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Jüdische Wochenschau · 1967-07-07 · 2225 (7.7.1967) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2225 (7.7.1967)
Date
1967-07-07
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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LA SEMANA I 8 K A S LI T A Añ» XXVIII. — N» Zf,85 - î Viernes, 7 de luH* de 1967 Israels Araberproblem Zu den Grausamkeiten der Kriegsfurie, die so viele Opfer fordert, gehört nicht zuletzt auch das Flüchtllngspro- Wem. In diesem Kriege, für Öen ein geeigneter Name poch gefunden werden muss ,verschärfte sioh das seit 19 ¡dwhren bestehende Problem der arabischen Flüchtlinge pooh mehr. Die arabischen Staaten hatten während all der Jahre die wirtschaftliche Einordnung der Flüchtlinge verhindert, und die Organisation der Vereinten Natio nen begnügte sich damit, Unterstützungen zu zahlen, statt auf wirkliche Lösung des Problem« zu drängen und sie zu erzwingen. Nach der letzten veröffentlichten Statistik wurden in den Listen der UNRWA pe 1. Juli vergangenen Jahres 1.317.749 arabische Palästina Flüchtlinge geführt. Durch die natürliche Vermehrung stieg die Zahl jährlich um rund 30.000. Fast die Hälfte Sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Die Ausgaben der UNRWA beliefen sich zuletzt auf Ehrlich rund 38 Millionen Dollar (114 Millionen IL) oder durchschnittlich auf 38 Dollar pro Flüchtling. Das Hilfswerk wird ausschliesslich durch freiwillige Beiträge finanziert, die zum überwiegenden Teil aus öffentlichen Mitteln von 40 Ländern stammen. Die US4, Grossbritannien und Kanada haben in den letzten Jahren allein rund 90 Prozent des UNRWA-Budgets bestritten Im Unterrichts-Programm des Hilfswerkes das zusammen mit der UNESCO geplant und durchgeführt wird, werden die pädagogischen ron HEIR FAERBER MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäfte mit der grössten Auswahl SARMIENTO M47 T. E 35 - 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Trlunvirato Zahlungserle ichterüngen Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung Forderungen der Aufenthaltsländer, also Transjordanien, des Gazastreifens unter ägyptischer Verwaltung, Syriens und des Libanon, derart weitreichend berücksichtigt, dass die heran wachsenden Kinder auf Kosten der USA, England«. und Kanadas im Hass gegen Israel und die Westmächte erzogen wurden. Das trug dazu bei, dass die neue Krise ausbrechen musste, die nun wieder zum Krieg geführt hat. Es ist jetzt eine vordringliche Aufgabe, dafür gierung aus eigener Kraft nicht imstande ist König Hussein rief vor allem die arabischen Staaten auf, die vom Kriege nicht unmittelbar in Mitleidenschaft gezogen wurden, ihm hierbei materiell zu helfen. Gewiss wird auch die UNRWA als die dafür zuständige UN-Agentur eine Notstandsaktion durch führen. Israel selbst steht jetzt dem ausserordentlich schwierigen innerpolitischen Problem gegenüber, dass seine arabische Minorität durch die Befreibringen. So hat die Leitung der Arabisch Israelischen Bank der Staatsbank ein Gesuch unterbreitet, ihr die Eröffnung von Filialen in den befreiten Gebieten zu gestatten. Bisher hat die Arabisch. Israelische Bank 25 Zweigstellen, die meisten in den Wohnorten der Minderheiten. Die Bankdirektion hat de- Bank Israel auch vorgeschlagen, ihr eine Anzahl von gut ausgebildeten und erfahrenen Bankfaohleuten für die Leitung und Kontrolle der Bankfilialen in der Jerusalemer Altstadt und den anderen be- V. *' “ t Die Soldaten Israels halfen der Gerechtigkeit zum Sieg zu sorgen, dass die Erziehung der arabischen Nachwuchsgeneration friedliche Ziele verfolge. Zu den Lehranstalten der UNRWA gehören Volksunra Mittelschulen, ein pädagogisches Institut und zehn Berufsschulen. Der Besuch von Oberschulen wird durch die UNRWA ermöglicht, und für Hochschulstudien werden Stipendien gewährt. Das ganze Brziehungssystem der Flüohtlingskinder erfordert nun eine durchgehende Umorganisierung, wenn für die Zukunft vorgesorgt werden soll, dass Hass und Revanchegefühle aus diesem Sch ul werk endlich ausgeschaltet wer. den. In den Kriegstagen hat sich das FlüchtUngsprobiem noch wesentlich verschärft Allein in Amann und Umgebung sammelten sich an die 100.000 Flüchtlinge aus den befreiten westtransjordanischen Gebieten. Das ist eine materielle und soziale Last die zu tragen die transjordanische Re- ALFREDO STERN MALERARBEITEN - FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN VIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tel.: 76^9088 Teppichhaus - M. Hochbarg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Tep. pichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. 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Würden Aegypten, Syrien und Algerien ihre aggressive Kriegs-Stimmung nioht aufrechterhalten, wie sie dies mit aller nur möglichen Betonung tun, so liesse sich die Aufgabe leichter lösen, als unter den obwaltenden Umständen, die wir (vorläufig) als Tatsache hinneh men müssen. Soweit die arabische Bevölkerung nicht geflüchtet, sondern in ihren Orten geblieben ist, muss ihr nun die Möglichkeit gegeben werden, in geregelter pprra auszuwandem oder im Rahmen des Staates Israel mit uns zu leben. Tatsache ist, dass sioh unsere arabische Minorität Christen und Mohammedaner, ganz abgesehen von den durchaus positiv eingestellten Drusen, während der kri tischen Wochen und Tage loyal verhalten hat. Dieser an die israelische Lebensweise bereits gewöhnten arabischen Bevölkerung fällt nun die wichtige Aufgabe zu, als Bindeglied zwischen den Juden und der neu hinzugekommenen nioht jüdischer. Bevölkerung zu dienen. Es ist eine historische Aufgabe im Geist der Völkerfreundschaft und des Weltfriedens, und daher müssen den Exponenten die ser Gruppe, die sich als verlässlich erwiesen haben, jetzt alle nur möglichen Erleichte rungen für die Erfüllung ihrer Aufgabe seitens der Be. hörden geboten werden. Israel wird jetzt aus dem Kreis seiner bisherigen Minderheit sehr viele Verwaltungsbeamte, Lehrei' etc brauchen, und dafüi steht auch aus den Kreisen der Mittel- und Hochschul-Absolventen eine gewisse Reserve zur Verfügung. Schon wurden die ersten Schritte unternommen, um das Wi-tscriaftsleben in den befreiten Gebieten in ein normales Gelebt* und später in Schwung au freiten Städten wie Gaza, T'il Karem etc. zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig teilte die Arabisch-Israelische Bank, deren Beaamtenschaft sich aus Ara bem, Juden und Drusen zusammensetzt, der Kanzlei des Miftisterpräsidenten mit, dass alle ihre Beamten beschlossen haben, für den Waad Lemaan Hachajal den Lohn eines Arbeitstages äi spenden und Sicherhei ts-A n leihe-Obligationen im Betrage eines halben Monatsgehaltes zu erwerben. Diese Stellungnahme der Bank und ihres Perso. nals ist symptomatisch für den Geist und d e Bereitschaft die neuen Probleme zu lösen, die innerhalb der bis- LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. Aires - PUEYRREDON 2190, 1? izq. - 83-2613 29. Siwan 5727 7. Juli 1S»Î7 herigen arabischen Minor; tä« in Israel herrscht Aber auch andere Banken eröffnen ln den arabischen Orter Filialen. Bs muss möglich sein, mit Geduld und Hingabe an diese menschliche Aufgabe auch die neu hinzugekommene ara bische Bevölkerung dazu zu erziehen, sich mit den' Schicksal abzufinden. Das soll keineswegs heissen, dass wir die Schwierigkeiten unterschätzen, die der Einordnung dieses anders eingestellter. Teiles der Bevölkerung entgegenstehen. Die Erziehung zum Hass im laufe von Jahr zehnten — es begann ja nicht mit der Staatsgründung, sondern reicht bis weit in die vorstaatliche Zeit zurück — lässt sich nicht einfach ausradieren und ungeschehen machen. Daher müsste denjenigen innerhalb dieser Bevölkerung, die fühlen dass sie sich mit dem jüdischen Regime in Israel nicht abfinden und nicht anfreunden können, da bei ihnen nationalistische Gefühle alle anderen Erwägungen über wiegen, ererleichtert werden, Israel zu verlassen, um für sich in einem Gebiet mit arabischer Bevölkerungsmehrheit eine neue Heimat zu finden. Verweigern die arabischen Staaten auch weiterhin die wirtschaftliche Einordnung für Geflüchtete und Umgesiedelte, so können diese im Sinaigebiet, das unausgenützt und fast unbesiedelt ist, angesiedelt werden. Israel würde einen solchen Plan gewiss aktiv unterstützen umso aktiver, je mehr momentan ir> den befreiten Gebieten befindliche Araber Sich erklären würden, in das neue Ansiedlungsland abzuwandern. Mit internationaler Hilfe könnte ein ausreichend starker Fonds geschaffen werden, aus dem arabischen Auswanderern Entschädigung gezahlt werden könnte, um ihre wirtschaftliche Einord- Absage an Moskau New York. — Ein Sprecher der Schauspielerin Elisabeth Taylor und ihres Gatten Richard Burton bestätigte die Nachricht, dass beide ihre geplante Reise zur Teilnahme an den Moskauer Fiimfestspielen als Protest gegen die diplomatischen Angriffe der Sowirfurion ge. gen Israel abgesagt haben. Tony Curtis, ein anderer Filmstar, gab deu gleichen Entschluss aus den gleichen Gründen bekannt. Elisabeth Taylor ist zum Judentum übergetreten und Curtis ist Jude. (ITA) nung im neuen Siedlungsgebiet zu finanzieren. Jedenfalls sollten die besten Fachleute und Kenner der Materie unverzüglich als beratender Ausschuss eingesetzt werden, der unter Berücksichtigung aller Aspekte Pläne und Programme für die Lösung des jetzt sehr ernst gewordenen Minori täten Problems in Israel auszuarbeiteri hätten. Es hätte keinen Wert, ein so gewaltiges Problem, das in seinen Auswirkungen die Sicherheit des jüdischen Staates untergraben könnte, mit Palliativ mittein und einem Durcheinander kleiner Handgriffe entschärfen zu wollen. Notwendig ist ein genaues Studium aller Einzelheiten und Möglichkeiten, und daraufhin ein grosszügiger Plan, der die menschlichen Rechte auch der Besiegten gewährleistet unter deri neuen Verhältnissen ein neubeiettrf es '"Debgtl Tgg"Bgg!fttifrn, "Ski ihnen hilft, ihr Unglück zu überwinden. Von der Verwirklichung einer planmässigen Lösung des Minoritätenproblems hängt die Dauerhaftigkeit des künftigen Friedens zwischen Israel und sei. nen Nachbarstaaten weitgehend ab. Estudio Jurídico Internacional Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN BUEROSTUNDEN von 15 — 19 Uhr NUR Dienstag und Mittwoch fleh bitte, nicht vor 14 Uhr zu erscheinen) oder nach Vereinbarung T. E.: 83 - 2613 Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssadien - Vertraege - Verwaltungen Miefs-, Zivil- und Handelssachen T. E.: 80 - 6930 RUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HER AS

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