Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2232 (25.8.1967)
- Date
- 1967-08-25
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/9616703-9615794-9616078--4956-9616080- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Hebron 1× ep/1047559
- Mohel 1× ep/1006163
OCR text
i — Viernes, t5 de Agesto de 1967 J O D I 8 C H E WOCIIRICIID Afie XXVIII. — N* 323y Die Loesung suchen (Schluss von Seite 1) Der Tempel des Koenigs Salomon Jerusalem. — Wie jetzt enthüllt wurde, sind Pläne ausgearbeitet worden, um einige Schichten der Steine der Klagemauer auszugraben. Dieser Beschluss wurde vom Kabinett gemeinsam mit Archäologen und Architekten in einer Sitzung gefasst, die in der Nähe der Klagemauer abgehalten wurde. Der Plan wurde von religiösen Vertretern gebilligt. Nach Aussage der zuständigen Sachverständigen, befinden 6ich etwa 20 Steinreihen der Klagemauer unter der Oberfläche, doch vorläufig ist nur beabsichtigt, einige wenige Schichten auszugraben. Die heute sichtbaren fünf Schichten stammen vom Zweiten Tempel, den König Herodes erbaute. Einige der tieferen Reihen könnten Ueberreste des Ersten Tempels sein, der von König Salomon erbaut und von den Babyloniern zerstört worden ist. (ITA) ihnen der Algerier Boume- Chenne und der Iraker Aref. Weder der Sicherheitsrat hoch die Vollversammlung der UN, die man eilends zusammengerufen hatte, konnten trotz endloser Redegefechte zu irgendeinem Ergebnis gelangen. Den Russen gelang es nicht, eine für Is-ael Ungünstige Reolution durrh- Bupeitsohen, obwohl ihre Nr. 1, Alexei K06.vgin selbst nach New York gekommen war. 'Auch ein ,,Gipfeltreffen“ mit Johnson änderte die Situation nicht. VN - Generalsekretär U Thant. der während der Krise ausserordentlich unglücklich operiert hatte, schickte neue PN - Beobachter, diesmal an den Suezkanal. Die westlichen Grossmächte, ein- Bohliesslioh Frankreich, warten ab. Russische Kriegsschiffe stehen seit Wochen »r Alexandrien; auch sie warten. Die Araber konferieren, in Kairo, in Bagdad, in Khar tum und anderwärts. Au-h Sie warten. Israel steht im ,.besetzten'* Gebiet, organisiert, plant und arbeitet. Aber auch Israel wartet. Was wird geschehen? — Wie langen wird die Warte- Zeit noch an halten? — Die Grossmächte bewegen sich nicht, denn sie wollen auf jeden Pall eine Ausweitung des Konflikts, die unweigerlich in einen dritten Weltkrieg mi'nden müsste, vermeiden. Die Araber haben keine Möglichkeit, einen drastischen Schritt ¡zu unternehmen. Trotz aller Konferenzen ist es ihnen nicht gelungen, eine gemeinsame Formel zu finden. Die alten Interessen.Gegensätze zwischen Saudi Arabien und Nasser oder Aref konnten bisher nicht überwunden werden. Selbst der Krieg im Yemen wird trotz entgegegengesetzter Mitteilungen und trotz Dr. FREY ABOGADO PÜEYRREDON 2190 1? izq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PR0PIEDADES FRANKENBERG 8. R. I* berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kaut oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN BAEOSERN VIRREY DR1 PINO 22&2 X. E. 13-7887 I aller Interventionen mit der gleichen Heftigkeit weitergeführt. Israel aber kann nichts Entscheidendes unternehmen, denn es hat keinen Partner, mit dem es zu einem Uebereinkommen gelangen könnte So nutzt es die Zeit, um diejenigen Gebietsteile, die es nicht wieder herausgeten wird, weil es sie nicht herauegetoen kann, ohne seine Existenz aufs neue zu gefährden, seinem Staategefüge einzuverleiben. Inzwischen wird die ..Kriegsbeute“, die überraschend unrfangreich ist, ,,nach Hause“ gebracht, werden Aufräumungs- und Aufbau-Arbeiten geleistet während die Mobilisierung oder teilweise Mobilisierung anhalten muss. Aber eine Lö6ung wurde bis heute nicht gefunden — Sicher ist, dass Israel nicht gewillt ist, die Jerusalemer Altstadt herauszugeben. Sicher ist, dass Israel weder den Gaza-Streifen nochmals den Aegyptern ausliefern oder die Berge von Golan den Syrern übergeben kann, ohne sich den alten Gefahren dauernder Angriffe von diesen beiden Seiten auszusetzen. Für Israels Sicherheit dürfte es auch erforderlich sein, die bis zum Blitzkrieg von Transjordanien besetzten cisjordanischen Gebietsteile mit Bethlehem, Hebron, Ramalla, Nablus, Jericho und anderen Ortschaften seinem Territorium anzugliedern, um auf diese Weise zu einer natürlichen Grenze im Osten, dem Jordan, zu gelangen In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass nach dem ursprünglichen Mandats-;tatut das Mandatsland Paläctina aus dem cisjordauischen — heute zu Israel gehörenden — Gebiet und Transjordanien in den Grenzen des transjordanischen Königreiches gehört, das erst später aus politischer Zweckmässigkeit von den Engländern abgetrennt und dem späteren König Abdullah, dem Grossvater des jetzigen Königs Hussein, als Emirat übergeben und damit der jüdischen Siedlung verschlossen worden ist. — Bei dieser Sachlage steht nur die Zukunft der Sii.ai- Halbinsel zur Debatte, die bisher ohne Diskussion den Aegyptern überlassen wurde. Dabei muss man wissen, dass diese Sinai-Halbinsel geographisch durchaus nicht zu Ae- Ihr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUSE T. E. 76 5842 JUDIiH SCHENKOLEWSKI KtTLTUSSTlCKEREIEN Schabbosdeckec TaUtebeutei Käppchen Ma* zot-Tascben Hand ano MaschfciehsUckerei von Bett- und ETscbwâscûe Di. P. L RIVERA 2586 (fr Bebedero) T. E Í3 -9155 gypten gehört, sondern al6 Landbrücke zwischen den beiden Kontinenten Asien und Afrika zu Asien, also zum „palästinensischen“ Teil gerechnet werden muss. Die natürliche Grenze bildet das^ Rote Meer, dessen westlicher Arm bis zur heutigen Stadt Suez reicht, — von dort bis zum Mittelländischen Meer wurde der Suezkanal gegraben, — während der Golf von Akaba, heute Golf von Flat den östlichen Arm dieses Meeres bildet. Da es sich bei der Sinai- Halbinsel um ein militärisches Aufmarschgebiet handelt, das nun schon wiederholte Male zur Bedrohung der Existenz Israels missbraucht worden ist, da ferner die Beherrschung der Sinai-Halbinsei mit der Beherrschung der beiden wichtigen internationalen Wasserstrassen, dem Suezkanal und der Strasse von Tiran, zusammenhängt, läge keine andere Lösung so nahe und wäre keine andere Regelung so zweckmässig, als zu einer Internationalisierung der Sinai Halbinsel zu gelangen. Eine unter internationaler Führung gebildete Regierung für dieses Gebiet unter Beteiligung der beiden angrenzenden Länder, Israel und Aegypten, könnte eine dauerhafte Lösung bringen, der Entwicklung dieser Wüste dienen, zur Ansiedlung von Hunderttausenden arab; sehen Flüchtlingen vorbereitet werden, die freie Schifffahrt durch den Suezkanal und durc-h die Strasse von Tiran allen Nationen garantieren und einen dauerhaften Frieden schaffen. Ein solcher konstruktiver Plan, der sicherlich anfangs auf die grössten Schwierigkeiten seitens der arabischen Länder stossen dürfte, ist allein geeignet, um eine echte Lösung des Mittelost-Konfliktes herbeizuführen. Alle beteiligten Völker stehen vor den schwierigsten, beinahe unlösbaren wirtschaftlichen Problemen. Die Verschuldung Aegyptens, durch seine ununterbrochene Aufrüstung täglich weiter verschärft, zwingt dieses Land zu immer stärkere/ Abhängigkeit von denjenigen Weltmächten, deren Hilfe jeweils in Anspruch genommen wird: also vorgestern' von den Engländern, gestern von den Amerikanern, heute von den Russen, morgen wahrscheinlich von den Chinesen. Die Freiheit und Unabhängigkeit Aegyptens ist eine Fiktion, deren sich die führenden Kreise durchaus bewusst sein dürften. Nur dass der Hass gegen Israel und das Bestreben, die Vormachtstellung in der arabischen Welt zu sichern, Nasser bisher daran hinderten aus dieser klaren Lage die einzig richtigen, seinem Land JACOB LAPIDUS dipl, Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2037 4? B 46-1716 and 48-2124 MOHEL N. PLAKSIN Super! 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 nützlichen Konsequenzen zu | ziehen und sich mit Israel zu verständigen. Eine wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Aegypten und Israel, im Augenblick vielleicht noch ein Phantom, würde nicht nur diesen beiden Ländern den Weg zum Fortschritt und zur Entwicklung weisen, sondern auch Ländern wie Transjordanien und Libanon zunutze kommen, die ohnehin bis heute von ausländischer Hilfe leben, Transjordanien von England, Libanon von den USA. Es ist durchaus nicht ausgeschlossen, dass sich auch die Türken einer solchen wirtschaftlichen Kooperation anschliessen würden. Es dürfte die Zeit gekom men sein, wo die ägyptischen Politiker mit oder ohne Nasser erkennen werden, dass mit der Illusion einer gesamtarabischen Union keine dauerhafte Lösung für ihre eigenen Probleme gefunden wer den kann, da alle anderen Araberländer entweder nicht über die ökonomische Potenz verfügen oder aber andere politische Zielsetzungen haben, wie etwa Saudi Arabien, das ganz offensichtlich nicht gewillt ist, seine Oelinteressen und damit gegebene Verbindung mit den USA preiszugeben, wozu auch kein Anlass ersichtlich ist. Um aus diesem Zukunftsplan eine Realität werden zu lassen, müssten auch einige grundlegende Aenderungen in der israelischen Politik eintreten, vor allem die einseitige Anlehnung an den Westen durch einen Ausgleich mit den Russen versucht werden. Dabei wird niemand verkennen, dass die Entscheidung über diesen Wandel in der Haltung Israels in erster Linie von den Russen selbst abhängt. Für Israel waren bisher Gesichtspunkte für seine Stellung zu Russland wesentlich, die nicht unbedingt den eigenen israelischen Interessen entsprachen, die vielmehr auf die eigenartige Struktur des einzigen Verbündeten Israels, des jüdischen Vo kes, zurückgeführt werden müssen. Da aber die USA se'bst, von anderen Westmächten wie Frankreich und Grossbritannien ganz abgesehen, enge Verbindungen mit der Sowjetunion unterhalten und in vielen Weltfragen kooperie- Or. Bernardo SCHWARC2 ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-821* RAYOS X PARADENTOSF ren, müssten die amerikanischen Juden davon zu überzeugen sein, dass sie nicht patriotischer sein sollten als die amerikanische Regierung selbst. — Was soll geschehen? — Das ist die Frage, die uns alle bewegt. Krieg und UN-Politik haben zu keiner Lösung geführt. Man muss also ganz andere, vielleicht revolutio näre Wege suchen, um Israel den Frieden zu gewährleisten. den es braucht, den der Mittlere Osten und den die ganze Menschheit benötigen. Mit den alten Methoden und LA SEMANA ISRAELITA Semanario Aparece los Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swaraensky Pueyrredón 2190, iv izq T. E 83-2613 Abono-Preise Argentinien; $ 1.000.— pro Jahr Ausl. $ 1.600,— jährl. Gedanken ist man zu keinem Ergebnis gelangt. Das müssen | alle erkennen. Das hätte auch Tito, um nur ein Beispiel zu! nennen, wissen sollen. Er ist überall hingefahren, nur nicht nach Jerusalem. Vielleicht wäre es wichtig gewesen, wenn man ihn hierzu aufgefordert und eingeladen hätte, wenn er schon nicht selbst auf diese Idee gekommen ist oder den Mut hierzu gehabt hat. Wie lange wollen sie alle noch warten? Confitería NIZA Servicios de lunch de categorí< SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDt 76-0286 73-1048 BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HFT CUERA 1915 — T. E. 58-4052 Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY MEDICO CIRUJANO M. P. 9298 Sarmiento 3116 T, E. 87-136 CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I. BlumenfeM (Director) Jefe de) Servicio de Ortopedia y Traumatología de) Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencias Medicas de Buenos Airea UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES I. E. URIBÜRU 285 41 2331 — 2240 47-5875 CUBA 2141 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Médico de) Hospital Fernández Dr. BENJAMIN LlPNlZKY ZAHNUZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — KIE- FERCHJRl'RGIE — REGULIERUNG DER ZAHN- STELUNG — K1EFEROBXHOPAEDIE Sprechstunden: Dienstag - Donnerstag — Sonnabend nach vorherigei Vereinbarung fOSE HERN ANDEZ 2518 L£. 76-8673 u. 73-0500 Dr. L. KLEIN - Médico MAGEN- und DARMKRANKHEITEN ROENTGEN UNTERSUCHUNGEN SPRECHSTUNDEN Montag, Dienstag, Mittwoch a Freitag von 15—19 CJlu Es wird gebeten, sieb vorher telefonisch anzumelden. SANTA FE 1391 I. E. 44-9493 u. 44-1542 DBLEF. VORANMELDUNG