Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2238 (4.10.1967)
- Date
- 1967-10-04
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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MltioolB«, 4 d» (Miliw de 1MT SHI M A W" A ISRAELITA Art« xxnn; — w zxm - i . EINE ALIE JUEDISCHE GEMEINDE Bei einer Volkszählung vor vier Jahren wurden in Syrien noch 4.000 Juden festgestellt. Seither hat sich die Kahl noch mehr vermindert, weil trotz allen Beochränkungen und Risiken nicht wenige jüdische Familien das Land verlassen konn ten. Die jüdische Gemeinde von Damaskus zählt zu den ältesten überhaupt und sie wohnte nicht nur in Damaskus selbst, sondern auch in der Umgegend. So gibt es im Vorort Kafr Jubr eine alte Synagoge, die von den Juden in Damaskus einmal in der Woche besucht werden darf. Die jüdische Gemeinde besteht aus Nachfahren aus ganz alter Zeit. Einwanderern aus Palästina und solchen während der spanischen Inquisition. Im letzten Jahrhundert kam auch eine Anzahl Aschkenasim dazu. Sie alle haben sich an die Umgebune derart assimiliert, dass man sie;iusiserlich kaum von den dortigen Arabern unterscheiden könnte. Die Juden von Damaskus haben weder im syrischen Leben noch im jüdischen Je eine grosse Rolle gespielt. Nur im Jahre 1840 wurde gegen die jüdischen Bewohner die Klage erhoben, einen Mönch entführt und ermordet zu haben. Adolphe Cremieux und Sir Moses Montefiore reisten nach Kairo und erreichten bei Mehemet Ali die Freilassung der Beschuldigten, soweit sie noch am Leben waren. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wohnten in Damaskus unter einer Bevölkerung von 400.000 Seelen 20.000 Juden. Christen und Juden mussten in besondere Stadtteile zie hen. Erzieherische Institutionen gab es kaum. Die Alliance Israelite gründete 1880 die erste Schule, und 1911 kam eine hebräische Schule dazu. Viele Familien wanderten nach England aus, besonders nach Manchester und dann nach Südamerika und in die Vereinigten Staaten. Nach dem Ersten Weltkrieg gab es zionistische Organisationen. Die hebräischen Schulen wurden i923 aus Mangel an Mitteln geschlossen. 1928 wurde eine Gruppe des Hechalutz gegründet. die nach den Unruhen von 1936 aufgelöst werden musste. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Erklärung der syrischen Unabhängigkeit das Zeichen zum Aufstand gegen Briten. Franzosen und Juden. Während des Unabhängigkeitskrieges von 1943 wurden jüdisches Eigentum und zahlreiche Synagogen zerstört, und nicht wenige Juden ermordet. 1948 reisten 15 000 Juden ab und im nächsten Jahr weitere 6.000. Im ganzen Land blieben 5.000 Juden zurück, davon 3 000 in Damaskus. In Israel befinden sich jetzt etwa 30 000 Juden aus Syrien, andere gingen nach Libanon und nach Nord und Südamerika. Praktisch leben die Juden im Ghetto eingeschlosen und sie müssen von aussen unterstützt werde«, wie z. B durch den Joint. Sie werden nicht zum Militärdienst herangezogen und sind in der Verwaltung nicht vertreten. Ohne besondere Erlaubnis dürfen sie nur einige Kilometer reisen. Bei der Auswanderung dürfen sie unter Hinterlassung ihres ganzen Eigentums nur 100 Dollar mitnehmen. Es gibt im Ghetto von Damaskus heute noch eine Talmud - Thora- Schule. Die Behörden ver langen immer wieder, dass die Gebete hebräisch gesprochen werden, und sie zwingen die Gemeinde, Erklärungen gegen Israel abzugeben. Da die jungen Leute ausgewandert sind, besteht ein Ueberschuss an Frauen, was wieder zu Mischehen führt, wobei die Araber den Brautpreis (Mojar) auf diese Weise sparen. Es kommt HAGA COLA CON.... REFRESCOLA Y VERA QUE RESULTA MAS.... '¡¿y- ** „ V" ■ s# Soldaten singen die Hatikwa an der Klagemauer nicht selten vor, dass jüdische Mädchen von Arabern entführt werden, ohne dass dagegen eingesehritten werden kann. Etwa vierzig Jugendlichen gelang es, Aufnahme in französische Schulen zu finden, udd sechs Juden studieren an der Universität. Im Ghetto leben drei jüdische Aerzte. wovon zwei für Christen und Schiiten tätig sind. Zum Schutz der jüdischen Bevölkerung wurde im Ghetto eine Polizeistation errichtet; die jü- LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDENTS Bs Aire* - PUEYRREDON 2190, 1* izq. - 83-2613 29. Elul 5727 4. Oktober 1987 Ein uiiwuerdiges Benehmen der Nazis Culpepper (USA). — Generalmajor Carl Turner erklärte die Erlaubnis zur Beerdigung von George Lincoln Rockwell auf einem staatli chen Friedhof für ungültig weil ,,Mitglieder der Sturmtrupps mit Hakenkreuzen geschmückt* die Anordnungen der Regierung nicht befolgten. Die Militärpolizei verhaftete eine nicht genannte Zahl der Nazis, die der Bundespolizei überstellt wurden. Auf dem Staatsfriedhof in Culpepper sind im Bürgerkrieg gefallene Soldaten beidische Gemeinde muss für den Unterhalt der acht bis zehn Polizisten aiifkommen. Dass er, in dieser Umgebung keine Zukunft f'"'r die jüdische Gemeinde gibt, ist si eher, und es fragt sich nur. wie lange sie dieses Reg’me noch aushalten kann. gesetzt, und der Friedhof steht unter Militärverwaltung. Da Rockwell nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Heeresdienst entlassen wurde, war die Bewilligung zu seinem Begräbnis auf dieem Friedhof mit der Einschränkung erteilt worden, dass keine Hakenkreuze oder andere Naziembleme gestattet wer den würden. Vor dem Friedhofstor erschien jedoch eine Gruppe von Nazis mit dem Sarg Rockwells, der mit einer deutschen Hitlerfahne verhüllt war. Der Fried ho f sverwalter ersuchte die Nazis, vor Betreten des Friedhofs die Hakenkreuz-Armbinden aozunehmen und die Fahne zu entfernen. Diesen- Befehl ka inen die Nazis nicht nach sondern versuchten, das Tor mit dem Sarg aufzustossen bis sohliesslich d*e Militärpolizei eingriff. (ITA) PINNER y IAFFE s. a. FABRICA DE JUGUETES ESCRITORIOS: FARRir-AC PUAN 1573 FABRICAS T. E. 924)585 - 8256 Plastlca: PUAN 1571 DEPOSITO Metalúrgica: BALBASTRO 1761 PUAN 1575 Cartonería: MIRO 1>60 Y SUS ASOCIADOS GALETTI y Cía. S.R.L. Fábrica metalúrgica 4: PLASTOY S.R.L. Fábrica de artículos Plásticos -1: EDITORIAL PUAN S.C.C. 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