Legion. Die aufgesch!rgene Bibel wurde zum Symbol dieser Tage. Eine evangelische Christin, die während der Kämpfe um Jerusalem in der Stadt weilte, sagte mir: „Altes Testament — heu te!" Juden und Christen haben das Empfinden, dass biblische Zeiten wdedergekehr* sind. Das Grundgefühl, das aus dem Siegeslied der Debora spricht, wurde auch unseres: „Vom Himmel ward wider die Feinde ge stritten“. (Richter 5 20h Vor allem aber wurden die Psalmen das aktuellste Buch. Als im Radio , Kol Israel“ die Nachricht von der Eroberung der Jerusalemer Altstadt durchgegeben wurde, schloss der Kommentator sofort den 122. Psalm an: „Wünschet Jerusalem Friede! Ee möge wohl ergehen denen, die dich lieben.“ Der 122. Psalm mit seiner VerheisSung im vierten Vers: „Siehe, es schläft und .schlummert nicht der Hüter (Schluss auf Seite 13) Literarische Notizen Wörterbuch Ein hebräisch - spanisches Wörterbuch, das 50.000 Ausdrücke enthält, ist in Jerusalem erschienen. Das Nachschlagewerk. das auch eine kurze hebräische Grammatik enthält, stammt von einem in Chile geborenen Absolventen der Ilebräiechen Universität, Arie Coma.v. der auch spanische und lateinamerikanische Lyrik ü* ersetzt hat, und v>n dem Philologen Dr. Dow Jarden. Rettung der dänischen Juden Dr. Leni Jachil, Gattin von Dr. Chaim Jachil, ist die Verfasserin des Buches „Test einer Demokratie“ mit dem Untertitel „Die Rettung der dänischen Judenheit im Zweiten Weltkrieg“. Das 332 Seiten starke Buch, das von der Mag* nes-Preese zusammen mit Wad Jasehem in Israel ver öffent licht wurde, ist die Buchversion der Doktorarbeit von Leni Jachil, die sich fünf Jahre mit den Quellen beschäftigt und auch neue Dokumente erschlossen hat. Morris-Adler.Preis Chaim Grade ein jiddischer Dichter und Schrift steiler in den USA, erhielt den ersten „Morris-Adler- Preis“ der Akademie für jüdische Forschung, in Erinnerung an Rabbiner Adler, der im vergangenen Jahr während des Gottesdienstes in Detroit erschossen wurde. Grade hat einen zweibändigen Roman „Die Jeschiwa“ geschrieben, der Anlass für die Ehrung war. Simcha Madanes Repraesentant der BANK HAP0AUM und des Banco Industrial y Comercial Israel-Lalinoamérica wünscht allen seinen Freunden 13030 03lö 032?!i CORRIENTES 1145, 6*. of. 52 T. E. 35.8586 — 35-8336 J 255 BAR Hermanos MADERAS AVENIDA FOREST 550 ï ü n r n n ni ta n 3 œ J 256 Visite Israel viajando en el lujoso transatlántico "THE0D0R HERZL” Próxima salida desde Buenos Aires 26 DE DICIEMBRE Salidas desde HAIFA: 12-2-1968 3-5-1968 PASAJE DE IDA Y VUELTA DESDE 580 DOLARES Planes especiales de pago Consulte a su Agente de Viajes Q âî Agentes generales en el interior del país ALA AUSTRAL sn:n nma na5 ISRAEL NAVIGATION Cû. LTO. Maipú 866* Tel. 32-7465/7823 «BUENOS AIRES nx ZIM (S0JllUS£ #ul psalin i M'- jera-« i.alei« »a d1fc , fr S*«**“ sichern M A<ng aber >m i pj : iUSgÄ Freud« í*« Vor Ausb rf«tierfL Ufa»11* das Gebet Bedrängn>Sf i« der!'t WriU(\-r „In der i ja du wo! 5-Ö# die Stolf der Haufe fleht nur Augen“ Die gross1 der Propt« 0 Gewis saja ß- 10 Jet hi« dul reitet dem machet Ba räumet werft ein die Volke sangen Pr beskirche durch da brach, ui) Text fort lässt sich Welt End ter Zion kommt, hei ihm taug ist eie nenn die Erlös1 dich wirc besuchte Stadt.“ Dieser ren-Gebet wirkte dal ster wie Verheissui In dem Grenze langten beim P die das gypten heure Akt Ichwur wn Men die der sind, und stimmten was uns liegt nat fahr, dai tische B Orakels Auch gen ging Mund. 1 Testa me ren kiii teiavivei Jankel SkiUßz-St * hatte vi Testament Omer, am öffnet wer fern Testa “ diesem nen eigent ge währenc Left werde reich her ffebb Jani ster ga\t als ein Wort sie gener Zac “"«urejssii rechten, E ühbinische war sein Thckschust h dieser ®“rdiges AUerfröm ««der lusalem manche Klag