Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2238 (4.10.1967)
- Date
- 1967-10-04
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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t — 4 de Octobre de 1967 JÜDISCHE ««CHENSCNAD aä» supnn. .— jp m^h Am Beginn des Jahres 5728 (Seh)use von Seite 1) David be» Gurion an dieser Statte erschien, der Mann, der ium Symbol des Lebenswillens und der scbbp£*risehen Kraft se*nes Volke» wurde, da emp'nnd ein jeder Jude in dieser Begegnung des Neuen mit dem Alten die Ewigkeit jüdischen Lebens mit allen seinen At tributen und die Fortsetzung einer langen, über die geschichtlichen ¿eiten sch hinziehenden Verbundenheit Was bedeuten im Angesicht solchen Geschehens die einschränkenden Bezea-h nungen ,, religiöses“ oder ,, nationales** Juden’um io welche selbst Juden unsere Existenz zu beschränken versuchten. Hier, an der Klagemauer, offenbarte s’oh mH einer unges*;men Kraf* die EINHEIT unseres Vol kes in allen Serien Lebens- Äusserungen. eines Volkes das uneingeschränkt Ja sagte zu seiner Existenz und ein ergreifendes Bekenntnis zu seiner Vergangenheit. 2u seinem Heute und damit zu seiner Zukunft ablegte. Dass solches Geschehen verpflichtet, hat das jüdi sehe Volk bis >n die letzten Winkel der Erde verstanden, wohin das Schicksal Juden getragen hat. Nicht die äusserliche Opferbereitsebaft. sonderu die tiefe, man mochte sagen, die ..heilige“ Unruhe, die dieses Volk ohne jeden Befehl, h ne jede Anweisung, ohne jede Aufforderung ergriffen hat, zeugte von einem ungebrochenen Leben-,willen, der das „jüdische Wunder“ zur Wirklichkeit werden lies* Der tiefe Wandel unserer Existenz offenbarte sich, als zum zweiten M il innerhalb weniger Jahrzehnte ein Feind gegen unser Volk aufstand, der den Würgegriff an die Seele uno an die Kehle der Juden setzen wollte. Die Reden und Drohungen Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1* >zq. ■MbH. M—19 Uhr TtbfoB: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49.5850 PROPIEDADES FRANKENBERG 8. R- L. berät Sie Kostenlos und onrerbindheb beim Kaut odei Verhaut von GESCHAEFTEJi WOHNUNGEN BABBSERN VI RR KV »El PINO 48« T. E. 73-78*7 unserer Gegner vor allem des ägyptischen Diktators. Hessen keine Zweifel zu. dass sie nicht nur den Staat Israel von der politischen Landkarte ausiöscben wollten. sondern die physische Vernichtung alb.r Juden betriebe«. die in ihren Macht bereich fallen. Dieses Mal aber waren die Juden vorbereitet. Sie waren entschlossen. nicht nur durch Verhandlungen und Deklarationen über ihr Recht den Schutz anderer Nationen zu euebea. sondern ihre Veriei digung allein zu übernehmen. Sie waren bereit, wie einst die Makkabäer mit der Waffe in der Hand ihr geistiges Erbe, ihrer Boden, ihren Staat, ihre Frauen und Kinder, ihre physische Existenz zu schützen und zu si ehern. Das Volk Israels zog ln diesem Bewusstsein sei ner Verantwortung in einen ungleichen Kampf gegen eine gewaltige Uebermacht und bewies, dass aurh kleine Völker siegen können Die unglückselige politische Konstellation und die verhängnisvolle.! Streitigkeiten und Machtkämpfe, in die beinahe alle Länder un serer Erde ver»,trickt sind, haben die Herstellung eines Friedens bisher verhindert, einet- Friedens, für den Israel in den Krieg zog und den es nicht nur für sich, sondern für alle Menschen errichten wollte. Damit sind die Aufgaben bereits gekennzeichnet, die heute dem jüdischen Volk zu.allen, und über die wir uns in diesen Tagen des Gerichts und der Verantwortung Rechenschaft und Klarheit zu geben haben. Unsere Verpflichtungen bestehen auch dann, wenn kein jüdisches Blut fliesst. Unsere Aufgabe ist davon unabhängig, ob Krieg oder Frieden herrscht. Unsere Verantwortung w urde nicht kleiner, nachde r. den jüdi-! sehen Waffen der Sieg zu- Ciel. Unsere eigene Existenz ist nicht nur dann mit dem j Schicksal Israels und dem j aller Juden verbunden, wenn j militärische oder politische i Erfolge verzeichnet werden j können. Unsere Aufgabe ist i nicht damit erfüllt, das« die j meisten unter uns fmanzielj le Opfer dargebracht haben. J Dass es für Israel schwe j rer ist, den Frieden als den Krieg zu gewinnen, haben die Monate nach dem Sieg gezeigt. Wir alle sollten stolz über das Erreichte sein, aber gleichzeitig wissen. dass uns das Neue Jahr vor grosse und schwierige Aufgaben stellt Für das Zustandekommen eines „Wunders“ genügen niemale religiöser Glauben oder natio nale Gefühle. Nur dort, wo sich Glauben und Fühlen mit Einsatzbereitschaft "nd Opferwilligkeit, mit Energie und Tatkraft zum bedin gungslosen Willen zur Verwirklichung vereinten, nur dort wuchs das „jüdische Wunder“ zur Realität empor. Das jüdische Volk hat alle Zeiten der Verfolgungen, und der Leiden, der Versii chungen und der Bewährung übenstan len, weil es seinen ungebrochenen Le benswillea bewahrt hat. Im Kampf um unsei Recht haben wir nach der Umkehr zu uns selbst, nach der Be sinnung auf unsere eigene Kraft, nach einer wunder samen nationalen Reoais sance und selbst errungene« geistigen Erneuerung sowie nach der Rückkehr auf unseren Boden u,i;l zu seiner Bearbeitung jene Voraussetzungen geschaffen, durch welche unsere geistige und physische Existenz gesichert werden kann. ln dieser Welt der Kontraste kann nun einmal „der Frömmste nich; >n Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt “ Deswegen ist die Bereitschaft unseres Volkes und jedes einzelnen Juden erforderlich. denn der Kampf um unser Recht, um das Recht zu leben, wie a’le anderen Menschen und Völker, ist big heute nicht beendet. Möge sich jeder einzelne Jude in diesen Tagen des Gerichts, der Selbstverantwortung und '•er Einkehr seiner Aufgaben bewusst werden und an diesem Bingen um die Sicherung unserer und der Zukunft unserer Kinder den Anteil nehmen, den die Gesamtheit von ihm zu erwarten hat. Ihr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUSE T. E. 76 5842 JUDITH SCHENKOLEWSKI Sc ha bbos decken - Tallisbeutel - Käppchen - MazzotTaeehen - Hand- und Maschinenstickerei von Bett und Dschwäeche Eh. P. L. RIVERA 2585 (fr Bebedero) T. E. 73 9155 Confitería NIZA Servicios de hutch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA »296, «*}- CONDE 76-6288 Tt-fm Nach Jerusalem Genua. — Die italienische Sehiffahrtsünie Adriatica kündigte an, das« ihre ScfeH fe, die Gesellschaftsreisen durch das Mittelländische Meer unternehmen, von nun an längere Zeit im Hafen von Haifa ankern werden, damit die Touristen die Möglichkeit haben sollen» nach Jerusalem zu fahren und dort die Heiligen Stätten zu besuchen (ITA) Sclidaritaet Tel Aviv. — De? Deut sehe Gewerkschaftsbund beschloss kürzlich die Anlage von 3 Millionen DM in Israel als „sichtbarer, Ausdruck der Solidarität »nd des Vertrauen« in das israelische Volk:“ JACOB LAPIDUS I dipt. Mchel NEUE ABREASE V1AMONTE 4* B 46-1716 und 48-2124 MOHEL N. PLAKSIN Super! 2719 NEUES .ELEFON: 78-4784 ESHKOL AN DIE FREIWILLIGEN Jerusalem. — Ministerpräsident Levi Eshkol wandte sich auf einer Konvention an die Freiwilligen, die nach Israel geeilt waren, um ihren Brüdern in schwerer Stunde zu helfen, und wies darauf bin, dass der Aufbau eines Staates eine Aufgabe sei. die schwere Mühen erfordere und nicht in einer beschränkten Zeit bewältigt werden könne. Et forderte die Freiwilligen auf, die eich zu einer Dienstzeit von drei bis zwölf Monaten verpflichtet haben, sich ständig im Land niederzulassen. „Wir laden Euch ein, hier zu bleiben und mit der Bürokratie zu leben oder die Bürokratie zu bekämpfen, wenn Ihr erst einmal unter uns wohnt“, führte Eshkol aus und b^zog sich mit diesen Worten auf Klagen über bürokratische Uebergriffe Er versicherte, die internationale Lage wäre eine andere gewesen. wenn vier Millionen Juden anstatt zwei Millionen in Israel gelebt hatten. „Die wahre Aufgabe des jüdischen Volkes ist der Aufbau und die Stärkung Israels“, betonte der Ministerpräsident. „Wenn dem nicht so wäre, müssten wir fragen, wozu wir gekämpft haben und wozu Ihr gekommen seid.“ Eiiahu Dobkin von der Jewish Agency teilte mit, das 7.200 Freiwillige nach dem Krieg in Israel eingetroffen sind. Die Delegierten zur Konvention vertraten 5.500 Freiwillige aus 41 Ländern. Dobkin ersuchte sie. sich für mindestens ein Jahr im Staatsdienst oder in den Siedlungen zu verpflichten. Er teil'e mit, das1; 700 Freiwillige bereits erklärt hätten, sie würden in Israel bleiben. (ITA) Nachrichten aus Israel TECHNION Das Haifaer Techn’on genehmigte ein lau.'endeg Budget für das konr, mende Studienjahr in H'«he von 38 Millionen IL. Ein londoner Mitglied des Präsidiums verpflichtete sich 800 000 IL im Laufe von vier Jahren für die Errientung einer Wohnsiedlung für den aka demischen Lehrkörper zur Verfügung zu st-Hen. ZITRUSEXPORT Die ersten Resultate des diesjährigen Zitrusexports liegen vor: die Einnahmen erreichen etwa 85 Millionen Dollar. 77 Prozent des Gesamtexports gingen i« ee' hs Länder, nämlich nach Grossbritannien. Westdeutschland. Frankreich. Hol’and, Schweden und Belgien. PRIVATAUTOS Im Jahre 1965 entfiel in Israel ein Privatwagen auf 28 Einwohner, während in Frankreich ein Auto auf fünf Einwohner entfällt, in Westdeutschland auf 6, in Belgien auf 7 und 8 in Holland und Italien. Vergleichsweise: im Jahre 1955 kam «in Privatwagen auf 175 Einwohner in Israel. Die Zahl der Autos in Privatbanken in Israel ist ungefähr genau so gross wie die in Westdeutschland im Jahre 1955. Suche für Verwandte 33 Jahre, gute Erscheinung, vermögend, berufs tätig, passenden seriösen Ehegatten in guter Position. — ZuscHr ften, mög liehst ausführlich, werden selbstverständlich diskret behandelt. Offerten C. R. an die Adm. der Jüdischen Wo chenschau. Pueyrredö« 2190, Buenos Aires. Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 22*3 — 76-8216 RAYOS X PARADENTOSE TgXJSF VORANMELDUNG BERNARDO STERN Attsfifcrwig sacMftklktr MALERARBEITEN HEI .CUERA 1915 — T. E. 58-4052 GRABKAMMER Vor einigen WfK-hen wurde durch Zufall auf dem Gelände der Hebrvschen -Universität auf dem Skv>pus eine guterhaltene Grabhöhle U SEMANA mnaeuta BMMUourie [ Aparece los Viernes! Editado por I Estrellas Editorial Director; Arnolde W. B. Swarsenskj Pueyrredón 2190, 1* izo T. E. 83-2013 Abono- Preise Argentinien: $ 1.060.— pro Jahr Ausl. $ IAO».— jährt. die etwa 1.906 -!*hre »K ist, gefunden; es handelt sich um eine Grabkammer mit einem grösseren Raum 2,5 * 3 Meier und drei kleineren. 3—4 Meter unter dem Erdboden. Es wu.rie festgestellt, dass es sich offenbar um das Grabmal einer jüdischen Familie aus der Zeit König Herodes handelt. WEIZMANN-1NST1TUT Das Landwirtscbattsminb sterium der Vereinigte« Staaten hat deir. Weizmann- Institut in Rechowot für wertere wissenschaftliche For schungsarberter, den Betrag von 358.000 IL zur Verfügung gestellt. DENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA °rcf. Dr. I. BlumenfeW (Director) Jefe 4e) Servicio de Ortopedia y Tranmatoiogía iel Hoepttal Israelita — Profesor de la Facultad de CkadH Médicas de Baenoa -tires UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS V ARTICULACIONES I E. UR2BUBU 285 41 2331 — 2248 47-5875 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73 8782 H. 73-6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uh» Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uh» Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY MEDICO CIRUJANO M. P 9298 Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 Dr. BENJAMIN L'PNlZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — KIB- FKtvUHIKl KGIE — REGULIERUNG »ER ZAHN- STELUNG — KIEFEROR » HOFAEDIB Sprecfastunoen: Dienstag - Donnerstag — Sonnabend nach vorteenyei Vereinbarung «OSE HERNANDO 2518 T.E. 76-8673 n. 73-0508 Dr. L. KLEIN - Médico MA6EN- »»4 DARMKRANKHEITER RDENTDEN-NNTERSUCHONDEN SPRECHSTUNDEN Mee tag. Diene*«, «düttwoeb Prwta* n» 16—>*U*» m rtrd geiaH—. tofc »erbet MietenMe» »nn^w» SANTA n 1381 tt 44-9493 44.154» j