Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2227 (21.7.1967)
- Date
- 1967-07-21
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
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— Vient««, M «e Joli* de 1M7 J t) D I 8 C ■ B WOCHENSCHAU AA» XXVII». — N» 2»g| Nahost-Krise noch ungeloest (Schluss von Seite 1) israelische Bevölkerung, der man immer Mangel an Gottglauben vorwarf, nach Jerusalem zog, um an der Klagemauer zu stehen, Orthodoxe ¡und Freidenkende, Gesetzestreue und Reformierte, Rabbiner, Politiker, Soldaten, Gelehrte und einfache Menschen, Männer, Frauen und Kinder,.. Das ist unser Jerusalem, und deswegen ist Jerusalem Unser. V. UN-Begehren Die Generalversammlung der UN hat erst kürzlich wieder verlangt, dass die von der israelischen Regierung getroffenen Massnahmen der Wiedervereinigung der ganzen Stadt Jerusalem rückgängig gemacht werden sollen. Dieser Beschluss ist. so paradox dies klingen mag. weltfremd, — fremd unserer Welt. Die hierfür gebrauchten politischen Argumente übersehen nicht nur diesen besonderen Status der innigen Verbindung zwischen Israel und dieser Stadt, sie gehen auch über die Tatsachen hinweg, die durch den An. griff der Transjordanier auf die neue Stadt und den hierdurch ausgelösten Kampf ge schaffen worden sind. Oder wollen die UN behaupten, dass die Israelis die Schlacht um Jerusalem begonnen haben? Am 27. Februar 1919 wurde die zionistische Delegation vor die Friedenskonferenz (nach dem Ersten Weltkrieg) gerufen. Auf die Frage des amerikanischen Delegierten lansing, was die Zionisten ■unter „nationaler Heimstätte“ verstehen, antwortete Weizmann: „Die Schaffung solcher Bedingungen in Palästina. dass Palästina genau so jüdisch sei wie Amerika amerikanisch oder England englisch“. — Mit dieser Er- Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 219G l9 izq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Speziaîgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49.5850 PROPIEDADES FRANKENBERG S. R- L. oerät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf odei Verkam von GESCHAFFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DE! PINO ¿26?. T. B. 73-78*7 klärung gaben sich Lansing. Lord Balfour und der italienische Vertreter Sonnino zufrieden. Zu einem Lande, das genau so jüdisch ist wie Amerika amerikanisch oder England englisch, gehört auch die Hauptstadt, also Jerusalem. Die Teilung der Stadt hat sich nicht nur als ein Unrecht gegenüber dem Staat Israel und dem jüdischen Volk erwiesen, sondern auch als eine unpraktische Lösung, wie die Teilung irgendeiner anderen Stadt nur Anlass neuer und ständiger Auseinandersetzungen ist. VI. Internationalisierung? Die Forderung nach Internationalisierung der Stadt Jerusalem. — hierbei ist die Altstadt gemeint, — oder nach Internationalisierung der Heiligen Stätten, wie dies der Papst vorgeschlagen hat. ist nicht gerechtfertigt. Auch die Internationalisierung der Stadt oder Teile der Stadt bietet keine brauchbare Lösung. Abgesehen davon, aus welchen Gründen sich der Vatikan jetzt erst für die Inter nationalisierung der Heiligen Stätten einsetzt und nicht schon früher, ist Israel ein Garant dafür, dass der freie Zugang zu den Heiligen Stätten aller Weltreligionen jedem Pilgerer offensteht. Im Laufe der 19jährigen Geschichte des Staates Israel wurde nicht ein einziger Fall bekannt, dass Israel nicht den Christen oder Mohammedanern in seinen Grenzen die freie Religionsausübung gestattet hätte. Warum hat die Welt auch jetzt noch geschwiegen, als die Profanierung des alten jüdischen Friedhofs in Jerusalem durch die Arabische Legion bekannt wurde, die sich nicht scheute, die alten JACOB LAPIDUS dipt. Mohel NEUE ADRESSE V1AMONTE?037 4» B 46-1716 und 48-2124 MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 Ihr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUSE T. E. 76 5842 Grabsteine als Baumaterial — wie einst die Nazis es taten — zu verwenden? Der israelische Vorschlag über die Heiligen Stätten, der dem Repräsentanten des Papstes unterbreitet worden ist. dürfte bei nüchterner Betrachtung für alle dann akzeptabel sein, wenn man politische Gesichtspunkte ausschaltet. — VII. Traurige Rolle Eine traurige Rolle bei der Entwicklung des Nahost-Konfliktes haben die UN. vor allem der Verwaltungsapparat der UN unter Leitung seines Generalsekretärs U Thant gespielt. Die voreiligen Massnahmen, die U Thant auf einseitiges Ersuchen Nassers gegen die klaren Bestimmungen der UN-Satzung getroffen hat, sind in einem breiten Umfang für den Ausbruch des kriegerischen Konfliktes verantwortlich. Aus politischen Gründen ist man bisher auf diesen Sachverhalt nicht hinreichend eingegangen, da inzwischen andere Probleme in den Vordergrund gerückt sind. Dass die UN ihrer Aufgabs zur Aufrechterhaltung des Friedens nicht gerecht wurden, ist durch den Gang der Ereignisse erwiesen. Dass die UN - Schutztruppen nach Ausbruch des israelisch-arabischen Krieges keine neutrale Haltung eingenommen haben, sondern in mancher Beziehung ähnlich der britischen Mandatarmacht versuchten, den Arabern Vorteile zu verschaffen, wird einer späteren Dokumentation überlassen bleiben müssen. Jedenfalls wird immer klarer, dass die UN nicht imstande sind, den Frieden herzustellen oder auch nur dafür zu sorgen, dass die Waffenruhe bewahrt wird. Flieden wird herrschen, wenn die UN selbst die Initiative übernehmen, um die arabischer Länder zu veranlassen, in direkte Friede nsverhand 1 u ngen einzutreten. Solange aber weiterhin die arabischen Kriegsdrohungen und Hetzreden geduldet werden, liefern die UN selbst das Material dafür, dass die Unruhen und Unsicherheit im Nahen und Mittleren Osten anhalten. Inzwischen aber geht Israel konsequent seinen Weg, um wenigstens die Norrnalisierang seines Lebens innerhalb seiner Grenzen vorzunehmen, um durch Arbeit und Aufbau den Weg für einen vernünftigen Frieden zu bereiten. JUDIYH SCHENKOLEWSKI kultusstickereien Schabbosdecker TaDisbeutel Käppchen Mar zot-Tascbep Hand one Maschrienstickere) von Bettand riscowSscac Di P. L RIVERA 258: (fr Bebedero) T. E Í3-4155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categorr SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 76.0286 3296, esq. COND! 73-1048 Lebenslaenglich Der von Zeugen als „Bestie von Galizien'' beaeichnete 45jährige Bäckergeselle und ehemalige SS-Mann Philipp Mensinger aus Neurath bei Karlsruhe ist nach dreimonatiger Verhandlung vom Bremer Schwurgerioht wegen Mordes in acht Fällen zu lebenslänglich Zuchthaus und Ehrverlust verurteilt worden. Als Angehöriger der SS- Wachmannschaft der galizisohen Zwangsarbeitslager Drohobycz und Boryslaw hatte er nach den Feststellungen des Gerichts im Frühjahr und im Sommer 1943 insgesamt acht Juden, darunter einen 13jährigen Jungen, aus Mordlust und Rassenhass ohne Befehl erschossen. Das Gericht entsprach mit dem Urteil dem Antrag des Staatsanwalts. Die Verteidiger hatten Freispruch aus Mangel an Beweisen beantragt. Mensinger war nach Zeugenaussagen von allen Lager Insassen gefürchtet, weil er ständig auf versteckte Kinder und geflüchtete Juden Jagd machte und bei jeder sich bietenden Gelegenheit zur Pi6tole griff. Er liess sich Im Lager als „Herr Chef* anreden und misshandelte mit einer Reitpeitsche immer wieder wehrlose Frauen und Männer. Der Angeklagte bestritt bis zuletzt, jemals einen Juden aus eigenem Antrieb erschossen zu haben. Er will von den 40 Zeugen, die ihn als den schlimmsten SS-Mann der beiden Lager wiedererkannten, mit anderen SS-Leuten verwechselt worden sein. Das Gericht schloss diese Möglichkeit jedoch aus. Mensinger war am 25. März 1965 in Neureuth bei Karlsruhe festgenominen worden, »1* sein Name im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den 64jährigen ehemaligen SS - Obersturmführer Fritz Hildebrand immer wieder auftauchte. Hildebrand war als Lagerkommandant von Drohobycz und Boryslaw Mensingers Vorgesetzter. Er steht seit Juni vorigen Jahres wegen seiner Beteiligung an den Verbrechen vor einem anderen Bremer Schwurgericht. Der Vorsitzende des Schwur gericht« erklärte in der Urteilsbegründung, während des Prozesses hätten sich schwerwiegende Verdachtsmomente und sogar schlüssige Beweise dafür ergeben, dass Mensinger noch 15 Juden aus eigenem Antrieb erschossen und an mehreren Massenexekutionen in einem Waldstück bei Drohobycz teilgenommen habe. Der frühere SS-Mann habe sich als damals 21-Jähriger kritik- und mitleidlos an den Vernichtungs-Aktionen gegen die Juden beteiligt und jeden geringfügigen Verstoes gegen die Lagerordnung mit unmenschlichen Misshandlungen oder sogar aus eigenem Ermessen mit dem Tode bestraft. Der Vorsitzende verwies in diesem Zusammenhang auf zwei besonders krasse Fälle So hatte Mensinger im Mai 1943 im Lager Drohobycz einen Juden bei einem Appell mit den Worten zu »eh herangerufen: „Du hast eine Glatze, da wird dir die Kugel nicht wehtun.Als der Mann vortrat, streckte ihn Mensinger mit einem Kopfschuss grundlos nieder. Im Juni 1943 spürte Mensinger einen 13jährigen Jungen unter einem Bett im Lager Drohobycz auf. Der Junge war einer Massenexekution ent kommen, bei der seine Eitern LA SEMANA ISRAELITA Semanario Aparece los Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Arnetde W. B. Swaraensky Pueyrredón 2190, 19 izq. T. E 83-2613 Abono-Preise Argentinien: $ 1.000,— pro Jahr Ausl. % 1.500.— jährl. ermordet worden waren, und hatte dort Unterschlupf gefunden. Trotz der flehentli. <£ien Bitten der Angehörigen erschoss Mensinger den Jungen. Aegyptische „Siegesmarken“ London. — Die ägyptische Regierung hat „Siegesmarken“ drucken lassen, die anscheinend vor Kriegsbeglnn herausgegeben wurden. Verschiedene Empfang«- erhielten in England mit diesen Marken frankierte Briefe, die Nasser inmitten von Arabermassen zeigen, welche Zusehen, wie der Staat Israel von Flammen verzehrt wird — (ITA) Sozialistische Schülerorganisation Fra:ikfurt.. — Etwa 40 Schüler und Schülerinnen aus 17 Städten cb-i Bundesrepublik haben *r Frankfurt ein „Aktionszentrum unabhängiger und .jozialistischer Schüler“ (AUSS> gebildet. Nach Angaben des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes in dessen Händen auch die Organisation des Schülertreffens lag, haben sich vor allem Oberschüler der Gemeinschaft angeschlossen. Als Ziele der Scliüleror ganisation wurde die Demokratisierung der Schu e und der Erziehung sowie die politische Bewusstseinsbildung unter den Schülern genannt ' AWZ) Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 228:i - 76-82U- RAYOS X PARA DENTOSE TELEF. V ORAN MELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saomtliehor MALERARBEITEN II' T CUERA 1915 — T. E. 58 4052 Dra. Juana Nevler de Neuburger MEDICA DEL HOSPITAL SALABERRY ENFERMEDADES DE SEÑORAS GINECOLOGIA — NUTRICION ENFERMEDADES GLANDULARES TUCUMAN 141 - Piso 3’ Dto. H. T. E. 31-3889 y 69-8477 Consultas: Martes, Jueves y Sábado« de 15 a 19 horas CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I. BlumenfeM (Director) Jefe de) Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencias Médicas de Bueno« Aires. UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES I. E. 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