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Jüdische Wochenschau · 1967-09-22 · 2236 (22.9.1967) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2236 (22.9.1967)
Date
1967-09-22
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, 22 de Septiembre de 1967 LA SEMANA ISRAELITA Año XXVHI. — N1' 2236 — 5 » fV?F-' 'N - s .w^r %w Israelisches PatrouillenBoot aul dem Golf von Elat NEUE BUECHER Mark Turkow: Janusz Korteak, Heft 13 de Biblioteca Populär Judia, herausgegeben •vom Jüdischen Weltkongress, 1967. — Mit dieser Monographie stellt Mark Turkow, der bekannte jüdische Politiker und Schriftsteller, der Oeffentlich keit Leben und Werk des vor 25 Jahren tragisch ums Leben gebrachten Janusz Korczak (Dr. Henryk Goldszniit) vor. Mit der ihm eigenen Beredsamkeit, die aus einem profunden Wissen schöpft, beginnt Turkow seine Darstellung mit der Legende von den 36 Gerechten, auf denen die Welt ruht, und die in jeder Generation ein unbekanntes Leben führen. Wenn diese Legende Gewissheit ist, dann war Janusz Korczak einer dieser 36 Gerechten seiner Zeit, die eine Zeit des Schrekkens und des Elends gewesen Ist, aus der die überragende Menschlichkeit des Janusz Korczak als des Vaters, des Freundes, des Lehrers der Kinder herausragt. Dieses Buch, das auf nur 29 Seiten einen Einblick in eine Eipoche vermittelt, stellt trotz seiner gedrängten Darstellung eine unentbehrliche Quelle zurrt Verständnis dieser Zeit dar und setzt einem Manne ein bleibendes Denkmal, der zu den Grossen unseres Volkes zu rechnen ist. — :o:— Zeitschrift für die Geschichte der Juden, herausgegeben von Hugo Gold, Jahrgang 1967, Heft 2/3, erschienen im Olamenu-Verlag Tel Aviv. — Diese in deutscher Sprache erscheinende Zeitschrift verdient eine weite Verbreitung. (Sie darf für sich Vielseitigkeit und die Publikation sachkundiger Aufsätze zur Ge. schichte der Juden, vor allem Mitteleuropas, in Anspruch nehmen. Dieses Heft ist besonders wertvoll und belehrend. Der Aufsatz von Abramow (Mitglied der Knesset) und Dr. S. Braun, unseren Lesern aus einer Reihe von interessanten Artikeln bekannt, über ,,NT- LI — Im Ersten Weltkrieg” bringt bisher weitgehend unbekanntes Material über den Beitrag des „alten“ Jischuw. Die Ausführungen Palmons über „Eine Judendebatte mit den Kommunisten in den Tagen der Weimarer Republik“ ruft die Erinnerung an vergessene Auseinandersetzungen wach. Auch der Bericht Raphaels über „Die Pressburger Verwandtschaft Heinrich Heines“ ist wichtig. Ebenso interessant und wissenswert ist die zusammenfassende Darstellung unseres ständigen Mitarbeiters Meir Faerbers über die „Ergebnisse der archäologischen Ausgrabun. gen und Forschungen in Israel im Jahr 1966“. Schliesslich sei aus der Fülle des dargebotenen Stoffes auch die Würdigung unseres Mitarbeiters Rabbiner Dr S. Neufeld hervorgehoben, die er dem Forscher Rabb. Dr. Bernhard Brilling anlässlich dessen Ernennung zum Obercustos in Westfalen widmet. — Eine reichhaltige Literatur- Beilage mit zahlreichen Buchbesprechungen schliesst dieses wertvolle Heft ab — Bulletin des Leo Baeck-Instituts, 9. Jahrgang 1966. Heft 33, Verlag Bitaon Ltd. Tel Aviv. — Mit der nun schon bekannten Verspätung erscheint das 33. Heft dieser Zeitschrift, das noch ins Jahr 1966 gehört. Der Linie dieses Instituts getreu wird diese Ausga- HOTEL LAGO RIO CEBALLOS — SIERRAS DE CORDOBA CASILLA CORREO 34 SÜKOT GEOEFFNET Das einzige koschere Hotel in den Bergen Anmeldung in Buenos Aires; 70-2360 CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68 -1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma i be beinahe ausschliesslich (iem grossen Denker und Phi- ] losophen Martin Buber gej widmet, dessen überragende Persönlichkeit von niemandem bezweifelt worden ist, zu dessen Rühm und Ehren kein Geringerer als unser Ernst Simon auszieht, der mit grosser Gelehrsamkeit Bubers zionistisch-politische, pazifistisch - internationale Ideen verteidigt, die garnichl ange- Sie helfen beim Bauen Sie sitzen auf dem Balkon eines ehemaligen Blindenheimes im Jerusalemer Stadtteil Kiriat Moshe, iünfzig Junget und Mädchen aus Benin und Westdeutschland. Gesicht und Arme sind von einer heissen Sonne braun gebrannt. Es ist Sabbath. Kaffee und selbstgebackener Apfelkuchen stehen auf dem Tisch Es wird diskutiert. Diese jungen Leute sind nicht gleichgültig Sie sind engagiert. Sie erhalten zwei Mark Taschengeld am Tag Dafür arbeiten sie in glühender Hitze auf dem Scopus-Berg, um beim Wiederaufbau der alten schwerbeschädigten Universi-I tiit von Jerusalem zu helfen. Daiiir bringen sie auf den Kibbuzfeldern die Ernte ein. Einige Mädchen haben eine besonders schwierige Aufgabe übernommen; sie sind in einem Heim für schwer erziehbare Kinder tät % Von de nen, die schon länger hier sind, haben manche auch beim Neubau der Jerusalemer Blindenschule mitgeholfen. Diese jungen Leute aus Deutschland könnten m der Heimat bequemer wohnen und mehr verdienen. Warum sie nach Israel gekommen sind? — „Ich hatte das Gefühl, etwas tun zu müssen“, Wissenschaft und Technik Die Bar-Ilan-Universität in Tel Aviv gab Kaiser Haile Selassie von Aethiopien ein wertvolles, zwei Bände umfassendes Werk der Rechtswissenschaft zurück, das seinerzeit während der Besetzung durch die Italiener im Jahre 1936 der kaiserlichen Bibliothek entnommen wurde. Das Werk wurde durch Enrico Lattes, einen bekann ten italienischen Antifaschi- SORGEN DES OELSCHEICHS: Mein Herz ist in Kairo, meine Oelquellen sind in der Wüste und mein Bankkonto in London. (Aus einer Zeitung in Belgrad) griffen worden sind. Aus welchem Grunde so viel Gelehrsamkeit in Bewegung gesetzt werden musste, um diese, wenig interessante Seite des Bubersehen Denkens und. Schaffens mit dieser Genauigkeit zu beleuchten, bleibt unverständlich, zumal Simon mr;ndestens ebenso viele (ungelöste) Probleme aufwirft wie er in Bubers politischer Aktuation behandelt. Der Kreis Buber-Magnus- Simon u. a., der weitgehend in einer reichlich unjüdischen Romantik wurzelt und an Hölderlin, Tiec-k und andere in höheren Sphären sich bewegende Schwärmer erinnert ist weder für die Zeit mch für deren Probleme typisch. Diese Geistigen, diese der reinen Geistigkeit wallen Geistigen, diese Schwärmer vom Frieden und von der Verbrüderung, die noch von friedlicher Verbrüderung auf philosophischer Ebene träumen, wenn draussen die arabischen Kugeln pfeifen. Dabei überlassen sie es mit ruhigem Gewissen anderen, die militärischen Massnahmen zu ergreifen, polemisieren gegen Ben Gurion, als wäre er ein geringerer Pazifist ais sie. Diese „Geistigen“ finden nur in diesem Bulletin und in die- Modellfarm London. — In der Nahe von Prokopion auf der Chalkis-Insel, nördlich von Athen, wurde eine Modellfarm errichtet. Das Grundstück von 200 Dunam wurde vom britischen Parlamentarier Phi lip Noel Baker zur Verfügung gestellt, der auch anregte, dae Projekt durch Is ratlis ausfuhren zu assen. sem Institut Gehör, als gäbe es auf der weiten Welt nichts anderes als Buber. Buber und noch einmal Buber, der seinen Privatfrieden mit den Nazis schloss, oder als Baeck, Brod und die Brüder Weltsch. Was das noch mit dem deutschen Judentum zu tun hat, ist nicht ersichtlich. In einem einleitenden Artikel „... und Poet dazu“ feiert Hans Fischer-Barnicol den verewigten Martin Buber als Poeten; er fällt damit in den Chor jener Schwärmer, die aus Buber einen Heiligen machen wollen und seine Sprache nebst Bibelübersetzung für einen Höhepunkt sprachschöpferischer Genialität ansehen, während'sie für einen normal empfindenden Menschen nur eine Sprachvergewaltigung bedeuten kann. So denken und fühlen die meisten, nur dass sie sich von den Buber- Schwärmern mit den grossen Titeln einschüchtern und zum Schweigen bringen lassen. Heszel Klepfisz: Baal Schern sten, angekauft und der Bar- Ilan-Universität geschenkt. In Jerucham, einem Ort im Negew, entstand eine Fabrik für Glasgefässe, eine Zweiggründung der Phönizia Glaswerke von Haifa. Sie soll pharmazeutische und kosmetische Behälter herstellen. Zwei telaviver Architekten erhielten den ersten Preis im Wettbewerb für den Bau des Harry-S.-Trurr.an - Zentrums zur Förderung des Friedens in Jerusalem. Es wurden insgesamt 87 Projekte unterbreitet. Das 12. Eiinstein-Symposium für theoretische Physik wurde im Technion Haifa abgehalten. Eine grosse Reihe ausländischer Gelehrter von Rang aus dem Ausland beteiligten sich an diesem Symposium, das seit 1956 jährlich abgehalten wird Israelische Forscher beschäftigen sich mit dem Problem der Erblindung und der Rehabilitierung von Blinden und teilweise Erblindeten. En detaillierter Fragebogen studiert die medizinischen Aspekte des Leidens sowie familiäre, soziale und erzieherische Umstände der Betroffenen. Nach einem Projekt des Nationalrats für Forschung und Entwicklung soll ein neues Unternehmen für Wasserentsalzung erstehen, das Brackwasser durch eine Membrane in Trinkwasser verwandelt. Der Plan stammt aus den USA; die Errichtung kostet 350.000 IL. Die Anfangskapazität soll 200 Kubikmeter entsalztes Wasser pro Tag betragen. Tov, Heft 12 der Schriftenreihe des Jüdischen Weltkongresses, Biblioteca Popu’ar Judia, Buenos Aires 1967. — Der bekannte jüdische Gelehrte Rabbiner Klepfisz legt eine Studie über den Baal Sehern Tov, des Rabbi des guten Namens, vor dessen Persönlichkeit und Wirken uns aus dem Werk Martin Bubers „Die Legende des Baa’ Sehern“, erschienen 1922 in Frankfurt, bekannt ist. Die jetzt vorgelegte Darstellung vermittelt einen guten Ueberblick und ermöglicht die Einführung in eine Welt die von der unseren so verschieden ist — sagt eine junge Berlinerin, die in Schlesie •> geboren wurde. „Meine Mutter war zuerst dagegen, weil sie Angst hatte; aber mein Vater unterstützte mich/ Diese Berlinerin könnte derweil ln Deutschland eine gutbezahlte Ste hing haben. Sie ist ausgebildete Kindergärtnerin und hat aiKh eine abgeschlosene Ausbildung als chemische Assistentin. Sie wählte zwei Mark Taschengeld — und eine Aufgabe in Israel. Die meisten „drucksen herum“, wenn sie gefragt werden, warum sie hier seien ^ie scheuen sich, Dinge in Worte zu fassen, die sie als selbstverständlich ansehen. Sie wollen vor allem etwas tun, wollen nicht reden Sie wollen keinen Dank, sondern nur eine Hand ausstrecken — im Namen aller Deutschen. Nach Israel kamen sie mit dem Vorsatz, „den Menschen des besuchter. Volkes in Geduld, bescheiden freundlich und mit Achtung zu begegnen, auch dann, wenn das redliche Bemühen nicht angenommen oder verkannt zu werden scheint.“ David Ben Gurion empfing diese jungen Deutschen auf! seinem Kibbuz Sne B-'ker in der Wüste Negew Er hat sie „Botschafter“ genannt, und er riet: „Ihr müsst immer den Mut haben, etwas zu tun, von dem viele Leute sagen, ihr schafft es nicht. Nach diesem Grundsatz haben wir Israel aufgebaut “ Das Blindenheim in der Eliezer Halevistrasse 32. in dem die jungen Freiwilligen aus Deutschland wohnen oder nach den Arbeitseinsätzen Zusammenkommen, soll im Herbst der „Aktion Sühnezeichen“ für zehn Jahre vermietet werden. Das Kuratorium des Jüdischen Instituts für die Blinden in Jerusalem hat sich in verständnisvoller Hilfe bereitgefunden Diakon Otto Schenk, Veteran, der Helfer und Leiter der „Begegnungsstätte Jerusalem“, betont: „Wir wo’len mehr wirken als repräsentieren. Improvisation gehört zum Arbeitsstil dieses Landes“. Die Deutschen haben häufig Gäste von Helfern aus anderen Nationen. Diakon Schenk möchte das Haus in Jerusalem nach und nach zu einem „Europazentrum“ ausbauen. Er fühlt sich dazu durch Zustimmung aus dem Gastland ermutigt Israel — so meint er — suche die geistige Bindung zu Europa Man habe Angst vor einer „Levantisierung“ Die meisten der Jungen und Mädchen, die schon länger im Lande sind, haben recht gut Hebräisch gelernt. Grösster Stolz: Wenn einer von ihnen beim Eirkaufen für einen „Sabre“ gehalten wird, für jemanden, der im Lande geboren ist An den Vorgängen in der Heimat nehmen sie regen Anteil. Die Diskussionen auf dem Ba'.|ron des Heimes in Jerusalem beweisen es. Hein* Schewe („Die Welt“, Hamburg) Fiambres Finos - “FRIGUINCIA” MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD FRIGUINCIA

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