Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2237 (29.9.1967)
- Date
- 1967-09-29
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Vterne«, 29 d« Septiembre de 1967 JÜDISCH! »OCBIHCBIB Añ» XXV1H. — N® 2237 — 8 Zerstoerte Synagogen in Jerusalem Als Transjordanien sich der Altstadt von Jerusalem bemächtigte und den Jujen den Zugang zu den heiligen Stätten entgegen einer im Waffenstillstands - Vertrag ausdrücklich erwähnten Bestimmung vorenthielt, wurde von keiner Seite Protest erhoben. Als jedoch Israel dir- Minenfelder säuberte, den Stacheldraht und die Kanonen aus dem Herzen c’er Heiligen Stadt entfernte, das alte und das neue Jerusalem vereinigte und den freien Zutritt zu d^n heiligen Stätten aller Religionen öffnete und diese Orte wieder der Verwaltung ihrer betreffenden religiösen Führer übergab, da entstand Aufruhr in der ganzen nichfiüdischen Welt. Einige Regierungen erklärten sich u iter dem Einfluss der Sowjetunion, die sich zur Beschützerin der Religionsfreil eit machte, über das Schicksal dieser Stätten höchst be sorgt. Die aufgeklärte Welt hatte geschwiegen, als Trans jordanien die dem Christentum, dem Islam und dem Judentum heiligen Stät ten in Besitz nahm. Die Profanierung des alten jüdischen Friedhofe-: auf dem Oelberg, auf dem die berühmtesten Rabbiner, Wei sen und Schriftgeleh-ten aller Zeiten ruhen, hatte ebenso wie die Zerstörung vieler Synagogen in der Altstadt keinen Protest d »rer hervorgerufen, die sich heute übei die israelische Verwaltung der Altstadt beunruhigt zeigen. Im Befreiungskrieg vom Jahre 1948 verteidigten die Juden die Altstadt helden von CHAIM SCHÄCHTER mütig gegen die erdrückende arabische Uebermacht. Nach Monaten iedoch b>-ach der Widerstand zusammen Alle Juden, die am Kampf teilgenommen hatten oder in militärpflichtigem Alter standen, wurden von den Tranßjordaniern in Gefangenenlager gebracht. Die Alten, Kranken, Frauen und Kinder waren der Willkür des arabischen Pöbels ausgesetzt bis man sie schliesslich in den jüdischen Teil der Stadt ziehen liess. Gleich nach ihrer Evakuierung be Zweitens Tempels, aer den Aufiitand der Juden gegen die Römer Ieite'e. Die Grosse Synagoge der Aschkenasim hiess ,,Hurva“, mit vollständigem Namen „Hurva des Rabbi Jehuda Hechassid \ Sie diente den Juden Jerusalems als geistiges Zentrum, seit sie am Erew Rösch Haschana 5624 (1864) ein geweiht wor den war. Sie wurde an dem Ort errichtet, an dem ein Jahrhundert zuvor das Bethaus der Schüler eines im 17. Jahrhundert leben len Ruinen einer Synagoge in der Altstadt Jerusalems MÖBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäfte mit der grössten Auswahl SARMIENTO M47 T f 35 . 7038 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke vriunvirato Z ahlungserle >chter u ngen Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung gann die Arabische Legion, die unter britischem Kommando stand, die Synagogen und jüdischen Lehrbäuser niederzureissen und anzustecken, während irakische Söldner jüdisches Eigentum plünderten und raubten. In der Altstadt von Jerusalem gab es 57 Synagogen und Bethäuser, deren überwiegende Mehrheit völliger Zerstörung anheimfiel. Die wenigen verschonten Gebäude wurden entweiht und zu Wohnhäusern oder gar zu Ställen für Haustiere verwendet. Das zu dieser Zeit älteste Gotteshaus, das der Zerstörungswut der arabischen Legionäre zum Opfer fiel, war die Grosse Synagoge der sefardischen Ge meinde in Palästina. Sie wurde, wie überliefert ist, im 15. Jahrhundert an der Stelle errichtet, an der das Haus von Rabbi Jochanan Ben Zakai stand, eines gro ssen Gelehrten zur Zeit des ALFREDO STERN MALERARBEITEN FÄCHMAENNISCHE AUSFUEHRÜNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN VIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tel.: 76-9088 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpiten Tep. pichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. 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In diesem Gotteshaus spielten sich seither alle wichtigen Ereignisse im Leben der kleinen jüdischen Gemeinde von Jerusalem ab. Die ältesten Einwohner erinnern sich des Schabbat, an dem der erste britische Hochkommissar Palästinas, Sir Herbert Samuel, den langen Weg von lern damals auf dem Skopusberg gelegenen Regierungisgebäude bis in die Altstadt zu Fuss zurücklegte, um in dei „Hur va“ einen Thoraa'bsehnitt vorzulesen. Hier fanden auch die Standarten der Jüdischen IiCgion aus dem Ersten Weltkrieg Aufstellung. Kurz bevor die ,.Hurva' eingeweiht wurde, begannen auch die Chassldim ein ei genes Gotteshaus zu errichten. das zu Ehren von Rabbi Israel, dem Begründer der iihassidisch-»n Dynastie „Rizin“, den Namen „Tiferet Israel“ ernielt Diese Synagoge, deren Bau vier zehn Jahre dauerte, und die im jerusalemec Volksnumd „Nissan Beck Scnul“ hies«s wurde 1873 eingeweiht. Nissan Beck, dessen Vater Israel Beck die erste jüdische Druckerei in Jerusalem gründete, war an dem Bau dieser Synagoge entschei dend beteiligt. Wie Pinchas Grajewsky in seiner Geschichte der alten jüdischer Gemeinde Jerusalems erzählt, besuchte Kaiser Franz Josef von Oesterreich am 14. November 1V9 die Heilige Stadt. Nissan Beck, di» gebürtiger Oesterreicher, be gleitete den hohen Beuucner durch das jüdische Viertel. Er führte den Kaiser auch zur „Tiferet Is'ael“ deren Dach noch fehlte „Wer ist der Architekt, der dieses Gebäude errichtet?“ fragte der Kaiser. „Ihr Diener Majestät“, antwortete Beck. „Und Sie haben Architektur studiert?“, fragte Fri.nz Josef. „Ja, Majestät, in meiner Stube“, lautete die Antwort Der Kaiser lächelte und fragte, warum das Haus noch kein Dach habe. „Die Synagoge hat zu Ehren Seiner Majestät ihr Haupt entblösst“ entgegnete Beck. Dem Kaiser eefiel diese Antwort so gut, dass er au+ der Stelle tausend Goldfranken für die Beendigung der Arbeiten spend< te. Doch es waren noch vier weitere Jahre nötig, um das Geld aufzubringen, das bis zur Fertigstellung der Synagoge benötigt wurde. Das religiöse und kulturelle Zentrum der Kabbalisten in Jerusalem war die „Bet E!“-Synagoge. Sie wurde im Jahre 1737 eingeweiht und diente den Anhängern der von Rabbi Isaar Luria gegründeten Schu.e als Sam melpunkt. Ihre Mitglieder lebten in der Zurückgezogenheit und ent-.agten alleu weltlichen Vergnügungen Die „Porat Josef“-Jesehiwa in der Altstadt die eine prächtige Synagoge besass. wurde dank der Grosszüeigkeit eines reichen jüdischen Kaufmanns aus Kalkutta gegründet. Das Gebäude, das auf dem zur Klagemauer führenden Weg lag hatte sechzig Räume und einen riesigen Hörsaal. Vierzig dieser Räume dienten für die Unterbringung von Stu denten und die übrigen zwanzig beherbergten Klassenzimmer und eine Bibliothek von vielen tausend Büchern, deren Wert unschätzbar war. Einen Tag nach dem Fall der Altstadt im Jahre 1948 steckten die arabischen Legionäre die Jeschiwa an, die mit allem, LA SEMANA ISRAELITA SfcMANARIO INOEPEND'ENTE Bs Aires - PUEYRREDON 2190, 1* izq. - 83 2613 24. Eluk 5727 29. September 1967 Attentate gegen Juden Florenz. — In Florenz bat die Polizei kürzlich sechs Terroristen verhaftet, nach dem eine Bombe in einer Telefonkabine and eine andere unter einem Auto ei res jüdischen Eigentümers explodierten, Sie natten beabsichtigt, die Sprengkörner auf die Synagoge zu werfen, mussten aber darauf verzichten, weil im gleichen Moment eine Sondergruope der Polizei patrouillierte. Die Verhafteten sine Anhänger von extremen Rechtsgruppen, die m'f Neonazie in Deutschland in Verbindung stehen. Mit Vornamen Dayan London. — Kin christliches englisches Ehepaar hat sein Neugeboreaes „Dayan“ genannt. Bankfilialen Tel Aviv. — Die Israel-Bank genehmigte die Eröffnung von zwei neuen Filialen der Arab-Israel-Bank, eine in der Altstadt Jerusalem, eine in Gaza. Tausendjahrfeier Prag. — Im Jahre 1968 wird die Feier zum 1000jährigen Bestehen der j'idi sehn Gemeinde Prag und für da« 700jährige der Alt- Neu-Synagoge stattfinden. In der Pinkas-Synagoge wird der Gottesdienst durch geführt, und dort wird auch eine Ausstellung über „1000 Jahre Juden in Prag“ veranstaltet. Eine Pilgerfahrt nach Theresienstadt ißt vor gesehen. Geplant ist ein Symposion jüdischer Historiker. was sich darin befand, nieder brannte. Gegenwärtig werden Pläne ausgearbeitei. deien Zie' der Wiederaufbau einiger der Synagogen und religiösen Zentren in der Altstadt von Jeruealem ist. Grafohoehlen auf dem Skopus Jerusalem. — Eine Grabhöhle, die etwa 190C Jahre alt ist, wurde auf dem Skopus auf dem (Campus der Hebräischen Universitä entdeckt. Die Grabkammern, auf die israelische Polizisten beim Graben van Schutzuräben stiesrien, si:.d reich an Sarkophagen und ornamentalem Schmuck Ein Grabstein trägt die Inschrift „Chanania, Sohn von Jonathan“. Die Archäologen datieren das Grab aus der Zeit des Herodes. Direkte Fluge 1 Lud. — El-Al filegt nunmehr direkt und ohne len Umweg über Teheran nach Ost- und Südafrika. Dadurch wird die Flugzeit von 16(4 auf 9 Stunden reduziert. out lacuna » CAJA POPULAR DEBELGRANO COOPERA TiV» OE CREO!T0 iTO» DESDE 1932 MERECE SD CONFIANZA CASA CENTRAl AMPIABA* 2948 AGENCIA 9“ l- I CASADO 3 HP es» KJtxn AGENCIA N“ ) CORRIENTES 2294 p!• es» PASTEUR Horaria de 12 a 16 Hs Iftscnpcifo «« trámite en e» Registro de Entidades financíeos| »o banetnas de# Sanco Centr* CAFtTAL REALIZA»« ACTUAL 220.000 000 Estudio Jurídico Internacional Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN BUEROSTUNDEN: von 15 — 19 Uhr NUR Dienstag und Mittwoch /Ich bitte, nicht vor 14 Uhr zu erscheinen) oder nach Vereinbarung T. E.: 83 - 2(13 Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS ErbscMNsarhen - Verfraege - Verwaltungen Miels-, Zivil- und Handelssachen T. E.: 80 - (930 PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS y. k. Rps'rt.i *r-^