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Jüdische Wochenschau · 1967-09-15 · 2235 (15.9.1967) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2235 (15.9.1967)
Date
1967-09-15
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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\ 'I Viernes, IS de Septiembre de 1967 JUDI8C8I WOCBKMSCBAO Am* XXVIff. — N* 2Z3S — Î Die Sendung der UNESCO Anlässlich ihres zwanzigjährigen Bestehens wurde die UNESCO, die UN-Organisa. tion für Erziehung, Kultur Und Wissenschaft in ihren 120 Mitgliedsstaaten gewürdigt, und im Hauptquartier 'in Paris fand eine eindrucksvoller Feier statt, in der Präsident de Gaulle, der Generaldirektor der UNBCO, René Maheu, und alle anderen Redner auch die völkerverbindende Bedeutung der Verbreitung von Wissen und Bildung durch eine internationale Organisation betonten. Im Verfolg der eindrucksvollen 20-Jahr-Veranstaltungen dieses weltumspannenden Verbandes tauchen weiterreichende Gedanken auf, als von den Männern der praktischen Politik und der tagtäglichen Arbeit zum Ausdruck gebracht wurden. Würde der UNESCO gelingen, grösseren Einfluss auf die ideologische Basis der Lehrpläne und der Schulbücher ihrer Mitgliedsstaaten zu gewinnen und im Unterricht aller Länder und Völker dem globalen, die ganze Menschheit umfassenden Ideale gegenseitig« Duldung und des Weltfriedens zum Durchbruch zu verhelfen, so könnte sie eine weit bedeutendere Aufgabe erfülle» als bisher. Es müsste doch möglich sein, den Unterricht in allen Schulen von den Elementen zu befreien, die Hass gegen ein anderes Volk lehren und verbreiten und dadurch die Seelen der Kinder vergiften und kommenden Kriegen Vorschub leisten. Die Schulkinder von heute sind die Soldaten und Offiziere von morgen und die Pelitiker und Staatsmänner von MÖBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäfte mit der grössten Auswahl SARMIENTO 1147 T g 35 . 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke ’> riunvirato Zahlungserie;chte.\.ngen Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung von MEIR FAERBER übermorgen. Würden die Kinder in den Schulen zum Gedanken der Unabhängigkeit der bestehenden Grenzen und zum Verständnis für ihre Nachbarvölker erzogen, so wäre schon in der nächsten Generation die Kriegsgefahr auf das erreichbare Minimum reduziert. Als Beispiel mag das von der UNESCO massgeblich unterstützte Schulwerk der arabischen Palästinaflüchtlinge gelten. Die UNESCO könnte dank ihres entscheidenden Einflusses in diesen arabischen Schulen dafür sorgen, dass die Lehrbücher entgiftet und in friedlichem Geist gehalten werden, dass nur solche Lehrer dort unterrichten dürfen, die fähig sind, in friedlichem Geist Verständnis für den Status quo im Mittleren Osten zu verbreiten, so dass sie der kriegerischen Tendenz, die heute noch in den Flüchtlingslagern herrscht, entgegenwirken. Es ist kaum zu verstehen, dass die UNESCO zulässt, dass in den von ihr un mittelbar abhängigen Schulen der Hass gegen einen ih rer Mitgliedsstaaten und ge gen ei* den Frieden ersehnendes Volk gepredigt und die Vision der Vernichtung des Staates Israel gepflegt werden darf. Wir haben alle Achtung vor den Leistungen der UNESCO aber sie sollte sich darüber klar werden, dass sie im Lauf dieser zwei Jahrzehnte ihres Bestandes zu einem einflussreichen Instrument herangewachsen ist, das in weit höherem Masse als bisher der Hauptaufgabe der UN zu dienen hat, nämlich den Weltfrieden zu wahren, indem sie die psychologische Einstellung der Völker auf ihn vorbereitet. Gewiss die UNESCO hat keine diktatorischen Vollmachten gegenüber ihren Mitgliedstaaten. Aber sie müsste die Unterstützung, die sie den Staaten gewährt, davon abhängig machen, dass in den Schulen dieser Staaten nicht der Ungeist des Hasses und der Verhetzung herrsche, sondern der Geist der Friedensbereitschaft, der Toleranz und des Verständnisses für die Nachbarvölker. In erster Linie müsste die UNESCO durchsetzen können, dass alle Geographie- und Gesc-hiehts. Lehrbücher aller Mitgliederstaaten der Kontrolle eines internationalen Expertenausauschusses unterworfen werden, und dass kein Lehrbuch zugelassen werde, in dem Gedanken und Tendenzen aufscheinen, die den UN - Idealen und vor allem dem Prinzip des Völkerfriedens widersprechen. Ferner müsste die Prozess gegen den ehemali- UNESCO das Recht für sich in Anspruch nehmen, in al len Lehrerseminaren der Welt dafür zu sorgen, dass Das heutige Gebiet Israels Von einem Gesfimtgebiet von 20.661 qkm aus hatte Israel den Krieg zu führen, der ihm von mindestens vier seiner unmittelbaren und etwas weiter weg liegenden Nachbarstaaten aufgezwungen worden war. Diese Staaten, Aegypten, Syrien, Transjordanien und Irak umfassten bei Kriegsbeginn zusammen eine Fläche von 1,7 Millionen Quadratkilometern mit etwa 42 Millionen Einwohnern. Nimmt man auch noch jene Länder hinzu, die sich ebenfalls mit Israel im Kriegszustand befindlich bezeichneten und lie bestin, mte Hilfsleistungen für die unmittelbar im Kriege stehenden Länder zur Verfügung stellten, erhöht sich die ^lache auf über vier Millionen ALFREDO STERN MALERARBEITEN fachmaennische' ausfuehrung AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN VIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tel.: 76-9088 Teppichhaus - M. 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Dabei ist allerdings zu erwähnen, dass 59.000 qkm auf der Sinaihalbinsel liegen, einem Oe biet also, das kaum bevölkert ist, und das von den israelischen Strebkräften besetzt werden musste, um die freie Seepa3sage nach Elat zu sichern and den Aegyptern ein Aufmarschgebiet für Angriffe auf Israel zu sperren. Der Staat Israel ist heute auch im Besitz des ganzen Palästina diesseits de3 Jordan, also des Gebietes, Jas einstmals britisches Mandatsgebiet war. Dieses Territorium allein umfasst 27.000 qkm, um fast 7.000 mehr als das Israel welches aus den Waffenstillstandsverträgen von L949 hervorgegangen war. Heute leben in dem Gebiet, das in den Händen Israels ist. etwa vier Millionen Menschen. Das jetzt in israelischem Besitz befindliche Territorium ist noch immer kein grosses Gebiet. Vom äussersten Norden bis zum äussersten Süden sind es kaum mehr als knapp 800 km und lie Durchschnittsbre'te beträgt nicht mehr als etwa 120 km. Dieees ganze Territorium ist etwa zweimal jo gross wie die Schweiz. Grosse Teile sind Wüste und Steppe und daher für mens bliche S.edlung ungeeignet Dennoch gibt es eine nicht unbe leutende Fläche, die man in blühendes Kulturland verwandeln könnte um dort vielen eine neue Heimat zu bieten und damit Probleme aus der Welt zu'schaffen. die seit geraumer Zeit beetehtn/ di« Lehrerausbildung in völkerverbrüiterudern Geist vor sich gehe. Heute sind die Lehrerseminare in den arabisehen Staaten eine Brutstätte des Hasses gegen Israel, und auch in den Anstalten anderer Länder wird vielfach nationalistische Unduldsamkeit gepflegt. Schliesslich könnte die UNESCO erreichen, dass Absolventen von Lehrerseminaren in den Mitgliedstaaten ihre Diplome für ihre Lehramtsbefähigung nur unter der Bedingung erhalten, dass sie einen Eid ablegen, ihre Schüler stets nur im Geist der Toleranz, der Friedensbebe und des Verständnisses für alle anderen Völker, Rassen und Religionen zu erziehen. Wenn sich eine Institution von so grosser Bedeutung für di« Erziehung der Nach- Wuchsgeneration, wie es die UNESCO ist, auch weiterhin mit hunderterlei Einzelaktionen begnügt und darüber ihre Hauptaufgabe vernachlässigt, so erfüllt sie ihre Sendung und ihre historische Berufung nicht. Noch wird die Menschheit von vielen lokalen Kriegen bedroht, und nichts garantiert dafür, dass nicht eines Tages gewisse Konstellationen, Verwicklungen, unvorhersehbare Zusammenstösse oder gar ein Missverständnis einen noch schrecklicheren Weltkrieg auslösen könnte, als selbst der grauenhafte vorige es gewesen ist. Die Vermeidung eines neuen Unglücks für die bedrohten Völker und füi die ganze Menschheit hängt nicht zuletzt von den Institutionen der UN und in hohem Masse von der Erz ehung der Jugend ab, in der die UNESCO eine Schlüsselstellung einnimmt, oder doch einnehmen könnte. Die Erfüllung einer solchen Aufgabe darf nicht der Zukunft übenassen werden, sondern sie muss so fori mutig und in entschiedener Weise in Angriff genommen werden, wenn sie sich in den nächsten Jahrzehnten positiv auswirken soll. Im Geschichtsunterricht sollte man neben 'ler Darstellung der Siege und der Triumphzüge der siegreichen LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO IN DEPEND* ENTE Bs Aires - PUEYRREDON 2190, 1* ¡zq. - 83-26U 10. Elul 5727 Der Angreifer UN. — Aegypten wurde von dem persönlichen Repräsentanten des Generalsekretärs U Thant in Fragen der Feuereinstellung, dem General t)dd Bull, zum dritten Mal als Angreifer bei den Kamp fen am Suezkanal bezeichnet. Bull benachrichtigte U Thant, dass die Aegypier in der vergangenen Woche da.3 Feuer gegen israelische Positionen in dieser Zone erötfneten Er teilte gleichzeitig mit. dass das Dach des Sitzes der UN - Beobachte»- in Ismalia von Volltreffern beschädigt wurde. (ITA) Die erbeuteten Waffen Tel Aviv. — Während einer Fahrt durch die Sinai- Halbinsel. welche Teilnehmer an der Internationalen Konferenz jüdischer?ozialdienste in Jerusalem unternahmen, beboachteten sie die Arbeiten der dort eingesetzten Freiwil ligen, die mit der Sortierung und Katalogisierung des vot. Feldherrn die Bedeutung der Kriege auch vom Gesichtspunkt der Leiden der unterlegenen Völker, der Opfer, die auf beiden Seiten gefallen sind, der Not und des Elends, die auf den KriegSrzug folgten, verständlich machen, um der heranwachsen, den Jugend einzuprägen, dass Feindschaft, Hass und Krieg die Geissei der Welt sind. Die Zeit ist vorüber, in der der Historiker lehren durfte: „Denn der Krieg auch hat seine Ehre, der Beweger des Menschenge schicks“. Angesichts der Methoden und Waffen des Zweiten und Dritten Weltkrieges — hat der Krieg keine Ehre mehr, und alle Ehre gebührt nur noch dem Frieden. Wer, wenn nicht die UNESCO kann dieser Erkenntnis den Weg bahnen? 15. September 1967 den Aegyptern erbeuteten Kriegsmaterials beschäftigt sind. Nach Aussagen der Militärbehörden in EU Arisch dürfte diese Arbeit noch etwa 3 Monate in Anspruch nehmen. Die Mehrzahl der Freiwilligen in dieser Gegend stammt aus Lat"inamerika. Noch immmer Antisemitismus New York. — Kardmal Franz König, Erzbischof von Wien, gab vor einer Delegation des American Jewish Committee zu, dass noch immer Reste von Antisemitismus in Oestereich vorhanden sind. Er hoffe jedoch, so füg te er hinzu, das? „das Verständnis zwischen Juden und Christen sich im Sinne des vom Vatikan auf dem letzten Konzil bekundeten Geistes mit der Zeit auch in Oester reich vertiefen wird.“ (ITA) CAIA POPULAR DEBELGRANO COOPERATIVA OE CREDITO LTOA DESDE 1932 MERECE SU CONFIANZA CAS* CENTRAL AMENA8AR 2%8 AGENCIA ir 1 CABILDO 3102 esq AGENCIA r 2 CORRIENTES 2294 esq PASTEUR hora™ de 12 a 16 Hs Inscripción en tramite en el Registro de Entidades Financie'»*» ACTUAL Estudio Jurídico internacional Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN BUER0STUNDEN: von 15 — 19 Uhr NUR Dienstag und Mittwoch fleh bitte, nicht vor 14 Uhr zu erscheinen^ oder nach Vereinbarung T. E.: 83 - 2613 Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssarhen - Vertraege - Verwaltungen Miefs-, Zivil- und Handelssachen T. E.r 8Q - 6930 PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS

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