Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2237 (29.9.1967)
- Date
- 1967-09-29
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Vient«*, 29 de Septiembre de 1961 SEMANA I8RAE11TA Año XXVI11. — N" 2237 — 5 t A Ereignisse der Woche ^Fortsetzung der Ereignisse ' der Woohe von Seite 4) der Not gestellt hatte. Jordans Tod fügte diesen bewundernswerten Mann in die lange Reihe jüdischer Märtyrer ein. — Die Aussenseiter Man sollte es nicht glauben, dass es immer noch Juden gibt, die sich in der merkwürdigsten Weise ihier eigentlich selbstverstärdli eben Pflicht gegenüber sich selbst, gegenüber dem jüdischen Volk und gegenüber Israel zu entziehen versuchen. Es ist eine interessante Beobachtung, dass derarjtige Menschen gerade in den Kreisen zu finden sind, die wirtschaftlich gut gestellt und zu einer grosszügigen Beisteuerung in der Lage sind, und vor allen in der Gruppe der ..profesionales“ angetroffen werden rönnen, also der Akademiker, die ihre Berufe als Aerzte. Zahnärzte und Anwälte ausüben. Natürlich wäre es falsch. Bun einfach zu verallgemeinern. Aber Soziologen sollten einmal die Frage prüfen, worauf ein solches Verhalten gewisser Berufsgruppen zurückgeführt werden muss. Gibt es Möglichkeiten, Juden an ihre Pflichten zu erinnern. Wir glauben, dass colche Möglichkeiten vor- Jerusalem. — Das israelische Ministerium für Tourismus plant die Eröffnung eiaes Kasinos in der Stadt Ra- Btala bei Jerusalem. Der Betrieb eine« Spielkasinos in Israel war bisher wegen der gesetzlichen Bestimmungen nicht möglich, welche aber nicht für die besetzten Gebiete gelten. Das Projekt sieht die Entwicklung einer Zone für internationalen Fremdenverkehr im Dreieck -Jerusalem Bethlehem - Ra- «oala vor, die besonders für thristliche Besucher Anzie bungspunkte bieten dürfte. Der Bau von Hotels und Restaurants in dieser Gegend ist schon in Angriff genommen Borden. In einem in New York veröffentlichten Bericht wird der Verlust, den die arabischen lÄnder allein durch den Ausfall der Touristen aus Nordamerika erleiden, für das Jahr 1967 auf etwa 20 Milionen Dollar geschätzt. Wie der USA-Verband der Reiseagenturen mitteilt, hat die Regierung in Washington die Besuche amerikanischer Bürger im Mittelosten empfindlich beschränkt. Diese Einhanden sind. Denn niemand von uns ist verpflichtet, einen gesellschaftlichen Kontakt mit solchen Elementen zu pflegen, die noch nicht einmal ihrer Ehrenpflicht gerecht werden und diese Ehrenpflicht in einer würdi gen Form begleichen. Wir können darüber ganz offen sprechen. Aerzte. die für einen Besuch dreitausend Pesos kassieren und für die Vereinigte Kampagne im ganzen nur 10.000 — zur Ver fiigung haben, schliessen sieh von selbst aus ihrer Ge meinschaft aus. Leute, die Wechsel geben und nicht einhalten, sind auch nicht die gegebenen Kandidaten für einen Aufruf in der Syn agoge. Warum sol’ien wir nicht für Orc-nung und Selbstrespekt in den eigenen Reihen sorgen und diejeni gen öffentlich mit Namen nennen, die unserem Namen trotz akademischer Titel oder trotz Reichhims durchaus keine Ehre machen. — Es würde sieh iohnen. einmal über diese Fragen zu debattieren, die Voraussetzung für die Gesundung oder Gesundhaltung unserer Institutionen und unseres gesellschaftlichen Lebens sind. Boletin der AMIA Das Boletin der AMIA. Ausgabe August 1967, hat sich zu einer gut aufgemaehten und .'.ntereesanten [Schränkungen wurden im Monat Juni verfügt, als die arabisch - israelische Krise begann und am 21 Juni teilweise aufgehoben. Damals wurde der Besuch einiger, doch nicht aller arabischen Länder wieder erlaubt. Das Verbot besteht weiter für nicht dringende Reisen nach Aegypten, Transjordanien, Syrien, Irak und Jemen. Laut diesen Informationen verliert die VAR gegenwärtig eine Million Dollar wöchentlich durch die Abnahme des Tourismus aus den USA und anderen Ländern, Im vergangenen Jahr besuchten rund eine halbe Million Ausländer Aegypten. Der Hauptverlierer ist jedoch, wie man annimmt, Transjordanien, das im Jahr 1966 über 27 Millionen Dollar aus Touristenbesuchen einna-hm. Israel wird, wie in dem vorerwähnten Bericht betont ist, in diesem Jahr einen Rekord an Einnahmen aus dem Fremdenverkehr erreichen. Im vergangenen Jahr kamen 350.000 Touristen in das Land, darunter 150 000 Amerikaner, die 28 Millionen Dollar ausgaben. (ITA) Zeitschrift entwickelt. Das 10. Heft dieses ßoletins ent hält eine Reihe von Informationen und instruktiven Abhandlungen ober das Gemeindeleben. die von allgemeiner Bedeutung sind. Es werden viele, beinahe die meisten Aspekte des kommunalen Lebens behande't, zahlreiche Anregungen gegeben, Informationen erteilt und durch statistische Uebersichten zur Belehrung des Lesers beigetragen. Um nur ein Peisp el berauszugreifen, dürfte es vielen nicht bekamt sein, dass es in Moisés Vi-le ein wichtigee Lehrersemirar gibt, a i dem eine grosse Reihe von künftigen Lehrern herangebildet wird, die in zahlreichen Fächern des jüdischen aber auch des allgemeinen Wissens unterrichtet werden. Das ist nur ein Beispiel von Wissenswertem, was man diesem Boletin Nr. 10 der AMIA entnenmen kann Wichtige Publikation der DALA An dieser Steile sei auf eine besonders wichtige Publikation hingewiesen, die soeben von der DMA herausgegeben worden ist Der Titel lautet: ..El conflicto iel Cercano Oriente, visto por ojos argentinoß“. — An den Anfang sind die Worte gestellt, die der a.-genrinriche Aussenminister Dr. Costa Méndez auf der ausserordentlichen Generalversamm lung der Vereinten Nationen gesprochen und mif denen er den klaren und gerechten Standpunkt der argentinischen Regierung vorget 'agen hat. Auch die Rede deß argentinischen Delegierten Dr. Mariano Drago wurde abgedruckt und damit deren Text der OeffenHichkeit zugänglich gemacht. Im zweiten Teil werden die Leitartikel aus der grossen argentinischen Taeespresse zum Abdruck gebracht, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Wir finden Leitartikel aus der Prensa, der Nación und Clarín 6owie andere ausgezeichnete journalistische Bei träge aus diesen drei Zeitungen, die in einer objekti ven und gerechten Form ein grosses journalistisches Werk vollbrachten und den Mut hatten, gegen die Ungerechtigkeiten aufzutreten, deren Opfer Israel in jenen Tagen war. — Diese Borschüre der DAIA hat einen bleibenden dokumentarischen Wert. Die Initiative der DAIA ist zweckmässig und dankenswert — Kleine jüdische Gemeinde Barbados genört zu den Karibischen Inseln und hat am 30. November 1966 von Grossbritannien die Unab hängigkeit erhalten. Auf dieser kleinen Insel wohnen 250.000 Personen. Der jüdischen Gemeinde gehören 100 Mitglieder an. Mit den erßten Medlern im Jahre 1625 kamen auch Juden; man zeig1 dort einen Brief von Abraham Jacob an den Gouverneur vom j ähre 1628 und einen Grabstein von 1658. Die jüdische Gemeinde hatte bin und wie der gewisse Beschränkungen zu erleiden, m Barbados glaubt man, dass die Insel mit ihrer Unabhängigkeit wirtschaftliche Fortschritte machen und dann auch leue jüdische Siedler anziehen wird. Bier aus Israel Tel Aviv. — 250.000 Flaschen Bier wurden nach Kanada zum Verkauf auf der Weltausstellung verschickt. I .HOTEL LAGO *180 f RIO CEBALLOS — SIERRAS DE CORDOBA ) CASILLA CORREO 34 | SÜK0T GEOEFFNET! Das einzige koschere Hotel in den Bergen i Anmeldung in Buenos Aires; 70 2360 CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legitimo de espuma de goma Plaene für den Touristenverkehr \ ta- Juden in Finnland Von den Urder dem Zeichen der ..Sühneaktion“ für das an den Juden begangene Un recht arbeiten junge bibelgläubige Finnen, die sich .Karmeliter“ nennen, in einem Israel-Ki'bbuz Sie be suchten Jad Wa; -hem. -qPr® chen in einem verständlichen Iwrit am Radio über ihre Eindrücke im Lande. Beim letzter Viertagemarsch wurde den jungen Finninnen ein besondere; Lob gespendet Ein klcner jüdisch-finnischer Tiscbuw befindet sich bereits im Lande, und in diesem Zusammenhang interessiert die Situation der jüdischen Minderheit in Finnland, des jüngsten unter den skandinavischen Staaten Ende dieses Jchres begeht Finnland das övijährige Bestehen seiner staatlichen Souveränität. Seine früheste Geschichte verliert sich in unerforschliches Dunkel. Im 13. Jahrhundert war Finnland eine schwedißche Provinz, die 1809 an Russland angegliedert wurde und dann im Dezember 1917 — als Suomi — sei-ie Selbständigkeit erlangte Aut einer Riesenfläche — trotz des Gebietsverlustes im Krieg mit der Sowjetunion — leben die etwa 4.5 Millionen Einwohner in dem Lande der dunklen Wälder und riesigen Seen zerstreut, während die insgesamt rund 1.750 Juden sich auf drei Städte, die Hauptstadt Helsinki (mit 1.400 Seelen), Tampere, das finnische Manchester, und Abo (Turku) konzentrierten. Nach alten schwedischen Gesetzen, die auch unter russischer Herrschaft in Kraft blieben, durften sich nur einige jüdische Kaufleute mit besonderen Vorrechten in Finnland niederlassen, die meisten aus Polen und dem Baltikum Ein beträchtlicher Teil der finnischen Juden ent stammt den sogen. Kantonisten“ (oder auch , Nikolajewßki-Soldaten“) durch de ren Verdienst sich im Lauf der Jahre jüdische Gemeinden bildeten. Mit Kantonisten bezeichnete man im za ristischen Russland minderjährige Kinder, die nach der Einführung der Militärdienstpflicht für luden durch Nikolaus I. (1827) zwangsweise schon mit eieben Jahren rekrutiert und in besonderen Schulen militärisch erzogen wurden. Die 25jährige Dienstpflicht begann jedoch erst im 18. Lebensjahr. Im Kantonisten - Regime wurden die Kinder, die man vor allem zum Christentum zu bekehren versuchte, grau sam behandelt. Manche Kinder blieben standhaft, andere wieder bewanrten im geheimen ihre angestammte Religion und eetzten sich, obwohl unwissend, warm für das Judentum ein Nach Beendigung der Dienstzeit hatten diese Kantonisten das Recht der freien Niederlassung im ganzen Land. Im Jahre 1917 wurden die finnischen Juden vollberechtigte Bürger gleieh der übrigen Bevölkerung Als die Landzunge von Karelien im Friedensvertrag der Sow jetunion angeschlo-ßen wuvde zogen die dort wohnenden Juden nach He sinki In der gemeinsamen deutsch-finnischen, gegen Russland gerichteten Front kämpf* en auch finnische Juden, trotz des Einspruchs der deutschen Heereßleitung Ebenso widersetzte sich Feidmarschall Mannerheim den deutschen Forderungen '/ui Ueberfiihrung der Juden in Konzentrationslager Etwa 100 nichtfinnische Juden konnten durch Vermittlung des Jüdischen Weltkongresses in Schweden untei gebracht werden. Vor dem Krieg wirkte a’ß Rabbiner und geistiger Führer der finnischen Juden Jer sehr geschätzte Dr Simon Federbusch, den die Verhältnisse zum Verlassen des Landes zwangen, Seitdem sind die Juden ,.nne ständige religiöse Fünrung. Vorübergehend fungierten Rabbiner Berliner und Raw Beeri, die beide jetzt eine Wirkungsstätte in Holland gefunden haben. Gelegentlich besucht der Lubawitßcher Raw Chaikin aus Kopenhagen auch Helsinki. Während in Schweden die Anordnung der elektrischen Betäub ing vor dem Schäc. ten besteht, konnte dies in Helsinki ver hindert werden. Ein aus Jerusalem stammender Schochet ißt gleichzeitig Leiter des Gottesdienstes. der durch den rührigen Josef Kohn ständig aufrechte halten bleibt. Die m allen diel Gemeinden vorhandene Mik wa findet kaum Benutzer. In grosser Freizügigkeit spendeten die finnischen Juden für die Israel-Aktior.en. Viele junge Juden aus Finnland kämpften im Freiheitskrieg von 1948. Durch Auswanderung, teilweise nach Israel, hat Tarrmere als ak tive Gemeinde weitgehend zu existieren aufgehört, so dass noch aktives Leben in den Gemeinden Helsinki und Turku fluktuiert Sehr kritisch hat sich die Erziehungslage gestaltet. An der «seit fast 50 Jahren bestehenden 9kla -sigen jüdischen Schule mit Kindergarten zählte man noch vor einigen Jahren 110 Schüler Jetzt finden sieh in den unteren Klassen wenige Schtiler. im Kindergarten fai'drn 9 Kinder Aufn it.me 8 davon aus Mischehen Die F-age der Mischehe ist die ernsteßte, die der. alltähr. eh stattfindenden Kongress der skandinavischen Jtieend beschäftigt. In den finnischen Gemeinden können nur luden als Mitglieder resiht' mt werden. Will ein Mitglied den Uebertritt seiner F'au erlangen, muss er ein Gesuch an schwedische oder dänische Rabbiner richten. Aber in den letzten Ja neu überwogen in Finnland die rein jüdischen Ehen. Einen Lichtpunkt gib' es in Finnland. Es hat warmfühlende Juden das Erbe der Väter, der '■hemaligen Kantonisten. So.de ihr .-fündiger Ruf nach einer geistigen Führung sich bald erfüllen. so ist zu hoffen, rt^ss der glimmende jüdische Funken vor dem Erlöschen zu bewahren sein wird. Antisemit verurteilt Rio de Janeiro. — Ein brasilianisches Gericht verurteilte den pronazistischen und antisemitischen Schriftsteller Helio Fernandes zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe .die er auf der Insel Fer. nando da Noronha der brasilianischen ,, feufeisinsel“, abzusitzen hat. Fernandes, Chefredakteur der ..Tribuna da Imprensa“, hatte Eichmann und Stangt zu verteidigen versucht und letztens als einziger namhafter Journalist seines Landes gegen Israel Stellung bezogen. Als die Araber den Krieg verloren hatten, schrieb er einen Artikel mit der üebersc.hrift ..Freut Euch noch nicht Eures Sieges Ihr Juden“. Das Urteil gegen Fernandes erging jedoch wegen seiner wütenden Angriffe gegen den kürzlich verunglückten Expräsidenten Castello Branco, den er nach seinem Tode noch mit seinem Hass verfolgte. (OJI) Gedenkstein New York. — Auf dem King ■ Solomon - Friedhof in Cliston. New Jersey wutde ein Gedenkstein zur Eri inerung an die Nazizeit ei igeweiht. In den Stein wurde eine Urne mit Asche von Naziopfern ai’ß Auschwitz eingelassen. d-mArk Wechselstube Unseren geschaetzten Kunden und Freunden die besten Wünsche zum Neuen Jahr. Konkurrenzlose Schnelligkeit — Beste Teige skurse CASA PIANO 347 — San Martin — 349 Passagen - Casa Piano SRL. . Gesellschaftsreisen SAN MARTIN 128 Fiambres Finos “FRIGUINCIA” MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD FRIGUINCIA