Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2220 (2.6.1967)
- Date
- 1967-06-02
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 2 rte Junio rte 1967 J K DI8 C B I WOCHENSCHAU a*« x* vm. — N* mo Schwer zu verstehen (Schluss von Seite 1) ehungen stehen werden, die im Jahre 1956 nach der Beendigung des Sinai-Feldzuges getroffen worden sind, und bei denen sich vor allem die Amerikaner verpflichtet hatten. üiier die Einhaltung dieser Bedingungen zu wachen. Der Verlauf der Krise zeigt aber eine schwankende Haltung Amerikas. Von allen Beiten erfolgen zwar Mahnungen zur Mässigung, die an beide Parteien — an Israel und die Araber — gerichtet waren, womit bereits der Schwerpunkt der Verantwortlichkeit für die Krise entscheidend verlagert worden ist. Nicht Israel nat seit Jahren zu einem Krieg aufgehetzt, nicht Israel hat systematisch Zerstörungsaktionen eingeleitet und hierfür eine besondere Terroristengruppe ausgebildet, sondern die Aegypter und mit ihnen im Bunde die Syrer. Plötzlich aber fiel die Verantwortung für die Zuspitzung der Lage auch auf Israel Von diesem Standpunkt bis zur alleiniren Verantwortlichkeit ist (oder war?) nur ein gcbritt. Der französische Präsident Charles de Gaulle versuchte die Initiative zu ergreifen, zumal Frankreich alte Interessen im Mittleren Orient zu verteidigen oder wiederzugewinnen hat. Er forderte zu einer Besprechung der „Vier Grossen'“ auf. zu der sich Amerikaner und Engländer sofort, bereit fanden. Die Russen winkten ab. Denn die Russen sind der „neue“ Faktor im Mittleren Osten gewesen, diejenige Grossmacht, die in der arabischen Welt oder <n einem erheblichen Teil dieser Welt nach dem Zweiten Weltkrieg grossen Einfluss gesucht und gefunden hat. Die Kommunisten ¡zeigten sich auch hierbei, wie bei so vielen anderen Zielen der alten zarist sehen Expansionspolitik, als die er- Dr. FREY ABOSADO PUEYRREDON 2190 1? ixq. nachm. 16—19 Uhr' Telifon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spe»aJqeschaeft CORRIENTES 569 T. 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Opposition ist sicher vorhanden, vor allem auch gegen Nasser. Aber diese Opposition haf den ä'vptischen Staatschef gerade zur Aktion gegen Israel gedrängt, um damit die inneren Schwierigkeiten zu beseitigen und die Oppositionellen im Zeichen eines „heiligen“ Krieges mundtot zu machen. Wir können auch nicht mit Bestimmtheit sagen, ob in den letzten Wochen oder Tagen auf den Strassen in Damaskus von einer anl: kommunistischen Opposition gegen die jetzige Regierung demonstriert worden ist, obzwar der ständige Wechsel der syrischen Regierungen auf dieses interne Problem zurückzuführen war. Wir können auch nicht annehmen, dass die Russen wirklich davon überzeugt sind, Israel sei der Angreifer und nicht Aegypten. Es gibt genügende Indizien, die hiergegen sprechen. Aber in der Politik geht es nicht immer oder sogar selten nach Ueberzeugungen. Auch wenn die Sowjets klar erkennen sollten, dass sie mit der Formel, Israel als Angreifer in diesem Konflikt zu bezeichnen, ein Unrecht begehen, sie benutzen diese Formel und ermuntern damit einseitig die arabische Angriffs - Politik. Auch wenn sie zur Mässigung und zum F'rieden auf rufen, unterstützen sie hierdurch die aggressiven Absichten der Araber. Was wollen die Russen? Glauben sie etwa, dass ein Krieg ihre speziellen Interessen fördern könnte? Hoffen sie darauf, dass die Ameri- Htr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUSE T. E. 76 5842 JUDIiH SCHENK OLEWSKI kttltusstickereien Schabbosdecker rahtobeutel Käppchen Mas sot-Taschen - Handune Maschloenstíckerel von Bett- und rtscßwäsche Dr. P. L RIVERA 2585 (fr Bebedero) T. E I3-*155 kaner ihren Kampf in Vietnam einstellen, um den Frieden im Mittleren Osten zu retten? Ist Israel schon eine Hände sware der internationalen Politik geworden? Die Russen handeln abenicht nur nach eigenen Direktiven und frei von Notwendigkeiten, denen sie sich durch die letzten Entwicklungen gegenüberstehen. Ein neuer schwerwiegender Faktor der internationalen Politik und Spannungen muss vom Krem] berücksichtigt werden: das Rote China, das den Russen überall den Rang abzulauten bemüht kst, auch im Mittleren Osten. Zu welcher Macht und zu welchem Einfluss die Regierung in Peking gelangt, ist, zeigte sich be' den Verhandlungen im Sicherheitsrat, die dadurch praktisch unmöglich gemacht worden sind, dass selbst Frankreich erklärte, es kön ne den Delegierten des Nationalen Chinas, den Abgesandten Tschiang Kaitscheks, nicht als den wirklichen Repräsentanten des chinesi. sehen Volkes anerkennen, das heute durch das Rote China vertreten werder müsste. Aus welchem Grunde wählte Frankreich gerade diese Gelegenheit des Zusammentretens des Sicherheitsrates zur Beilegung des Konfliktes im Mittleren Osten, um seinen Standpunkt voizutragen. Wäre nicht schon vor Jahren und immer die Möglichkeit hierzu gegeben gewesen? Auch durcii dieses Vorbrin gen wird deutlich, dass es 6ieh keinesfalls um einen loka’en Konflikt, sondern um eine die ganze Welt einbeziehende Auseinandersetzung im weitesten Umfang handelt. Russland reagierte für die Araber, weil es die chinesische Intervention im Mittleren Osten befürchtet Auch Nasser hat bereits früher dem Kreml zu verstehen gegeben, dass Peking ihm be willigen werde, was Moskau vorenthält. Aber d>ese versteckte Drohung, die an die Adresse des Kreml gerichtet war. .st keine leere Phrase sondern bereits eine Wirklichkeit. Denn die chinesi sc-hei. Agenten sind in der arabischen Welt äusserst ak tiv geworden und gewesen Der Einfluss des Roten Chi nas ist vorhanden, vor allem in Syrien. Es stellt ausser Zweifel, dass die syrischen Terroristen von chinesischen Instruktoren ausgebildet worden sind und werden, also von der gleichen Zentrale, deren Agenten in Vietnam auf dem afrikanischen Kontinent und in vielen lateinamerikanischen Ländern tätig sind. Diese Guerilla-Krieger, die bereits in bainahe alle Republiken Südamerikas eingedrungen sind, werden also von derselben Stelle aus geleitet wie die Terrorüsten-Banden, die seit Jah- Secbs Todesurteile Wien. — Sechs ehemalige Kollaborateure, die der nazistischen SS beitraten und irr> Vernichtungslager Janow (bei Lwow) eingesetzt waren, mussten sich vor dem Militärgericht des Wehrkreises K-irpaten wegen der von ihnen begangenen Verbrechen verantworten. ES wurden ihnen zahlreiche Morde zur Last gelegt, die von den wenigen überlebenden Zeugen bestätigt wurden. Die Ange klagten waren auch in anderen Konzentrationslagern, darunter in Buchenwald, als Wächter eingesetzt. Alle sechs wurden zum Tode verurteilt. Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 Israel-Debatte im türkischen Senat Ankara. — Die türkische Rolle im Nahen Osten sollte darin bestehen, einen Beitrag zur Verbesserung der israelisch-arabischen Beziehungen zu leisten und zu helfen, in dieser Region Stabilität zu schaffen, erklärte Senator Nu vir Yetkin von der oppositionellen Republikanischen Partei im Senat. Die Türkei müsste erklären, dass sie aus sentimentalen Gründen keine Freundschaft aufgeben könne. Sie sollte klarlegen, das6 sie weder eine Bedrückung von Arabern in Israel, noch die Verwandlung des Nahen Ostens in ein Pulverfass wegen Israel zulassen werde. Es ist dies das erste Mal. dass von republikanische! Seite eine solche Erklärung abgegeben wurde. Sie ist gegen die Politik der Regierung gerichtet, die Beziehungen mit den arabischen Ländern zu (erstarken und dabei Israel zu „übersehen“. Der Aussenminister antwortete hierauf, die Türkei verfolge eine LA SEMANA ISRAELITA Semanario Aparece los Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1? izq. T. E 83-2613 Abono-Preise Argentinien: $ 1.000.— pro Jahr Ausl. % 1.500.— jährl. JACOB LAPIDUS dipl. Möbel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2937 4’ B 46-171« and 48-2124 ren auf israelisches Gebiet übergreifen, um Unruhe zu schaffen, jene Unruhe, die der (chinesische) Kommunismus gebraucht, um zur Macht zu gelangen. Offensichtlich haben die Völker, die von der gleicheh Plage betroffen worden sind, diese Vorgänge und Zusammenhänge nicht verstanden, denn bisher haben sie ihre Stimm*» nicht erhoben, um ein Wort für Israel zu sagen, das dem ganzen Druck des von eigenen Spannungen und Differenzen erfüllten kommunistischen Blocks ausgesetzt ist und ihm Widerstand zu leisten hat. Das Schwanken des Westens, der Versuch auf Kosten Israels einzulenken, lässt ein „zweites München1* befürchten. Um die eigenen Interessen zu schützen, werden auf Kosten eines kleinen Landes Konzessionen gemacht. Haben die Westmächte nichts gelernt? Haben sie vergessen, dass das Opfer der Tscher hoslowakei Hitler die Bahn freilegte, sie selbst anzugreifen und damit dem Kommunismus eine Tür zur Macht über grosse Teile der Welt zu öffnen, die bis dahin erfolgreich diesem Ansturm widerstanden haben? Niemand kann Voraussagen, wohin diese Welt treibt. Aber dieses haben wir wiederum mit aller Deutlichkeit und Härte gelernt: Israel hat nur einen Verbündeten: da: jüdische Volk. Wenn sich das jüdische Volk, wenn sich die Juden in allen Ländern, im Angesicht der Grösse der Gefahr ihrer Verpflichtung bewusst sind dann brauchen wir nicht zu zittern. Mögen die grossen politischen Zusammenhänge, mögen die Entscheidungen der Weltmächte unverständlich sein, unsere eigene Aufgabe können und werden wir verstehen. Wir sind Israels treuester Alliierter in guter. Tage und erst recht in schwe ren stunden. Das jüdische Volk ist auf gerufen, sich deir Einst des Augenblicks und seiner Sendung unter den Völkern für Frieden, Freiheit und Fortschritt gewachsen zu zeigen. M0HEL N. PLAKSIN Superi 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-82U RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HEI,GÜERA 1915 — T. E. 58 44)52 ausgewogene Politik gegen, über den Ländern der Region. Alte Freundschaften würden nicht aufgegeben, während neue begründet würden. Dra. Juana Nevler de Neuburger MEDICA DEL HOSPITAL SALABERRY ENFERMEDADES DE SEÑORAS GINECOLOGIA — NUTRICION ENFERMEDADES GLANDULARES TUCUMAN 141 - Pise 39 Dto. H. T. E. 31-3889 y 69-8477 Consultas; Martes, Jueves y Sábados de 15 a 19 horas CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Praf. Dr. I. BlumenfeM (Director) Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencias Médicas de Buenos Aires. UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES l E. URIBURU 285 41 2331 — 2240 47-5875 Dr. BERNARD0 GOLDSTEIN M E D I C O ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARAT0 CIRCULAT0RI0 Médico de! Hospital Fernandez CUBA 2141 — T. E. 73 8782 u. 73-6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY MEDICO CIRUJANO M. P. 9298 Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 Dr. BENJAMIN L'PNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — KIE- FERCHIRIRGIE — REGULIERUNG DER ZAHN- STELUNG — KIEFERORYHOPAEDIE Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorherige Vereinbarung fOSE HERNANDEZ 2518 T.E. 76-8673 u, 73-0500 Dr. L. KLEIN - Médico MAGEN- und DARMKRANKHEITEN ROENTGEN UNTERSUCHUNGEN SPRECHSTUNDEN Montag, Dienstag, Mittwoch u Freitag von 15—19 Uhl Es wird gebeten sich vorher telefonisch anzumelden. SANTA FE 1391 T. £. 44-9493 u. 44-1541