Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2236 (22.9.1967)
- Date
- 1967-09-22
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — Vienne«, TL de Septiembre de 1967 JÜDISCH* WOCHENSCHAU ah* xxviii, — n< vrm Ereignisse der Woche Neue Plaene — alte Leiden Aus dem jüdischen Geistesleben Wir stehen vo.' dem Ende des jüdischen Jahres, das auch dann einen Einsch' itt in das Leben unserer Organisationen bringt, wenn sie nicht nach dem jüdischen, sondern nach dem gregoria nischen Kalender zu rechnen gewöhnt sid. Denn nach den Feiertagen, die in diesem Jahr den Monat Oktober ganz ausfüllen, beginnt nereits die heissere Zeit, der Veranstaltungs Kalender wird ärmer, noch ärmer, als er es im letzten Jahr war und während der Sommermonate ..kann“ man nichts «der nicht sehr viel unternehmen. Da man praktisch nicht «ehr viel machen zu körnen glaubt und sich auch damit tröstet, beginnt man neue Pläne zu schmieden, was niemals schaden mitunter sogar nützlich sein kann Neue Pläne, neu«5 Gedanken. Wiederaufnahme von Initiativen usw. sind durchaus begrüssenswerte Unternehmungen. durch die unser organisatorisches Leben angeregt, verbessert und bereichert werden kann. Zu den alten Plänen gehört unter anderen auch die Zusammenfassung der Krä‘te um das System der „K'eingemeinden innerhalb einer Grcßgemeinde“ zu überwinden. Hierunter verstehen wir, dass die Zusammenlegung der kleineren Gemeinden unseres Sek'ors in einer *so grossen Stad* wie Buenos Aires mit so vieler Juden unseres Kreises schon längst als ein Gebot der vernünftigen Arbeit betrachtet wird, dass aber die P.ealisierung dieses Planes immer wieder scheitert. Wir reden viel davon. dass wir das jüdische Gemeindeleben, wie wir es aus den europäischen Ländern kennen, nach Südamerika ..hinübergerettet“ ha ben. und an dieser These ist auch viel Wahrheit. Aber in einem Punkt haben wir das Niveau und das Ziel verloren: in der einheitlichen Aktion. Wenn es möglich war. 160 oder 180.000 Juden in einer einzigen Gemeinde in Berlin zu vereinen, sollte dies auch in Buenos Aires mit 30 oier 40.000 Juden unseres Sektors erreichbar «sein Niemand 'brauchte von dieser Vereinigung der Gemeinden zu einer einzigen Grossgemeinde ausgeschlossen werden. Denn auch innerhalb der europäischen Grossgemeinden wie Wien oder Berlin waren Juden verschiedener Richtung organisiert, die alle die Möglichkeit der freien Ent faltung entsprechend ihrer religiösen, politischen oder oder sonstigen Ueberzeugungen hatten. Auch dies könnte hier durchaus der Fal> sein. Zahlreiche Einzelprobleme, die heu’e für eine Gemeinde kaum zu lösen sind, könnten im grösseren Masstab geklän werden Dabei handelt ee sich durchaus nicht nur um Finanzfragen. wie manene meinen. Eine VereinheRlichung der gemeindlichen Tätigkeit wäre auch im Interesse der Jugendarbeit begrüssenswert. Die Erwachsenen kritisieren gern und häufig unsere Jugend, der sie Desinteresse vorwerfen. Diese Kritik ist meistens unbe-echtigt, jedenfalls soweit sie an der Jugend geübt wird. Es ist die Aufgabe der älteren Generation, das erforderliche Interesse bei der Jugend zu wecken, die an jüdisenen Frage, Aufgaben und Programmen durchaus interessiert ist. denn anders wäre es unnatürlich. WTo man Interesse we^kt. erscheint und arbeitet die Jugend, die — jedenfalls in den lateinamerikanischen Ländern — häufig ausserhalb des jüdischen Kreises beseere Voraussetzungen für die Jugendarbeit als bei uns findet. Denken wir nur an die schönen Jugendhäuser, Sportplätze und anderen Einrichtungen, die der Jugend zur Verfügung stehen, bei uns allerdings noch recht 'begrenzt sind. Die Lebensvorstellungen und Formen der Jugend wa-’en und sind von der älterer Generationen sehr unterschieden. Das wird häufig übersehen. Mit dem Hinweis, wie haben :las oder jenes auch nicht gehabt, ist das Problem nicht gelöst. Die führende Generation beweist nur, dass sie nicht mit der Zeit mitzrgehen vermag. Denn was vor Prof. Dr. Israel Lewy C. W.: — Am 8. September 1917, vor jetzt fünfzig Jahren, starb zu Breslau Prof. Dr Israel Lewy in seinem 77. Lebensjahre (geb. am 7. Januar 1841 in Hohensalza) ein ausgezeichneter und scharfsinni- 30 oder 40 Jah-en richtig war, braucht es nicht unbedingt heute noch zu sein Es wäre also zweckmässig, wenn die Diskus ,ion über die Gestaltung der weiteren Arbeit wieder aufgenommen wird, was al'erdings nur dann begrüsserswert ist, wenn der Wille zur Realisierung dahintersteht. DAIA-Tagung Am kommenden Wochenende veranstaltet die DAIA in der Stadt Cordoba eme ausserordentliche Versar.mlung aller ihrer Zweigstellen in der ganzen Republik, um einige der wichtigsten aktuellen Fragen zu diskutieren, zu klären und zu lösen. Auch über die allgemeinen Probleme, die mit der veränderten Lage Israe)ß im Zusammenhang stehen. soll gesprochen werden. Es sind drei Referate v orgesehen, über die dann anschliessend diskutiert werden soll. DAIA-Präsident Dr. Isaak Goldenberg wird über das Thema „Die politische und institutioneile Situation der Juden Argentiniens und des jüdischen Volkes“ sprechen. Dr. León Perez wird das Thema „Bewegungen von Ideen un.l politische Veränderungen nach dem Nahost-Kriege“ benandeln. Schliesslich wird über die interne Lage der DAIA und ihrer Zweigstellen verhandelt werden. Mit Rücksicht auf die Bedeutung aller zur Debatte stehenden Fragenkreise dürfte dieser Tagung eine besondere Bedeutung beigemeesen werden da zu erwarten steht, dass auch die Richtlinien der weiteren DAIA Arbeit festgelegt werden. — Von der ACIBA Auf der letzten Generalversammlung der ACTBA wurden Vorstands - Wahlen vorgenommen, sodass 'ich der heutige Vorstand aus den folgenden Herren zueammensetzt: Präsident: Manfred Anspach. — Vizepräsidenten: Sami Mejer und León Neufeld; — Sekretär: Federco Gold Schmidt: — Tesorero: Günter Joseph: — Besitzer: Günter Apt, Julio Gutmann. Juan Hammersrhlag, Bertoldo Holzheim Alejandro Katzenell, Ego“ Kollmann, Francisco Morgenstern, Frnesto Nathan, Dr. Bernardo Schwarcz, Ludwig Silbermann und José Wurmann. — Stellvertretend Beisitzer: Bernardo Ehrlich, Enrique Kahn, Otto Lehmann, Carlee Max und Kurt Thannhäusser. — Kassenorüfei : Juan Kariel und Rodolfo Maier. Dem neuen Vorstand sind grosse Aufgaben gestellt. Als erste wird er den 4nkauf des Wochenendplatzes in Banfield realisieren müseen, zu dem ehe vertraglichen Voraussetzungen bereits vorliegen, sodass „nur“ noch die Fragen der Finanzierung zu regzln bleiben. Der Tatkraft de- Vorstandes ist es zu verdanken, dass ein erheblicher Teil der auf zubringenden Mittel bereite vorhanden ist. Man erwartet dass die Mitgliederschaft der Aufforderung des Vorstandes nach kommt und die Wichtigkeit des Projektes anerkennt. Denn der Wochenendplatz erfüllt eine grosse Aufgabe, besonders für die Jugend, der hier die Möglichkeit zur Entfaltung ihrer Arbeit ge boten wird, — ger Forscher auf dem weitverzweigten Gebiete des Talmud und des mit diesem verbundenen Schrifttums. In diesem Gelehrten vereinigten sich umfassendes Wissen mit kritischem Scharfsinn und grosser Offenherzigkeit. Er war ein moderner Forscher von streng wissenschaftlicher Methode, eine Persönlichkeit, so meint einer seiner Biographen, war antik und modern zugleich. Doch noch bedeutungsvoTer Vielleicht als seine wissenschaftliche Forschung war seine Lehrtätigkeit, die er als Dozent für die talmudischen Disziplinen (1872 bis 1883 an der ,.Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums" zu Berlin und danach am „Jüdisch-Theologischen Seminar“ zu Breslau) ausgeübt hat. Ein sehr erheblicher Teil späterer konservative und liberale Rabbiner verdankten Israel Lewy ihre talmudischhalaehische Ausbildung. Dr. Joseph Wohlgemuth Der 100. Geburtstag des hervorragenden Gelehrten und Seminardozenten Dr. Jo seph Wohlgemuth (1867 bis 19411 wurde kaum von der Oeffentlichkeit beachtet In Memel geboren, war Wohlgemuth 1895 an das orthodoxe Hihlesheimensche Rabbiners«, minar in Berlin berufen worden, wo er 36 Jahre lang (bis 1931) Talmud, Rehgionsphilosophie und Homii'etik lehrte. Dank seines gewaltigen Wissens gelang es ihm. in seinen Hörem Begeisterung für al. les Jüdische zu erwecken. Ehr galt, nach dem Begründer des Seminars, Rabbi Esriel Hildesheimer, als einer der allerbesten Erzieher jener Epoche. Mit Meisterschaft griff er stets ein, wenn es galt, das Judentum zu verteidigen. So verherrlichte er in der Schrift „Das Religionsgesetz in jüdischer Beleuchtung“ die jüdi. sehe Frömmigkeit und in dem Buch „Die Unsterblichkeitslehre in der Bibel“ den jüdisch - religiösen Auferstehungsgedanken. Ip einer anderen Schrift setzte er sich mit Haeekel und dem Monismus auseinander. Mit seinem Freunde Rabb. Dr. Bleichrode s A. gab er 1899 eine allgemein geschätzte Pentateuch-Uebersetzung heraus, und ab 1914 siebzehn Jahre hindurch den „Jeschurun“, eine Zeitschrift von hohem Niveau ein wissenschaftliches Zentralorgan des gesetzestreuen Judentums, eine wahre Fundgrube der Belehrung. In Einsamkeit, aber von aer Deportation verschont, starb der grosse Wissenschaftler 1941 zu Frankfurt a. M. im Alter von 74 Jahren. BIBLIOTECA POPULAR JUDIA Publicaciones del Ejecutivo Sudamericano del Congreso Judío Mundial CORRIENTES 1979 BUENOS AIRES Colección: GRANDES FIGURAS DEL JUDAISMO 1. Samuel Rollansky: SCHOLEM ALEIJEM 2. Natan Gesang: YEHUDA HALEVI 3. Simja Sneh: SCHMUEL IOSEF AGNON 4. León Dujovne: MAIMONIDES 5. Nahum Goldmann- TEODORO HERZL 6. Schalom Rosenberg: FILON DE ALEXANDRIA 7. Eugen Relgis: STEFAN ZWEIG 8. David Elnecavé JEREMIAS 9. León Dujovne: MOISES HESS 10. Jaime Baiylko: ISAIAS 11. Josef Fraenkel: NAHUM GOLDMANN 12. Heszel Klepfisz: BAAL SCHEM TOV 13. Mark Turkow: JANUSZ KORCZAK 14. Jaime Barylko: DAVID, Rey de Israel Bestellungen dieser hochinteressanten Serie direkt im Büro des Jüdischen Weltkongresses (T. E.: 49-2817) eiliiii ■üLSliiiüpUf ESTUDIO PASTEUR 254 . 2' y S* piso» m. 46-7161 * i37j c cuinos aims CÍMtiC! económicas contadoras públicos nacional«* consultores de'empresa*. ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES J ANONIMAS - I,tJIHPII! Él c>v RIAS DE W Shaya Guedalevitch Recha Ida Manesevich de Schaffrath« Guedalevitch Karlsberg geben die VERLOBUNG ihrer Kinder SUSY und R0LY bekannt. Empfang; Sonnabend, den 30. September von 17 bis 19 Uhr Vidal 2049. Rio de Janeiro 1082 L. N. Alem 661 5. B. Pis. 3, Dep. 5 LUACH — (KALENDE R) Freitag, den 22. September 17. El ul Sonnabend, den 23. September 18. Elu! Schabbat KI TAVO (Deut. 26:1) Haftara Jesajas 60:1—22 Sonntag, den 24. September 19. Elul Montag, den 25. September 20. El ul Dienstag, den 26. September 21 Elul Mittwoch, den 27. September 22 E3ul Donnerstag, den 28. September 23. E!u' Freitag, den 29. September 24. F'ul Sonnabend, den 30. September 25. Elul Schabbas NITSA VOM—VA YELECH (Deut 49-9- -1) Haftara. Jesajas 61:10—11; 62:1—12; 63 •1—9) Sonntag, den 1. Oktober 26. Elul Montag, den 2. Oktober 27. Elu! Dienstag, den 3. Oktober 28. Elul Mittwoch, den 4. Oktober 29. Elul EREW ROSCH HASCHANA 5728 Donnerstag, den 5. Oktober 1. Tischri 1. Tag ROSCH HASCHANA Gratulieren Sie Ihren Verwandten und Freunden in Israel, Amerika und Europa zu Rosch Haschana mit einer nma nw Glückwunsch - Anzeige in der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU Die SONDERNUMMER erscheint am MITTWOCH. DEN 4. OKTOBER. Annahme von Anzeigen in unserem Büro PUEYRREDON 2190, I. Stock links B ODER TELEFONISCH UNTER 83-2613