Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2228 (28.7.1967)
- Date
- 1967-07-28
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXVIII. — jj« 222S 4 —Viernes, 28 de Julio de 1S67 PROF. SAB'NS BEGEISTERTES BEKENNTNIS ZUM JUEDISCHEN VOLK Ereignisse der Woche Der Besuch des Gelehrten Wohl selten ist ein Gelehrter, Forscher und Erfinder **> aufrichtig und herzlich empfangen und geehrt worden wie Prof. Dr. Albert Sabin, der durch sein Heilmittel gegen die Kinderlähmung zu den grossen Wohltätern der Menschheit gehört. Ohne zu übertreiben, darf man sagen, dass ganz Argentinien in allen seinen Bevölkerungsschichteii dem ruhigen und vornehmen Gelehrten Tribut zollte, Ehrfurcht entgegen brachte und seine Dankbarkeit kundtat, das Land von einer der schweren Geissein befreit zu haben, unter der es bis in die jüngste Zeit schwer gelitten hat. In den grossen Tageszeitungen, im Radio und in der Television konnte jeder einige der sehr vielen Veranstaltungen und Konferenzen miterleben, die der unermüdliche Sabin hier besucht und abgehalten hat. obwohl sein Aufenthalt in Argentinien mehr als zehn Tage dauerte, [konnte Sabin nicht allen Einladungen Folge leisten, die ihm von allen Seiten, Fakultäten, wissenschaftlichen Vereinigungen, privaten und öffentlichen Instituten und Institutionen, Organisationen und Hospitälern zugingen. Erstaunlich genug war. wie viele Besuche der Gelehrte machte, wie viele Krankenhäuser er aufsuchte, wie viele Konferenzen er gab und wie viele Reden er gehalten hat. Die Kette der Veranstaltungen wird nicht abreissen bevor Prof. Sabin am kommenden Montag die Rückreise nach den USA mit einem Flugzeug der Aerolíneas Argentinas antreten wird. Glanzvoll verlief der Empfang, der Herrn Prof. Sabin vom Oberkommandierenden der argentinischen Wehrmacht, Generalleutnant Alsogaray, im Campo de Mayo bereitet wurde, an welchem der Präsident der Nation mit. seiner Gattin, die Oberkommandierenden aller Wehrmachtsteile, die Minister, der BIBLIOTECA POPULAR JUDIA Publicaciones del Ejecutivo Sudamericano del Congreso Judío Mundial CORRIENTES 1979 BUENOS 4IPES Colección: HECHOS DE LA HISTORIA JUDIA 1. Menajem Boreisho: LA HISTORIA DEL IDT3CH 2. Teodoro Herzl: EL PRIMER CONGRESO SIONTgTA 3. Abraham Platkm: LA HISTORIA DEL HEBREO Colección: GRANDES FIGURAS DEL JUDAISMO 1. Samuel Roúansky SCHOLEM ALEIJEM 2. Natan Gesang- YEHUDA HALEVI 3. Simja Sneh: SCHMUEI. ÍOSEF AGNON 4. León Dujovne: MAIMONIDES 5. Nahum Goldmann: TEODO.hO HERZL 6. Scnalom Rósenoerg- FILON DE ALEJANDRIA 7. Eugen Relgis: STEFAN ZWEIG 8. DavJd Elneeavé: JEREMIAS 9. León Dujovne: MOISES HESS EN PREPARACION: Hard! Swarsensky: WALTHER RATHENAU Mark Turkow: JANUSZ KORCZAK Bibliografía de Temas Judíos en Castellano Bestellungen dieser hochinteressanten Serie direkt im Büro des Jüdischen Weltkongresses (T. E.: 49-2817) Kardinal und andere führende Persönlichkeiten neben dem Botschafter Israels teilgenommen haben. — Eindrucksvoll war die Veranstaltung im Theater San Martin, bei der dem Wohltäter der Menschheit von der Präsidentin der ALPI eine besondere Auszeichnung überreicht wur. de, neben manchen anderen Ehrungen, die ihm zuteil wurden. Essen der DA1A Für uns stellte das Essen der DAIA, das zu Ehren Sabins veranstaltet wurde, einen besonderen Höhepunkt dar. Eine sehr zahlreiche Zuhörerschaft begrüsste den Ehren- Ehrung für Dr. Sabin Argentiniens Präsident, Generalleutnant Carlos Ongania, überreichte dem Ehrengast Argentiniens, Dr. Albert Sabin, die Auszeichnung .Gran Crug de la Orden de Mayo al Mérito“ in Anerkennung und in Dankbarkei des argentinischen Volkes für seine Erfindung zur Bekämpfung der Kinderlähmung. gast mit besonderer Herzlichkeit, als er am Arm des israelischen Botschafters, Don Moshe Alon, den Saal betrat Nach klugen einleitenden Worten des DAIA-Prüsidenten Dr. Jizchak Goldenberg, in denen er die DAIA dem Ehrengast als die höchste Repräsentanz der argentinisehen Judenheit vorstellte, deren Aufgaben er kurz erläuterte, nahm Dr. Sabin das Wort zu einer Rede in der er ein glühendes Bekenntnis zu seinem Judentum, zu Israel und zum jüdischen Volk ablegte. Dr. Sabin feierte den Triumph Israels als einen Ertolg der fortschrittlichen Menschheit, an deren Aufwärtsentwicklung wir Juden immer einen starken Anteil genommen haben. Israel stellt eine Verpflichtung des ganzen jüdischen Volkes dar, die nicht mit Worten, sondern mit dem vollen Einsatz aller unserer Möglichkeiten erfüllt werden ESTUDIO PASTEUR 254 - 2’ y 5* pisos «L «8-7161.1371 ÍUfNOS AIRE) dónelas W •«momitas, Ni ’ contadoras públicos ' nocionales consultoras de 'omprosml . ESPECIALISTAS SN L SOCIEDADES i ANONIMAS Æ, ilKillf SHHiiiiiiiiiimiiiiHiimimiiHiiimiiimmmimiimmimmimmMimmmmimiiiiiiimimií? ”FA rot>tsr4 LA FORESTA ^%í!AÍ DI müssen, wenn wis uns dieser Zeit und ihren Erfolgen wiir. dig erweisen wollen. Die Hebräische Universität, das Weizmann-Institut und andere wissenschaftliche Institutionen Israels arbeiten an den Bemühungen um neue Erkenntnisse. neue Fortschritte und neue Möglichkeiten im Dienste einer echten Humanität für die ganze Menschheit. Die Ausführungen Prof. Sabins, die hier nur auszugsweise wiedergegeben worden sind, fanden einen ungewöhnlich starken Widerhall. Rabbiner Pinkus in B. A. C. W.: — Wie bereits kurz mitgeteilt, hielt der Oberrab biner der zentraleuropäischen Gemeinde zu Sao Paulo, Universitätsprofessor Dr. Pinkus. in der Synagoge der „Nueva Comunidad Israelita“ im Rahmen einer Gemeinschaftsveranstaltung unseres gesamten Sektors einen Vortrag über das Thema ..Eine neue Epoche?“ Vorausgeschickt sei, dass die Ausführungen dieses hervorragenden Kanzelredners und Dozenten auf hohem Niveau standen und das Publikum stark beeindruckten. Prof. Pinkus ging von einem soeben erschienenen Buch Hanna Arendts aus, welches die Frage stellt, ob wir am Beginn einer neuen Humanität stünden, und ob die alte, uns von der Schule her vertraute Einteilung der Menschheits - Geschichte in „Altertum, Mittelalter und Neuzeit“ ausreiche. Kurz wurde erwähnt, worin das Charakteristische dieser Epoche gelegen habe. Das Wesentliche des Altertums seien die Religions-Stiftungen gewesen sowie das Wirken der grossen altisraelitischen Propheten zwischen 800 und 400 v. d. g. Z. im Mittelalter dagegen, das für uns Juden zwar weit länger gereicht habe als für die übrige Menschheit, nämlich bis zur Emanzipation, bewegte sich alles Denken um Gott, Mensch und Erde; nur im Glauben gab es ein Leben der Rechtschaffenheit. Und die Neuzeit wiederum, die w:ir ab etwa 1500 zählen, wurde zur Epoche der Entdeckungen und Erfindungen, der Schaffung von Kolonialreichen; es begannen die ersten industriellen Schöpfungen und mit ihnen setzten die „Freie Wirtschaft“, das Maschinenzeitalter und der Kapitalismus ein; Bürgertum und danach Proletariat bahnten sich ihren Weg. Schliesslich kam es zur modernen Jugendbewegung, zum Marxismus, zur Assimilation; doch all diesem gegenüber versagten die Religionen der Menschheit. Beginnt also jetzt eine ganz neue, eine vierte, IDpoche? 1932, so berichtete der Referent, habe Rab. Leo Baeck in einem Aufsatz auf die Veränderungen im Zusammenleben der Familien hingewiesen; 1948 schrieb Prof. Karl Jaspers über die Gefahr des Nihilismus; der neue Mensch greife zu zerstörenden Mitteln und, endlich, 1964, behandelt Hanna Arendt die Fragen der Mechanisierung, Ueberproduktion, abstrakte* Denken. Das Judentum von heute habe eine neue Position und Funktion erlangt; der Gürtel sei von Israel und der jüdischen Welt durchbrochen worden. Deshalb soll die heutige jüdische Jugend wissen, Und wenn es sich um HERRENKLEIDUNG handelt, dann zu Carlton MAIPU 982 — 31.7845 DER LANGE WEG ZUM FRIEDEN Jerusalem. — Auf der Jubiläumstagung der ZOA erklärte der israelische Generalstabschef, General Jizchak Rabin, dass durch die Besetzung arabischer Gebiete keine israelische Stadt oder Siedlung heute mehr im Schussbereich syrischer, transjordanischer oder ägyptischer Kanonen liegt. Vor dem Krieg, so erläuterte er. befand sich Tel Aviv 64 km von der ägyptischen Grenze entfernt, während Kairo in einer Entfernung von 220 km lag. „Diese Situation ist heute umgekehrt“, fügte er hinzu, „und wir können jetzt unsere Grenzen leichter verteidigen.“ Rabin wiederholte auch, dass die Informationen unwahr seien, die behaupteten, Israel habe den USA oder anderen Ländern erbeutete Mig-21-Flugzeuge übergeben. „Wir haben einen intakten Mig-21“, sagte er, „und diesen Apparat brauchen wir selber.“ ES" stellte ferner in Abrede, dass Israel sowjetische Techniker oder Instrukteure gefangen genommen habe. „Der Sechs-Tage-Krieg ist aus“, betont« General Rabin, „doch den siebenten Tag. den Ruhetag, müssen wir noch gewinnen.“ Er fügte hinzu, dass der Kampf um den „Frieden in unseren Tagen“ lang sein wird, doch die heutige militärische Lage sei den Chancen für ein Ende der 19 Jahre langen arabischen Kriegsbereitschaft „günstiger als je zuvor“. (ITA) Die Freiwilligen in Israel Auf der Pressefahrt, die von der Jewish Agency veranstaltet wurde besuchten die Journalisten die Kibbuzim Kfar Hanassi und Kfar Szold, wo sich zahlreiche Freiwillige aus England, Argentinien und anderen südamerikanischen Staaten sowie aus Südafrika befinden. In Kfar Szold ist auch eine Betar-Gruppe aus Argentinien. Ins Land kamen bisher 255 Aerzte und Krankenschwestern. Den grössten Teil der Freiwilligen stellte England. Einige Freiwillige kamen auch aus Oesterreich aus Westdeutschland und aus der Schweiz. In Kfar Hanassi unterhielt was das Judentum der Welt zu geben hat. Die Wirklichkeit sei die, dass wir vor uns selbst zu fliehen suchen, weil wir die innere Sicherheit verloren haben. Eäne wichtige Frage sei daher auch, wie wir heute unsere Freiheit nützen würden. Die neue Jugend suche Vorbilder; die jüdische Jugend, Anfang Juni 1967 neu geboren, werde den Weg finden, dessen Endziel ist; „Zu wissen, wohin wir gehören.“ Dies ist nur ein Extrakt aus dem grossangelegten Referat, das mit seinen zahlreichen Zitaten und Beispie, len nicht wiedergegeben werden kann, aber auch in dieser kurzen Zusammenfassung zeigt, wie viele neue Probleme an den jungen Menschn im allgemeinen und den jungen Juden insbesondere herantreten. sich unser Korrespondent mit einem Chinesen aus Singapore, der in Cambridge studiert und sich freiwillig nach Israel meldete. Die Freiwilligen kamen, um ein Jahr in Israel beim Wiederaufbau zu helfen. Es stellte sich jedoch heraus, dass viele Freiwillige für immer bleiben werden. „Israel muss die Welle der Freiwilligkeit junger Juden im Ausland und die Freiwilligen, die schon angekommen sind, und die noch kommen werden, auf produktive Pfade im Rahmen besonderer „Arbeitsbrigaden“ überführen, da die Kibbuzbewegung fast am Sättigungspunkt in der Aufnahme von Freiwilligen angelangt ist“, erklärte Jizchak Arzi, Mitglied des Aktionscomites der Jewish Agency. — Ehrenbürgerin Berlins Berlin. — Nelly Sachs, die in Schweden lebende jüdische Nobeipreisträgerin für Literatur, soll Ehrenbürgerin Berlins werden. Das wurde vom Senat vorgeschlagen. Ehe Fraktionen der SPD und der FDP haben ihre Unterstützung zugesagt. Ehe Berliner wollen die Verdienste würdigen, die sich die Schriftstellerin erwarb, indem sie in der Welt für das Nachkriegsdeutschland eintrat. Stipendien-Fonds Haifa. — Das Tedinion ha* einen Stipendienfonds /um Andenken an den Architekten Heinrich Mendelssohn in Höhe von $ 100 000.— errichtet. STATT KARTEN F:r die anlässlich unserer VERMAEHLUNG so zahlreich erwiesenen Aufmerksamkeiten danken allen herzlich FREDI S. ROTH ANA E. BENGHIAT de ROTH Nahuel Huapf 2920 LUACH — (KALENDE Freitag, den 28. Juli HERZLS TODESTAG (1904) Sonnabend, den 29 Juli Schabbat MATOT (Nüm 30, 2) Haftara: Jeremias 1:1 — 19 2 1 — Sonntag, den 30 Juli Montag den 31. Juli Dienstag den 1. Auguet Mittwoch, den 2. August Donnerstag, den 3. AdguSi Freitag . den 4. August Sonnabend, den 5. August Schabbat MASE (Nüm 33:1) Haftara Jeremias 2 4 — 28 Rösch Chodesch-Benschen Sonntag den 6. August Montag, den 7, August Rosch Chodeseh Dienstag, den 8. August Mittwoch, den 9 August Donnerstag, den 16. August R) 20. Tamos 21. ramus 4 22 Tamus 23 Eamus 24 Eamus 25 Tamus 26 Tamue 27 Tamus 28. Eamus 29 Tamus 1. Tw 2 AW 3. Aw 4. AH