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Jüdische Wochenschau · 1967-07-28 · 2228 (28.7.1967) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2228 (28.7.1967)
Date
1967-07-28
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 28 de Julio de 1987 LA SEMANA ISSAELITA Año XXVIII. — N* 2228 — 3 Das eisige Schweigen Eine kleine Nachricht, die su einer versteckten Stelle in der grossen Tagespresse erschien, beleuchtete blitzartig, ■ also kurz und hell, die düstere Situation unserer allgemein i neu Weltpolitik. Aus Aden wurde gemeldet, dass ägyptische Truppen über die Armee der yemenitischen Royalisten entscheidende Erfolge erzielt haben würden. Die meisten Leser, sollte ihr Blick überhaupt auf diese Stelle gefallen sein, gingen mit einem Achselzucken über diese Mitteilung hinweg. Man liest so viel in den letzten Wochen über Aegypten, die Araber und deren Kämpfe, dass man die- «e Art von Informationen schon gamicht mehr beachtet. Dennoch dürften diese wenigen Zeilen hinreichenden Stoff geben, um sozusagen Bücher zu schreiben... Da haben wir eine internationale Körperschaft, die Vereinten Nationen, die ohne jede Re. aktion die Dinge in diesem Teil der Erde treiben lassen, die soger gestatten, dass ein Land von einem anderen besetzt wird, die nichts dagegen ein wenden, dass Krieg geführt wird, und die sogar ruhig bleiben, wenn Gasbompen fallen und unschuldige Bevölkerungen auf diese „verbotene“ Weise liquidiert werden. Dass Nasser Gas verwandte, um sich im Yemen nach seiner blamablen Niederlage im Mittleren Osten zu rehabilitieren, dass er auch vorher schon Gasbomben benutzte, um die „Royalisten“ im Yemen zu schlagen ist eine unbestrittene Tatsache. Aber die UN, ihre Vollverven B. B. SAMUEL Sammlung und der Sicherheitsrat, veranlassten nichts. Nur weil es sich um Nasser handelte?, wird man nicht ohne Fug fragen. Nein, durchaus nicht deswegen allein sondern weil „höhere“ Interessen, vor allem der Russen und der Amerikaner, auf dem Spiel stehen. Wie ver- Kosygin allerdings noch ohne den gewünschten Erfolg versucht. Beim ersten Mal wollten die USA die lästige Konkurrenz der Engländer und Franzosen im Mittleren Osten definitiv ausschalten, das zweite Mal bemühte sich Kosygin darum, den mühselig gewonnenen Einfluss der den Amerikanern keine Zeit, sich an ihre eigenen Grundsätze, an Demokratie, an Gerechtigkeit, an die Normen des Rechts zu erinnern. Sie sind alle bereit, jeden Preis für den Frieden im Mittleren Osten zu zahlen, aber knüpfen hieran zwei Bedingungen : erstens ihr eigener Vorteil muss berücksichtigt werden, zweitens den Preis hier- LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPEND1 ENTE Bs. Aires - PUEYRREDON 2190, i* izq. - 83-2613 20. Tamus 5727 28- Juli 1968 Blick auf die Altstadt Jerusalems, im Vordergrund die weltbekannte Omar-Moschee mit ihrer goldenen Kuppel MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäfte mit der grössten Auswahl SARMIENTO 1147 T. E 35 - 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Yriunvirato Zahlungserleich ternngen Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung worfen die Politik unserer Zeit ist, kann man gerade an diesem Beispiel einer unscheinbaren Zeitungsnotiz ermessen. Aegypten ist ein wichtiges Land, glauben Amerikaner und Russen, und können sich sich garnicht genug darin überbieten, um die Gunst Nassers, jenes Tigers aus Papier, wie die Israelis ihn nennen, in einer abs tossenden Weise zu buhlen. Wiederum waren es die Grossmächte, die Nasser auf seinem wankenden Thron hielten, als er nunmehr zum zweiten Mal von Zahal, der israelischen Verteidigungsmacht, entscheidend geschlagen wurde. Aber die schmutzige Arbeit, die nach dem 1. Sinai-Feldzug (1956) USA-Präsident Eisenhower machte, um Israel um die Früchte seines Sieges zu bringen, wurde diesmal von ALFREDO STERN MALERARBEITEN FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN VIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tel.: 76^9088 Teppichhaus - M. 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Im Taumel der eigenen Illusionen vergessen die Russen ihre Prinzipien, ihre Parolen von Freiheit und Gerechtigkeit, die ihnen ohnehin nur als Aushängeschild dienen. In seinem Hass oder in seiner Abneigung gegen die Amerikaner vergisst de Gaulle, dass er nur ihnen seine Existenz und den Wiederaufstieg Frankreichs zu verdanken hat. In ihren Anstrengungen zur Verteidigung ihres eigenen Einflusses im Mittlerer Osten und der Millionengewinne aus den Petroleumgeschäften bleibt JUNCAL Crédito Ltda. Die Sparkasse des zentraleuropäischen Sektors Cooperativa de Sociedad Montag bis Freitag von 12 bis 15 Uhr A R A 0 Z 2854 T. E. 71-9059 BUENOS AIRES für sollen die anderen zahlen, wobei es nicht interessiert, ob „die anderen“ die Araber oder Israel sein sollen. Der Hinweis auf die Gasbomben im Yemen dürfte lehrreich sein. Mit dem gleichen eisigen Schweigen sind die UN und die sie stützenden Grossmächte über die Drohungen Nassers, Shukeyris, Husseins und anderer geschlagener arabischer Grössen hinweggegangen, in der festen Absicht, für ihre eigene Ruhe den Preis israelischer Sicherheit zu bezahlen. Mit dem gleichen eisigen Der Papst in der Türkei Washington. — Aus Stambul verlautete, dass Papst Paul VI. den Präsidenten der Türkei und andere türkische politisene Führer ersucht hat, um eine Vermittlung zwischen Arabern und Israelis bemüht zu sein. Der Papst unternahm die Reise in die Türkei, um über die christliche Einheit, den Frieden im Mittelosten und das Schicksal der Stadt Jerusalem Gespräche zu führen. (ITA) Schweigen sahen die UN und ihr Sicherheitsrat, — liess: die Grossmächte —, dem Aufmarsch der arabischen Heere an allen Grenzen Israels zu, ohne dass sie eingegriffen hätten oder einen entscheidenden Schritt unternahmen, um den Ausbruch des Krieges zu verhindern. Zu allen den vielen arabischen Drohungen, Reden, Aufmärschen, Mobilisierungen, Störungsversuchen, Ueberfällen und sonstigen gegen Israel gerichteten Massnahmen bewahrten sie alle ein eisiges und unverantwortliches Schweigen. Das Schweigen wurde auch noch nicht gebrochen, als die ersten Schüsse fielen. Nein, sie warteten erst einmal ab, welche Stellung einzunehmen ratsam sein würde. Die Russen meldeten sich lärmend just in dem Augenblick zu Wort, als die Niederlage der Araber feststand Dann begannen sie, mit dem Finger auf Israel zu zeigen und zu behaupten, Israel sei der Angreifer. Bis auf de Gaulle und einige andere, gezählte Ueberschlaue antworteten dieses Mal wie noch niemals zuvor die ganze Welt, jeden, falls alle freien Völker, einmütig und einstimmig mit ei nem „Nein“. Nicht Israel ist der Angreifer, sondern die Araber sind es unter Führung von Nasser und mit Unterstützung gro.sser Teile der kommunistischer' Welt. Hunderttausende protestierten auf den Strassen von Paris, das französische Volk jubelte über Israels Sieg, den es als den Triumph der Gerechtigkeit betrachtete, nur der alte, einsame störrisch« Präsidenten - General wo»lta von nichts wissen .. Charakter und Mut fehlten, um dem militärischen Erfolg auch d'e moralische Zustimmung aller freiheitlichen Nationen zu leihen, deren Existenz und Zukunft von Israel gegen die Kräfte der Vernichtung, der Unterdrückung, der Gewalt und des Unrechts verteidigt worden ist. Wenn die anderen das Schweigen nicht bcechen, wir werden und wir müssen reden, um nicht allein dem Recht, sondern auch der Wahrheit zum Durchbruch und zum Sieg zu verhelfen. (miaWKm*! CAJA POPULAR DEBELGRANO COOPERA TtV* 0E CREDITO LT0A, DESDE 193Z MERECE SU CONFIANZA 'CUSA CENTRAR ÍMtÑABAR 2%$ fkCENCIA-N* t) CABILDO'310Z 4sq. IBERA ■AGENCIA.,«*? CORRIENTES #94-P. t* esq. PASTEÓ» Horario. 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