Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1967-06-30 · 2224 (30.6.1967) · p. [Seite 2]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2224 (30.6.1967)
Date
1967-06-30
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/9616703-9615794-9616006--4884-9616008
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

B —- Viente«, 36 Be Junte Be 1967 JODI8CBI VOCalNeCBit Aôe XXVItt — N* 7234 Kampf um Gerechtigkeit (Schluss von Seite l) ■werfen, wenn es ihnen oppor tun erscheint, oder sie vermuten, hierdurch Vo» teile zi erhaschen. Das nennt man dann eine „geschickte“ Politik. ln diesem Zusammenhang muss man einmal mehr an den Hitler-Stalin-Pakt erinnern, der den Weg zum Zweiten Weltkrieg freigelegt. Wer hätte damit rechnen -können, dass Stalin sich auf dieses Teufelswerk entlassen würde? Aber er hat getan wnd damit der Welt eine deutliche Lehre erteilt, wozu kommunistische Politiker be reit, si.id. wenn sie hoffen aus solchen Schritten einen Machizuwachs zu erhalten. Ma'i kann in diesem Machtkampf der Ostmächte gegen das R-Kht und gegen die Ge rechtigkeit die Schlüsse ziehen, die man will Man w>rd Von rirem Vorgehen nicht eonderheh überrascht sein. Im Gegenteil musste as wundemenmen. dass Ungarn sich sträubte und Rumänien bisher dem russischen v urs hiebt folgte, sondern verlang te, dass Araber und Israelis ohne fremde Einmischung in direkte Fnedenf Verhandlungen eintreten. Damit hat ein Staat, der zum russische»’ Block gehört, wenn er auch in letzter Zeit wiederholte Male eigene Wege einschlug, den W'-aelischen Standpunkt eingenommen und vor a«ler Welt unterstützt (!). Wenn wir über das kom munisrische Vj -“eher) nicht sonderlich erstaunt sind, sc muss die Haltung des Präsidenten Frankreichs, des Generals de Gaulle umso grössere Ueberrasrhung auslösen, dessen Neuerung plötzlich auch die Verurteilung Israels als Angreifer verlangte, kn Gegensatz zu Rumänien, das auch mit Frankreich einen Fruend6Chaftspakt hat. Will de Gaulle nur dann einem Frieden im Mittleren Osten zustimmen wenn die Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1? ixq. nachm. IS—18 Uhr Tulefen: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialge&chaeit CORRIENTES 569 T. E. 49.5850 PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. I*. berät Sie kostenlos und cm verbindlich beim Kaut odej Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAE0SE8N VIRREY DE1 PINO 2262 T. E. 73-7887 Vietn'»m - Frage gleichzeitig erledigt, wira. M'[ dieser Vermischung internationaler Interessen hat de Gaulle 6eine Karten und 2ü;le au. den Tisch gelegt und sich selbst abgeurteilt. Schon in ilen letzten Monaten zeigte de Gaulle eine wachsende Gecra-rscbaft zu den USA, die mp dem 4us- «ritt Frankreichs aus der gemeinsamen Euroa Armee begann Das war die erste An nüherung an die Sowjetunion, durch weiche sich die Bundesrepublik Gingesthnürt fühlen musste Kiesingers Angebotan die Deutsche Demokratische Republik (Ostdeutschland) is" als eine Antwort auf die französische ..ESnkieisungs“-Politik zu betrachten Noch verworrener können die sch widerstreitenden internad malen Interessen und Tendenzen nicht zutage treten. Um Israels Rechte zu garantieren, sollen si.-h die Arier-kaner zuerst .n Vietnam arr.ngieren... Vor rund dreissig Jahren sah sich das jüdische Volk ähnlichen Bedrohungen gegenüber wie denen die jetz* Nasser über die Ausrottung der Juden ausg-stossen hatte. Der Gegner Hitler wa.- nur i ngleich gefährlicher. Die Juden warer damalmacht-cs. heute besteht Israel, das seinen Lebenswillen und seine Lebenskraft so eben mit aller Klarheit gezeigt hat. Aber Hitler führte nicht unmittelbar seinen Schlag gegen die Juden, sondern griff zunäer-st die Polen an. Frankreich war seinerzeit mit der Polen verbündet und ihnen ebenst; wie England zur Hilfeleistung ver >flichtet. De Gaulle der vor dem Zweiten Weltkrieg nicht in die polit:- schen Verhältnisse eingegriffen hatte, krit sierte später die Haltung de; französischen Regierung De lädier und den Aussenmirister Bon net, die viel zu langt ge wartet hätten, bis s»e dem Dritten Reich den Krieg in Erfüllung ihres Bündnisses mit Polen erklärt haben. Mutatis mutandis wenn man die natürlichen Aenderungen der politischen Verhältnisse zwischen heute und damas in Rechnung zieht, war die Lag« Israels nicht der Polens unähnlich und die Rolle Frankreichs wich nicht erheblich 11,38 von der kr Jahre 1967 ab. Aber damals kritisierte de Gaul'e die französische Regierung — wie wii an nehmen wollen mit Recht — heute distanziert er sich Ein aufschlussreiches Dokument Ihr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUSE T. E. 76 5842 JUDIVH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecker l'ait iebeuteJ Käppchen Mai zot-Taschen Handone Maschinenstickere) von Bettand riscbwäsche Dt. P. L RIVERA 258t Cfr. Bebedero} T. E Ï3-WS5 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0288 73-1049 von d?n Veipfli. htungen, die Prank-eich wegen der Freiheit aer Meere ölernommen hat. De Gaulle na* nicht d»e Aegypter gezwungen die Sperre der freien Sch’ffah»^ durch den Golf von Aka-be. aufzuneben, die tür Israel den entscheide” den. wenn auch nicht einzigen KriegsgTunti gebildet hat. Br blieb taten!’«, wie Daladier taten- -os blieb Nur dass es damals Frankreich unmittelbar ar den Kragen ging das im Laufe des Krieges zu Boden geworfe» wurde... Ist nach der Auffassung der französischen Regierung Israe: der Angreifer, weil e* nicht wartete, bi* es über rannt wurde bis seine Bevölkerung ins Meer geworfen worden ist, wie Nasser es — bis a-, die Zäh”« bewaffnet, ankiindigte? Ist derjenige, der sich verteidigt und nicht tatenlos zusieht bis der tödliche Schlag gegen ihn geführt wird, der Schuldige? Warum haben die Franzose” denn damals den Krieg er. klärt, obwob, sie nicht selbst angegriffen waren? Hat de Gaulle nicht ln einer sehr scharten Form gegen die hfrleristischen Behauptungen Stellut-g genommen, dass n-cht das Dritte Reich so» - dern die Französische Republik d?n Krieg gegeneinander begonnen hätte’ De Gaulle hat nicht nur seine Sympathien m der freien Welt verspielt, die er bis- _.er ge-tossen hat er hat auch seine politische Karriere damit aogesc-h lossen was siet: in allernächster Z?it zeigei dürfte wenn er nicht einer anderen Kurs steuert Auf wessen Seiten das Recht steht, kann nicht zweifelhaft sein, s.cher nicht nur für unß. sondern für jeden anständigen und objektiv denkenden Menschen. Wer allerdings Rechtsfragen mit seinen Sonderin: fressen vermischt, kanr nicht den Anspruch darauf erheben ernst genommen zu werden. .. _.. Die Gerechtigkeit wird sirg«n, auch wenn jhre Gegner noch st laut protestieren Haman und Hitler sind gefallen, das jüdische Volk lebt. Auch die ro.e Gefahr wird vorbei ziehe > und Israel wird tri umphieren, weil es nicht nur für sein Recht sondern für die Rechte aller freien Menschen kämpft, jeren Kampf für oje Gerechtigkeit, die schües-'heh siegen wird, wenn die Menschheit nicht untergehen will. Nette Einwanderung Toronto. — Seit dem Kriege wanderten 76.000 Juden nach Kanada ein, wovon 90 Prozent sich in Montreal und Toronto niederge’assen ha ben. In letzter Zeit kamen französischsprechende Juden nach Kanada, für de.en Kinder is noch keine genügenden Schulen gibt. New York. — Die letzte Ausgabe des Naehric-htenblattes der Amerikanischen Gesellschaft für internationales Recht enthält den Text eines geheimen Memorandums auf dem Archiv des verstorbenen UN - Generalsekretärs Dag Hammarskjöld aus dem hervorgeht. dass Nasser zu einer Einschränkung semes Rechtes. den Abzug der UNEF- Truppen zu verlangen, seine Zustimmung erteilt hatte. Das Memonranduin bildet die Wiedergabe einet privaten Abkommens zwischen Hammarskjöld und Nasser, der sich verpflichtete, nicht früher den Rückzug dieser Einheiten zu fordern bevor nicht in gegenseitigem Uebereinkommen festgestellt werde, dass die Brigaden der UNEF die ihnen übertragene Aufgabe erfüllt haben. Das Memorandum steht in sichtlichem Gegensatz zu der Politik des jetzigen Generalsekretärs U Thant, der im vergangenen Monat entschieden hat. dass Nasser das volle Recht besitzt, den Rückzug der UN-Truppen zu verlangen und dem Generalsekretär kein anderer Ausweg bleibe, als diesem Ersuchen nachzageben, ohne di« Generalversammlung zu befragen, auf deren Initiative die UNEF aufgestellt wurde Der Abzug dieser internationalen Brigaden ist augenscheinlich einer der hauptsächlichsten Faktoren, die den 3. arabisch-israelischen Krieg ausgelöst haben. Das Memorandum wurde am 6. August 1967, sieben Monate nach Einzug der UN- Truppen in ihre Positionen, geschrieben. Der verstorbene Generalsekretär ha’te zu Freunden geäussert dass er von dem über die Stationierung der UN-Truppen veröffentlichten Abkommen nicht befriedigt sei und daher in den UN-Archiven die Geschichte der Verhandlungen mit Nasser hinteuegt habe. Er übergab ferner eine Abschrift des Memorandums seinem damaligen Berater, Ernest A. Gross, der später nordamerikanischer Vizebotschafter vor den UN war. Als nun im vergangenen Monat die von Hammarskjold vorausgesehene Stre.tfrage auftauchte. händigte Gross die Kopie dem Vizepräsidenten JACOB LAPIDUS Jipi. Möbel NEUE ADRESSE V1AMONTE 2837 V B 46-1716 und 48-2124 M0HEL N. PLAKSIN Superi 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 Gemnlka warnt die Juden London. — Unter den polnischen Juden herrscht grosse Aufregung nach dem Gomulka auf einem ParteikongreSi in Warschau den Juden vorwarf, die israelische .Aggression“ begrüsst und den Sieg Israels gefeiert zu haben. „Wir wollen keine f ürste Kolonne in unserem Land“, erklärte er. E~ fü?te hinzu dass die po! nischen Juden, die nach Ist ‘«1 auswandern Worten die Erlaubnis hierzu erhalten hätten und diejen.gen, die polnische Bürger geblieber sind, nur ein Vaterland, nämlich Po en haben Er beendete seine Warnung mit den Worten: „Das Regime wird jene, we-che die Aggression unterstützen, nicht vergessen.“ (ITA) LA SEMANA ISRAELITA Semanario Aparece los Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swantmkj Pueyrredón 2190, I’ izq. T. E. 83-2613 Abono- Preise Argentinien: $ 1.000.— pro Jahr Ausl. $ 1.500,— jährl. der Amerikanischen Gesellschaft für internationales Recht. Stephen S-hwebel, aus, der ihre Veröffentlichung anordnete. Keine Religionsangabe Ottawa. — In den Anmel deformularen für die Einwanderung nach Kanada isc die F-age nach der Religion nicht mehr enthalten, weil sie nach Angaben des Ministeriums für die Auswahl der Einwanderer nicht wichtig ist Es ist den religiöser Gruppen überlassen, Vorschläge zur Erfassung der Einwanderer nach Konfessionen vorzulegen. Dr. Bernardo SCHWARC2 ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 7«-8?i RAYOS X PARADENTOSf TELEF. VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 — T. E. 58-4052 Dra. Juana Nevler de Neuburger MEDICA DEL HOSPITAL SALABERRY ENFERMEDADES DE SEÑORAS GINECOLOGIA — NUTRICION ENFERMEDADES GLANDULARES TUCUMAN 141 - Pise 3« Dto. H. T. E. 31-3889 y 69-8477 Consultas: Martes, Jueves y Sábados de 15 a 19 huras CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I. BlumenfeW (Director) Jefe de) Servicio de Ortopedia y Traamatetogía de) Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Cíe ocias Médicas de Buenos Aires. UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES I- E. URIBURU 285 41 2331 — 2240 47-5875 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73 8782 u. 73-6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY MEDICO CIRUJANO M. P. 9298 Sarmienta 3118 T. E. 87-1362 Dr. BENJAMIN LlPNtZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — KIE- FERCHIKl RG1E — REGULIERUNG DER ZAHN- STELUNG - K1EFEROBXHOPAEDIE Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorherigei Vereinbarung TOSE KERNANDE2 2518 UL 76-8673 u. 73-0500 Dr. L. KLEIN - Médico MAGEN- und DARMKRANKHEITEN ROENTGEN UNTERSUCHUNGEN SPRECHSTUNDEN Montag. Dienstag, Mittwoch a Freitag roo 15—19 tR» Es wird gebeten, «ich vorher telefonisch anzumelden. SANTA FE 1391 T. fi. 44-9493 u. 44-1542

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.