Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2218 (19.5.1967)
- Date
- 1967-05-19
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/9616703-9615794-9615952--4831-9615955- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Wirnmmm, 1« «m Mif» « iMg Añ» XXVIII. — N» UM» — 3 II IIMAR« KiimiTA Vertrauen zur Wirtschaft Mm Grundlage einer neuen «rirtMOhaftUohen Aufwartsenfcwfcfclun# muH in erster Unw di* Wiederherstellung des Vertrauens bilden. Man muss in der Wirtschaft wissen, dass die Stabilität des fteis. und Lohnniveaus, des Kredits und der Währung ge. währt ist und die Regierung e*ne Gradlinigfceit einer aoioheo Politik au skshern weis». Auf diese Weise wird die Unternehmungstätigkeit der Wirtschaft wieder belebt werde« und betriebliche Planungen und Investitionsentseheidungen eine Besserung der Konjunktur herbei führen. Da*u aber ist es auch nötig, dass die innenpolitische Unsicherheit überwunden werden und der Wirtschaftler sich davon überzeugen kenn, dass wirtschaftliche Entscheidungen nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten entsprechend den örkenntnissen der Wirtschaftssachverständigen vor. VM Or. KORT OTTEMSOOSER (Israel) Au# Israel erreicht uns die Nachricht vom Ableben unseres langjährigen Mitarbeiters. Dr. Kurt Ottensooser, der im Alter von 71 Jahren unerwartet verschied. Ottensooeer, der in Nürnberg Inhaber des grössten privaten Bankunternehmens war, wsnderte in den dreisslger Jahren in Israel ein. Aus Liebe zum Journalismus trat er in die Redaktion der in deutscher Sprache erscheinenden Zeitung ..Jedioth Chadashoth“ ein. Seine besondere Aufmerksamkeit widmete er Pro- Werner« der Wirtschaft und der Knesset. Immer wieder überraschte er seine Kollegen durch sein Fachwissen, .seinen Arbeitseifer und seine unermüdl.che Frische. Wir trauern um einen wertvollen Mitarbeiter. — D. Red. JUNCAL Crédito Ltda. Die Sparkasse des zentraJeuropaeiscken Sektors Cooperativa de Sociedad Montag bis Freitag von 12 Ms 15 tTfir A R A 0 Z 2854 T. Er 7 I -9058 BUENOS AIRES Und wenn tes sich um HERRENKLEIDUNG bandelt, dann zu Carlton MALPU 982 — 31.7845 genommen werden und nicht nach den politischen Notwendigkeiten der Parteien und Organisationen. Nur so kann der jetzt lähmende Pessimismus, der weite Kreise beherrscht, überwunden werden, damit die spontanen Kräfte des Marktes sich neu entfalen sollen. Erst dann kann erwartet werden, dass unsere Wirtschaft das Vertrauen in die künftige Entwicklung wieder zurüekgewinnt. NEUE IMPULSE Die Produktions-Kapazität unserer Wirtschaft hat heute einen Umfang erreicht, der über die Deckung des lokalen Bedarfs beträchtlich hißausgeht. Die» gilt für die Industrie wie für die Landwirtschaft. Die Ausweitung unseres Exports ist daher zur Exi stenzfrage geworden, und eine neue Expansion ist nur möglich, wenn sie von der Eroberung neuer Auslandsmärkte getragen wird. Die Förderung des Exports muss daher unsere vornehmste Aufgabe sein und die neue Initiative des Handels¬ und Industrie-Ministeriums zur Förderung de» Exports daher begrüsst werden. Die Exportsteigerung im abgelaufenen Jahr war nicht unbefriedigend, und auch der erste Monat des neuen Jahres brachte einen weiteren Anstieg. Aber diese Steigerung entspricht weder den Notwendigkeiten unserer Wirtschaft noch den gegebenen Möglichkeiten. Selten waren aber die Voraussetzungen für einen ,,Sprung nach vorwärts“ so günstig wie jetzt, wo man in weiten Kreisen der Wirt schaff die Notwendigkeit zu exportieren eingesehen hat. Aber es müssen dafür auch eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt werden, um die nötige Förderung der Export- Industrie zu gewähren und das Export-Institut hat eine Reihe von solchen Massnahmen. die ergriffen werden sollten, ausgearbeitet und den zuständigen Stellen un terbreitet Stabilität der Löhne und Initiativlöhne zur Hebung der Produktionsleistung durch Prämien spielen dabei eine wichtige Rolle. Aber auch die Voraussetzungen für eine Investitionsbereitschaft müssen geschaffen werden. LOHNPOLITIK ALFREDO STERN MALERARBEITEN FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN VIDAL 1575 FAST ECKE PINO Tel.: 76 9088 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Tep pichen in erstklassigen Qualitäten für iedes gemütliche Heim. EIGENE FABRIKATION UNVERBINDLICHE VORFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUMGER Maschinenteppiche in allen Farben und Grössen Auslegen von Appartements mit rein wollenem Velour VERKAUF AN PRIVATE NUR SAMSTAG UND SONN TAG VON 9—19 UHR (M AUSSTELLUNGSRAUM CAUE ANDONAEGUI TEIL,: 52 2993 4 Quader von Station Urquiza Der Lohnpolitik kommt im Rahmen solcher Anstrengungen grösste Bedeutung zu. Stabilität und Wachstumsförderung lassen sich nur im Zusammenwirken der Sozialpartner erreichen. Die Autonomie der Tarifpartner soll gewahrt bleiben, aber diese schliesst auch die Verpflichtung zur Kooperation n*it ein. Nur auf Grund genauer und exakter Ziffern für die Produktivität der Industrie kann seitens der Regierung eine prinzipielle Lohnpolitik festgelegt werden. Bei den so gewonnenen Richtlinien für eine allgemeine Lohnpolitik handelt es sich keineswegs um eine Bevorzugung der Ta rifpartner, sondern um das Erkennen des Möglichen und um ein gemeinsames Vorgehen im Sinne einer konzentrierten Aktion, Gewerkschaf ten und Arbsitgeberverbände sollen als gleichberechtigte Partner die entsehenderirten Voraussetzungen für eine Wiederbelebung d r Wirtschaft und eine Ausweitung der Exporte schaffen. WERTVOLLES AKTIVUM Vertrauen zur Wirtsehf ist, wie wir schon eingangs erwähnten, ein wichtiges Mo ment. Es ist erfreulich, wenn wir fest stellen dürfen, dass Israel auch heute und trotz der gegenwärtigen Rezession über ein grosse» Kapital an Vertrauen gerade im Ausland verfügt. Dies brachten auch nordamerikanische Bankpräsidenten, die anlässlich der 2S-Jahresfeier des Bestehens der ..Ampal“ Investment Corporation im Lande weilten, zum Ausdruck. Wir hatten den Vorzug einer längeren Aussprache mit dem Vizepräsidenten der Manufacturers Hanover Trust C.GJ5. König ,,Ic,h wsiss. dass Sie hier zur Zeit unter einer Rezession leiden“, sag MOEBELHAÜS WATERMANN Da» Haus der 3 Gescbäf te mit der srösstet» Auswahl SARMIENTO H4> V E 35 703? CABILDO 2614 ~ PAMPA 49T9 Zahlungserlelehterunger fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten Zuvorkommende fach männfcsche Bedienung te, „aber da» sollte Sie nicht weiter entmutigen. Wir in den USA haben solche Perioden wieder und wieder erlebt und wissen dass die Konjunktur in Wellenbewegungen verläuft. Das sind nur natürli che Erscheinungen. Sie können den Aufbau und den Fortschritt nicht hemmen “ Herr C. G. E. König wie seine Kollegen der Vizepräsiden der Chemical Bank New York Trust G. Obeda (seine Bank gibt einen Kundenkalender auch in Jiddisch heraus), Vizepräsident J. J. Kubach von der Bankers Trust Co. New York und Herr R. Wechsler, der Vorsitzende der Leitung der Israel Development Co. betonten den Starken Eindruck, der ihr Besuch im Lande auf sie gemacht hatte. Es ist der starke Wille zum Aufbau des Landes und seiner Wirtschaft, den man auf Schritt und Tritt spürt, so wurde erklärt. Dass dies keineswegs nur höfliche Komplimente waren, geht aus der Tatsache hervor, dass auch während der Tagung neue Kreditzusagen für hiesige Industrieunternehmen gemacht wurden. Dieses Gespräch mit den Bankgewaltigen aus den USA machte auf un» einen umso stärkeren Eindruck, als wir kurz vor diesem Treffen eine längere Aussprache mit einem früheren hiesigen Ban. kier natten, der uns sagte, dass sein Optimismus, den er immer zu wahren gewusst hatte, in einen besorgten Pessimismus ungeschlagen sei. Mehr noch als die wirtschaftliche Situation aber bewege Ihn der Zionist von jung auf ist, der moralische Verfall, der sich in Politik, in der Gesellschaft und in der Wirtschaft so deutlich abzeichne Wir wollen uns nicht entmutigen lassen, auch wenn wir gewisse Verfallserscheinungen konstatieren müssen, die eng verbunden sind mit dem Auf und Ab in der Wirtschaft. Wir glauben an den Fortschritt in der Welt der Wirtschaft, genauso wie in der Welt des Geistes und der Moral. LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. Aires - PUEYRREDON 2190, 1* Izq. - T.E. 83 2618 9. Ijar 5727 1». MAI 1967 Drei Pulitzer-Preise für Juden I New York. — Zumindest : drei Juden zählen zu den Emp'ängern der diesjährigen Puliteer-Preise. Es sind dies Bernard Malamud. der den Preis für den besten Roman erhielt, der für seine Biographie von Mark Twain ausgezeichnete Justine Kaplan und Leon Kirchner. Musikprofessor an der Universität von Harvard. Vor seinem jetzt preisge krönten Roman hatte Malamud schon drei Bücher und einen Band Kurzgeschichten veröffentlicht. In seinem letzten Buch dient ihm die Geschichte des Mendel Beilis zum Thema. Dieser russische Jude wurde in Kiew aufgrund einer falschen Anzeige wegen Ritualverbrechens verhaftet und vor Gericht gestellt. In dem Buch wird die geistige Entwicklung eines jüdischen Handwerkers in der ukrainischen Hauptstadt dargestellt. Beilis wurde schliesslich unter dem Druck der Weltöffentlichkeit freigesprochen. Malamud hatte früher einen Preis des Nationa len Instituts für Künste und Literatur, zwei staatliche Buchpreife, ein Stipendium in einer Zeitschrift und eine Zuwendung der Rockefeller-Stiftung gewonnen. Er wurde in Brooklyn geboren in New York erzogen und ist heute 53 Jahre alt. Der auch in New York von aus Rumänien eingewanderten Eltern geborene Justine Kaplan ist 41 Jahre alt. Er besuchte in New York die Schule und studierte in Harvard. Er war schriftstellerisch und als Redakteur in einem grossen Verlagshaus tätig, bevor er im Jahre 1959 die Arbeiten zu seinem Buch über Mark Twain begann. Der 48jährige Leon Kirchner ist ebenfalls Newyorksr. Er studierte bei Arnold Schönberg, Ernest Bloch und Roger Session» Der Preis wurde ihm für ein von ihm j komponierte» Streichquartett mit auf Tonband aufgenonv* menen elektronischen Effekten zu gesprochen Kirchner ist Mitglied des Nationalen Instituts für Künste und Literatur und der Nationalakademie für Künste und Wissenschaften. (ITA) Für Auslieferung Stangls London. — Der englische Board of Deputie» richtete ein Schreiben an den brasilianischen Botschafter in London, in welchem die Erwartung zum Ausdruck gelangt. dass die Regierung Brasiliens die Auslieierurtg des Kriegsverbrechers Franz Stangl beschiie&sen wird Der Spruch des Tribunals dürfte in dieser Woche erfolgen. — (ITA) Interview mit Nadtum Goldmann New York. — Dr. Nachurn Goldmann setzte io einer Pressekonferenz die Gründe auseinander, warum -•» nicht bei den Einweihungsieierkeiten de» internationale» Denkmals in Auschwitz zugegen gewesen ist. Ei enthüllte, dr.ss er darum gebeten hatte, in die Rednerliste einen jüdischen Redner aufzuoehroön, de* möglicherweise selber Häftling in Aushwitz war Da dieses Ersuchen nicht akzeptiert wurde, habe er vorgezogen, nicht persönlich ar» der Zeremonie teiizunehmen, zu der allerdings zwei Reisrase«- tanter des Jüdische» Wettkongresses delegiert wurdm. Dr. Goldmarin garauch bekannt, das» seinen [niormationen nach der jüdische Pavillon in Auschwitz m* Jahre 19S8 am Tage ae> Gedenktages an den jüdwfte» Aufstand im Warst«** -r Ghetto eingeweiht werden soll. (ITA> ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL WWMMXiMMM—mt» Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDifAPitfRAGEti BUEROSTUNDEN: von 15 — 18 Ofrr NUR Dienstag und Mittwoch (ICH BITTE. NICHT VOR 14 UHR ZU ERSCHEINEN) oder nach Vereinbarung T. E.: 83- 2613 ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS AR6ENTIN0S Y SUDAMERICANOS Erbschaflssachen - Vertage - Verwaltungen, Miefs-, Zivil- und Handelssachen T. E. 80 - 69?0 PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HER AS