Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2237 (29.9.1967)
- Date
- 1967-09-29
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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2 — Vibran, 29 d« Septembre «le 19157 JÜDISCHE «OCBimcaiO A«« XXVIII. N* 229Q Die UN-Versammlung (Schluss von Seite 1) tralgewalt so weitgehend beschränkt, dass ®>e praktisch ohne Wert bleiben. Mit dieser schweren B laetung geht jede Generalversammlung der Vereinten Nationen an ihre umfangreichen Arbeiten. Dieses Mal stehen m^ht weniger als 94 Punkte auf der Ta;es Ordnung. Ueber alle" Debatten schwebt die Sorge ol «lie Grossen wirklich bereit sein werden, sich einem Vo tum der Mehrheit zu fügen Haben eie doch durch Ihr Vetorecht die Möglichkeit, jede Aktion, die ihnen nicht entspricht, zu unterbinden. Man darf auch nicht übersehen. dass diese Völkerversammlung die Repräsentanz von vielen Hunderten Millionen Menschen ausschliesst. wofür ebenfalls nur politi sehe Gesichtspunkte entscheidend sind. In erster Linie fehlt China, dessen Aufnahme von den Amerika nern bisher mit Erfolg verhindert worden ist Obwohl die überwiegende Mehrheit der im Westen lebenden Menschen und wahrscheinlich auch Russland ganz zu frieden damit sind, da«s die Chinesen keinen Sitz und keine Stimme in den UN haben, wird man doch nicht bestreiten können, dass diese Entscheidung ein Fehler ist und einen gefährlichen Präzedenzfall schafft. Man könnte auch der Meinung sein, dass das Fernhalten Chinas eine gefährlichere Situation schafft als sie durch die Aufnahme der Ro ten Chinesen in die UN gegeben wäre. So gering die Bin düngen sein mögen, die durch die Mitgliedschaft in den UN für eine Grossmacht begründet werden irgendwelche Verpflichtungen wer den doch übernommen. Ausserdem dürfte es besser sein, eine Weltmacht wie Dr. FREY A B 0 fi A D 0 PUEYRREDON 2190 I? izq. nachm. U—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. 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Die Husarenritte des französischen Präsidenten-Generals de Gaulle haben alte Diskussionen wieder entfacht, zumal die Russen Grund zu der Annahme haben, dass die westliche Front durch diese Vorstösse de Gaulles geschwächt worden ist, eine Vermutung, die aber ni<-ht unbedingt zutreTfen muss. Auf der anderen Seite eteht der sowjetische Block nicht mehr als derselbe Monolith, aus einem Stein gehauen, wie dies noch vor wenigen Jahren der Fall war. Mag sich Jugoslawen in einigen Fragen dem Kreml genähert haben, unbedingte Gefolgschaft leistet Tito nicht. Inzwischen ist auch Rumänien in wichtigen Fragen eigene Wege gegangen und hat si*zh dem Westen genähert, ohne die Einwilligung des Obersten Sowjets hierzu erhalten zu haben. Diese neue rumänische Politik erklärt auch das westliche Einverständnis damit, dass erstmalig in der Geschichte der UN ein Kornmunist, der rumänische Au ssenminister. zum Präsidenten der Generalversammlung gewählt worden ist. ¡Zu den ständig diskutierten Problemen auf der Generalversammlung der UN gehören neben Korea und Vietnam all diejenigen Fragen, die mit dem Nahen Ihr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUSE T. E. 76 5842 Osten im Zusammenhang stehen. Nach dem eitolgieiehen Abwehrkrieg Israels gegen die arabischen Angreifer sind noch einige neue Streitpunkte hinzugekommen. in ers er Linie die Frage der Zukunft Jerusalems und der von Israel besetzten, früher in arabischer Hand befindlichen Geb'ete seines Territoriums. Wie erinnerlich, hatten die Russen eine ausserordentliche Generalversammlung durengesetzt, die aber zu keinen Ergebnissen führte, mit Ausnahme des Beschlusses, dass Israel nicht die Vereinheitlichung Jerusalems vornehmen solle. Dass Israel sich an diesen Beschluss nicht gehalten hat, ist bekannt. Jerusalem ist heute eine und nicht mehr eine zweigeteilte Stadt Der UN-Generaisekretär U Thant hat inzwischen einen Sonderbeauftragten nach Jerusalem geschickt, der die Generalversammlung ü;>er die tatsächlichen Verhältnisse und Gegeben! eiten unterrichten sollte. Dieses Memorandum liegt vor Man kann nicht sagen, dass es für Israel ungünstig ausgefallen ist. Jedenfalls wird be^tätigt. dass nur solche Massnahmen von Israel ergriffen worden sind, durch welche die Rechte der arabischen Bevölkerung gewahrt und die Unantastbarkeit der Heiligen Stätten aller Religionen gesichert worden ist,. Das Problem der sogenannten arabischen Flüchtlinge steht wie seit 1948/49 wiederum auf der Tagesordnung. An dieser Frage kann man die Unentschlossenheit, aber auch die Machtlosigkeit der UN erkennen. Denn alle Kommissions-Berichte stimmten darin überein, dass die bisher geleistete Hilfe der UN und ihrer Tochterorganisationen unzweckmässig ist, weil selbst Flüchtlinge produktiv einge setzt werden können und nicht über beinahe zwei Jahrzehnte zu internationalen Wohlfahrtsempfängern zu stempeln sind. Dieses arabis .‘he Flüchtlingsproblem ist durchaus kein einheitliche da die Lage der Flüchtlinge in Cisjordanien, die dem König Hussein von Transjordanien un terstanden. von der Lage der Flüchtlinge im Gaza- Streifen unter ägyptischer Herrschaft grundverschieden war. 'Während die Aegypter das Gazagebiet alß eine Art Kolonie behandelten, aus dem selbst die ,,Eingeborene“ nur in Ausnahmefällen mit Erlaubnis des ägyptischen Gouverneurs ausreisen, d. h. in das ei gentliche Aegypten fahren Di« naeehste Ausgabe der JÜDISCHEN WOCHENSCHAU erscheint als SONDER NUMMER zu Resch Hascbana 5728 am Mittwoch, den 4. Oktober JUDITH SCHENKOLEWSKI Schabbosdecken - Tallisbeutel - Käppchen - MazzotTaschen - Hand- und Maschinenstickerei von Bett, und Tischwäsche Dr. P. L. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73 9155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq CONDE 76-0286 76-1049 JACOB LAPIDUS dipt. Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2037 4» B 46-1716 und 48-2124 konnten, hatten die unter transjordanischer Kontrolle stehenden Flüchtlinge grössere Freiheiten Die Gaza- Flüchtlinge waren „kaser niert“, sie lebten in abgeschlossenen Ze’trtädten, die sie nicht verlassen dur'ten und konnten selbst dann nicht arbeiten, wenn sie es gewollt hätten. Sie wurden unter der ägyptischen Aufsicht von der UN-Orsanisa tion UNWRA versorgt, die über enorme Hilfsgelder verfügte. Wie aus den alten Kommissions-Berichten der UN für frühere Generalver Sammlungen hervorging sind nicht alle Gelder >Ue eem Zweck zugeführt, sondern weitgehend für andere Aufgaben verwendet worden . Bei den cis.iordanisc'ien Flüchtlingen wurden wenigstens Versuche unternommen, sie in das normale Leben einzugliedern. Hierzu bestehen die grössten Möglichkeiten, da alle Teile des cisjordanischen Gebietes, von einigen Ausnahmen abgesehen, noch nicht einmal unterentwickelt, sondern überhaupt nicht entwikkelt sind. So hat denn die israelische Regierung sofort Schritte eingeleitet, um das Land zu erschließen und ausser den vorhandener strategischen Strassen, Ka sernen und Militärlagern, die von den Transjordaniern gebaut worden sind, kon struktive Arbeiten durch Fruchtbarmachung des Rodens einzuleiten. Eierartige Ma«3snahmen mit einer nicht an Arbeit gewöhnten Bevölkerung, bei der es auch häu fig am Willen zum Fortschritt fehlt, erfordern einen langen Erziehungs- und Ausbildungsprozess. der nicht durch politische Aktionen und feindliche Propaganda aufgehalten werden darf. Dass die UN liese israelischen Schritte positiv wer ten, kann kaum angenommen werden, da die politischen Probleme alle konstruktiven Pläne verdunkeln. Der Standpunkt Israels zu allen Fragen, die in diesem Zusammenhang bei den TN diskutiert werden, ist be kannt. Man braucht nicht daran zu zweifeln, dass al lein der von Israel einge schlagene Weg -.um Frieden führt. Nur setzen sich Recht und Fortschritt sehr langsam durch, jedoch trium phieren sie immer, wie uns die Geschichte der Menschheit lehrt. Schusswechsel am Suezkanal Jerusalem. — Israelische und ägyptische Truppen beschossen sich längs des cuezkanasl mit Kanonen und Maschinengewehren. Die Zusammenstösse waren die heftigsten, die seit den Kriegstagen im Juni gemeldet wurden. Wie ein ieraelieröffneten die in Kantara stationierten ägyptischen scher Sprecher bekanntgab, Batterien das Feuer, das sich schnell vm Norden nach Süden fortpflanzte und von den israelischen Positionen erwidert wurde. Auf Ersuchen der UN Beobachter, die beide Parteien zur Wiedereinstellung der Waffenruhe aufforderten, erklärten sich die Israelis hier zu bereit, während die Ae* LA SEMANA ISRAELITA Semanario Aparece los Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190, 19 lzq. T. E 83-2613 Abono-Preise Argentinien; $ 1.000.— pro Jahr Ausl. $ 1.500.— jährl. Jüdischer Pslizeiehef Düsseldorf. — Ein jüdischer Polizeioffizier, Emst Rosenberg, wur-Je auf einen führenden Posten in der Polizeileitung von Düsseldorf berufen. (KKB) gypter ihre Angriffe nicht einstellten. Radio Kairo beschuldigte Israel, die ersten Schüsse abgefeuert zu haben, und behauptete, die wirksame Abwehr der ägyptischen Truppen habe „den Feind gezwungen“, um Einstellung des Feuers zu ei suchen. CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I. BlumenfeM (Director) Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencia# Médicas de Bueno« ¿tires. UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES I. E. URIBURU 285 41 2331 — 2240 47-5875 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernande* CUBA 2141 — T. E. 73 8782 «. 73-6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY MEDICO CIRUJANO M. P. 9298 Sarmiento 3M6 T. E. 87-1362 MOHEL N. PLAKSIN Superí 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-8216 RAYOS X PARADENTOSE TeLEF. VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtliehtr MALERARBEITEN HFLCUERA 1915 — T. 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