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Jüdische Wochenschau · 1967-07-07 · 2225 (7.7.1967) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2225 (7.7.1967)
Date
1967-07-07
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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^kno, 1 de Juli« de »67 LA SEMANA IfiHAELlTA Año XXVHI. — N' 2?25 — 5 Deutsche bewiesen Solidaritaet ¡Der bekannte deutsche Journalist Rolf Vogel Herausgeber der „deutschland-berichfe“ gab in einem einleitenden Bericht seines Juni-Heftes eine Schilderung der Solidarität, die von vielen Seiten in der Bundesrepublik m.t dem kämpfenden Israel bekundet worden ist. Da wir im allgemeinen nur skeptische Auffassungen über die innere Situation in Deutschland und über die Einstellung weiter Kreise zur jüdischen Frage publizieren müssen, dürften die folgenden (nicht wesentlich gekürzten) Darstellungen Vogels unsere Leser besonders interessieren. Rolf Vogel schrieb: „liebe Freunde in Israel! Als ich das letzte Mal am 3 Mai schrieb, war von einer akuten Nahost - Krise noch nichts zu spüren. Heute, am 8. Juni, liegen die spannungsr reichen Wochen der Krise mit der furchtbaren Bedrohung Israels durch die gesamte arabische Welt und der ¡Blitzkrieg hinter uns. Meine Gedanken und die meiner Freunde waren in allen Phasen dieser sorgenvollen Zeit bei Ihnen, bei meinen Freunden im Norden von Galiläa genau so wie bei den vielen Gesprächs - Partnern im Jerusalem, Haifa, Tel Aviv, Beerscheba und im Negew. Wir haben um Sie alle gebangt. Wer Ihi Land kennt und weiss, mit welcher Sorge und Anstrengungen in den 19 Jahren des Bestehens, des Staates Israel der Aufbau geleistet wurde, der kann er messen, was nach den Jahren nationalsozialistischer Verfolgung für Sie a'Ie auf dem Spiele stand. „Als auf den Fernsehschirmen der Bundesrepublik die Bilder von der Jerusaleme” Altstadt erschienen, von den an der Klagemauer betenden Soldaten und Politikern, da wurde uns allen erst in vollem Masse bewusst, was das jüdische Volk in dieser Stunde in aller Welt empfand. Ich darf ohne zu übertrei ben sagen, dass weitere Teils unseres Volkes, von der älteren Generation bis zur Jugend, den heldenhaften Kampf Ihrer Soldaten mit einer Anteilnahme verfolgt haben, wie es seit Jahren in Deutschland kein Anteilnehmen und keine Begeisterung für ein Problem gegeben hat. „Das drückte sich nicht nur in den zahllosen Briefen aus, die bei den Hilfsorgan’- sationen und bei der Botschaft des Staates Israel eingingen, das wurde auch in zahllosen Gesprächen deut ■ lieh, die viele meiner Freunde und ich selbst täglich führten. Die Freude über Sieg und Waffenstillstand macht? sich m vielen telefonischen Anrufen Luft, die nicht nur bei den israelischen Diplomaten, sondern auch bei vielen deutschen Freunden Israels eingingen „Umso bestürzender und bedrückender waren in al' den Wochen die Aeusserungen der offiziellen Vertreter und Presseorgane in der kommunistischen Zone unseres geteilten Landes Seit die Zonenregierung existiert, versucht sie, besonders der jüdi- PPp. ... ,, Organe der Zone Die Sponj brüten bei Ihnen stehen. Die taneität, mit der die Masse deutsche Oefienthchkc :t hat unseres Volkes in Kundge-! in diesen Wochen der Krise bungen, Hilfsaktionen und I und des Krieges deutlich ge durch seine Journalisten seiner wahrhaften Sympathie für das jüdische Volk Ausdruck verliehen haf, sollte allen jüdischen Menschen iu. der Welt mehr bedeuten als erlogene Propagandaerklärungen aus Ostber'in. „Der kurze Kampf ist bezeigt, dass sie zu einem grosser? Teil Ihrem Volk helfen will. Ich bin Botschafter Asher Ben Na* an für die Worte in seinem Interview ganz besonders dankbar, denn sie werden mithelfen den Weg Deutschlands nach Israel, zum Volke Israel, zu Ri ** und T> Kec riecJen im à n ou Spen Kerl, Dl. Bank NrOÏSSii K ' > Z sehen Welt deutlich zu machen, dass die Bundesrepublik Deutschland ein Hort ehemaliger Nazis sei, von Eichmann - Nachfolgern regiert werde und die Verbrecher, die am jüdischen Volke millionenfachen Mord geul t haben, decke. Die gleichen Propagandisten schämen sich nicht, in diesen Wochen gegen den jüdischen Staat in einer Weise Stellung zu nehmen, wie es schlimmer nicht in den ärgsten Zeiten nationalsozialistischer Propaganda geschehen ist. Die Mordaufrufe Nassers wurden als gerechte Forderung der Araber bezeichnet und Sympethieer klärungen für seinen Kriegsaufruf häuften sich in Rundfunk, Fresse und nicht zuletzt in Aufrufen der politischen Tod eines Moerders In Kairo starb im Alter von 55 Jahren der berüchtigte KZ-Arzt aus den Konzentrationslagern Dachau und Buchenwald, Dr. Hanns Eisele von deutschen Behörden wegen seiner furchtbaren Tätigkeit gesucht. Schon vor Jahren hatte die Bundesregierung diesen KZ-Arzt von der ägyptischen Regierung ausgeliefert haben wollen. Aber die Vereinigte Arabische Republik lehnte dieses Ersuchen ab, gewährte Eisele A6yl und erlaubte ihm sogar die Ausführung der Arztpraxis. Dies geschah, obwohl die Bundesregierung in ihrem Ersuchen darauf hingewiesen hatte, dass Eisele nach der Auskunft der Genera staatsanwaltschaft in München, in Buchenwald und Dachau etwa 60 KZ-Häftlinge wöchentlich durch Injektionen getötet habe. Eisele war im Juli 1958 nach Aegypten gekommen, nachdem ein alliiertes Militärgericht ihn bereits zweimal zum Tode verurteilt hatte; er wurde aber begnadigt. Später erfuhr er, dass die deutschen Behörden ihn noch wegen weiterer Mordbeteiligung suchten und flüchtete ins Ausland. * Wie von der Ludwigsburger Zentralstelle zur Untersuchung der NS-Verbrechen mitgeteilt wurde, sind allein während der letzten sechs Monate 102 neue Verfahren dort zur Untersuchung gekommen. Immer wieder tauchen bisher unbekannte Fälle auf Sohte die Verjährungsfrist tatsächlich am 1,- Januar 1970 ablaufen I 1 nicht verlängert werden, so müsste selbst dann die p tralstelle noch einundeinhalb Jahre zur Abwicklung bisherigen Fälle funktionieren. endet. Ich weiss noch aus der verkürzen, zum Segen für bei- Tagen des Sinai-Feldzuges, in denen ich in Israel sein konnte, wie schwer die Wocher danach waren, als die Vereinten Nationen es nicht fertigbrachten. Israel die Früchte seines Sieges zu geben. Auch in diesen Wochen haben die Vereinten Nationen durch den für uns alle unverständlichen Abzug der Friedenstruppen leider eine Unfähigkeit an den Tag gelegt, die in der gesamten deutschen Presse hart ui d klar zum Ausdruck kam. „Mein persönlicher Wunsch geht vor allem dahin, dass es Israel gelingen möge, Jerusalem als eine ungeteilte Stadt, als seine Hauptstadt zu behalten. Als Berliner weiss ich, was es bedeutet, wenn eine Stadt geteilt is+ und es Stätten auf der anderen Seite der Mauer gibt, die einem persönlich viel bedeuten. Der freie Zugang zu den Heiligen Stätten aller Religionen muss ein unverrückbarer Meilenstein auf dem Wege zuai Frieden bleiben. Es darf nicht wieder dahin kommen, dass Freunde Israels Umwege machen müssen, um zu ihren christlichen Stäiten zu gelangen, nach Bethlehem, Jericho und nach Jerusalem, oder dass sie gar durch politische schwarze Listen ganz vom Besuch dieser Stätten ausgeschaltet werden „Für Israels Wirtschaft brechen schwere Monate an. Der Krieg hat vie’ gefordert. Umso wuchtiger ist es, was ich Ihnen aus Brüssel berichten kann: dass die Kommission der EWG die volle Assoziierung Israels beschlossen hat. „Wir Deutschen werden ir. diesen Monaten in einer grossen Zahl nicht nur .m Geiste, sondern mit materieller Unterstützung und sicherlich der Uebernahime von Patent- Schäften für zerstörte Städte, Schäden in Dörfern und Fa de Völker. „Möge Ihnen in den kommenden Wochen und Monaten viel Kraft zur Gewinnung des Friedens und einer glücklichen Zukunft im 20. Jahr des Bestehens Ihres Staates beschieden sein.“ — Bitte um Anschluss Tel Aviv. — Notatein der südlich Jerusalems ge legenen Stadt Bethlehem schickten eine Fingäbe an den israelischen Militärgouverneur der Zone und baten um den Anschluss an die Stadtverwaltung von Gross-Jerusalem, das gegenwärtig die Alt- und Neustadt von Jerusalem mit den umgebenden Dörfern umfasst Als in der vergangenen Woche die Grenzen Jerusalems festgelegt wurden äst die berühmte biblische und vorbiblische Stadt Betlehen nicht in den Stadtkreis ein bezogen worden. In ihrer Eingabe betonen die Antragsteller, dass ihre sozialen und wirtschaftlichen Gründen entspringt (ITA) Israelische Froschmaenner Tel Aviv. — Die Arbeit der israelischen Froschmänner. die ägyptische Schiffe angriffen und sie daran hinderten, von ihren Abschussrampen Raketen gegen Israel abzufeuern, wurde zum ersten Mal enthüllt. Bei einer als „kühn“ bezeichnten Aktion griffen Kommandos dieser Einheit unter Führung von lerai Ben Nun, einstiger Oberkommandierender der israelischen Flotte, in den Morgenstunden des 5. Juni an. Jiel ihres Angriffs war die ägyptische Marinebasis in Ras Tin an der ägyptischen Mittelmeerküste südlich von Suez. Unterstützt von für de i Seekrieg geschulten Fahschirm- Springern beschädigten die israelischen Forschm--inner die Installationen der ägyptischen Schiffe die s ch anschickten. die israelische Küste mit ihren Raketen zu beschiessen. Bei diesen Aktionen wurden sämtliche ägyptischen U-Boote bis auf zwei ausser Gefecht gesetzt, und d>e mit Raketen bestückte Flotte von Schnellbooten wurde schwer beschädigt, noch bevor sie ein einziges Geschoss abfeuern konnte. Damit erleichterten diese K'mmandos d e Operation der israelischen Bodentruppen, da die schmalen israelischen Küstengebiete gegen einen Beschuss vom Meer aus nur schwer zu schützen sind. (ITA) Konferenzen in Jerusalem Jerusalem. — Die tragische Lage der Juden, die in araj bischen Ländern leben, und | die Möglichkeiten dei Alija j aus der freien W’elt werden die Hauptthemen dreier Kon ferenzen sein, die in Kürze in Jerusalem abgehalten werden, wie Dr. Nachum Goldmann mitteilte. Es handelt sich um die Plenarsitzung der Jewish Agency und Tagungen des Jüdischen Weltkongresses und der COJO (Konferenz jüdischer Organisationen!. Bei diesen drei Konferenzen wird Dr. Goldmann den Vorsitz führen. Goldmann erklärte, es sei dringend notwendig ein-: gross angelegte Kampagne für die Alija einzuleiten und nur die Jewish Agency könne diese Einwanderung organisieren. Auf den be’den anderen Konferenzen wird die uneingeschränkte Bereitschaft des jüdischen Volkes, Israel im Kampf gegen die politisehe Einschnürung zu helfen, sowie die Lage de’- Juden in arabischen Ländern zur Sf. ra- -u. -.' - . .... - - che gelangen. Die Feindseligkeit gegen die Juden wird dort seiner Aussage nach immer stärker, und die betreffenden arabischen Regierungen haben bisher die Appelle des Internationalen Roten Kreuzes, das eine Hilfsaktion einzuleiten bemüht ist bisher nicht beantwortet (ITA) Konzert auf dem Skopusberg New York. — Das israelische Philharmonie-Orchester wird im Juli auf dem Skopus« berg ein Konzert veranstalten, das erste, Konzert seit der Befreiung des Berges Als Dirigent wird Leonard Bernstein und als Solist Isaac Stern wirken. (ITA) Und wenn es sich um HERRENKLEIDUNG handelt, dann zu Carllon MAIPU 982 — 31.7845 CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 j 1264 SUAV ANDAR el calzado legítimo de espuma de goma DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch: STAMPS CENTER 94 Allenby Rd, — TEL AVIV — P.O.B. 4444 H-«, Fiambres Finos “FRIG UINCIA » MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD FRIGUINCIA

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