Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1967-07-07 · 2225 (7.7.1967) · p. [Seite 4]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2225 (7.7.1967)
Date
1967-07-07
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/9616703-9615794-9616015--4895-9616019
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

8 entity mentions

JÜDI8CBI WOCHENSCHAU f — Viernes, 7 «le Julio de 1967 Año XXVIII. N» 222S Uriefe aus Israel Wir veröffentlichen im nachstehenden Auszüge aus Briefen die kürzlich hier aus Israel eintrafen und vor und nach Ausbruch des Krieges zwisehen Arabern und Israelis geschrieben wurden. (D. Red ) Natania, den 2 Juni 1967 ».Meine liebe Mutti, gestern erhielt ich Dein Telegramm und beantwortete es sofort. Ich war sehr traurig, dass Du möchtest, ich soll zurückkorrunen. Ich weies dass Du mein Bestes Willst;, und so glaube mir bitte, dass Israel für mich das Beete ist. Natürlich besteht die Gefahr, dass es zum Kriege kommt, aber das isc wuch noch nicht das Ende der Welt, und niemand nimmt es Jrier so tragisch. Man spricht nur im Ausland sehr viel davon, doch das ist zum grossen Teil arabische Propaganda. Wir haben volles Vertrauen zu unserem Land und unserer Armee, und uns wird nichts geschehen Du sollst auch Vertrauen zu Israel haben und ruhig und glücklich sein, dass es nur hier so gut gefällt und ich Bo glücklich bin. Ich bin mehr als sicher, dass Du. wenn Du hier wärest, auch nicht zurückfahren würdest, denn hier herrscht e?'ne Zuversicht, Sicherheit und Op Jamisrwus, die einmalig sind. SNur die, die ke;n Ideal ha- ‘ ben, die nicht wissen was es I bedeutet, ein Vaterland zu j haben, ein Heim zu besitzen und in Frieden und Freiheit zu leben, die geben (odebesser gesagt fliehen) aus dem Land. Sicher ist das al les sehr schwer zu verstehen, wenn man nicht in Israel lebt, und ich verstehe sehr gut die Angst und das Ent. setzen bei den Juden in der ganzen Welt... Dein Dich liebender Sohn Fredy“ ★ Haifa, den 10 Juni 1967 Meine Lieben! Zeit ist ein relativer Begriff. Ein Tag kann ein gewöhnliches Datum sein, aber er kann auch ErlebnL.se und Entscheidungen bringen, die von aussergewöhnlicht r Tragweite sein können, im Leben eines Einzelnen eines Volkes oder gar im Weltgeschehen. Zwar hat kein Tag mehr als 24 Stunden, doch können diese 24 Stunden so voll Spannung sein, dass sie einem wie Jahre Vorkommen — Dre5 solcher Tage liegen jetzt hinter uns. deren Tragweite heute noch nicht voll abzuschätzen ist Drei Tage nur, abev angefüllt mit heldenhaftem Kampf des kleinen israeli. sehen David gegen den arabischen Goliath. Dre; Tage, in denen grosse Teile des Landes zur Front wurden'und in denen Männer und Frauen Leistungen und Heldentaten BIBLIOTECA POPULAR JUDIA Publicaciones del Ejecutivo Sudamericano del Congreso Judío Mundial CORRIENTES 1979 BUENOS AIRES Colección: HECHOS DE LA HISTORIA JUDIA 1. Menajem Boreisho: LA HISTORIA DEL IDT3CH 2. Teodoro He-zl; EL PRIMER CONGRESO SIONISTA 3. Abraham .Platkm: LA HISTORIA DEL HEBREO Colección: GRANDES FIGURAS DEL JUDAISMO 1. Samuel Rohansky: SCHOLEM ALEIJEM 2. Natán Gesang- YEHUDA HALEVI 3. Simja Sneh: SCHMUEL IOSEF AGNON 4. León Dujovne: MAIMONIDES 6. Nahutn Goldmann: TEODORO HERZL 6. Scnalom Rósenberg- FILON DE ALEJANDRIA 7. Eugen Relgis: STEFAN ZWEIG 8. Dav!d Elnecavé: JEREMIAS 9. León Dujovne: MOISES HESS EN PREPARACION: Hardi Swarsensky: WALTHER RATHENAU ' Mark Turkow: JANUSZ KORCZAK Bibliografía de Temas Judíos en Castellano Bestellungen dieser hochinteressanten Serie direkt im Büro des Jüdischen Weltkongresses (T, E.: 49-2817) vollbrachten, die nxan sonst nur von guten Frontsoldaten erwartet. Drei Tape, in denen unsere Armee Blitzvormürsche bewerkstelligte un-1 Unvorstellbares in dei Luf‘ leistete, die Altstadt von Jerusalem befreite den Golf von Akaba für Schiffe aller Länder freimachte und weit nach Transjordanien und in die Sinai-Halbinse. ei-‘ drang Drei Tage, in denen wir alle nicht vom Brot allein lebten, sondern mehr noch vom Radio und den Frontberichten. die Stunde um Stunde, während der 24 Stunden des Tages durchgegeben wur. den. Drei Tage in denen weitergearbeitet wurde — im Hinteriand — doch alle Tä tigkeit welcher Art auch immer stoppte, in der Minute, in der die Frontberichte durchgegeben wurden. Drei Tage, in denen ¿ine Einigkeit im Volk erreicht wurde, wie sie leider nur in Zeiten der Not vorhanden i6t. Drei Tage, in denen die Judenheit der Welt bewiesen hat, wie stark sie si:h verbunden, mitbetroffen und verantwort, lieh fühlt für Israel. Drei Tage, die den Grnssmächter. der Welt und auch den UN keine Lorbeeren einbringet i werden, die aber gezeigt haben, dass es eine Unzahl von Organisationen und Myriaden von Einzelpersonen aller Nationen und aller Glaubensbekenntnisse gibt, die rriif uns waren in den Zeiten der Not und dies durch tatkräf. tige Hilfe, und durchaus nicht zu unterschätzende politische Unterstützung in Wort und Schrift sowie Riesendemonstrationen bewiesen haben. Drei Tage in denen die Israelarmee — und be- Anspruch auf Gaza Jerusalem. — Verteidi gungsminister Mosche Dajan erklärte, dass Israel den Gazastreifen wie das eroberte transiordahische* Territorium aus Gründet, der Sicherheit unter se:ne staatliche Verwaltung stellen müsse. Da jan, der von einer Inspektionsreise aus Gaza zurückkam, äusserte in einer Pressekonferenz- ,,Der Gazastreifen ist israelisch, und das gle;che gilt für das Westufer des Jc-rdanflusses.” Eine Bestätigung dieser Feststellung des Verteidigungsministers ist bisher von offizieller Stelle noch nic-ht erfolgt. J JETSTUDIO PASTEUR 254 . 2’ y 5o pisos Til, 48-714« I3?J * ItlENpS Ai*!S ciencias económicas contadores públicos national** consul totes de'empresmS ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES J ANONIMAS '¿iiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiimiimimmiiiimuiimiiimmiiiiiiimiimmimimiiiiiiiiiri *u roit(Si ^%Ä/Af Dl LA FORESTA FORESTA Aegyptische Gefangene auf dem Bauch liegend sonders die Luftwaffe — eine Ueber leg enheit zeigte, die einfach unglaublich war, Freund und Feind überraschte und die fromme Gemüter der“ erklären können, sich nur mit einem „Wun- Drei Tage haben einen unerwartet raschen und grossei' Sieg auf den Kam.pffeldern gebracht, für den wir alle dankbar sind und froh; sie haben die Einstellur.g des Kampfes gebracht, aber bei weitem nicht den Frieden. — Wir leben im Zeitalter des Jets, und so hat sich in Tagen vieles geändert was früher Monate oder Jahre gebraucht hätte. An der Klagemauer beten jetzt wieder Juden und sagen das Dankgebet „Schehechejanu“, und. dies drückt in emem Wort die Gefühle aus, die uns alle bewegen, den Dank an das Schicksal für die glückliche Wendung. Aber cusätznch zu den Dankgebeten hören wir den ,,Kaddisch‘ W;e a.les irr Leben einen Preis hat, so auch unser Sieg Väter und Söhne haben ihn iriit ihrem Konzert „Solidariteat mit Israel“ Unter Mitwirkung einer Reihe namhafter argentinischer Künstler veranstaltete die ACIBA am vergangenen Mittwoch in ihrem Heim ein grosses Konzert und stellte ihre traditionelle Kulturarbeit diesmal ganz in den Dienst der Hilfe für Israel. Trotz kürzester Vorbereitungszeit war es nicht nur möglich, ein reichhaltiges und ausgezeichnetes Programm zu bieten, sondern es konnten auch so viele Korten verkauft werden, dass der Saal mehr als „ausverkauft“ war. Antonio de Raco, der grosse international bekannte Pianist, spielte drei Stücke von Chopin, und Sofia Bandin vom Teatro Colon sang begleitet von Yascha Galperm Arien und Lieder Ihre schöne Stimme und. temperamentvoller Vortrag begeister ten das Publikum insbesondere aber erobe-te sie die Herzen der Zuhörer durch den Vortrag (als Ueberraschung und ausser Programm) des hebräischen Liedes „Veulai“ von Seitok. Im zweiten Teil spielte das „Orquesta de Cämara Juvenil“ unter der Leitung seines verdienstvollen Dirigenten Teodoro Fuchs 3 Stütke von Mozart, Grieg ar.d Tschaikowsky, die das Publikum sichtlich mit grösster Sympathie aufnahm das durch langanhaltenden Beifall eine Zugabe erzwang. Alle Anwesenden drückten einstimmig ihre Anerkennung zu diesem gelungenen Konzert aus, insbesondere da, wie der Präsident der ACIBA, Herr Anspach, in seinen kurzen Begrüssungs- und Dankesworten erklärte, so viele Menschen spontan und vollkommen uneigennützig 6ich in den Dienst der Sache gestellt hatten und so der Hauptzweck des Abends erfüllt werden konnte; eine recht stattliche Summe für Israel aufzubringen. Leben bezahlen müssen... möge dies nun genug des Blutvergiessens sein und der Beginn einer friedlichen Aera fiir uns in Israel und für die ganze Welt Möge die Menschheit endlich lernen, miteinander in Eintracht zu leben. Da wir nach Möglichkeit an die ganze F’amilie schrei« ben wollen, um alle zu beruhigen. so gehen diese Zeilen an Euch alle gemeinsam. Seid alle herzlich umarmt und gegrüsst und geküsst und lasst Gutes von Euch hören. Uns geht es gut, und es fehlt uns nichts. Euer Victor.* Die glückliche Geburt ihres Sohnes DANIEL zeigen hocherfreut an Dr. Tomás José Silber und Frau Rosita geb. laconis Av. L. M. Campos 529, Dto. 3 Buenos Aires n " 2 Die glückliche Geburt ihrer Tochter B E A T R I Z zeigen hocherfreut an JACOBO KAUFMANN und Frau LUIS 4 S. geb. DRIMER Buenos Aires, den 2. Juli 1967 n " 2 Die BARMIZWA unseres Sohnes MIGUEL JULIO findet s.G.w. am Schabbos Parschat Chukat, den 8. Juli, um 8 Uhr 30 in der Synagoge Achdut Jisroel, Moldes 2449, statt. Eugenio Gruenblatt u. Frau Edith geb. Offenberg Blanco Encalada 2590, 1. St. A. Empfang; Sonntag, den 9. Juli, von 11—13 Uhr STATT KARTEN ANA E. BENGHIAT FREDI S. ROTH geben ihre VERMAEHLUNG bekannt. Die Trauung findet s. G. w. am Samstag, den 15. Juli, um 22 Uhr im Tempel Dr. Max Nordau, Murillo 661, statt. C. de la Paz 564 Nahuel Huapi 2920 LUACH—(KALENDER) F’reltag den 7. Juli 29 Slwan Sonnabend, den 8. Juli 30. Siwan Schabbat CHUKAT (Nüm 19, 1—22) Schabbat Rosch Ghodesch (Nüm. 28, 9—15) Haftara Jesaja 66, 1—24 Sonntag, den 9 Juli Argentinischer Nationalfeiertag Montag den 10. Juli Dienstag, den 11. Juli Mittwoch, den 12. Juli Donnerstag, den 13. Juli Freitag, den 14. Juli Sonnabend, den 15. Juli Schabbat Balak (Nüm 22,1) Haftara: Micha 5, 6—14 — 6, 1—8 Sonntag, den 16. Juli 8- Tamus Montag den 17. Juli 9 Tamus Dienstag, den 18. Juli 1®- Tamus Mittwoch, den 19. Juli Tamus Donnerstag, den 20. Juli 12- Tamui Freitag, den 21. Juli 1 Tamus 2. Tamus 3. Tamus 4 Tamus 5. Tamus 6 Tanms 7. Tamus IS. Tamu:

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.