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Jüdische Wochenschau · 1967-07-14 · 2226 (14.7.1967) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2226 (14.7.1967)
Date
1967-07-14
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, (4 de JhIm de 1967 LA SEMANA I § I A K LI T A Año XXVIII. — N* KM Die Schlacht von Jerusalem Drei Tage lang verwandelte sich Jerusalem in ein Schlachtfeld und widerstand dem Angriff mit Entschlossenheit und Heldenmut. Es war nicht (laus erste Mal, dass die Bewohner der Stadt sich zur Wehr setzen mussten. Die lange Belagerung im Befreiungskrieg bildet ein unvergessliches Kapitel von Leiden und Heroismus in den Annalen Jerusalems. Ein Jerusalemer, dessen Familie seit ßenerationen dort wohnt, sagte: ..Jerusalem ist fest wie ein Fels, und seine wechselnde Geschichte hat seine Männer und Frauen unbesiegbar gestaltet.“ Die Vorbereitungen für die Verteidigung begannen schon mehrere Wochen vor dem Ausbruch der eigentlichen Feindseligkeiten, In der Stadt herrschte eine Atmosphäre grimmiger Entschlossenheit. Nach der Teilmobilmachung, der die allgemeine Mobilmachung folgte, lagen die Strassen verödet und leerten sich Kinos und Vergnügungsstätten. Die Bewohner, die sich an die Belagerung erinnerten, begannen sich auf Ähnliches, wenn nicht Schlimmeres vorzu bereiten. Trotz des zu erwartenden Kriegsaus, bruches erhielten noch eine erhebliche Zahl von Soldaten kurz vorher einen Urlaub, so dass viele Menschen sich damit trösteten, dass ,,wenn etwas geschehen sollte, dies erst in ©in oder zwei Wochen der Fall sein werde“. Doch ganz plötzlich, am Morgen des 5. Juni, erfuhr das Land die Nachricht von der ägyptischen Aggression und dem Beginn des Krieges. Kaum hatte sich Jerusalem mit dem Gedanken vertraut gemacht, dass der Krieg ausvon einem Somierkorrespondenten MOEBELHAUS WATERMANN Das Hau« der 3 Geschäfte mit der grössten Auswahl SARMIENTO 1147 T. E 35 . 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Zahlungserle¡chterüngen Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung gebrochen war, da begannen schon die Kanonen, von der Mauer der Altstadt her Peu er zu speien. Auch am Tag zuvor waren schon wie Vorboten der nahenden Gefahr ^sporadische Schüsse von den transjordanischen Positionen aus gefallen. Aber als der wirkliche Angriff einsetzte, herrschte weder Furcht noch Panik. Die Stadt glich einem Bienenhaufen, und ihre Bewohner waren fieberhaft beschäftigt, die letzten Notn lassnahmen zu beenden. Die Reservisten wurden aufgerufen, sich in ihren Stellungen zu melden, und die Behörden der Zivilverteidigung waren bereit, Notfällen zu begegnen. In den Häusern wurden die letzten Vorbereitungen für die Abwehr von Angriffen aus der Luft getroffen und auch dann weiter fortgesetzt, als die ersten Gebäude von transjordanischen Mörsern getroffen und zahlreiche Einwohner verwundet wurden. Der Alarm wurde zum ersten Mal gegen 11 Uhr vormittags gegeben Zwei Tage lang herschte in der Stadt fast ununterbrochen Alarmzustand. Die Zivilisten begaben sich in die Unterstände, welche durch Sandsäcke abgedichtet waren und schon wochenlang vorher gebaut wurden. Auch öffent. liehe Luftschutzkeller waren von den Behörden für die Zivilverteidigung in der Woche, die dem Krieg voranging, vorbereitet worden, und in den Strassen zeigten Pfeile den Weg dorthin an. Es muss bemerkt werden, dass alles plangemäss funktionierte. Das ernsteste Problem in den ersten Stunden des Kampfes war der Rückweg der Kinder aus den Schulen und Kindergärten in ihre Wohnungen. Aber auch diese Aufgabe wurde von Lehrern und Eltern in den kurzen Zwischenräumen, in denen die Kanonen schwiegen, gut gelöst. Der Unterricht in den Schulen wurde unterbrochen, und alle Schüler der höheren Klassen der Sekundarschulen fanden sich auf den Posten ein, die ihnen, besonders in den Hospitälern, angewiesen worden waren. So wurde jede zur Verfügung stehende Arbeitskraft in der Stadt für zivile Dienste mobilisiert. Die Menschen, welchen keine besondere Arbeit zugeteilt worden war, stellten sich in den Krankenhäusern, bei der Stadtverwaltung und den Stationen der Zivilverteidi- ALFREDO STERN MALERARBEITEN FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN VIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tel.: 76"9088 gung, um ihre Hilfe anzubieten. In der Zwischenzeit nahm das Bombardement der Stadt seinen Fortgang. Auf den Strassen war keine Seele zu erblicken, nur hin und wieder in schneller Fahrt ein vereinzeltes Auto oder irgendein Mensch, der sich herausgewagt hatte. Die Zivilisten, die verwundet wurden, waren Leute, die die Luftschutzkeller verlassen hatten. Am ersten Tag waren die Nachrichten, die stündlich durch Rundfunk verbreitet wurden, kurz und enthüllien keinen der errungenen Siege. Trotzdem fühlten sich die Jerusalemer durch die Tatsache erleichtert, dass die Knesset zu einer ordentlichen Sitzung zusammengetreten war und der Premierminister bei dieser Gelegen, heit das Wort ergrifen hatte. An die erste Nacht der Schlacht von Jerusalem werden sich die Bewohner ihr Leben lang erinnern. Der Kanonendonner, das Bombardement und die Explosionen waren in unaufhörlicher Folge zu hören und von dem ohrenbetäubenden Motorengeräusch der Flugzeuge begieitet, die im Tiefflug über die Stadt dröhnten. Am nächsten Tag war noch Kanonendonner wenn, auch weniger intensiv zu hören, denn viele transjordanische Militärposten waren inzwischen zum Schweigen gebracht worden. In den Strassen sah man schon mehr Menschen und Autos, doch alle Geschäfte, auch die Lebensmittelläden blieben geschlossen. Dagegen arbeiteten die Bäckereien während der Nacht, un l das Brot wurde von Lastautos in den Strassen an die Bevölkerung verteilt. Trotz des ununterbrochenen Feuers zweifelten die Jerusalemer nicht, dass das Schicksal der Altstadt besiegelt war. Auch in der zweiten Nacht wurde der Kampf fortgesetzt, und man konnte die Altstadt in Flammen gehüllt sehen, die in der Dunkelheit in beiden Teilen der Stadt dicke Rauchwolken erleuchteten und einen schrecklichen Anblick boten. Am Morgen darauf setzte auch die Luftwaffe noch ihre Operationen fort, doch viele Jerusalemer JACOB LAPIDUS dipl. Möbel NEUE ADRESSE VIAMONTE 3937 4* B 46-1716 and 66-3124 Teppichhaus - M. Höchberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Tep. pichen In erstklassigen Qualitäten für Jedes gemütliche Heim. EIGENE FABRIKATION UNVERBINDLICHE VORFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN Masrhinenteppiche in allen Farben und Grössen Auslegen von Appartements mit rein wollenem Velour PRIVATE NU» SAMSTAG UND SONN¬ TAG VON 9—19 UHR IM AUSSTELLUNGSRAUM (ALLE ANDONAEGUI2083 TEL.* 52-2993 4 Quader von Station Urquiza MOHEl N. PLAKSIN Superi 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 Ihr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUSE T. 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Die engen Strassen dieser Viertel waren mit Granatsplittern, Steinen, zerbrochenem Glas und abgerissenen elektrischen und Telefonkabeln übersät. Doch ihre Einwohner waren von vorbildlichem Mut, und keiner hatte die Flucht ergriffen. In diesen drei Tagen bewiesen die Jerusalemer eine oewunderungswürdige Solidarität, Vor den Hospitälern und den Rettungsstationen des Magen David Adom standen in langen Reihen Blutspender, von denen ein Teil abgewiesen werden musste, da das Personal nicht ausreichte, um allen diesen Menschen Blut abzunehmen. Auch die Büros der Comités für das Militär, der Stadtverwaltung und der verschiedenen Frauen-Organisationen waren buchstäblich von Freiwilligen belagert, die sich für irgendwelche Dienste anboten. Grosse Mengen von Bettwäsche, warmer Unterwäsche, Pyjamas und Hausschuhen wurden für die Krankenhäuser gespendet, die sich schnell mit Verwundeten füllten. Auch ln den Strassen und Unterständen leisteten sich die Menschen gegenseitig Hilfe. Die Schlacht begann plötzlich, und sie endete ebenso plötzlich, wie sie begonnen hatte. Verglichen mit der Belagerung Jerusalems im Jahre 1948 war es ein kurzer Alpträum, auf den das Erwa- LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO I N DEPEN D< ENTE Bs. Aire# - PUEYRREDON 2190, U izq. - 83-2613 6. Tamus 5727 14. Jull 1967 Budget der WIZ0 Jerusalem. — Das Budget der WIZO für ^as Finanzjahr 1967—68 beträet 19,5 Millionen IL, chen zu einer wunderbaren Wirklichkeit folgte. Am Morgen des vierten Tages war der Rhythmus der Stadt wieder normal, als sei nichts geschehen, und die Menschen fragten sich, ob nicht alles nur ein Traum gewesen sei, da Jerusalem am Ende von drei Tagen nicht nur in der Theorie sondern in unuaistösslicher Wirklichkeit die Hauptstadt von Israel geworden war. Gedenken an die / „Struma“-0pfer Bukarest. — Oberrabb*ner Dr. Moses Rosen leitete vor kurzem in Bukarest eir.en Gedenkgottesdienst für die 709 rumänischen Juden, die vor 25 Jahren beim Untergang der „Struma“ im Schwarzen Meer ums Leben gekommen waren. Die Opfer des tragischen Unglücks befanden sich auf der Flucht von Rumänien nach Palästina. Auf dem jüdischen Friedhof der rumänischen Hauptstadt wurda zur Erinnerung an die Toten ein Mahnmal errichtet, daa die Namen aller Opfer trägt (ITA) Blick in die Welt von HAROLD SCHWARCZ DIE UNRUHEN in Hongkong halten an. —< IN NIGERIA wird immer noch gekämpft. —■ DIE TERRORAKTIONEN in Aden haben an Umfang zugenommen. — DTE AMERIKANISCHE Offensive in Vietnam hat an Intensität zugenommen, nachdem Verteidigungsminister McNamara den Kriegsschauplatz inspiziert hat. — IN SPANIEN wurden zahlreiche Gegner des Franco- Systems verhaftet, — IN HAITI sollen umfangreiche Verhaftungen vorgenommen worden sein, nachdem sich die Lage dort verschärft hat. — RADIO PEKING meldet einen Aufstand in Burma, der im Stil des Vietkong von den Kommunisten eingeleitet worden ist. — OESTERREICHS Bundeskanzler macht einen Staatsbesuch in Rumänien. — RADIO SAIGON meldet neue Truppensendungen der Amerikaner nach Vietnam. — ANTI-AMERIKANISCHE' Demonstrationen werden aus der Bundesrepublik Deutschland gemeldet. — KOSYGIN erklärte, Amerika und die Sowjetunion können nicht alle Probleme ohne die UN lösen. — DIE SOWJETUNION hat sieben neue Typen von Bombern entwickelt, wie Radio Moskau erklärte. — DIE KONGO-Regiening meldete, einen Aufstand niedergeschlagen zu haben. — GEORGES POMPIDOU, Frankreichs Ministerpräsident, hat seinen Russland-Besuch abgeschlossen. — IN KOLUMBIEN erzielten die Regierungstruppen gegen die Guerillakrieger erhebliche Erfolge. — KONGO-PRAESIDENT Joseph Mobutu bat die USAum militärische Hilfeleistungen. — Estudio Jurídico Internacional Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENT5CHAEDIGUNGSFRAGEN BUEROSTUNDEN: ven 15 — 19 Uhr NUR Dienstag und Mittwoch fleh bitte, nicht vor 14 Uhr zu erscheinen) »der nach Vereinbarung T. 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