Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2215 (28.4.1967)
- Date
- 1967-04-28
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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•.''.Z*'*! ■Jt 2 — Viernes, 2* de Abril de 1967 JÜDISCHE WOCHENSCHAU AVIV AA V III. Nur falsch verstanden «Schluss von Seite 1) blickte, stand also Kardinal Frings mit einem protestantischen Bischof, derselbe Kardinal also, der zunächst gegenüber Nussbaum die Zahl der ermordeten Juden anzweifelte und andere merkwürdige Meinungen äueserte. dann alles zurücknahm und in einer langen Rede für die christlich-jüdische Verbrüderung eingetreten ist. Es wäre interessant zu wis sen, ob die bis in die Einzelheiten gehenden Behaupten-, gen Tetens’ zutreffen oder nicht. V w ie viele Wie viele Juden wurden •wirklich ermordet? — 6 Mil- Jionen-Lüge endgültig «warn mengebrochen. — Das sind die beiden Schlagzeilen der Nationalzeitung und Soldatenaeitung vom 3. März 1967, also der Ausgabe, die auf das Bekanntwerden dee Gesprächs zwischen Frings und Nussbaum folgte. Der lange Artikel der ersten Seite dieser Zeitung, von zwei sympathischen Fotos der beiden Antagonisten eingerahmt, be ginnt mit den Worten: ,.Jedermann weiss, dass die Behauptung, deutscherseits seien sechs Millionen Juden ermordet worden, eine Lüge ist.“ Dieser lapidare Satz, der eine leere Deklaration dar. stellt, wird zwar durch die folgenden Ausführungen abgeschwächt, die hier wiedergegeben seien; ,,Ebenso ist jedem normalen Menschen wohlbekannt, dass eine entmenschte Staatsliihrung, die auf das Deutsche Reich TJnehre häufte, unter Zuhilfenahme des ,.technischen Fortschritts“ Hunderttausende ganz und gar unschuldiger jüdischer Zivilisten in der gemeinsten Weise vom Leben zum.. Tode beförderte“. Dr. FREY abogado PUEYRREDON 2190 l9 isq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEA Füllhalter REPARATUREN Spesialqeschaelt CORRIENTES 509 T. E. 49.5850 PROPIEDADES FRANKENBERS s. r. i* oerát Sie Kos teñios und anverbindlicb oeim Kaul odei Verkauí von GBSCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSEKN VIRREY DE1 FINO *863 T. E 73-7887 In ihren weiteren Ausführungen verlangt die Zeitung, die von Hunderttausenden Toten spricht und immer wieder die Millionenziffer be zweifelt, eine Untersuchung darüber, wie viele Juden um gebracht worden seien. Derar tige Untersuchungen liegen vor. Wenn eine weitere erfolgen solle, so dürfte hiergegen nichts einzuwenden sein. Auf die Einzelheiten des zitierten Artikels ist hier nicht einzugehen. obwohl es nicht unwichtig wäre, einmal die vielen tatsächlichen Fehler und schiefen Darstellungen zu wiederlegen. Dass es jedoch an dem verbrecherischen Charakter des NS-Systems keinen Zweifel gibt, muss man auch als die Meinung der National-Zeitung aus diesen Ausführungen entnehmen. Leider trifft die 6 Millionen-Ziffer zu. sehr zu unserem eigenen Schmerz. Hier aus eine Polemik machen zu wollen, dürfte nur als zweckgebunden angesehen werden. Dass der Kardinal durch sei ne Aeusserungen der genannten Zeitung . Material“ gebe fert hat, ist eine bedauerliche Nebenerscheinung — VI. Brüderlichkeit Aus den Leserbriefen, die in einer deutschen Zeitung erschienen, sei folgendes zitiert : ,,So lange nicht jedem von uns selbstverständlich ist dass der Mord eines Menschen moralisch so schwer wiegt wie der Mord von tau send odei Millionen Juden solange wird es keine Brüderlichkeit geben. Es wäre sittlich sauberer gewesen, die Woche der Brüderlichkeit abzusagen. sofern sich der Kardinal von diesem Satz nicht distanziert, als seinen ..Segen des Allerhöchsten“ für die ..jüdischen Brüder" anzunehmen. — Ich sollte wohl hinzufügen, dass ich im Sinne des Globke-Kommentars ,,rein arisch“ bin.“ — En anderer Leser schrieb: ,,Die Frage des Kardinals ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUSE ISIDOR0 SCHREIBER bietet Ihnen «ein modernes Stimmungsorchester su allen Ihren Festlichkeiten an und singt mit mit seiner angenehmen Basstimme T. E.: 86-5036 JUDITH SCHENKOLEWSKI KTTLTUSST1CKEREIEN Schabbosdecker failisbeutel Käppchen Mat zot-Tasehen Handanc Maschkienstickere) too Bett- und rtachwäschc Dt. P. L RIVERA 258i <{t Bebedero) T. E /3-9155 Confitería NIZA Servicios fie lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDF 76-0286 78-1049 erinnert in fataler Weise an die Schlagzeile der Deutschen Nationalzeitung vom Vorjahr: ,,Die Lüge von den 6 Millinen ermordeten Juden“. . •“ Noch eine Stimme aus dem Leserkreis dieser Zeitung: „Wäre ee nicht überhaupt an der Zeit, unabhängig von mehr oder weniger spektakulären „unbrüderlichen“ Entgleisungen, mit diesen „Wochen der Brüderlichkeit“ endlioh einmal Schluss zu machen? Merkt man denn nicht dass sie mit ihrem Brüderlichkeitsschwulst. der in völlig unverbindlich bleibenden Sonntagsreden eine Woche lang gefährliche Illusionen vorgaukelt, zu Symbolen der Heuchelei werden?“ — Aber nicht die anderen, die Juden tragen die Schuld an diesen „Illusionen“, durch welche in Wahrheit ihre gesellschaftliche und politische Situation gefährdet wird. Wenn man eine Sondernummer der in Deutschland erscheinenden jüdischen Zeitung durchliest und unter einer Fülle anderer Anzeigen liest, dass Worms am Rhein die Stadt mit der ältesten Synagoge Deutschlands, in brüderlicher Verbundenheit die Juden in aller Welt grüsst, dann muss man diese Kommerzialisierung der Brüderlichkeit als peinlich empfinden. Jedenfalls neigen wir der Auffassung zu. die in einem anderen Leserbrief zum Ausdruck gebracht wurde: „In diesem Land geschieht wieder, was den Juden schon immer zum Verhängnis wurde. Sie kassen sich schlagen und entschuldigen dazu noch den Schläger“. — VII. Sie wollen nicht Juden waren und sind immer zur Verständigung und zur Verbrüderung bereit, vorausgesetzt, dass dabei unsere Würde und unser „Gesicht“ unsere Auffassungen, unsere Tradition und unsere sittlichen Vorstellungen gewahrt bleiben. Aber die anderen wollen nicht. Diese Erkenntnis mag bitter sein, sie ent spricht aber der Wirklichkeit Dass die anderen nicht wollen, wird uns in einem bei nahe täglichen Anschauungsunterricht gelehrt. Die Juden in Deutschland wollten gute Deutsche sein. Die anderen wollten es nicht, die anderen, nicht etwa nur die Nazis, die diesem Nichtwollen verbrecherischen Ausdruck gaben. Lesen Sie, ver ehrter Leser, nach, was während des „Berliner Antisemitimusstreit“ (um 1879) ge.- sagt, gesprochen und geschrieben wurde, nicht von lauten wie Goebbels oder Alfred Rosenberg, sondern von Männern wie Treitschke und selbst vom Judenfreund Zeugen gesucht im Verfahren gegen Dr Thümmler, ehemaligen SS- Obersturmführer und Oberregierungsrat, Chef der Gestapo-Leitstelle Kattowitz, zu deren Bereich das KZ Auschwitz gehörte, sowie gegen (Dr. Rudolf) Mildner. SS-Standartenführer, Amtsvorgänger des Dr. Thümmler. — Zeugen, die zweckdienliche und konkrete Angaben über die den beiden Genannten zur Last gelegten Verbrechen machen können, werden gebeten, sieh bald im Büro des Jüdischen Weltkongresses, Corrientes 1979, zu melden. LA SEMANA ISRAELITA JACOB LAPIDUS dipl. Möbel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2037 4» B 46-1716 und 48-8124 Mommsen, dann werden Sie begreifen, dass es immer die anderen waren, die nicht wollten... Sehen Sie sich um, verehrter Leser in welchem Lande auch immer, Sie werden vielleicht mit Enttäuschung und Erbitterung, aber in Wahr haftigkeit sich selbst gegen über zu der bedauerlichen Erkenntnis gelangen, dass es die anderen sind, die nicht wollen. Man sollte mit den jüdischen Anbiederungsversuchen endlich Schluss machen, die von einer Min derheit ausgehen und uns alle kompromittieren. Gerade während der Tage des Pessachfestes sollten wir uns darauf besinnen, dass un- Vier-TageMarsch Tel Aviv. — An dem diesjährigen Vier-Tage-Marsch zwischen Tel Aviv und Jerusalem beteiligten sich 7.000 Personen. (ITA) Budgfct der Verteidigung Tel Aviv. — Israels Verteidigungs-Budget wird in diesem Jahr um „mehrere Dutzend Millionen Dollar“ höher als 1966 sein, wie Finanzminister Pinchas Sapir erklärte. Er machte diese Enthüllung auf einer Veranstaltung der Regierungspartei. Auf Fragen äusserte er, dass Israels Ausgaben für seine Verteidigung sich seit dem Jahre 1951 um den 14faehen Be trag erhöht traben. UTA). Auslaendische Gaeste in Israel Jerusalem. — Präsident Salman Shazar empfing den Besuch des demokratischen USA-Senators für Massachusetts, Edward Brooke der zu einem privaten Besuch von fünf Tagen in Israel eintraf. Senator Brooke, der in Begleitung seiner Gattin reist nahm die Einladung zur Teilnahme am Seder in der Kwuza Kinneret an. Während des Aufenthaltes des Senators war die Grundsteinlegung für eine schule vorgesehen, die seinen Namen tragen soll. Brooke ist seit vielen Jahren im Histadrut-Comite in Boston tätig. Ein anderer Gast aus dem Ausland ist der französische Politiker der Opposition Jacques Soustelle, der zu einem Privatbesuch im Zusammenhang mit einem Buch, das er gerade schreibt, in Israel eintraf. Er wurde im Flughafen in Lod von Menachem Begin und anderen Führern der Oherut begrüsst. (ITA) j ser Volk seinen Weg durch die Geschichte allein gegan gen ist, mit und ohne Brüderlichkeit, als freie Männer die sich ihre geistige Freiheit auch in der finstersten Nacht ihrer körperlichen Versklavung bewahrt haben. Nioht die brüderlichen Worte anderer, die wir durchaus schät- Semanario Aparece los Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1? izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien; $ 1.000.— pro Jahr Ausl. $ 1.500,— jährl. zen, sondern das Bewusstsein und das Vertrauen zu uns selbst, sichern unsere Zukunft und die unserer Kinder. M0HEL N. PLAKSIN Superi 2719 NEUES /ELEFON: 78-4784 Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-82U 1 RAYOS X PARADENTOSF TELEF. VORANMELDUNG s BERNARDO STERN Ausführung saemtlichftr MALERARBEITEN HELGUERA 1915 — T. E. 58 4052 Ora. Juana Nevler de Neuburger MEDICA DEL HOSPITAL SALABERRY ENFERMEDADES DE SEÑORAS GINECOLOGIA — NUTRICION ENFERMEDADES GLANDULARES TUCUMAN 141 - Piso 3? Oto. H. T. E. 31-3889 y 69-8477 Consultas: Martes, Jueves y Sábados de 15 a 19 horas CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I. BlumenfeW (Director) Jefe del Servido de Ortopedia y Traumatología de) Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de deudas Médicas de Bueno« Aires. UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES I. E. 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