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Jüdische Wochenschau · 1967-09-08 · 2234 (8.9.1967) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2234 (8.9.1967)
Date
1967-09-08
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Viernes. 8 de Septiembre de 1967 JVDIICBI ffOCBlKiCBlil Añ» XXVIII. — N« 2SS4 Ereignisse der Woche EIME DELIKATE Die weit verbreitete Abendzeitung „La Razón“ veröf- íentlichte unter dem Tite'1 „Eine delikate Angelegenheit“ einen Bericht über einen Vorfall, der sich in dem Atrium einer grossen bonaerenser Kirche im Februar dieses Jahres abgespielt hatte, über den auch an dieser Stelle informiert worden ist. Nach einer Totenmesse hatten damals Mitglieder einer rechtsradikalen Organisation in nazi-ähnlichen Uniformen Aufstellung genommen und ihre Kundgebung mit dem Hitler Gruss beendet. Die Szene war fotographiert und ■von der Zeitung .Buenos Aires Herald“ erstmalig veröffentlicht worden. Jetzt soll der Kardinaler?,- bischof in Buenos Aires eine Aufforderung des Heiligen Stuhls erhalten haben, so be richtet „La Razón“, eine „strenge Untersuchung“ des Vorfalls einzuleiten, in deseen Verlauf ein Geistlicher, der nicht mit Namen genannt Wird, eine „höchst unpassende“ Rede zur Verherrlichung des Nazismus gehalten habe. Weitere Einzelheiten hierüber sind bisher nicht bekannt geworden. ANGELEGENHEIT Der Zwischenfall hatte seinerzeit in der Oeffentlichkeit grosses Aufsehen erregt und zu einer Intervention der DAIA bei den zuständigen kirchlichen Behörden geführt. Eine Stellungnahme durch die kirchlichen Instanzen sei nicht erfolgt, erklärt „Lp. Razón“. Auch habe sich die DAIA nicht an den Vatikan gewandt. Man nimmt also an, dass der Heilige Stuhl über den Vorfall von anderer Seite unterrichtet worden sei, was zu dem jetzigen Schritt ge führt habe. — Von Hass diktiert In der Nr. 199 der in Buenos Aires erscheinenden Zeitschrift „Propósitos“ erschien ■unter dem Titel , El antisemitismo y el nacionalismo judío“ ein besonders gehässige*- Artikel, der im wesentlichen die vom Ostblock und seinen arabischen Satelliten geäusserten Ansichten über die Hintergründe des Sechs-Tage Krieges im Nahen Osten wiedergibt. Die Wiederholung solcher Argumentationen wäre nicht weiter bemerkenswert, wenn sie nicht mit seltener Deutlichkeit die Vermengung kom¬ BIBLIOTECA POPULAR JUDIA Publicaciones de! Ejecutivo Sudamericano del Congreso Judío Mundial CORRIENTES 1979 BUENOS AIRES Colección: GRANDES FIGURAS DEL JUDAISMO 1. Samuel Rollansky: SCHOLEM ALEIJEM 2. Natan Gesang: YEHUDA HALEVI 3. Sim ja Sneh: SCHMUEL IOSEF AGNON 4. León Dujovne: MAIMONIDES 6. Nahum Goldmann: TEODORO HERZL 6. Schalom Rosenberg: FILON DE ALEJANDRIA 7. Eugen Relgis: STEFAN ZWEIG 8. David Elnecavé: JEREMIAS 9. León Dujovne: MOISES HESS 10. Jaime Barylko: ISAIAS 11. Josef Fraenkel: NAHUM GOLDMANN 12. Heszel Klepfisz: BAAL SCHEM TOV 13. Mark Turkow: JANUSZ KORCZAK Bibliografía de Temas Judíos en Casieuano Bestellungen dieser hochinteressanten Serie direkt im Büro des Jüdischen Weltkongresses (T. E.: 49-2817) munistischer und faschistischer Gesichtspunkte deuthch werden liess. Jedenfalls ist es bedauerlich, dass unter dem Vorwand der Pressefreiheit selbst hier derartige Publikationen möglich sind. Dass die überwiegende Mehrheit des argentinischen Volkes solchen Gedankengängen nicht zugänglich ist, beweist beinahe täglich die Stellungnahme der allgemeinen argentinischen Presse, die sehr wohl zwischen Recht und Unrecht, zwischen Wahrheit, und De magogie zu unterscheiden weiss. — Eine Pressemitteilung Im „Informativo del American Jewish Committee-', herausgegeben in New York, spanische Ausgabe in Buenos Aires, undatiert, das in diesen Tagen zum Versand gelangte, wird eine interessante Lebersicht über das Lage der Juden in arabischen Ländern vermittelt. Die Information stimmt teilweise beinahe wörtlich mit einem Bericht über ein, der schon vor einigen Wochen durch den Jüdischen Weltkongress verbreitet worden ist. Man könnte sagen, „doppelt hält besser-, aber schliesslich macht diese Zweigleisigkeit keinen guten Eindruck. Wir haben bereits ein mal den Vorschlag gemacht, diese Tätigkeit zu koordinie ren. Leider vergeblich, wie man feststellen muss. — Kongress der THG Vor einigen Monaten führte die Tlieodor Herzl Gesellschaft einen Ersten THG- Kongress durch, auf dem vor einem zahlreichen, sehr interessierten Publikum über die vielfachen Aufgaben gesprochen wurde, die der Zionisti sehen Organisation zufallen. Ein weiterer Kongress war für Ende dieses Jahres geplant worden. Dieser Plan wird Ende Oktober — nach den Feiertagen — realisiert werden. Es kann keinem Zweifel unterliegen, dass sich der Aufgabenkreis der Zionistischen Bewegung nach den letzten Ereignissen in und um Israel erheblich erweitert und auch geändert hat. Dies wird das Thema sein, das im Mittel¬ ■ mill IIX III I! PASTEUR 254 . V y 5“ pijo* Cfl, «Í-7H8 1379 t fUENQS AÍRE» Dl rr ciencias económicos 1 contador** público* nacional«* consultora* de'omprmHii , ESPECIALISTAS EN L SOCIEDADES i ANONIMAS M\ LA FOREST, LA FORESTA Die NPD spaltete sich Der Bremer Kaufmann Friedrich Thielen hat vor kurzem, zwei Tage vor der NPD-Bundesversammlung in Nürnberg, ßein Amt als Bundesvorsitzender der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NIPD) niedergelegt, seinen Austritt aus der NPD erklärt und zugleich in Bremen eine neue Parten gegründet. Sie heisst Nationale Volkspartei <NVP). Er gründete sie zusammen mit 14 anderen Politikern, die bisher ebenfalls der NPD angehörten. Vorsitzender der neuen NVP ist Friedrich Thielen. Sein Stellvertreter ist Rechtsanwalt Franz Winkel mann aus Wittingen im Kreis Gifhorn. Dem Bundesvorstand gehört auch der Versicherungskaufmann Hans-Jürden Evert aus Krefeld an. Das Gründungsprotokoll wurde von insgesamt 15 Mitgliedern der neuen Partei unterschrieben. Thielen erklärte, die Vorkommnisse in der NPD hätten ihn zu dieser Konsequenz gezwungen. „Ich will mich deutlich von einer von der Thadden-Gruppe geführten NPD distanzieren“, betonte er. „Die Hemdsärmeligkeit, mit der sie nach Macht und Einfluss strebt, und die Methoden, deren sie sich bedient, brachten die Partei in den Ruf, radikal zu sein. Es ist für mich zur Gewissheit geworden, dass die NPD dem politischen Machtmissbrauch der Thadden-Gruppe, die weder Satzung noch Recht kennt, zum Opfer fallen wird.“ Wenn dieße Kräfte auf die Politik Einfluss gewönnen, würden sie zu einer Gefahr für alle werden, sagte Thielen. Schweigen könne in der Politik die grösste Schuld sein. Im Ringen um die Sauberkeit der Partei schieden sich die Geister. „In Verantwortung gegenüber allen nationalkonservativen Wählern und meinen politischen Anhängern ist die Nationale Volkspartei gegründet worden“, sagte Thielen. Auf dem Boden des Grundgesetzes und unter Wahrung der Rechtsstaatlichkeit werde diese Partei eine konstruktive Politik betreiben. Thielen erklärte, er rechne damit, dass „etwa 5 000 NPD-Mitglieder, darunter geschlossene Kreisverbände“, zu seiner neuen Partei übertreten würden. Nach seinen Angaben gehört auch der ehemalige niedersächsische NPD- Landesvorsitzende, Rechtsanwalt Dr. Lothar Kühne (Hannover), zu den Gründungsmitgliedern der NVP. In einer ersten Stellungnahme sagte ein NPD-Sprecher in Hannover, Thielens Austritt komme nicht überraschend. „Herr Thielen hat sich nach besten Kräften bemüht, die in harten Wahlkämpfen stehende NPD zu schädigen. Mit seinem Austritt hat er zu erkennen gegeben, dass er jede Basis in der NPD verloren hat, deren Verbände geschlossen hinter einem ebenso geschlossenen Vorstand stehen11, sagte der Sprecher. punkt des 2. THG-Kongresses stehen wird. Die vorbereiten de Kommission wird, wie wir erfahren, in kurzer Zeit Einzelheiten der jüdischen Oef. fentlichkeit übergeben, die von allgemeinem Interesse sein dürften. Besuch aus Israel Zu einem kurzen Besuch weilte Dr. Benjamin Eliaw, der politische Berater des israelischen Ministerpräsidenten, in Argentinien, wo er kein Fremder ist. Hat doch Dr. Eliaw vor einigen Jahren mit grossem Erfolg in der Israel-Botschaft zu Buenos Aires gewirkt. Als er, der auch auf journalistischem Gebiet grosses Ansehen geniessa, im Kreise der jüdi sehen Journalisten über die Lage Israels und die internen Probleme berichtete, war der alte freundschaftliche Kontakt hergestellt. Dr. Eliaw informierte neben interessanten Entwicklungen der Aussenpolitik insbesondere über das neue Araberproblem Israels, dessen Lösung durch die Intervention von aussen und den von den feindseligen Araberländern ausgeübt Druck erschwert werde. — Bar Kochba-Meister In der vergangenen Woche wurden die südamerikanischen Ping Pong-Meisterschaften in Bs. Aires ausge tragen. Da die paraguayische Mannschaft nicht antrat, lag die Entscheidung zwisehen den Meistern Argentiniens und Uruguays. Die argentinischen Farben vertrat’ die Meistermannschaft des Bar Kochba, die einen überragenden Sieg über den uruguayischen Meister mit 5:0 davontragen konnte und sich damit neben dem argentinischen nun auch den südamerikanischen Meistertitel zu sichern vermochte. Wir freuen uns über diesen ausserordentlichen Erfolg und gratulieren dem BAR KOCHBA, der in einer so würdigen Form nicht nur dié argentinischen Farben verteidigt hat, sondern auch dem jüdischen Sport Ehre machte. Jubilar Glücksmann Man mag es gamicht glauben, dase Egon Glücksmann ln diesen Tagen seinen 70. Geburtstag begeht. Dieser Erfolgreiche, der immer und jedem mit seinem freundlichen Lächeln und einem menschlichen Verständnis begegnet, hat in den Jahrzehnten unserer Emigration und Einordnung in ein neues Leben eine selten beobachtete Tatkraft, Energie, Einsatzbereitschaft und Hingabe für alle jüdischen Aufgaben und Interessen unter Beweis gestellt, die Anerkennung und Dankbarkeit auslösen müssen. Wohl wenige in unserem Kreise haben wie Egon Glücksmann mit einem solchen Enthusiasmus für Israel, für das jüdische Volk, für soziale und politische Ziele gearbeitet und dabei eine Vielseitigkeit gezeigt, die Respekt vor einem Menschen verlangt, der seinen Lebensinhalt im Dienst für die Gesamtheit betrachtet. ‘Egon Glücksmann, der erfolgreiche Industrielle, dessen berufliche Leistung dem Lande zum Vorteil wurde, das uns alle in der Zeit der Bedrängnis aufgenommen hat, wuchs bald über den en- NACHRICHTER AUS ISRAEL UEBERGABE VON ZITRUSPFLANZUNGEN Die Kolonisationsabteilung der Jewish Agency w’ird von ihr betreute 14.000 Dunam Zitruspflanzungen, die bereits Frucht tragen, Siedlern übergeben. Die Uebergabe der Zitrusgärten erfolgt erst dann, wenn die Bäume mindestens zwei Tonnen Früöh. te per Dunam tragen, so dass die Deckung aller Ausgaben, einschliesslich Arbeitslohn von 25 IL pro Tag, gesichert erscheint. Nach einem Jahr steigt der Ertrag auf 3 Tonnen pro Dunam, so dass dem Siedler nach Abzug der Koeten ein Betrag von 35—40 IL für den Arbeitstag bleibt. VERSTAERKUNG OER ’ARBEIT UNTER OER JUEDISCHEN JUGEND IN OER DIASPORA Die Exekutive der Jewish Agency hat in groben Umrissen das Programm des Chefs der Abteilung für Jugend und Hechaluz, welche eine beträchtliche Erweiterung der Arbeit unter der Diaspora. Jugend im Jahre 1967 68 zum Gegenstand hat, bestätigt. Dieses Programm sieht vor allem die Vergrösserung der Zahl der Jugendlichen vor, welche für ein Arbeits- oder Studienjahr im Rahmen verschiedener Programme wie „Schnat Schern t“ oder „Scherut Le am“ nach Israel kommen. Auch die Teilnehmerzahl der Sommer- und Winterinstitute der Jewish Agency soll eine Steigerung erfahren. geren Kreis unserer Gemeinschaft hinaus und wurde vom allgemeinen Jischuw mit wichtigen Aufgaben betraut. Sein unbedingter Einsatz für Israel, seine führende Arbeit in der Vereinigten Kampagne, seine Präsidentschaft bei den Allgemeinen Zionisten in Argentinien wie in Lateinamerika und viele andere Zweige des jüdischen Lebens bedeuten wichtige Etappen auch in der Entwicklung des argentinischen Judentums. Vor allem aber wurden ihm höchste Aemter und Verantwortungen im Or. den Bne Brith anvertraut, die weit über die Grenzen des Landes hinausreichen. Dem dynamischen, jeder jüdischen Aufgabe aufgeschlossenen und immer konstruktiv wirkenden Jubilar sei an dieser Stelle in alter Freundschaft noch ein langes und erfolgreiches Wirken in ungebrochener Tatkraft und im Kreise seiner Familie gewünscht. — Am 16. September begeht unser lieber Opa, Herr MAXIMO GOLDSCHMIDT im Kreise seiner Familie seinen 85. GEBURTSTAG. Im Anschluss an den Schabbat-Gottesdienst in Bet Israel, Cramer 2070 findet ein KIDDUSCH statt, zu dem alle Freunde und Bekannte herzlich eingeladen sind. LÜACH—(KALENDER) Freitag, den 8 September Sonnabend, den 9 September Schabbat SCHOFTIM (Deut. 16 18) Haftara: Jesajas 51:12—23 — 52:1—12 Sonntag, den 10. September Montag, den 11. September Dienstag, den 12. September Mittwoch, den 13. September Donnerstag, den 14. September Freitag, den 15. September Sonnabend, den 16. September Schabbat KI TE5TSE (Deut. 21:10) Haftara Jesajas 54:1—10 Sonntag, den 17. September Montag, den 18. September Dienstag, den 19. September Mittwoch, den 20. September Donnerstag, den 21. September Freitag, den 22. September 3. Elul 4. Elul 5. Elul 6. Elul 7. Elul 8. Elul 9. Elul 18,-Elul 11. E3ul 12. Etui 13. Elul 14. Elul 15. Elul 16. ESul 17. Elul

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