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Jüdische Wochenschau · 1967-10-04 · 2238 (4.10.1967) · p. [Seite 11]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2238 (4.10.1967)
Date
1967-10-04
Page
[Seite 11] (sequence 11)
Language
German, Spanish
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Miércoles, 4 de Octubre de IMI SEMANA ISRAELITA Año XXVIII. — N* J2.IS — 11 Unvergessliche Érei Wiederum führt uns der unerbittliche Ablauf der Zei ten einem neuen Jahresende entgegen. Rückblickend dür fen wir. schon heute sagen, dass dieses Jahr 5727 in un sere Geschichte als eine der Sternstunden unserer Jahrtausende eingehen wird. Zwei Ereignise werden von Rabbiner EGON LOEWENSTEiN, Santiago de Chile Prag I9G7 Das jüdische Prag war berühmt wegen seiner Synagogen. des Alten Friedhofs, des Museums mit den Synagogenschätzen und des jü dischen Rathauses. Alle diese Stätten haben die 1852 beseitigten Ghetto - Mauern aber auch die Schrecken in unserer Zeit überdauert. Der jüdischen Gemeinschaft im heutigen Prag man schätzt sie auf höchstens 8.000 Ueberlebende (nich. nur aus Prag) — gegenüber der einst blühenden Gemeinde mit 32.000 Jeden im Jahre 1021, etwa 35.000 im Jahre 1937 und über 60.000 fünf Jahre später — wäre es zugefallen, eine glanzvolle Tra dition jüdischen Lebens und jüdischen Wissens in die Erinnerung zuriickzurufen, wenn, wie geplant in diesem Herbst die Tausendjahrfeier der Juden in dieser Stadt stattgefunden hätte. Dies wäre zu einem Ereignis geworden das sich um die Kunstschätze und Dokumente zentriert haben würde, wie sie im Prager jüdischen Museum erhalten geblieben sind. Wie durch ein Wunder hat diese reiche Sammlung, die gleichfalls der Vernichtung durch die Nationatoozialisten hätte an heimfallen sollen, die Periode der Menschen Vernichtung und der Spurenverwi schung überlebt. Indes, alle Feierlichkeiten aus Anlass des 1000?ährigen Bestehens der jüdischen Gemeinden in der Tschechoslowakei sind von der Regierung untersagt worden. E. G. L. unvergessen bleiben: Die Verleihung des Nobelpreises an Schmuei Josef Agnon und Nelly Sach-,, sowie die erregenden und aufwühlenden Tage, die mit dem 5 Juni begannen. In der Verleihung des Nobelpreises würfe die Aner kennung des geistigen Beitrages eines Volkes gesehen, das Jahrhundert lang nur ein Pariadasein geführt hat In den auf den 5 Juni fol genden Tagen, in den erregenden Stunden des Kamp fes Israels, schlug das Herz des jüdischen Volkes in nur selten gefühltem Gleichtakt In diesen beiden Ereignissen wurden zwei Segenssprüche wahr, die jeden Morgen in der Stunde des Gebets ge sprochen werden: ..Gesegnet sei. der Israel mit Stär ke gürtet und gesegnet sei, der Israel mit Ruhm krönt Jahrhundertelang stand die den Juden umgebende Wirklichkeit in schreiendem Gegensatz zu diesen beiden Segenssprüchen Der nichtjüdischen Welt erschien die Synagoge als eine verdammte und verstossene Frauengestalt, die ein»* Binde vor den Augen trug. Aber sie be* sass die Kraft, dieser Welt ihr Nein entgegen zu rufen. Trotz aller äusseren Schwäche dankt sie für Stärke und Ruhm. War das nur Selbstbetrug, nur ein Wunschtraum? In einer anderen histori sehen Stunde unserer Gegenwart, als Israel 1956 sei ne Sinaikampagne siegreich beendete, stellte David Ben Gurion, um diesen Krieg zu rechtfertigen, fest: „Frieden und Gerechtigkeit sind zwei Seiten einer Münze“. Damit hat Ben Gurion ein altes talmudischeg Wort wiedergegeben: „Die Welt ruht auf drei Säulen: Gerechtigkeit, Wahrheit und Frieden. Aber in Wirklichkeit sind diese drei Dinge nur “ins. Wo Ge-, rechtigkeit herrscht, folgen Wahrheit und Frieden.“ Das Vertrauen in die Gerechtigkeit der Sache, die Is tqi8 pun qe? *)8tpiavi9A pea uns die Kraft, Gott für die Stärke zu preisen und den Ruhm zu danken, die ihm verliehen worden »ind. Nich* die physische Kraft und nicht der äussere Ruhm erfüllen den Juden mit Dankbarkeit, sondern die Kraft der Ueberzeugung, dass wir die Gerechtigkeit verteidigen und nur sie zur Wahr heit und zum Frieden füh ren kann. Diese Ueberjeugung ist die Voraussetzung dafür, dass Prof. Lew's Mumford in seinem Büchlein „Die Verwandlungen des Menschen“ schreiben kann: „Die Gemeinschaft, die den höchsten Grad «n Solidarität und Kontinuität in Jer menschlichen Geschichte erreicht hat, ob.vohl sie Epochen durchlebte, in denen Reiche vernichte: und Städte in Trümmerhaufen verwandelt wurden, ist rta6 Volk der Juden.“ Das Vertrauen in die Gerechtigkeit, die sich doch einmal durchsetzen wird und zur Wahrheit und zum Frieden führen muss, ist die Voraussetzung für die Solidarität und Kontinuität, die auch im Janre 5727 dem jüdischen Volk den Sieg verliehen hat. Sie sind der Schlüssel zum Geheimnis unserer Existenz. Sie waien und bleiben die Geheimwaffe Israels. Im Jahre 5727 bat das jüdische Volk bewiesen, das« es sich in der Stunde des Ruhmes — der Verleihung des Nobelpreises — der Grösse seines geistigen Erbes bewusst ist. ln der Stunde der Stärke — in det Tagen des Kampfes in und um Israel — erfüllte uns die Einheit der Demut eines Volkes, das für die Gerechtigkeit kämpft. Diese Einheit erfasste Jung und Alt, Männer und Frauen. Diese Tage werden unvergessen bleiben. Darüberhinaus erlebten wir den inneren Aufruhr einer Jugend, von der wir schon glaubten, dass sie nichts mehr bewegen kann Mit Stolz denken wir an die Tage zurück, in denen wir das Feuer der Opferbereitschaft, das in vielen brennt beobachten durften. An den „Hohen Feiertagen“ werden wir an viele unserer Jungens und Mädels denken, die im entscheidenden Augenblick unsere Stärke unter -Beweis stellten und sich spontan an die Seite unseres Staates stellten, um unsere Solidarität zu b“we*sen und die Kontinuität zu sichern. Sie werden zurückkommen. Und wir hoffen, dass sie uns mit vielen anderen — erfüllt von der Geist der Wiedergeburt — helfen werden, diese Solidarität und Kontinuität auch im Frieden zu sichern. Der Funke, der in einer erregenden und bewegten Stunde des Kampfes für den Sieg der Gerechtigkeit entzündet wurde, soll auch in der Zukunft aufleuchten, die die Wahrheit enthüllt und den Frieden bringen möge. In den kommenden Tagen des Festes danken wir dem Allmächtigen für den Ruhm mit dem wir gekrönt worden sind und für die Stärke, die uns verliehen wurde Mögen sie auch in der Zukunft mit uns sein. Dazu bedarf es des einheitlichen Willens al ler jüdischen Männer und (ITA) Einwanderung Tel Aviv. — Israelische hohe Beamte, Industrielle und Gemeindeführer werden in der ganzen Welt zur Ein Wanderung nach Israel auf rufen, wie Leon Dultzin, der neue Präsident der Exekutive der Abteilung für Einwanderung und Absorption der Jewish Ageacy, ankün digte. (ITA) Frauen. Sie mü.«en mit rns sein, mit Israel und mit unserer Gemeinde, auch in der Zeit des Friedens. Am 2. Tag Rosch Haocha na hören wir ein Wort des Propheten Jer-mia, -las über die Jahrhunderte hinweg, wieder ak*uell geworden ist: „Es fand Gnade in der Wüste das Volk, das dem Schwert entronnen ist. Geh hin, ihm Ruhe zu brin gen, Israel.“ Mit diesem Wunsch treten wir in das Jahr 5728 ein. Es möge ein Jahr der Ruhe und des Friedens f'ür uns und, für alle Völker der E-Je werden. Aber dieses Wort sei auch ein Aufruf an uns, an jeden Sohn und jede Tochter des Volkes Israels. . / 'rwm Möge die Gnade die sich im vergangenen Jahr so sichtbar vor aller Welt .offenbarte, uns auch in Zukunft gewährt werden — um der Gerechtigkeit, der Wahrheit und des Friedens willen. * * ‘2 ‘ ,/ „ ~ - ■ 'SW: « # „ . f ¿ ¡OkßW&S" MM** todos ios días, todos los cielos.., jets de El Al Vuelo* diartos desde N ueea York a Israel, furtos diarios desde Nueoa York a Europa, suelos diarios desde Europa a Israel y eicevtrsa. ConsuK« a au a gama da víaiaa o a» ELtl>ÜL LINEAS AEREAS DE ISRAEL. Representación para SudamOrtcO Wa.pO «94.3® prsp . ral, 31.09371 T9B9 - Buenas Airea »Sei stark und fest, fürchtet euch nicht und bonget nicht vor Ihnen; denn der Herrdein Gott« er ist, der mit dir geht; er wird äirl« nirjii kseeea und dich nicht vecatoeeen." (Deut 31.6) «Warnt*' 3 ***** LANAS] . casi magicas

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