Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2216 (5.5.1967)
- Date
- 1967-05-05
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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- Buenos Aires 3× ep/1047860
- Hugo Gold 2× ep/1018571
- Gottfried Schille 1× ep/1017810
- Hungen 1× ep/1044798
- Johann Maier 1× ep/1027408
- Maimonides 1× ep/1002614
- Martin Buber 1× ep/1009258
- Max Brod 1× ep/1024844
- Nahum Goldmann 1× ep/1009262
- Nelly Sachs 1× ep/1006402
- Peter Weiss 1× ep/1006616
- Saul Lieberman 1× ep/1002798
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4 — Viernm, 5 <!♦ Muyo «if 1967 Hloiecm WOCHENSCHAU A fi« XXVIII. — N* Î31* er - Zeitschriften - Dokumente - Broschüren Stefi Wenirl: Jüdische Bürger und kommunale Selbstverwaltung in preussischen Städten. Veröffentlichungen der Historischen Kommission ku Berlin, Band 21. mit ei wem Vorwort von Hans H :rz feld. herausgegeben im Verlag- Walter de Gruyter & C- Berlin 1967. — Ueber die Arbeiten der Historischen Kommission ist in diesen Blättern bereits aus Anlass der Herausgabe der .Judenbürgerbücher der Stadt Berlin 1809—1851' referiert worden. Die wertvollen Fors»hungen. die sich auf die Geschichte der Juden in Berlin wie in ganz Deutschland beziehen, haben in dem vorliegenden Band erneut ihren Niederschlag gefunden. Nach wissenschaftlichen, sehr gründlichen Prinzipien wird der Stoff bearbeitet und gemeistert. Schon die äussere Form der Präsentation dieses Buches, durch welche der nicht immer leicht erfassbare und verständliche Stoff auch dem Nichtfachmann nahegebracht wird, muss hervorgehoben werden. Die Gliederung des Stoffes, die Register. die Verzeichnisse, die mit wissenschaftlicher Zuverlässigkeit einen Ueberblick vermitteln und das Studium I — nicht nur die Lektüre — des Buches erleichtern, müs. 6en ebenfalls besonders er- 1 wähnt werden. Mit souveräner Sachkenntnis wird hier ein Ausschnitt aus der jüdischen Geschichte behandelt, der weit über den Kreis des ..preussischen'“ oder ehemals ..deutschen“ Judentums Interesse auslöst. Wer dieses Buch liest — und kein Interesse an diesem Thema gehabt hat —. er fühlt sich Uuicli die Meisterschaft der Darstellung einer reichlich .nüchternen* und doch so abwechslungsreichen Geschichte der Juden in deutschen Ländern angezogen. Erfolg und Niederlage des jüdischen Strebens nach Gleichberechtigung, nach Anerkennung, nach Frieden, nach Mitarbeit lösen sich in bunter Folge ab. Immer wieder wird auf den ..prozentualen“ Anteil der Juden an Bevölkerung und Leistung von; jenen hingewiesen, die da glauben, man könnte die Lei- | stung einer Gruppe nach ihrer bevölkerungspolitischen Proport'on einschätzen oder werten, bew. abwerten. — Au.s dem Buch spricht auch der weltaufgeschlossene Geist der | Autorin, die mit bewunderns- : werter Ausdauer, mit Fleiss , und Energie viele Einzelhei- 1 teil zu einem Gesamtbild formte. —(H. S.) | :°:— El Sionismo y e) Hombre Modern«. Conferencia dicta-; da por el Dr. Uri Naor. Sanj tiago de Chile. 1967. — | Dr. Uri Naor ist der israe- | lische Botschafter in Chile, eine für die Zionistische Be- | wegung bedeutungsvolle Per-; sönlichkeit. der viele Jahre in i führender Position seinen j Beitrag zur Schaffung des I Staates Israel geleistet hat. : In dieser Rede, die in Form einer Broschüre mit gutem | Grund veröffentlicht wurde, | stellt der Autor die Froble- : matik unserer Zeit und di; j Schwierigkeiten der Konfron-; tation und der Einordnung j unserer Jugend mit dem Ge- I wesenen und Gewordenen! oar. | Man sollte die Broschüre auch in deutscher Sprache einem Kreis von Menschen | zugänglich machen, die um unsere Zukunft besorgt sind Gottfried Schille: Anfänge der Kirche. Erwägungen zur apostolischen Frühgeschichte, Verlag Chr. Kaiser, München. 1966- — Der gelehrte Autor gibt eine umfassende Darstellung der Gattung der urchristlichen Missionslegenden und behandelt dabei eine Fülle von Problemen, die nur dem an diesen Fragen Interessierten einen Einblick in die Zu sammenhänge vermitteln können. Die Verwobenheit der frühchristlichen mit der jüdischen Geschichte, ihre zeitweise Identität, die spezifische Bewertung der Faktoren, durch welche erst aus der jüdischen eine christliche Erlebniswelt und Geschichte wird, kann der kritische jüdische Leser aus diesem Werk entnehmen, das eine Fülle von interessanten Einzelheiten zueammengetragen hat. — :o:— Albert Reimann. Die Reimann-Schule in Berlin, Verlag Bruno Hessling. Berlin.— Eine nette nicht anspruchsvolle Darstellung seiner Schule gibt deren Gründel' und Leiter. Albert Reimann. wobei nur auffällt, dass er seiner Frau, die wohl die Seele dieses Unternehmens war nur beiläufig gedenkt — Die Frankfurter Juden. Blicke in die Vergangenheit von Eugen Mayer, erschienen im Verlag Waldemar Kramer. Frankfurt. — Derr. Quellenstudium und «jer Erhaltung des Wissens um die Vergangenheit dient diese kleine, aber inhaltsreiche Studie, die wertvolles Illustrationsmaterial enthält. Das Büchlein ist nicht nur für die ehemals Frankfurter Juden interessant, sondern für alle lehrreich und wissenswert. — Maj’shavot, Dezemberheff 1966. — Diese vom Weltsynagogenrat in Buenos Aires in spanischer Sprache herausgegebene, auf hohem Niveau stehende Zeitschrift (Drektor Marshall Meyer) bringt im Dezemberheft mehrere Aufsätze zu Ehren Agnons, des hebräischen Dichters, der im letzten Jahr durch den Nobelpreis für Literatur (ge meinsam mit der jüdischen Dichterin Nelly Sachs) geehrt worden ist. Alle Aufsätze sind lehr reich. Die Lektüre der Zeit schrift. wird empfohlen, weil jeder etwas von bleiosndem Wert lesen kann. — Filön de Alejandria von Shalom Rosenberg, erschie-! Ermächtigungsgesetz erwarueu ais Band 6 der von Mark i.tet, .dessen Fehlen nicht Turkow herausgegebenen ,Bi ] posthum mit Redensarten blioteca Populär Judia' der! entschuldbar gemacht werden Südamerikanischen Exeeuti- | kann. Aus welchen Gründen ve des Jüdischen Weltkon-; diese gresses. Buenos Aires 1967. — Schalom Rosenberg ist ein bekannter Schriftsteller und I nicht recht verständlich. — Literarische Notizen I-ohrer, ein Mann, der zur jüngeren Generation gehör; (er wurde 1935 in Buenos Aires geboren) und der sich wegen seiner grossen Kenntnisse grosser Wertschätzung erfreut. In dem vorliegenden Band stellt Rosenberg dem breiteren Publikum den Den ker und Philosophen Philon aus Alexandrien vor. des sen Denken auf jüdischem Schrifttum und griechischem Gedankengut (Platon i aufbaut. Die kurze Zusammenfassung. die Rosenberg gibt, ist lehrre ch und vermittelt einen l'eberblick, der sicherlich auch zum weiteren Studium Phiions, dieser brillan ten Persönlichkeit der jüdischen wie der allgemeinen Geistesgeschichte, anregt. — | — :o:— ’ Heuss: Fragment von Erin- | nerungen aus der NS-Zeit. ' abgedruckt in Vierteljahres hefte für Zeitgeschichte, l. Heft, 1967. — | Wer mit irgendwelchen und noch so kleinen Erwartungen | dieses ..Fragment“ von Erj innerungen liest das sich auf : die ..Machtergreifung'“ be- \ zieht, wird entäuschtsein j und verstehen, dass der inzwischen verstorbene Politi ker Heuss, 1. Bundespräsident des neuen Deutschland, mit Recht wegen seines Verhaltens zu Beginn der Nazizeit kritisiert worden ist. Auch die Bemerkung: ..Jeder von uns, j m- Schüler von Prof. Dr. der als Publizist oder als ,Po- ^urt Schubert, eine günstige litiker' zu Entscheidungen gezwungen war, die er später bedauert, hat Dummheiten gemacht“, reicht bei weitem nicht aus. um das Versagen beim Kampf um das Ermächtigungsgesetz zu rechtfertigen oder auch nur verständlich zu machen. Von den .Demokratender damaligen Staatspartei, der Nachfolge rin der Demokratischeil Partei, haben wohl alle Aufrechten einer klares Nein zum Besuch in Russland In Israel weilte der sowjetische Wissenschaftler Prof. Kolman mit Frau zu einer Vortragsreise an der Universität Jerusalem. Prof. Kolman ist in Prag geboren und gehörte dem prager zionistischen Kreis mit Prof. H. Bergmann und Max Brod an. Der Besuch war eine Fol- ( ge der Kontakte, die Prof j Bergmann vor acht Jahren! mit ihm aufgenommen hat- ■ te. j Schenkung Im Rahmen des Israel-Mu-; seurns in Jerusalem legte Ba- . ron Edmond de Rotnschild; den Grundstein für einen Pa- I | villon für französische Kunst | 1 des 18. Jahrhunderts. Baron j und Baronin Rothschild ha- | ben den Pavillon geschenkt, | mit seiner gesamten Innenausstattung, wie Tapisserien, , Holzschnitzereien, Teppiche, Möbel aus der Zeit und einigen Gemälden. Sie kommen auch für den Unterhalt auf. Buber-Institut in Köln Das Institut für Judaistik der Universität Köln, nach Martin Buber benannt, hat unter der Leitung des jungen Dozenten Dr. Johann Maier. Entwicklung genommen. Die Bibliothek konnte bereits auf 2.000 fachwissensohaftliche Bände erweitert werden. Gu. te Zusammenarbeit besteht mit dem Institut ..Germania Judaica“. dessen Bibliothek die des Buber-Instituts sinnvoll ergänzt. Die Themen der Vorlesungen waren „Geschichte des Frühjudentums'“. ..Einführung in die talmudische Periode“, „Frühgeschichte der jüdischen Mystik“. Daneben wurde ein Kolloquium über synagogale Poesie abgehalten. Ein Lektor für Hebräisch bildet die Studenten sprachlich aus. Jüdische Forschung Zum Präsidenten der Amerikanischen Akademie für jüdische Forschung in New York wurde Rabbi Dr. Saul Lieberman, Rektor des jüdisch-theologischen Seminars in New York, gewählt. Schule für Taubstumme In Tel Aviv wurde eine Berufsschule für Taubstumme eröffnet, deren Lehrplan weitgehend dem allgemeinen Lehrplan angepasst ist. Lubawitscher Zentrum In Philadelphia wurde ein neues Lubawitscher Zentrum früher Freie Universität Beri unter der Führung von Rab- .-- * bi Abraham Schemtow eröff- ,.Erinnerungen“ publ' j ziert werden, die einen pein- I liehen Eindruck machen, ist net. CAJA POPULAR DE BELGRANO COOPERATIVA DE CREDITO LIMITADA y Asociación Israelita de Beneficencia y Cuito “DAVID WOLFSOHN” hacen llegar a su respectivamente Vicepresidente 2? y Ex Presidente, Dr. BERNARDO GOLDSTEIN y Sra. sus más sinceras felicitaciones y deseos de éxitos, motivo de la graduación de su hijo con RICARDO como Escribano Público GOLDSTEIN Nacional. BIBLIOTECA POPULAR JUDÍA Publicaciones del Ejecutivo Sudamericano del Congreso Judío Munndial CORRIENTES 1979 BUENOS AIRES Colección: HECHOS DE LA HISTORIA JUDIA 1. Menajem Boroisho: LA HISTORIA DEL IDT3CH 2. Teodoro Herzl: EL PRIMER CONGRESO SIONISTA 3. Abraham Platkin: LA HISTORIA DEL HEBREO Colección: GRANDES FIGURAS DEL JUDAISMO 1. Samuel Roilansky: SCHOLEM ALEIJEM 2. Natán Gesahg: YEHUDA HALEVI 3. Sim ja Sneh: SCHMUEL IOSíEF AGNON 4. León Dujovne: MAIMONIDES 5. Nahum Goldmann; TEODORO HERZL 6. Schalom Rósenberg“ FILON DE ALEJANDRIA Bibliografía de Temas Judíos en Castellano Peter Weiss: La Investigación Während die meisten Theater dem vermeindlichen Publikumsgeschmack gerecht werden wollen, betrachtet der IFT das Theater als moralische Anstalt und führt Peter Weiss’ „Untersuchung““ auf eine erschüternde Anklage und Mahnung an das Weltgewissen, Weiss wurde mit seinem auch hier ausgezeichnet aufgeführten „Marat... Sade“ weltbekannt. Er hat dem Frankfurter Auschwitz - Prozess beigewohnt und ihn nicht dramatisiert, — das ungeheuerliche Geschehen wirkt dramatischer als jedes gestaltete Drama — sondern ausgewählt und geordnet. Geordnet nach dem Schauplatz des GeSche^enS“: T.Gesang an der Rampe“, „Gesang im Bunker“ .Gesang vor der jSimiiiiimmiiiiimiHiimmmiiimimmmmiimiiimtmimmmiiinmiiimmimmimmmiji ms di »»nmiiimiiiiiiini»iiiiiiiiiiniiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiii Schwarzen Mauer“ und so fort. Die Bezeichnung „Ge sang“ ist unschön, obwohl nach dem Vorbild von Dantes „Göttlicher Komödie“ so gestaltet. Unschön; denn das grauenvolle Geschehen ist so ungeheuerlich, dass es kein Extra - Pathos durch hehre Worte verdi nt. Das jüdische Schicksal wird nur peripher betrachtet. Weiss interessieren die Henkersknechte im Lager. Sie alle haben von nichts gewusst oder sind mindestens nie dabeigewesen, oder wenn ihre Anwesenheit nicht abzuleugnen war, haben sie keine Verbrechen begangen, oder wenn doch, so nur ganz ausnahmsweise und auf höheren Befehl.. Unmenschliche Sadisten gegenüber ihren wehrlosen Opfern und feiges Gesindel vor Gericht. Peter Asquini führte Regie. Er gliederte geschickt und stellte Opfer und Peiniger klar gegeneinander. Es gab keinen Vorhang, man sah die Scheinwerfer und die sie bedienenden Beleuchter Gleichsam ein Symbol, dass alles offen vor den Augen des Zuschauers läge. Eine so gute Schuspielerin wie Jordana Fain wirkte in einigen Aussagen erschütternd. Elisa Stella gab Gestalt und Umriss, doch nicht die Sprache. Olga Ferreiro wirkte natürlich. Mario Tenner gestaltete eindringlich einen humanen Richter. Die „Untersuchung“ berei. tet bestimmt kein Vergnügen, aber einen wertvollen Beitrag für ernste besinnliche Menschen. Wir Juden als eiste Opfer haben Anlass, die Aufführung anzusehen. Dr. Karl Kost Neuerscheinungen des Verlages „OLAMENU (i TEL AVIV POB 3002 SOEBEN ERSCHIENEN: HUGO GOLD: Geschichte der Juden in Wien. Das Standardwerk der Jüdischen Geschichte Wiens Hunderte Illustrationen. Grossoktavformat.US$ 20.— K. J. BALL-KADURI Vor der Katastrophe. Das Leben der Juden in Deutschland G934 bis 1939).US$ 5,— Dr. E. J GOERLICH: RUTH, Geschichte eines Wiener jüdischen Mädchens . .. US$ 5.— Dr. NAR.RY ZOHN- Wiener Juden in der deutschen Literatur Halbleinen.US$ 3.50 HUGO GOLD; Geschichte der Juden in der Bukowina, I. Band.US$ 20.— HUGO GOLD: Geschichte der Juden in der Bukowina, II. Band.•• .. US? 20.— IN VORBEREITUNG HUGO GOLD: Geschichte der Juden in Oesterreich (Ein Gedenkbuch') II.US$ 20.— HUGO GOLD; Gedenkbuch der untergegangenen Judengemeinden des Burgenlandes US$ 20.— GEDENKBUCH DER UNTERGEGANGENEN JUDEN GEMEINDEN DER TSCHECHOSLOWAKEI. Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. Erscheint in zwei Bänden. I. Band Böhmen, Mähren und Schlesien. ZUM AUFBEWAHREN WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE IM JAHRE 5727? Gedenken an den Aufstand im Warsohauei Ghetto <27. Nissan) Yom Haatzma’ut Lag 3e’Omer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Fasten Schiva assar bTamus Erew läse ha be’Aw Fasten Tischa oe’Aw Ersw Ros eh Haschana Sonntag, den 7. Mai Montag, den 15. Mai Sonntag, den 28. Mai Dienstag, den 13. Juni Mittwoch, den 14. Juni Donnerstag, den 15 Juni Dienstag, den 25 Juli Montag, den 14 August Dienstag, den 15 August Mittwoch, den 4 Oktober