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Jüdische Wochenschau · 1967-09-22 · 2236 (22.9.1967) · p. [Seite 3]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2236 (22.9.1967)
Date
1967-09-22
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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KM . í Vientes, ti de Septiembre de 1967 JUDI8CBI HOCBÏN8CB4U Año XXVIII. — ft* 2236 — i Eine antike Wüstenstadt Di« Grabungen von Tel Arad in der Wüstenland echaft des Toten Meeres gehen seit etwa vier Jahren vor »ich und sollen fortgesetzt werden. Sie werden nicht weit von der neuen Stadt Arad durchgeführt, die dort für die neuen Einwanderermassen im Entstehen ist und bereits weit über 1.000 Seelen Bählt. Wie uns dieser Boden mit •einen antiken Schätzen beweist, war es also möglich, in dieser Einöde zu siedeln und sein tägliches Brot *u finden. Die Grabungen ergaben bisher reiches Tatsachenmaterial über menschliche Leistungen in der Landwirtschaft, Industrie und im Handel über eine Spanne von 6 000 Jahren. Die 17 Siedlungsschichten, die man an dieser Stätte entdeckt«, gehen bis zur chalkolithischen Zeit zurück und enden mit der früharabiechen Aera. Die Stadtanlage war seit ihrem Beginn ringförmig; die starken Stadtmauern hatten halbkreisförmige Forts und liefen rund um eine natürliche Erdeinbuchtung, die wahrscheinlich zu einem Wassersystem mit unterirdischen Zisternen gehörte. Die Ruinen der Stadt erzählen von einer hochzivilisierten Bevölkerung. Es wurden Strassen und öffentliche Plätze sowie die Grundrisse gutgebauter Häuser mit Treppen und separaten Küchen gefunden. In einem der Zimmer fand man ein Tonmodelt eben des Hauses, in dem es gefunden wurde. Dies ermöglicht es den Forschern, ku sehen, dass es ein oberes Stockwerk hatte; die Zimmer waren mit Steinbänken und MÖBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäfte mit der grössten Auswahl SARMIENTO 1(47 T. E 35 - 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Zahlungserle;chteiv.ngen Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung ven HANNAH PETOR «Inem Arbeitstisch versehen. Weitere Funde umfassen metallene Instrumente und Arbeitswerkzeuge, Perlen von einstigem Frauenschmuck, kleine Darstellungen von Tieren aus Ton und riesige Krü g« für die Aufbewahrung von Getreide, Oel und anderen Vorräten. Die Funde beweisen uns vor allem, dass ein benma.1 in hebräischen Buchstaben rundum zu lesen ist. In dieser Schicht — der israelitischen Zeit — fand man zahl von Krügen aller Masse die auf den Ort als Zentrum einer t lühenden Balsamindustrie schliessen lässt. Die sieben Schichten israelitischer Zivilisation zeigen stark« Stadtmauern, die erste Stadt stammt aus dem 10. Jahrhundert v.d.g.Z und war etwa 200 Jahre In gebrauch; sie wurde im Laufe ihres Bestehens wiederholt repariert. Der Bau ähnelt in der Anlage dem des salomonischen Tempels, wie ihn die Bibel beschreibt; er hatte drei Räume und einen Vorhof. Der in Tel Arad Intakt gefundene Raum stellte wahrscheinlich das Allerheiligste dar; darin standen drei Stelen und zwe‘ WS® é¿ft i*ii-V k i f*V? y;, 1 '. ’.. ï, 1 ’S»*?) fciSL, Auch in diesem Jahr nahmen Israelis an dem traditionellen holländischen V’ertagemarsch teil. Unser Bild zeigt Soldaten und Soldatinnen der israelischen Verteidigungsarmee beim Einzug ins Stadion zu Nijmwegen, wo sie mit grosser Begeisterung begrüsst worden sind. reger Handel mit Aegypten bestarnen haben muss, den« es fanden sich hier Gefässe ägyptischer Herkunft, wie wir sie aus Pharaogräbern der ersten Dynastie her kennen. Der Ort scheint später zerstört und in der kanaani. tischen Zeit wieder erstanden zu sein. Doch das Fehlen von Besiedlungsschichten der mittleren und späteren Bronzezeit belehrt die Forscher eindeutig, dass dies nicht die Stadt Arad war, die in den Listen der eroberten Städte Josuas erwähnt ist. Diese sol1 nach ihrer Ansicht einige Kilometer südwestlich von hier liegen Der Hügel muss jedoch ebenfalls Arad geheissen haben, denn die Funde umfas. sen gleichfalls eine Schüssel, auf der das Wort „Arad“ sie- ALFREDO STERN MALERARBEITEN FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN YIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tel.: 76'9088 scheint in der Zeit des Kö nigs Salomon errichtet wor den zu sein, die letzte als Bollwerk gegen die Heere der Babylonier in der Zeit de» Unterganges des ersten Reiches. Wir sehen hie-aus, dass dies ein wichtiger Stützpunkt für den Handel und die strategie im Gebiet des Negtw war. Die aus dieser Zeh entdeckten 200 Ostraka, mit Tinte auf Tonscherben geschriebe ne Texte, stellen überaus wertvolle Funde dar; etwa 200 von ihnen sind im antiken Hebräisch der 9. bis 7. Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung, der Reet in aramäischer Sprache verfasst. Es handelt sich um Dokumente aus den Militärarchiven der Stadt; sie geben uns wichtige historische Anhaltspunkte. 15 der Scherben sind an einen „Elyiaschiw Sohn des Esc hi j ah u“ gerichtet; ein Brief bittet um die Uebersendung von Olivenöl ln versiegelten Krügen. Diese wichtigen Funde werden noch von den Forschem der Archäologischen Fakultät untersucht. Der wichtigste Fund ist ohne Zweifel der einer israelitischen Andachtsstätte. Sie Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Tep. pichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. 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Im Vorhof wurde ein Altar zur Darbringung von Brandopfern entdeckt. Der Eingang zu dieser Stätte zeigt die Reste von ziwei Säulen, wie sie der Tempel von Jerusalem besass. Hier gefundene weitere Ostraka entnalten Namen wie Meremot und Pasch’hur die uns als Namen von Priesterfamilien aus der Bibel bekannt sind. Man entdeckte weiterhin verschiedene Opfergeräte und d*e bronzene Statuette eines liegen, den Löwen. LA SEMANA ISRAELITA SfcMANARIO INOtPEND'ENTt Bs Aires - PUEYRREDON 2190, 1* izq. - 83-2613 17. Elul 5727 22. September 1967 Sein Vorbild Adolf Hitler „Ich bin Natijnalsozialist und werde es bieiben“, sagte der 41jährige Verlagoangestellte Bruno Lüdke aus Berlin bei einer Verhandlung vor der Vierten Grossen Strafkammer des Landgerichts Frankfurt. Abe er wolle nun in die innere Emigration gehen und nicht mehr nach aussen nin auffallen. Lüdke erklärte, sein Vorbild sei Adou Hitler, die nach dem Krieg über das Dritte Reich bekanntgewordenen Tatsachen halte er für unwahr, die NPD sei ein vom Verfassungsschutz gesteuertes Sammelbecken alter Nazis, um sie leichter erkennen und festnehmen zu können. Lüdke nahm vor einigen Jahren an einem nationalsozialistischen Scbulungslehrgang in England teil. Britische und amerikanische Gesinnungsgenossen, die er dort kennenge'ernt hatte, versorgten ihn >n der Fo'gezeit mit Propi>gandamaterial, u. a. mit K’ebestreifen, auf denen „Hitler hatte recht!“ zu lesen war. Diese Klebestreifen /erteilte er 1963 zu Hitlers Geburtstag am 20. April vor einer Frankfurter Schule an Kinder. Er erfand auch die ,er ste NS-Hundertschaft“, die Studium der Geschichte Tel Aviv. — Der Leiter der Kulturabteilung der Stadt München; nd der Leiter de,3 Schulamts in Tel Aviv haben eine Vereinbarung geschlossen, die sich auf einen Studienausscl.uss einigt, der eine Revision der jüdischen Geschichtsdarstellung in deutschen Schulen und auch eine Interpretation der Nachkrieg.:-Geschichte der Bundesrepublik für israelische Schulen erarbe:ten soll. jedoch nur in stirer Einbildung existierte. Die Erste Strafkammer in Frankfurt hatte den Angeklagten schon am 14. JauUar 1966 zu acht Monaten -Gefängnis verurteilt, doch der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf und wies den f all zur erneuten Verhandlung nach Frankfurt zur 'ck Jetzt wurde er zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Die viermonatige Untercuchungsaft wurde angerechnet und der Rest zur Bewährung aursgesetzt Nach Meinung des medizinischen Sachverständigen leidet Lüdke an hochgradiger Einschränkung der Kritikfähigkeit auf Grund krankhafter Veränderungen des Gehirns“. (ou* s* :| Df IHCHK0 CAJA POPULAR DEBELGRANO COOPERA TIVA OE CREO fr 0 LT DA OESOE 1932 MERECE SU CONFIANZA CASA CENTRAL AMENABAR 2%6 AGENCIA r I CABILDO 3102 esa AGENCIA N“ 2 CORRIENTES 2234 esa PASTEUR Horario de 12 a 16 Hs Inscripción en trámite en Registro de Entidades F«n¿nc<eras| no henearías del Banco Ceñirá' CAPITAL REALIZADO ACTUAL 220.000 000 IBERA P 1° Estudio Jurídico Internacional Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN BUEROSTUNDEN: von 15 — 19 Uhr NUR Dienstag und Mittwoch ('Ich bitte, nicht vor 14 Uhr zu erscheinen,) oder nach Vereinbarung T. E.: 83 - 2613 Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS V SUDAMERICANOS Erbsch%sarhen - Verfraege - Verwaltungen Miels-, Zivil- und Handelssachen T. 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