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Jüdische Wochenschau · 1967-06-02 · 2220 (2.6.1967) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2220 (2.6.1967)
Date
1967-06-02
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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i — Vieriiw, % de Junk) df 1967 JVOI8CH! WOCHENSCHAU AÄn X7ÍVUI _ »• Ereignisse der Woche Mit zitternden Herzen Die Nachrichten über die ¡Krise um Israel, über die Verhandlungen und Entschei. düngen der UN, über die Ständigen arabischen Drohungen und den Aufmarsch der Truppen aus den arabischen Nachbarländern haben die Juden Argentiniens, wie »Ile Juden in der Welt, tief bewegt Mit zitternden Hereen warten alle auf die nächsten, die neuesten Nachrichten, auf Briefe und Berichte von Familienangehörigen die in Israel leben oder dort »1-s Touristen weilten, auf die nächste Ausgabe der Zeitungen oder die Informationen der Radio- und TV-Stationen. Das Telefon steht nicht still. Alle sind erregt. Alle tragen dieselbe Hoffnung mit sich, dass die Gefahr vorübergehen möge, dass der Sturm sich lege, dass die düsteren Wolken verschwinden möge, die am israelischen Himmel aufgezogen sind. Viele, wenn auch längst nicht alle haben verstanden, was diese Stunde bedeutet, welche Verpflichtungen sie uns gemeinsam und jedem von uns auferlegt. Es gibt rührende Beispiele der Solidarität und der Einsatzbereitschaft, der Identifikation mit dem Schicksal Israels, das zugleich das Schicksal unseres Volkes ist. Alle Anstrengungen konzentrieren sich auf die Arbeit der Magbit, der Einheitskampagne, deren Bedeutung in diesen aufgewühlten Zeiten von allen klar erkannt werden sollte. Wer nicht in der würdigen Form beisteuert, die die Gemeinschaft von ihm erwarten muss, hat keinen Platz mehr in unserer Gemeinschaft. vor allem nicht an einer führenden Stelle Wenn wir uns selbst nicht ernst nehmen, was erwarten wir von anderen? Wenn wir uns nicht selbst schützen, wer soll uns schützen? Wenn wir nicht selbst unser Opfer bringen, wer soll es tun? Es widerstrebt uns, an Gefühle zu appellieren oder auf die Notwendigkeiten und die Not, die Bedrängnis und die Gefahr hinzuweisen, in welcher vir uns und in welcher sich andere befinden. Zitternde Herzen genügen eben nicht, um seine Verantwortlichkeit und Solidarität zum Ausdruck zu bringen. In der DAIA Die DAIA hielt in der vergangenen Woche eine Tagung ab, an der sich zahlreiche Delegierte der argentinischen Provinz beteiligten. Das Interesse und die Anteilnahme aller Delegierten spie- BIBLIOTECA POPULAR JUDIA Publicaciones del Ejecutivo Sudamericano del Congreso Judío Mundial CORRIENTES 1979 BUENOS 4IPES Colección: HECHOS DE LA HISTORIA JUDIA 1. Menajem Boreisho: LA HISTORIA DEL IDT3CH 2. Teodoro Herzl: EL PRIMER CONGRESO SIONISTA 3. Abraham Platkm: LA HISTORIA DEL HEBREO Colección: GRANDES FIGURAS DEL JUDAISMO 1. Samuel Roñansky: SCHOLEM ALEIJEM 2. Natan Gesang- YEHUDA HALEVI 3. Sim ja Sneh: SCHMUEL IOSEF AGNON 4. León Dujovne: MAIMONIDES 5. Nahum Goldmann: TEODORO HERZL 6. Scna'.om Rosenberg- FILON DE ALEJANDRIA 7. Eugen Relgis: STEFAN ZWEIG Bibliograf!' de Temas Judíos en Castellano Bestellungen dieser hochinteressanten Serie direkt im Büro des Jüdischen Weltkongresses (T. E.: 49-2817) gelten ein wenig jene Unruhe wider, die uns alle ergriffen hat, seit die arabischen Heere mobilisiert haben. Der AMIA » Verhandlungsraum war vollkommen überfüllt, als DAIA-Präsident Dr. Jizchak Goldenberg das Wort zu einem umfassenden Referat ergriff, in welchem er die Lage der Juden in der Diaspora. insbesondere in Argentinien, und die allgemeine Situation im Lichte der Ereignisse in und um Israel schilderte In seiner ruhigen, klug abwägenden Art gab Goldenberg ein anschauliches Bild über die letzten Entwicklungen, über die ständige Gefahr, die den lateinamerikanischen, vor allem den argentinischen Juden vonseiten dei rechtsextremisrischen Gruppen droht, die in den letzten Wochen wieder zahlreiche Sabotageakte und andere Provokationen vorgenommen haben Ueber Einzelheiten wurde an dieser Stelle laufend berichtet, sodass wir hier nicht alles zu wiederholen brauchen. Einen Gesichtspunkt hat Dr. Goldenberg in seinem Referat mit eindringlicher Klarheit unterstrichen: das Schicksal der Juden in der Welt, vor allem wiederum in den lateinamerikanischen Ländern, ist aufs engste mit der Zukunft Israels verbunden. Hierfür gibt es nicht nur inner jüdische Beziehungen, nicht nur die Gefühle der Juden selbst zu Israel, sondern ganz andere Aspekte, die einen ausschliesslich politischen Charakter tragen. Wir wissen alle sehr gut, dass das Ansehen der Judenheiten in der Welt mit dem Entstehen und mit der wunderbaicn Entwicklung Israels gestiegen ist. Was Juden in Israel geleistet haben, wozu sie fähig gewesen sind, durch ihre Arbeit, durch ihre Leistungen. durch ihr Können, durch ihren Mut und ihre Hingabe, das weiss die Welt und hat es auch anerkannt. Ueber--.11 ist von diesem Ansehen ein Strahl auch auf die Galut gefallen. Die Juden sind hierdurch auch in den Ländern ihrer Zertreuung ein Faktor geworden. Würde die Kraft Israels rachlassen, die Juden in der Diaspora werden es sofort merken und an ihrem Leibe zu spüren be- ‘ kommen. PASTEUR 2$4 . 2t y 5° pisos fît 4un ft« * 137 J « ffUENO} AJSES ciencias económicas, contadores públicos ñacionaÍM consultores de ^empresas ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES ANONIMAS Á «iiiiiimiiiiiiimmmiiiimmmmimmmiiimimimmmmiimiimimimiiiiimmimiiimmii íiminmimniuiíKiiHiüib /AMmm oí DAIA zum 25. Mai Am 157. Jahrestag erklärte die DAIA in brüderlichem Geist ihren Anschluss an die Freude, mit der Ar. gent.inicn die Geburt des Landes begeht, welches im Jahre 1810 auf den ewigen Idealen der Demokratie gegründet wurde. In ihrer Erklärung spricht die DAIA von dem schnellen Wandel, dessen Zeugen wir in den letzten Jahren waren und der unsere Einstellung zur Mairevolution -.. rheblic-h bereicherte. Sie verweist auf die zahlreichen neuen Nationen, die seit der Vernichtung des Nazismus entstanden sind, und gibt zu bedenken, dass Argentinien um mehr als anderthalb Jahrhunderte diesem Prozess vorauseilte. Dies lasse uns die nationale Reife des Landes noch besser verstehen, welches sich in seinen Anfängen auf Prinzipien gründete die viel später universell als Voraussetzungen für ein zivilisiertes ljenen akzeptiert worden sind. Argentinien ist mit der Erkenntnis zur Unabhängigkeit erwacht, dass Würde und Rechte des Menschen gewahrt werden müssen. Und diese Erkenntnis weist uns auch das Mass unserer eigenen Verantwortung. Aber sie legt uns auch die Pflicht aul, dieses grosse und gemeinsame Erbe der Ideale zu wahren, von denen Saavedra und Moreno träumten. So feiern auch die argentinischen Bürger jüdischer Herkunft diesen Tag mit allen ihren Mitbürgern aller Bekenntnisse und Rassen, aller sozialen Schichten und jeglichei Herkunft als das grosse Nationalfest eines Volkes dessen Ideale jegliche rassische Diskrimination und totalitären Hass ablehnen. Nach Goldenberg sprach der Kulturattache der Israel- Botschaft, Herr Arie Busfan. der einen Ueberblick über die politische Entwicklung gab und nach seinen überzeugenden Worten reichen Beifall erhielt. — Kulturinstitut Das argentinisch-israelische Institut für Kulturaustausch hatte zur Feier des 25 de Mayo und des israelischen Unabhängigkeitstages, wie in jedem Jahr zu einem grossen Essen eingeladen, an welchem der israelische Botschafter sowie die Botscnafter anderer lateinamerikanischer Länder, hohe Repräsentanten der Republik Argentinien, Kulturattachés verschiedener Staaten, Gelehrte, Wissenschaftler, Akademiker, Künstler und Persönlichkeiten unseres jüdischen Lebens teilnahmen. Auf der Versammlung lag ein feierlicher Ernst, der der augenblicklichen Lage entsprach. Der Präsident des Instituts, Universitätsprofessor Dr. Fustinioni, früherer Dekan der medizinischen Fakultät, würdigte die beiden historischen Daten, unterstrich die Gemeinsamkeit der Ideale Argentiniens und Israels und hielt eine Rede für den Frieden, die alle Anwesenden tief berührte. Botschafter Alon der sehr herzlich begrüsst und gefeiert wurde, dankte für diesen Akt der Solidarität vor allen den argentinischen Repräsentanten und den Vertretern der anderen Länder. Der Botschafter unterstrich die grossen Leistungen, die der junge Staat Israel für die Werke des Friedens und des Fortschritts in seiner 19jährigen Existenz geleistet habe, und hob den Willen zum Frieden hervor, den Israel bei so vielen Gelegenheiten bewiesen hat. Immer wieder habe Israel seine Hand zum Frieden mit den arabischen Ländern ausgestreckt, aber alle Versuche zur Verständigung seien vergeblich gewesen. So sehr Israel den Frieden liebt, es werde sich mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln zu verteidigen wissen, Wir alle hoffen, so sagte der Botschafter, dass es zu dieser Kraftprobe nicht kommen werde. Denn Israels Mis-; sion sei seit den biblischen; Zeiten eine Mission des Friedens für alle Völker, die ein : Lebensrecht haben und die : in Freiheit leben müssen. Für ■ dieses Ideal werden wir wei- : terkämpfen. Wir wissen uns : hierin einig mit Argentinien, ■ das nicht zufällig dieselben : Farben in seiner Fahne bat : Unter Hinweis auf eine Rei- ■ he von ähnlichen oder glei- ■ eben Gedanken, die von ar- : gentinischen Autoren u. a, : von José Hernandez und Al : berdi geäussert wurden, mit : Gedanken aus unserem : Schriittum, forderte der Pot- E schafter zu weiterer schöpfe- E rischen, kulturel’en Arbeit auf. Seine Ausführungen wurden ebenfalls mit starkem Beifall aufgenommen. Sodann ergriff der Nobelpreisträger Prof. Dr. Houssay das Wort zu einer kurzen Bemerkung, besser gesagt, zu einem ergreifenden Gebet füi den Frieden. — Tagung der OSA Die Organización Sionista Argentina (OSA) hielt ihre Landeskonferenz ab, die mit einer öffentlichen Veranstaltung im grossen Saal der AMIA eröffnet wurde. Bereits mehr als eine Stunde vor dem angekündigten Termin waren der Saal und seine Vorräume vollkommen überfüllt, sodass niemand mehr das Haus betreten konnte. Nach einleitenden Worten des Landesvorsitzenden, Don Emilio Gutkin, und des Repräsentanten der Isra el-Botschaft, Dr. Aba Gefen, referierten die Herren Dr. Goldenberg (Präsident der DAIA) und Chaim Finkeistein (Mitglied des Zionistischen Aktionscomités), deren Ausführungen mit grossem Ernst auf genommen wurden. Am folgenden Sonntag hielten die Herren A. Mittelberg und Ing. Glaserman Referate über organisatorische Fragen, während dre; weitere Referenten die Probleme der Alijah behandelten. Die Debatte und die Beratungen zogen sich bis in die Abendstunden hin. Die Tagung wurde mit Wahlen abgeschlossen; neuer Präsident der OSA wurde der bekannte zionistische Mitarbeiter, Herr Ing. Naehman Radchikowsky. Dem zionistischen Veteranen Gutkin, der viele Jahre die Präsidentschaft innegehabt hat, wurde Fachleute aus braal 400 israelische Fachleute auf dem Gebiete der Landwirtschaft und der Wasserversorgung sind gegenwärtig arbeiten in gleicher Eigenais Berater und Instruktoren auf diesen Geboten im Ausland tätig. Ihre Aktivität erstreckt sich auf 42 Staaten, dabei in erster Linie auf das Festland von Afrika, ferner Persien, Lateinamerika und Südostasien. Eine kleine Anzahl israelischer Fach eu « Schaft auch in europäischen Ländern. der Dank für seine Tätigkeit au sgesprochen. Ein Aufruf zur Besinnung Angesichts der Spannung im M ttelosten, die zu eniem Krieg unvorhergesehener Ausmasse führen kann, mahnte die DAIA alle internationa len Instanzen, sämtliche Mittel zur Vermeidung einer Katastrophe zu erschöpfen Das Kriegstreiben gegen Israel unter Missachtung der von den Vereinten Nationen verkündeten Prinzipien, das mit der Blockierung der freien Schiffahrt auf einem internationalen Wasserweg, die durch einen auch von Argentinien ratifizierten Pakt gesichert war, seinen bisherigen Höhepunkt fand und durch die mörderischen Ueberfälle von Saboteuren aus den Araberländern elng-Neitet wurde, ist der breiten Masse unverständlich, die noch unter dem Eindruck der Friedensappelle grosser Staatsmänner und kirchlicher Autoritäten steht. Alle Nachrichten vom Schaup'atz der Krise informieren einstimmig von der beeindrukkenden Ruhe und überraschenden Kaltblütigkeit der Bevölkerung Israels, wfih rend aus den Nachbarstaaten wüsteste Drohungen dringen. Dieser Kontrast kennzeichnet besser als alle Worte die gegenwärtige Lage, die ein Ausbruch der ständigen Befeindung des kleinen jüdischen Staates ist, der auf Beschluss der zivilisierten Welt gegründet wurde und vom ersten Tage an auf der alten Erde der Propheten und als Ausdruck der historischen Wiedergutmachung einer noch durch die Verbrechen des Nazismus verschärfter: tausendjährigen Ungerechtigkeit für den schöpferischen Aufbau und für den Frieden gearbeitet hat. Die DAIA richtet auch an Argen tinien das Ersuchen, sich den internationalen Bemühungen zur fnedl.chen Lösung der Krise im Geist seines traditionellen Eintretens für die Menschenrechte und die internationalen Ideale des menschlichen Zusammenlebens anzuschliessen. Unserem lieben Skatbruder, Herrn ALEX GRAEFNER die herzlichsten Glückwünsche zum 90. GEBURTSTAG EUGEN JOSEF ERNST KOCHMANN JULIO LIPPMANN BERNARDO BAUM Asunción, Paraguay, im Juni 1967. Die BAR MIZWA unseres Sohnes ERNEST0 LUIS findet s.G.w. am Sonnabend, den 3. VI., um 9 Uhr im Tempel Bet Israel, Cramer 2070 statt. ENRIQUE GOLDSCHMIDT und Frau CLARITA geb. MANN Empfang anschliessend an den Gottesdienst 0* unter*5 D* der *r ■tsra«1 len;i Biß cW® jíssíer jííiss in diplor gen ¿■¡ira»«' ihrer Die flott« liehen Besp a?yp Sh»®6 fort. - Spa' die stützen teil nächst netts, teien ln tat ge den sein. der alsein Tirnle ser, ren Irak dem ztmg leum ten Jah ta i zeit, gab v DI®~ baitun nonine stehen 02010101025302000001482353230101020100020200000001 48235348485353485323482353234823532301000100005323

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