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Jüdische Wochenschau · 1967-09-01 · 2233 (1.9.1967) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2233 (1.9.1967)
Date
1967-09-01
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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A — Vkmes, U di Srptirmtrt de 1967 JODIgCHI WOCHENSCHAU Afl© XXVITl. — N* 2838 Ereignisse der Woche KEIN DEN ANDEREN Eta* Problem der „Rückwanderer“, d. h. derjenigen Juden, die von den Nazis aus den mitteleuropä -sehen Ländem, vor allem aus Deutschland und Oesterreich, vertrieben wurden, weil sie Juden «and und die nach Deutschland oder Oesterreich zulückkehren, besteht praktisch lür Argentinien nicht. Die Anzahl dieser Rückwanderer ist sehr gering, obwohl man- «fhe hin und wieder vensuehen, von sich reden zu raaeben. Meist handelt es sich um solche Personen, die ent- Weder hier nicht Fuss fassen konnten, wobei die Gründe hierfür verschiedener Art Hand, oder um so lohe, die einen gewichtigen Grund hatten. ihren Aufenthaltsort zu wechseln und zu verschwinden. Vielleicht gab es auch einige, die aus Ueberreugung nach Deutschland zurückgingen oder zumind^stens dieses Motiv angaben. Unbestreitbar gibt es gewisse Annehmlichkeiten, auf die man vielleicht hier Versieht leisten muss Bequemlichkeiten, die mit der Sprache. der Orientierung, eien' Klima und anderen objektiven Momenten Zusammenhängen. Aber im Grossen und 1 Ganzen können wir sagen, dass die ehemals deutschen Juden Charakter bewiesen haben und nicht in das Land zurückgekehrt sind, in welchem man ihnen den berühmten Fusstritt gegeben hat, in welchem man. ihre Eltern und Brüder ermordete. beraubte, knechtet« und degradierte. Es liegt für uns kein besonderer Grund vor diese längst gelöste und überwundene Problemsteilung wieder aufzugreifen, wenn nicht hier und da solche Rückwanderer wieder zu Rückkehrern an die Gestade des Rio de la Plata werden würden und manches erzählen, worüber sich nicht nur der Chronist wundert Denn sie alle, die ihre ..Hemmungen“ überwanden und nun wieder die bekannte Berliner Luft atmen, die einst Paul Linke besungen hat, versicherten sieh „riiek“ packten sorgfältig ihre argentinischen oder sonstigen Papiere ein, für alle Fälle versteht sich, denn natürlich kann man nicht wissen, ob sich der Vulkan zu neuer Eruption entschliesst. Ohne Zweifel '.st die heutige Deutsche Bundesrepublik kein NS Staat. Jeder. BIBLIOTECA POPULAR JUDIA Publicaciones del Ejecutivo Sudamericano dei Congreso Judío Mundial CORRIENTES 1979 BUENOS AIRES Colección: GRANDES FIGURAS DEL JUDAISMO 1. Samuel Poliansky: SCHOLEM ALEIJEM 2. Natan Gesang: YEHUDA HALEVI 3. Simja Sneh; SCHMl'EL IOSEF AGNON 4. León Dujovne: MAIMONIDES 5. Nahum Goldmann: TEODORO HERZL 6. Sehalom Rosenberg: FILON DE ALEJANDRIA 7. Eugen Relgis: STEFAN ZWEIG 8. David Elnecavé: JERE'MIAS 8. León Dujovne: MOISES HESS 10. Jaime Barylko: ISAIAS 11. Josef Fraenkel: NAHUM GOLDMANN 12. Heezel Klepfiez: BAAL SCH EM TOV 13. Mark Turkow: JANUSZ KORCZAK Bibliografía de Temas Judíos en Castellano BeeteHnngen dieser hochinteressanten Serie direkt im Bür* des Jüdischen Weltkongresses (T. E.: 49-281“) auch die Juden leben frei man hat im allgemeinen ganz andere als die alten politischen oder gar rassistischen Besorgnisse, wenn auch gelegentlich einmal ein Aussenseiter — ist er wirklich ein Aussenseiter? — in den alten rüpelhaften Ton zurückfällt. Allerdings müssen die Rückkehrer alsbald feststellen, dass sie isoliert sind, dass es ihnen nicht gelingt, Kontakt mit den anderen zu finden, dass sie zwar arbeiten und verdienen, aber nicht ihre Freizeit gestalten können und wäre es nur zu einer Skatrunde, die man in Buenos Aires immer hat. auch wenn man hier keinen Verkehr mit den Argentiniern — oder nur in Ausnahmefällen — pflegt. Dass diese Rückwanderer keine besondere F-hre für uns Juden bedeuten, weiss jeder, der über die Verhältnisse unterrichtet ist. Wie einst die Juden zu Geldgeschäften von einer ihnen feindlichen Umwelt gezwungen wurden und es hinnehmen mussten, dass sie derartige Geschäfte treiben, obwohl doch die anderen sie dazu zwangen, so vollzieht sich auch heute ein ähnlicher Prozess wenn auch ohne einen offiziellen Zwang. Die Rückwanderer sind entweder Rentenempfänger oder betrachten sich als künftige Pensionäre, oder sie haben nur die Möglichkeit, in bestimmten Gewerben, wie der Vergnügungs-Industrie. Fuss zu fassen. Dass Ausnahmen die Regel bestätigen, ist klar. Schliesslich soll man auch nicht darüber hinwegsehen, dass von den Rückwanderern mitunter Familienmitglieder in Argentinien zurückgelassen wurden, meist Ehefrauen, die man dann durch junge oder auch ältere Blondinen ersetzt«. Natürlich sagt das keiner; für sein Verhalten werden ganz andere Argumente, sogar ideologische, angeführt. Solche Fälle kann man keineswegs nur in unserer engeren Gemeinschaft beobachten, aber sie sind verhältnismässig selten. Jedoch war auch dies ein Grund für „Rückwanderung“. Kein Kontakt In einem ganz anderen Zusammenhang wurde die Frage des „Kontaktes“ zwischen , Juden und Deutschen auch ESTUDIO PASTEUR 25*4 .?'»}* piso# fit, «1-71*1 U7| fUJNQ) Ai*!} iPi1 t0l>(sr4 ^fylklU Dl «conomicos 1! V contadores públicas I national«* I consultóte* de:empresas ft ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES j\ ANONIMAS JÈ __nrtÜiliêülL iilü'flU'í'iiiüiiiliilliiil LA FOREST. IA FORESTA DA1A wendet sich an CSR-Botschaft Anlässlich des tragischen Todes des Vizepräsidenten des Joint, Charles H. Jordan, der vor kurzem aus Prag gemeldet wurde, richtete die DAIA folgendes Schreiben an den Botschafter der Tschechoslowakei in Argentinien: ..Mit tiefer Bestürzung erfuhr die jüdische Gemeinschaft Argentiniens — und zweifellos auch andere Krei se in unserem Land — die von den Zeitungen verbreitete Nachric-ht über den tragischen Tod von Charles H. Jordan Vizepräsidenten des Joint Distribution Commit. tee. der sich unter unaufgeklärten Umständen m Prag ereignete. „Wir kennen in Argentinien das Werk des Joint denn diese einflussreiche, vor über 50 Jahren gegründet« Organisation entfaltete während de6 Zweiten Weltkrieges eine wertvolle Arbeit zugunsten der Hilfe und Rehabilitierung für die Opfer der Naziverfolgungen, welche die Tschechoslowakei aus der Nähe erfahren hat Der Joint hat zur Rettung vieler Verfolgter beigetragen und mit allen Mitteln ihre Verbringung in andere Länder erleichtert, in denen sie ihr Leben in einer Um gebung des Respekts für die menschliche Würde wiederaufbauen konnten. „Wir schätzen diese Arbeit hoch ein, denn auch in Argentinien haben viele derer Zuflucht und Frieden gefunden, die unsägliche Qualen unter der grausamen Naziverfolgung erlitten, welche, wie man in der Tschechoslowakei besser als irgend anderswo weiss, Juden und Nichtjuden in gleichem Mass betraf. „Wir ersuchen Sie, Ihrer Regierung unsere Beunruhigung über das Vorgefallene zu übermitteln, dessen Ernst die algemeine, auch von Argentinien geteilte Erwartung rechtfertigt, dass eine dringende Aufklärung dieses dramatischen Ereignisses notwendig ist.“ hier in Argentinien wie in allen ausser deutschen Ländern aktuell, als der Bundesgerichtshof und andere hohe deutsche Gerichte die Frage der „deutschen Kultur- und Volkszugehörigkeit“ definier, ten. Sicher ist, dass in den meisten südamerikanischen Ländern, vor allem in Argentinien, kein Kontakt zwischen der jüdischen, gemeint ist die deutsch-jüdische, und der deutschen Kollektivität besteht. Das Auslandsdeutschtum hat zu allen Zeiten alte Denkweisen und politische Vor- Stellungen viel länger bewahrt als die Deutschen in Deutschland. Wie deutsche Studenten aus der Bundesrepublik ungefragt, berichteten, haben sie in Argentinien in deutschen Häusern weit mehr Hitlerbilder während ihres Besuches gesehen, als Zeit ihres Lebens in Deutschland selbst. Gerade in diesen Tilgen begeht z. B. das Deutsche Hospital in Buenos Aires seinen 100. Geburtstag, zu dessen Entwicklung auch die Juden beigetragen haben, als man noch keine „Rassengesetze“ kannte. Das Hospital war in einer gewissen Periode seiner Entwicklung ein Zentrum der NS-Bewegung, was heute wahrscheinlich bestritten werden wird. Dass aber heute noch kein jüdischer Arzt an diesem Hospital wirkt wenn auch jüdische Aerzte dorthin ihre Patienten legen, dürfte kennzeichnend für das gesamte Verhältnis zwischen diesen beiden Kollektivitäten sein. Sehr viele jüdische Patienten suchen das Deutsche Hospital auf, wo sie eine erstklassige Behandlung erhalten, was eigentlich selbstverständlich ist. Dass aber auf diesen Umstand sowohl von den Juden, die dort interniert sind, wie von den Deut sehen, vor allen Dingen von den Aerzten, hingewiesen wird, deutet auf eine Anomalie in den Beziehungen hin. Sonst müsste man diese Tatsache nicht hervorheben Aber schliesslich ist „etwas“ Das Schneider-Kostüm wird wieder modern. Miguel Angelo Pesa, ein Moj dellist von Weltklasse, er j wartet Sie bei CARLTON Feine Mass- und Fertig- Kleidung für Herren und die Herren Söhne. Man nimmt auch Ihre Stoffe an. Durchgehend geöffnet. CARLTON MAIPU 982 — 31-7845 vorgefalien, was nicht mit einer Handbewegung auszulöschen ist. Für die meisten Kranken, vor allen Dingen die alten Leute, sind sprachliche Gründe für die Wahl des deut sehen Krankenhauses massgebend; denn nur in dieser Sprache können sich viele verständigen, besonders in Stunden ihrer Not, Aber all das ändert nichts daran, dass eine nicht überwundene Kluft besteht, auch wenn man anerkennen muss, dass sich offizielle Stellen darum bemühen, die zugegebenermassen gerade bei den „hiesigen Deutschen“ auf keine „Gegenliebe“ stossen. —: „Conferencias“ Das Institut ,de Intercambio Cultural Argentino Israe li“ hat eine Broschüre, man kann sagen, ein kleines Buch, veröffentlicht, das den Titel „Conferencias“ trägt und einen interessanten Einblick in die vielseitig» Tätigkeit dieses wichtigen Instituts vermittelt. Die Einleitung und einen interessanten Beitrag schrieb der Präsident des argentinisch-israelisohen Instituts, Dr. Osvaldo Fustinoni, ein bekannter Intellektueller, dessen Reden bei verschiedenen Gelegenheiten nicht nur von seiner hoher. Kultur, sondern auch von seiner Hingabe an die grosse Aufgabe zeugen, die er «tiefe gestellt hat. Erwähnt werden soll auch der Abdruck einiger Verse in hebräischer Sprache aus dem berühmten Werk des argen, tinisehen Dichters José Hernandez „Martin Fierro“, die der in unseren Kreisen bekannte und zu unserem „Sektor“ gehörende junge Schriftsteller und Lehrer Herbert Haber übersetzt hat. lieber diese anerkennenswerte Leistung Habers wurde an dieser Stelle schon vor Jahren berichtet, als er seine Arbeit der Oeffentlichkeit übergab. Abgedruckt sind auch die Reden, die anlässlich der Feier und Ehrung der beiden diesjährigen Nobelpreisträger Agnon und Nelly Sachs im Rahmen der Feierstunde des Instituts im Theater San Martin gehalten worden sind, und über die wir ebenfalls seinerzeit schon ausführlich berichteten. Neben den Reden, die von den Botscnaftern Schwedens und Israels bei dieser Gelegenheit gehalten wurden, wobei die Rede des israelischen Botschafters eine Glanzleistung war, finden wir auch den Wortlaut der Rede des berühmten argentinischen Dichters Jorge Luis Borges über Agnon und die Rede unseres Günther Ballin, Prof, an der hiesigen Universität, über Nelly Sachs abgedruckt. Dieses Heft „Conferencias“ ist ein Dokument von bleiben, dem Wert. Ärturo Lang s. A. Mit Arturo Lang ist eine jener zentralen Persönlichkeiten von uns gegangen, die in den ersten Jahren unserer Einordnung in ein neues Leben eine mitentscheidende Rolle gespielt haben. Ein dynamischer, von Tatendrang und immer neuen Ideen sprühender Mensch, der bis in die letzten Tage seines Lebens sich eine bewundernswerte Frische und Jugendlichkeit bewahrt hat, setzte Arturo Lang seine beinahe unerschöpflichen Energien ein, um beim Aufbau eines neuen jüdischen Lebens im neuen Lande m'itzuwirken. In einer Zeit, wo der Centavo noch galt, und jeder um den Centavo schwer arbeiten musste, fand Arturo Lang die notwendige Zeit und die erforderlichen Mittel, um den Grundstein für seine Gemein, de, die Nueva Comunidad Israelita, deren erster Sekretär er gewesen ist, mitlegen zu helfen. Aber Arturo Lang war auch ein begeisterter Zionist, der (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 5) CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legitimo de espuma de goma I. U « G H - ( K 11 E N D E R ) I Freitag, den 1. September 26. Aw Sonnabend, den 2. ¿September 27. Aw Schabbat REEH (Deut. 11:26) Haftara: Jesajas 54:11—17 und 56 1—5 Rosch Chodesch-Benschen I Sonntag, den 3. September Montag, den 4. September Dienstag, den 5. September Mittwoch, den 6. September Donnerstag, den 7. September Freitag, den 8. September Sonnabend, den 9. September Schabbat SCHOFTIM (Deut. 16:18) Haftara: Jesajas 51:12—23 — 52:1—12 Sonntag, den 10. September Montag, den 11. September Dienstag, den 12. September Mittwoch, den 13. September Donnerstag, den 14. September 28. Aw 29. Aw 30. Aw 1. Elul 2. Elul 9, Elul 4. Elul 5. Elul 6. Elul 7. Etui 8. EM 9. Elul E> t ■ der für alle jjjjidürc* jirnls rTûl jfl mite d« vit unr doch pflic Be UK*e Tod selbst dann ttenn Die ist iW” líteos? dem r* fein bei B. Prägeist nocr Sert die i de < ten. eine gen der Die stets freie trotz alle gen rügen durch men nach um au und gebe Mob e;ne nass beda anzu! Dl nur tungsi Behai ein um Hafe Tatst ägypti! 3967, ten in tunkt de. Di der Ui Streng VAU Komm; 35/3/19 Der Ct Kaopfi 1. Eil südlich« einzunei 3. Die ») der 3. W den uiert. fön »on WLüf »W 'toilet 18

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