Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2237 (29.9.1967)
- Date
- 1967-09-29
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/9616703-9615794-9616123--5003-9616127- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
4 — Viernes. 29 de Septiernbie de 1967 jüdische nocamscBMi A fie XXVIII. — N" 2237 Ereignisse der Woche Minister Sapir berichtet Der israelische Wirtsehftsminisler Sapir .veilte für einige Tage in Argentinien. wo er wichtige Besprechungen mit den zu«fändigen Mi nistern und Amtsstellen über einen erweiterten Han delsaustausch zwischen Argentinien und Israel führte Der Minister ist dieses Mal nach Südamerika gekom men. weil er an der Weltkonferenz des Internationalen Geldfondg teilnimmt. Botschafter Moshe Alon nutzte diese Gelegenheit aus. um einen K:eis von füh renden Persönli-hkeiten des argentinischen Judentums und führender Wirtschaftler einzuladen, die bereits seit Jahren mit Minister Sanir in Verbindung stehen. In einer sehr angenehmer Atmosphäre ergriff Minister Sapir das Wort und sagte u a. folgendes: Als er, der Minister, das letzte Mal nach Argentinien kam. war soebedei Krieg ausgebrochen, «■ jdast, er die tiefe Erregung miterleben konnte, von der die Juden dieses Landes gepackt wurden. Der Minister habe in der Knesset bei seiner Rück I i kehr hiervon ge-'prochen und hervorgehoben, dass dieee Einmaligkeit des Erlebens und diese Verbundenheit der Galut mit Israel überall wohin er gekommen ist. zu den wichtigste-. Faktoren für die psychologische Posi tion Israels gehöre Er wolle den argentinischer Juden für ihre Bereitschaft und ihre treue Ergebenheit dan ken. Minister Sapiberichiete viele Einzelheiten aus allen Ländern, wobei er das beispielhafte Verhalten der kleinen schweizerischen Ju denheit besonders hervorhob. In seinen gründlichen Ausführungen gab der Minister ein Panorama der Situation; das zaklrei.-he Publikum folgte mit grotssem Interesse. — Neuer Sekretaer Herr Moshe Yehuda hat seine Tätigkeit als neuer Wirtschaftsrat der israelischen Botschaft in Argentinien aufgenommen Herr Yehuda ist 1926 in Wien geboren; er verliess Oesterreich beim Einmarsch der Nazitruppen im Jahr 1939 kam später naei Israel, wo BIBLIOTECA POPULAR JUDIA Publicaciones del Ejecutivo Sudamericano del Congreso Judío Mundial CORRIENTES 1979 BUENOS AIRES Colección: GRANDES FIGURAS DEL JUDAISMO 1. Samuel Rollansky: SCHOLEM ALEIJEM 2. Natan Gesang: YEHUDA HALEVI 3. Sim ja Sneh: SCHMUEL IOSEF AGNON 4. León Dujovne: MAIMON IDES 5. Nahum Goldmann TEODORO HERZL 6. Schalom Rosenberg: FILON DE ALEJANDRIA 7. Eugen Relgis: STEFAN ZWEIG 8. David Elnecavé JEREMIAS 9. León Dujovne: MOISES HESS 10. Jaime Baiylko; ISAIAS 11. Josef Fraenkel: NAHUM GOLDMANN 12. Heszel Klepfisz: BAAL SCHEM TOV 13. Mark Turkow: JANUSZ KORCZAK 14. Jaime Barylko: DAVID, Rey de Israel Bestellungen dieser hochinteressanten Serie direkt im Büro des Jüdischen Weltkongresses (T. E.: 49-2817) er einem Kibbuz beitrat und zur Hagana ging. Nachdem er in verschiedenen Ministerien tätig war. hat er nunmehr diesen ueuen Posten ange'reten. Herr Yehuda hat Wirtschaftswissenschaften st idiert und Kurse an verschiedenen Instituten gegeben. — Kongress der THG Wie wir erfmren. wn-d der THG Kongress. üoer den bereits kurz berichtet wur de. nicht Ende Oktober, sonlern mit Rücksicht auf geplante Veranstaltungen anderer Organis Mionen erst am 11. und 12 November des Jahres durchgeführt werden. Die Vorbereitungen sind bereits in vollem Gange, so dass damit gerechnet wer den kann, dass dieser Kongress erfolgreich verlaufen wird. Es liegen bereits zahlreiche Rückfragen vor, die aber nicht an die Redaktion oder Verwaltung der Jüdischen Wochenschau, son dern ans Sekretariat des Centro Teodoro Herzl. Calle Santiago del Estero 454. piso 9. of. 36 gerichtet werden müssen. — Besuch aus Israel In diesen Tagen weilte die Leiterin des Lateinamerikanischen Departaments des Keren Hajessod in lerusalern, Frau Nor? Aviad, zu einem kurzen Besuch in Argentinien. den sie dazu benutzte. um mit den leitenden Persönlichkeiten und Kreisen der Vereinigter Kampagne in Argentinien die laufenden Fragen der Arbeit zu beraten. Frau Aviad. die bereits einmal den Kontinent bereist hat, zeigte grosse Sachkenntnis und Beherrschung der Probleme, mit denen wir auf dieeem Kontinent zu tun haben Vom Präsidium der Ein heitskampagne begrüsst nahm Frau Aviad an zahlreichen Veranstaltungen teil, die zu ihren Ehten ab gehalten wurden oder der praktischen Arbeit dienten U. a. sprach sie bei einer Sitzung des Ze itraleomites der Vereinigten Kampagce, wo sie vom Präsidenten begrübet wurde, -und auf einer PASTEUR 254 . 2! y S! pisos rit 48-716t - 1372 t ÍUENOS AUE} ClOnCIOS economices contadores públicos nocional** consultores de'empresmi ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES ANONIMAS 1 Dl FOREST LA FORESTA DIE ANKLAEGER SIND SCHULDIG Vereinte Nationen. — In einem Schreiben an UN- Generalsekretär U Thant bestritt Israels Delegierter, Botschafter Guideon Raphael, kürzliche syrische Anklagen. dass die Israelis in dem auf früherem syrischem Gebiet gelegenen Ort Banias archäologische Stätten verwüstet hätten. Raphael bezeichnet die Beschu'digungen der Syrer als „lächerlich“ und stellt fest, das« diese Stätten sorgfältig erhalten werden und keine Exkavationen vorgenommen wurden. ..Es ist offensichtlich“, heisst es in dem Schreiben. „dass die Verleumdungen der Syrer keinem anderen Zweck dienen als die Aufmerksamkeit von ihren eigenen Sünden abzulenken.“ Er beschuldigt seinerseits die Syrer, in Al Hamma, direkt über den Fundamenten einer alten Synagoge. Bunker auszuheben und die Ueberreste des alten Baus zu zerstören. Er teilt U Thant gleichzeitig mit. das Dr. Abraham Bi: an, Direktor für Altertümer und Museen in Israel bei einem kürzlich Besuch in Banias feststellte, dass die Fundamente der Kreuzritterfestung von syrischen Truppen beschädigt wurden, als diese sich bei den Kämpfen zurückzogen und die Brücke über den Baniae-Fluss in die Luft sprengten. (ITA) grossen Versammlung in der Hebraica .auf der auch die Herren Moshe Goldstein Hauptdelegierter des Keren Hajessod in Argentinien, lind Dr. Hardi Swarsensky das Wort ergriffen. Frau Nora Av:ad schilderte in sehr schönen Worten in einer beinahe poetischen Form die Erlebnisse des Sechstagekrieges, den si? in Jerusalem mitgemacht hat, die Mobilisierung des Volkes und die Einsatzbereitschaft aller, um eine neue und bessere Zukunft unseres Volkes durch Arbeit und Leistung aufzubauen. — Auszeichnung zurückgewiesen Frau Dr. Nina Tenenbaum hat die ihrem Bruder Mor dechai Tenenbaum verliehe ne Auszeichnung der polnischen Regierung zurückgegeben. Die polnische Reg’erung hatte post mortem dem Kommandanten des Aufstandes im Ghetto Bia lvstok, Mordechai Tenenbaum-Tamraof, das Grtinwald-Kreuz im Angesicht seiner heroischen Haltung und seines heroischen Kampfes gegen die Nazis verliehen. Jetzt hat Frau Dr. Te::enbaum an den polnischen Botschafter in Buenos Airee ein Schreiben gerichtet, in dem es u. a. heisst: „Dank seiner grossen intellektuellen Fähigkeiten erkannte mein Bruder sofort, dass die Deutschen die völlige Aus rottung aller Juden beabsichtigten. Aus diesem Grunde hat er unmittelbar nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Polen in verschiedenen Städten, in Warschau, Wilna, Bendin. Grodno und Bialystok zum bewaffneten Widerstand aufgerufen“. — Die Aufstände in den verschiedenen Ghett: Polens waren überhaupt die ersten Angriffshandlungen der Zivilbevölkerung gegen die deutsche Besatzungemacht. Nach dem Kriege, so schreibt Frau Dr. Tenenbäum, haben di j Gefährten ihres Bruders in Israel eine neue Heimat gecunden. Die Existenz des Staates Israel sei von Polen anerkannt worden, deseen Regierung freundschaftliche Beziehungen mit Israel unterhalten habe. Das sei anders gewor den, seit im Juni dieses Jahres Nasser den Versuch ge macht hätte, das Volk Israels zu vernichten Unter den Ratgebern Nassers hätten sich viele Kriegsverbrecher befunden, die von der polni sehen Regierung wegen Mordtaten an Juden wie an Katholiken gesucht werden Die plötzliche Wendung der polnischen Regierung musste Bestürzung hervorrufen, die unter dem ^sowjetischen Druck sich zugunsten der nazi-nasseristiscren Politik äusserte. So wurden die Ideale der Freiheit verraten, für die mein Bruder gekämpft hatte, sagt Frau Dr. Tenenbaum. Aus diesem Grunde hat sie die Auszeichnung, die ihrem Bruder zuteil geworden war, zurückgeschickt, denn das Kreuz Grunwald würde sich auf diese Weise in ein verfluchtes Hakenkreuz verwandelt haben... Auf die lautere Gesinnung und das mutige öffentliche Auftreten der ebenso gescheiten wie bescheidenen Dra. Tenenbaum kann die ganze Kollektivität stolz sein. — Asado des Hilfsvereins Der „Asado“ des Hilfsver eins ist nicht nu~ ein ..tradi tionelles“. sondern auch ein gesellschaftliche? Ereignis, das weit über unseren Rektor hinausgreift Jahrzehnte mühevoller Arbeit haben das Werk des Hilfsvereins erstehen lassen, das heute als beispielhaft nicht nur in Argentinien und nicht nur für Juden ist. Die in lie Tat umgesetzte Zedeka hat ihre guten Früchte getragen. Tätige Hilfe, das Ebern- und Altersheim mit Krankenhaus und Siechenheim, das Kinderheim und andere soziale Einrichtungen unter Verwendung der modernen Methoden und Möglichkeiten haben den Hitfsverein als den Träger dieser Einrieh tungen zu einer anerkannten Institution gemacht, deren Wirken aus dem jüdischen Leben in Argentinien nicht hinwegzudenken ist. Zu einem so umfangreichen Hilfs- und Sozialwerk gehören erhebU-.-he Mittel, die aufzubringen eine Ehrenauszeichnung unserer Gemeinischaft ist Diesem guten Zweck dient auch der Asado, der auf eine für dieses Land typische Weise die angenehme Gesellschaft, das gute Essen und Trinken sowie die Unterha tung mit einer höchst nützlichen Aufgabe verbindet. Termin der Veranstaltung: Sonntag, den 5 November, um 12 Uhr mittags. Ort: Quinta des Hilfsvereins in San Miguel, Gaspar Campos 2975. — Ehrung für Jordan Auf Veranlassung und unter den Auspizien der zentralen Organisationen der argentinischen Judenheit wurde in der Synagoge der Congregación Israelita (Templo Libertad) eine Trauerstunde für den ums Leben gekommenen Vizepräsidenten des JOINT, Hern Charles Jordan abgehalten, dessen Tod in Prag unter unaufgeklärten Umständen eingetreten ist. Zunächst sprach Rabbiner Dr. G. Schlesinger, Oberrabbiner der Congregación, und würdigte den Verewigten. Anschliessend ergriff der Präsident der AMIA Dr. Tobias Kamenszain, im Namen der Kollektivität das Wort. Im Laufe seiner Rede ertwarf Kamenszain ein ergreifendes Bild vom Leben und Wirken eines Mannes, der seine grossen Gaben und Fähigkeiten in den Dienst seines Volkes zur Rettung Verfolgter und zur Linderung (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 5) LUACH — (KALENDER) Freitag, den 29. September 24. F’ul Sonnabend, den 30. September 25. Elul Schabbas NITSA VOM—VA YELECH (Deut 49 '9—1) Haftara. Jesajas 61:10—11; 62:1—12; 631—9) Sonntag, den 1. Oktober 26. Elu1 Montag, den 2 Oktober 27. Elul Dienstag, den 3. Oktober 28. Elul Mittwoch, den 4. Oktober 29. Elul EREW ROSCH HASCHANA 5728 Donnerstag, den 5. Oktober 1. Tischri 1. Tag ROSCH HASCHANA Freitag, den 6. Oktober 2 Tsehri 2. Tag ROSCH HASCHANA Sonnabend, den 7. Oktober 2. Tischri Schabbat Schuwa Sonntag, den 8. Oktober 4. Tischri Zorn Gedaljia Montag, den 9. Oktober 5. Tischri Dienstag, den 10. Oktober 6. Tischri Mittwoch, den 11. Oktober 7. Tischri Gratulieren Sie Ihren Verwandten und Freunden in Israel, Amerika und Europa zu Rosch Haschana mit einer % Glückwunsch - Anzeige in der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU Die SONDERNUMMER erscheint am MITTWOCH, DEN 4. OKTOBER. Annahme von Anzeigen in unserem Büro PUEYRREDON 2190, I. Stock links B ODER TELEFONISCH UNTER 83-2613