Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2224 (30.6.1967)
- Date
- 1967-06-30
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Vteraea, M de Jmte de IWI K. A iiMiwâ Año XXVIII. — N" ZOK* Grosse und kleine Politik Es ist für einin Aussen stehenden sehr schwer, sich ein treffendes Urteil über die Gründe und Hintergründe der Auseinandersetzungen zu bilden die nach der vernichtenden Niederlage der arabischen Länder durch Israels Verteidigungsarmee die Weltöffent ichkeit erregen Aber auch die Eingeweihten wer. den si.’h nur mit Schwierigkeiten in dem Labyrinth der sich vielfach überschneidenden Interessen zurechtfinden. Russen und Chinesen Franzosen und Engländer, selbst verständlich auch die Nord ameriianer sind aufmarsohiert. um nun jeder seinen Anteil an der Beute zu haben. Denn es gibt Beute zu verte.len. was nicht zweifelhaft ist. Auch der Stfc.atsbe. such des russischen Präsiden ten Podgorny ändert nichts an den Tatsachen, und je mehr die Russen den B;eder mann herauskehren, desto verdächtiger W’r 1 die dunkle Rolle, die sie gespielt haben Dass sie erst einmal abwarteten, bis die are bischen Hee re aex-chlagen waren, steht, fest. Warum hahen sie nicht schon vorher ihr Wehgeschrei erhoben und ihre Beschuldigungen gegen Israel geschleudert, nie so bedrohlich klingen und so wenig glaubhaft erscheinen? Aut diese Frage hat woh' ven B. B. SAMUEL auch Podgorny den verängstigten Nasser nicht informieren kiinnen oder wollen, je nen nun schon vielfach geschlagenen Diktator, hinter dessen Worten wenig steht, und ler umso auter schreit, desto weniger er sich selbst zutraut. Auch die unerwartete algerische H'lfe wird jedenfalls auf Jahre hinaus nicht das Prestige und die Macht Nassers wiederherstelkoernnt. nicht auf Moskau sondern aus Peking sagt China. Deswegen sind alle Verhandlungen vor den UN sinnlos denn Moskau treib ein di npeltes Spiel Es verrät die kommunistischen Ideen, die im Elend lebenden Völker und die Araber, es hi ft den Kolon allsten, den Nordamerikanem und Engländern, und es unterstützt indirekt auch jene schrecklichen imtesder Kräfte führen Bei dem bereits vorhandenen einseitigen chinesischen Uebeigewioht“ wird eine Niederlage Indiens zu weittragenden Konseouenzen hin^berieiten. Um nicht die bestehender Differenzen zu schüren, ver. sucht die indische Ministerpräsidentin Indiva Gandhi, die im allgemeinen auch nur politische Schlapoen erleidet, durch eine antiisraelische Haitu ig die kommunistische Regierung in Peking zu be- JUNCAL Crédito Ltda. Die Sparkasse des zentraieuropaeiBchen Sektors ir Cooperativa de Sociedad Montag bis Freitag ron 12 bis 15 Uhr A R A 0 Z 2854 T. E. 71-9059 BUENOS AIRES General Dajan gibt eine Pressekonferenz len, dem nicht mit Flugzeugen und anderen Waffenlieferungen geholfen werden kann, sondern nur mit einem auf Vernunft aufgebauten Frieden und einer schwere) und harten Aufbauarbeit seines mcht zuletzt durch seine schlechte Politik zugrunde gerich'eten Landes. Peking hat am klarsten d*e Vorwürfe formu.iert, die von- Roten China dem Kreml gemacht werden; der Kreml habe reit Washington gemeinsame Sache gemacht, nicht um die Araber zu vernichten, wohl aber um "he Achse gegen China und die um ihre Freiheit kämpfenden Länder zu stäiken. Die Chinesen nehmen e’ne neue geographische Einteilung vor, indem sie Russland einfach zum Westen schlagen, wodurch das alte Ost-West-Problem mit neuen Gren-Jinien bestehen geblie ben ist. Die Hilfe für die armen, ausgeplündei ten Araber ALFREDO STERN MALERARBEITEN FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLE1CHTERUNGEN VTOAL 1575 FAST ECKE PINO Tel.: 76 9088 Teppichhaus - M. 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Solche und ähnliche Redensarten und Slogans werden in Rotohina verbreite* Die Bevölkerung weiss von nichts kann sich natürlich kein Urteil darüber bildet , was weit entfernt und hinte der grauen chinerischen Mauer wirklich vor geht Die inneren Verhältnisse sind ohnedies nicht zum Besten Wer kann sich eine Meinung er. lauben oder eine Vorstellung dessen machen, was in China geschieht, wo eine Gruppe gegen die andere opponiert, auf die Strasse geht Barrikaden baut, polemisier4’, schiesst und schreit Aber die Lage wäre einfach, wenn nichts anderes a>s das bisher Gesagte zu .ane-- ken wäre. Denn im Hintergrund des Konfliktes im Mittelost spielen sämtliche anderen nur denkbaren Spannun gen eine Rolle Vom Streit zwischen Indien und China, der um ernste territoriale Probleme geht, haben die •yestuihen Vöäcer nur aus vereinzelten Bildern in Fernsehsendungen oder aus kurzen Zeitungsnotizen Kenntnis e'•halten. Diese Frag-, greift aber tief in das nationale Leben der oeteiligten Staaten ein und kann zu einer entscheidenden Verlagp. rung des ohnehin nur schwach ausgeglichenen Gieiehgewich- MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Gesehäf te mit der grössten Auswahl SARMIENTO 1147 T E 35 . 703? CABILDO 2614 PAMPA 4979 Zahlungserletchterunger. fast Ecke TrtunvlraU Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung achwichtigen. Da Konzessionen auf Kosten anderer immer den einfachsten Weg zur Annäherung bedeuten, ver. sucht es Frau Gandhi — alerdings bisher ohne jeden Fr folg — «nit diesem alten Kochrezept der politischen Giftküche. Indiens Schaukelpolitik zwischen Os* und West mit der bereits verloren gegangenen Dritten Position ist als gescheitert anzusehen Gerne nsame Versuch» m l den alten Partnern diese" neu*ralen“ Bolckes werden nichts mehr ändern Auco Tito, der starke Mann LA SEMANA ISRAELITA semanario independiente Bs. Aires - PUEYRREDON 2190, t* tzq. - T.E. 83-2613 22. Siwsn 5727 der Dritten Position ist in zwischen auf dem pol tischen Plan erschienen Br brach seine Beziehunger zu Israel ab wi bei ihm sicherlich nicht ganz wohl war; jedoch war der „Druck der Umstände-“ noch .fcärker als das eigen? Wollen. Denn der Ausfall Nassers als dritter Mann bei dieser Runde - Tito, Gandhi, Nasser — wäre mit dem Zusammenbruch des ganzen Kartenhauses identisch gewesen Also musste Tito, um seine eigene Position zu retten oder zu halten, Nasser stützen oder gemeinsam mit seinen russischer. Freund- Feinden den Anschein erwekken, als ob Nasser zu halten wäre. Das ist die Lage heute, bis das Panorama sich wieder ändert. Soweit es sichere Progno sen geben kann, dar> wohl gesagt werden, dass mit der, israelisch - arabischen Krieg die Dritte Position in der alten Form mit der Achse- Tito- Nasser-Gandhi als liquidiert zu betrachten ist Keiner der drei ekteure wird auf der Grundlage dieser Politik ernsthaft in das Weltgeschehen e“ngreifen können Die ägyptisch * arabischen Möglichke ten beruhen nur auf den Chancen, die d'ese Länder a-,deren Staaten zwecks wirtschaftlicher Ausbeutung bieten können, um dann sich mehr oder weniger teuer zu verkaufen und nachher zu protestieren, dass die anderen sie ausplündern... Das ist der ,,Zauber"-Kr>is, der Kreis vom faulen Zauber.. Merkwürdige Wege beschreitet auch de Gaulle, der Angst hat, sich zwischen alle Stühle zu :etzen, deswegen Erklärungen nach allen Seiten herausgibt und zuletzt tatsächlich ¿wischen den Stühlen sitzen wird Seine englischen Freunde polemisieren gegen Expansionspolitik, woiv wissend, dass sie seit Jahrhunderten keine andere Politik getrieben haben, solange sie die K'aft dazu hatten Der britische Löwe hat sich die Zähne ausgebissen, nicht zu- 36. Juni 1967 Keilte Rassenhetze Rio de Janeiro. — Der bra silianische Kongress hat vor kurzen ein Pressegesetz verabsetvedet, in dem schwere Strafen für Rassenhetze vorgesehen sind. Bei erstmaliger Verurteilung erfolgt eine Verwarnung und beim zweiten Male die Schliessung der betroffenen Zeitung. letzt in seinem wütenden Kamp* gegen die Hagana, und nun setzt er eine friedliche Miene auf wenn es um die Interessen anderer geht. Er ist zu jeden Entgegenkommen bereit, das ande.e machen könnten. Nur wenn er selbst angegriffen wird wo z. B. n Aden, dann bebt der alte l.öwe seine Tatze. Der Kampf im Mittleren Osten hat alle Positionen durcheinander gebracht und erschüttert. Selbst die Amerikaner suchen einen Weg um aus der Finsternis ihrer verworrenen Politik zum Frieden .tu gelangen Sit habet» gelernt, nicht mit Erk'ärungen an die Oeffentlichkeit zu treten bevor die Rededuelle klar werden lassen, wo die Ansatzpunkte für 'inen Ausgleich liegen Denr Amerika ist an diesem Ausgleich aus vielen Gründen interessiert. Weil Amerika und die So* wjetunion den offenen Kamp* ver me-den wollen, waren sie zu jenem „historischen“ Gespräch zwischen Jo-hnson uni Kosygin bereit. Es ist ein Versuch gewesen. Auch wenn er im Augenblick zum Scheitern verurteilt ist, er wird gewisse Konsequenzen zeigen. Jedenfalls hat die Nachricht allein, dass die beiden Staats- ■rränne sich aussprechen wer« den, ceruhigend gewirkt. Die Ruhe, die Israel im stürmischen Meer der sich kreuzenden Weltinteressea und Redeschlachten be wiese t»- hat, entspricht der wirklichen Lage. Denn Israel ist die im Augenblick entscheidende Macht, des Vorderen Orients. — ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL “‘TTtrmmtttmttttMMtMttMMtttttmtMmitwmi Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDI6UNGSFRA6EN BUER0STUNDEN: von 15 — 18 Uhr NUR Dienstag und Mittwoch (ICH BITTE. NICHT VOR 14 UHR ZU ERSCHEINEN) oder nach Vereinbarung; T. E.: 83 - 2613 ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Eiiüdwffuachen - Vertage - Verwaltungen, Miels-. Zivil- und Handelssachen T. E. 80 - f"- PUEYRREP0N 2190 esq. Av. LAS HER AS