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Jüdische Wochenschau · 1967-07-28 · 2228 (28.7.1967) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2228 (28.7.1967)
Date
1967-07-28
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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r K — Viernes, de Julie de 1967 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Neue Gipfel-Konferenzen f (Schluss von Seite 1) eher)ich die Sowjets — sehr Su ihrem Nachteil — zu ei- J»er radikalen Politik zwang. Noc-h tiefer geben die Differenzen im arabischen La- Rer selbst, wie dies aus der Zusammensetzung der verschiedenen kleinen und grösseren Gipfelkonferenzen hervorgeht. Plötzlich trat vor altem der Ben Bella-Naohfolfcer Houari Boumedienne. der Präsident Algeriens, auf den Plan, der noch immer für ei- Be Fortsetzung des blutigen Krieges eintritt: die Araber traben eine Schlacht, nicht Aber den Krieg verloren. Dabei ist sicher, dase algerische Fii^;verbände in die Kämpfe auf der Sinai-Halbinsel (Während des Seehs-Tage- (Krieges erfolglos eingegriffen haben. Ein anderer Scharfmacher Ist der irakische Präsidenten- General Aref, dessen Truppen in Syrien gekämpft haben. der sich aber nicht entschliessen konnte, aus Gründen der inner-arabischen Politik dem bedrohten t-ransjordänischen König Hussein zu AJiife zu eilen. Auch der Dritte im Bunde der Radikalen, jyon denen Nasser als GE- 3MAESSIGT bezeichnet wird, Ist der Präsident des Sudan. -Bemerkenswert dürfte die Tatsache sein, dass diese drei Länder — Algier, Irak und Sudan — keine gemeinsamen Grenzen mit Israel haben. Zu diesen drei Araberstaaten, die den Versuch machen, die Feindseligkeiten iortzusetzen, gesellt sich vor allem das Scheichtum Kuwait. das durch seine ungeheuren Petroleumschätze zu den reiehsten Ländern der Erde zählt. Auch Kuwait will den Krieg fortsetzen, da die ,.arabische Nation über ausreichende Mittel verfügt, um In einem langen Krieg fhre Sire wiederherzustellen“, wie Kuwaits Ministerpräsident Bheik Jaber Al Ahmed vor Dr. FREY ABOGADO PUEYREEDON 2190 1® Izq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter _ REPARATUREN Spezialqeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49.5850 PROPIEDADES FRANKENBERG S. & L Derät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf odei Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSEBN VIRREY OKI PINO 2262 r E. 73-78*7 der Presse erklärt hat. Al Ahmed meinte, alle Nationen der Erde sollten wissen, dass ,,wir für den Einsatz in der Endschlacht noch mehr wirtschaftliche und psyebologi. sehe Waffen verfügbar haben“. — Kuwait, das nur wegen seines Petroleum-Reichtums beachtet wird, hat nach der arabischen Niederlage eine aktive Haltung eingenommen und die westlichen und afroasiatischen Länder, die eine Stimme im Sicherheitsrat haben, vor einer anti-arabischen Stellungnahme gewarnt. Kuwait hat angekündigt. es werde seine ganze Streitmacht, 5.000 Mann mit 150 Centurion-Panzern und Panzerschützen wagen, nach Syrien und Transjordanien verlegen. Nach Aegypten sollen Kuwait-Soldaten tatsächlich in Flugzeugen transportiert worden sein. Kuwait schloss seinen Pavillon auf der Weltausstellung in Kanada und hat als erstes arabisches Land nach dem Ausbruch der Feindseligkeiten eine Kriegserklärung gegen Israel abgegeben. Mit 25 Millionen (engl.) Pfund hat Kuwait auch den bisher grössten Kriegsbeitrag zugunsten der Aegypter geleistet, ausser den laufenden Zahlungen der Scheichs und ihrer reichlichen Sachspenden für die arabischen Flüchtlinge. Aber Kuwait hat trotz der Beweise eines fanatischen Arabertums nicht denselben Kurs wie etwa Syrien und andere Länder gesteuert. Es hat entgegen einer von Damaskus ausgegebenen Parole die Petroleum-Anlagen nicht zerstört und dafür gesorgt, dass keine westliche Macht verärgert wird. Denn Kuwait folgt nicht der roten Linie Aegyptens und Syriens, sondern pflegt seine westlichen Beziehungen, die es nicht abbrach, wie es die übrigen Araberländer getan haben. Wenn man die allgemeine internationale Konstellation des Ost-West- Konfliktes auf die arabischen Verhältnisse übertragen will so stehen Trans jo rdanien, Saudi Arabien und Kuwait gemeinsam mit einigen anderen Scheichtümem am Persischen Golf zum Westen, während vor allem Aegypten und Syrien, aber auch Irak und andere Staaten den Ostkurs — wenn auch mit Vorbehalten — mitmachen. Nach dem Scheitern aller Bemühungen vor den UN und der Besprechungen auf den vielen arabischen Konferenzen hat man sich auf die Suche nach dem Schuldigen be- Ihr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUSE T. E. 76 5842 geben und gleich zwei Länder gefunden, gegen die sich die kommunistischen Elemente unter den Arabern wenden: das sind die Könige von Transjordanien und Saudi Arabien, die keinesfalls die gleiche Haltung während des bewaffneten Konflikts und der grossen Krise nach der arabischen Niederlage eingenommen haben. Hussein, der König in Amman. hat den unverzeihlichen und nicht wiedergutzu - machenden Fehler begangen, ohne ernsteren Grund im letzten Augenblick die abenteuerliche Politik Nassers gutzuheissen und sich dem Kriegsplan des ägyptischen Diktators, der sem Erbfeind ist, anzuschliessen. Hussein glaubte den Versprechungen Nassers und wollte mit von der Partie sein, wenn „die Juden ins Meer geworfen werden“. Der transjordanische Staat, der nach dem Befreiungskrieg Teile Cisjordaniens okkupiert hatte, die jetzt befrei.' worden sind, lebte im wesentlichen von britischen Subventionen und dem immer grösser werdenden Strom des Fremdenverkehrs zu den Heiligen Stätten in Jerusalem. Das Erwachen Husseins aus den Illusionen, die Nasser ihm vorgaukelte, war bitter. Er musste bald erkennen, dass er vom Osten keine Hilfe zu erwarten hat. Eimusste die Gewissheit haben, dass nicht nur sein Thron, sondern auch sein Land von den Kommunisten liquidiert werden würde. Deshalb erklärte er sehr bald, er habe keine englischen oder amerikanisehen Flugzeuge gesehen, die am Krieg teilgenommen haben, die erste Bemerkung, mit der die arabische „Einheitsfront“ durchlöchert worden ist. Aber Hussein musste einen Schritt weiter gehen und arabischen Unterhändlern mitteilen, dass er sich um Hilfe an den Westen wenden werde, falls er keine Unterstützung von ihnen bekommt. Aber wer sollte ihm beistehen, nachdem die Russen auch nicht auf Umwegen hierzu bereit waren? Dem sauditischen König werfen die Araberführer vor, er mache auch feiternin seine Oelgeschäfte mit den Amerikanern, obwohl er doch alle Lieferungen einstellen wollte. Da jedoch niemand bereit und imstande ist, das sauditische Oel abzunehmen oder einen Ersatz für die Verluste zu zahlen, hält Saudi Arabien seine Beziehungen mit dem Westen aufrecht zumal er weiss, dass auch er — ähnlich wie der König Hussein — auf der schwarzen Liste des Ostens steht. Im übrigen führt Nasser auch jetzt noch einen blutigen Krieg im Yemen, der sich gleichzeitig gegen Saudi-Arabien richtet... Die arabische Brüderschaft hat schwere Löcher. Ben Bella-Nachfolger Bou- HILFE FUER OPFER Jerusalem. — Der Magen David Adom spendete 300 Einheiten Plasma und Apparate für Bluttransfusionen für die Opfer des Erdbebens in der Türkei. Die Sendungen wurden per Flugzeug auf den Weg gebracht, nachdem der Türkische Halbmond um Hilfe bei der Rettung der Opfer ersucht hatte. — (ITA) medienne diskutiert eifrig mit Nasser über die Wiederaufnahme und Fortsetzung der Feindseligkeiten. Der algerische Staatschef war inzwischen auch in Moskau, um dort zu antichambrieren. Konkrete Ergebnisse wurden nicht gemeldet. Dann kehrte er wieder nach Kairo zurück, aber Nasser versuchte vergebens, ihn zur Aenderung seiner „harten Linie" zu bewegen, die Nasser aufzugeben bereit sein soll. Das bedeutet noch nicht, dass er wirklich Israel anerkennt. Aber den Tatsachen gegenüber muss Nasser eine reale Stellung beziehen, wenn er sein Land aus der schweren Krise retten will, in welcher sich Aegypten nicht erst seit seiner letzten Niederlage befindet. Die Berichte neutraler Beobachter über die läge in Aegypten stimmen darin überein, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht zu meistern sind. Nasser soll eingesehen haben, dass unter den veränderten Umständen eine neue Finanz und Wirtschaftspolitik erforderlich ist. Er hat aus diesem Grunde zwei Minister zurückgerufen, die von ihm wegen ihrer oppositionellen Haltung gegen seine Innenpolitik erst vor einigen Monaten entlasser worden waren. Durchgreifende Spar- und Zwangsmassnahmen sind angekündigt, die sicherlich nicht dazu beitragen werden, die Popularität Nassers zu fördern. Eier internationale Währungsfonds hat einen bereits zuge sagten Millionen-Kredit nicht gezahlt. Die Hilfe der arabischen Länder zugunsten Aegyptens, vor allem durch Kuwait, Irak (?), Algerien und den sauditischen Exkönig Saud, reicht nicht aus, um die Krise zu überwinden. Amtierender König Feisal von Saudi Arabien ist zu keiner Unterstützung wegen des Yemen-Konfliktes bereit. Aber die Hilfsmassnahmen können die neuen Verluste nicht ersetzen, durch welche die lange bestehende wirtschaftliche Krise Aegyptens noch verschärft wurde: durch das Fehlen der Gebühren für die Suez-Durchfahrt, durch den Ausfall der Touristik und der Oeleinnahmen. Nach offizieller Mitteilung beläuft sich der durch diesen Ausfall bedingte Schaden auf rund 35 Millionen Dollar im Monat. Alle sind sich jedoch darin einig, dase die Wirtschaftskrise in Aegypten nur dann überwunden werden kann, wenn der Frieden bergestellt wird. An dieser Tatsache werden Gipfelkonferen. zen nichts ändern. Dass Israel bereit ist, mit AH» VXVni _ W» S«8 LA SEMANA ISRAELITA Semanario Aparece los Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amolde W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190, 19 izq T. E 83-2613 Abono-Preise Argentinien: $ 1.000.— pro Jahr Ausl. $ 1.500,— jährl. den arabischen Ländern zu® Abschluss eines dauerhafte« Friedens und zur Verständigung zu gelangen haben die verantwortlichen Männer Israels immer wieder betont. Ora. Juana Nevler de Neuburger MEDICA DEL HOSPITAL SA LA BERRY ENFERMEDADES DE SEÑORAS GINECOLOGIA — NUTRICION ENFERMEDADES GLANDULARES TUCUMAN 141 Piso 3* Oto. H. 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Der französische Industrielle ist Präsident des Unternehmens SNCMA in Frankreich, in dem Turbomaschinen für verschiedene Typen von Flugzeugen und Hubschraubern hergestellt werden. Shidlovsky hat die technische Basis erfunden, auf der die Mehrzahl der modernen Jets gebaut wird. (ITA) CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I. BlumenfeW (Director) Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencias Medicas de Buenos Aires. UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES J. E. URIBURU 285 41 2331 — 2240 47-5875 Dr. Bernardo SCHWARC2 ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-8211- RAYOS X PARADENTOSF TELEF. VORANMELDUNG Dr. DERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. 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