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Jüdische Wochenschau · 1967-04-21 · 2214 (21.4.1967) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2214 (21.4.1967)
Date
1967-04-21
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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f — Viernes, ti de Abril de 1967 j « b i g c ■ t veeiiRsens Amm XXV m. _!*• «»4 Das Wunde der Freiheit «Schluss von Seit« i> sehen, der Sklave gewesen Ist, der durch die Erniedrigung der Sklaverei hindurch «ch reiten musste um zu der Erhöhung der Freiheit zu gelangen. Hier dürfte eines jener geheimnisvollen Kernstüeke jüdischer Existenz liegen. die immer wieder und ■wieder gedeutet durchdacht, erklärt und in ihren letzten Weis, und Wahrheiten vielleicht doch nicht ganz erfasst worden ist Nachdem der jüdische Staat •durch die römisehen Leg io foen im Jahr 70 n.d.g.Z. zeristc-rt worden war. hat dieser Mahnruf, den unsere beinahe zeitlose Geschichte an jeden Juden zu jeder Zeit richtete, sich selbst zu betrachten, als sei er Sklave bei Pharao gewesen, eine grausame Gegenwartsnahe gehabt. Denn während dieser fast zweitausend Jahre unserer Galut waren wir beinahe ausnahmslos Unter drückte kiest»8»ene. Geduldete, Entrichtete. mit einem Wort Genscher, zweiter Kategorie, nicht gleichberechtigte Bürger sondern nur rechrlose Bewohner von Ländern, die in jedem Augenblick unangefochten über da« we tere Schicksal unserer Gemeinschaften bestimmen konnten. Zu allen Zeiten standen Menschen wider uns auf. nur wenige unserer Hasser und unserer Feinde fanden wie Ha man ein trauriges Ende, bevor sie ihr Vorhaben gegen "uns zu verwirklichen, vermochten. Der jüdische Weg durch die letzten zweitausend Jahre ist mit Leid und Unglück. 1111t Tod und Verderben gepflastert, er mündet in ein gewaltiges Meer von Blut und Tränen. Hunderte, Tausende. zuletzt Millionen mussten sterben, nur weil sie Juden waren. Aber unsere Geschichte endete nicht. Unser Volk ging nicht zugrunde. Der Jude verzweifelt« nicht- Dr. FREY ABOGADO PUEYHREDON 2190 1® isq. aaclMM. 16—19 Uhr Triff«*: 80-6930 j Br gab sein Judentum nicht auf. Je stärker der Druck der AueseiYwelt gegen ihn wurde desto stolzer, desto bewusster I desto jüdischer wurde der Jude. Und gerade vor und während der Tage des Pessach wenn die Judenheit an den Auszug aus Aegypten, an die Tage der Sklaverei und die wundersame Befreiung aus dem Joch des Pharao zurück denkt, gerade in diesen Tagen hat die Christenheit immer wieder und wieder Veranlassung genommen, um die treiben, unwissenden Massen gegen die Juden aufzustacheln wobei die für die Judenverfolgung ausgegebenen Parolen mitunter wechselten im Grunde genommen aber ständig die gleichen blieben: di* Juden haben den Herrn der Christenheit den „König der Juden“, wie sie ihn selbst nannten, getötet, oder sie haben für ihr ungesäuertes Brot Christenblut verwandt. Selbst in unserer angeblich so aufgeklärten Zeit hat sich nieht übermässig viel geändert. Zwar gibt es einige christliche Geistliche, die das jüdische Volk „von der Blutschuld“ am Tode Christi freisprecnen. aber das II Vatikanische Konzil konnte sich nicht zu einer klaren Stellungnahme entechliessen, obwohl die gesamte christlicho Doktrin in sich zusamrrenbricht. wenn man diese These ernsthaft aufrecht erhalten wollte. An sich könnte es uns gleichgültig sein, ob man diese oder jene Version für richtig erklärt, aber wir wol len, wie es an dieser Stelle bereits einmal gesagt wurde auch nieht die späten Söhne einer jüdischen Generation sein, der man eine Blutschuld anhängt. Im übrigen müssten alle Gebildeten traurig sein in einer Epoche zu leben, in der solche Fragen überhaupt noch diskutiert werden. Wenn die Pessach-Zeit näherrückte, zitterten unsere Vorväter, vor allem in deutschen Landen. Denn dort fanden nicht nur im Mittelalter, sondern noch in späterer Zeit blutige Verfolgungen REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spenaiqeschasft CORRIENTES 569 T. 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März; dieses Jahres veröffentlicht worden ist). — Aus den Juden, die Sklaven in Aegypten waren und aus der Sklaverei herausgeführt worden sind, wurde langsam da« jüdische Volk geschmiedet. Sie wurden zwar aus Mizrajint befreit, aber sie wuchsen erst in der Wüste in der Bewährung, in der Zeit der Prüfungen zu einem Volke zusammen. Erst ihre Söhne kamen ins Gelobte Land. Die Generation der Wüste war ausgefüorben- Selbet Moshe, der grösste Jude und der grösste Mensch, der jemals auf Erden wandelte, durfte das gelobte Land nicht betreten, er durfte es nur sehen. Das Geschlecht der Befreiten konnte sein eigenes nationales Leben als ein sesshaft gewordenes Volk auf seinem eigenen Boden nicht aufbauen. Dies blieb den Kindern de* einstigen Sklaven Vorbehalten. In unserer Z:it dagegen ist es die selbe Generation, die durch die Niederungen der Sklaverei hindurch sch reiten musste, die aber danach Zeuge und Gestalter der Befreiung geworden ist. Die freien Söhne Israels haben nicht nur von der Sklaverei gehört sie waren selbst die Sklaven, die Fronarbeit in den Schrekkenslagem der Barbaren unserer Zeit leisten mussten. Bs fehlt jedoch in unserer Gegenwart die Generation der Wüste, die nur durch das Tief der Leiden und die Gefahren der Bewährung zu schreiten hatte, ohne ins Gelobte Land zu gelangen. Unsere Generation verkörpert in sich di« drei Stadien jüdisch-geschichtlicher Entwicklung : von der Sklaverei durch die Wüste zur Freiheit Hieraus entstehen die Aufgaben unserer Gegenwart und die Verpflichtungen für unsere Zukunft, nicht allein als geistig-religiöse Nbrmen w,d Forderungen, sondern als Aufgaben und Lasten für eine gelebte Gegenwart, die keine theoretische Klärung, sondern eine praktische Verwirklichung verfangt. Wir werden den grossen Unterschied, di* tatsächliche Abweichung bei jedem historischen Vergleich zwfsehen dem Auszug der Kinder Isra- JttDITH SCHEVKOLEWSrr KxnLTUSSTICKEKKICN ScfteMMCdecker Faihabeutst Rä Docken M» zae-Tasebea tttand <anr MaseJuoensticfcere] hob Set> amt nseswäacike Dt P. L RIVERA 259t t* Bebenero) T- E 13 **158 JAG8B LAPtDttt Mritet NEUE ABRBhSE ri AMONTE 1637 4« B 46-1714 and 44-i 124 Confitería NIZA $Frv*FÍM de ¡uneh de rf*U*g»ría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, CONDE 76.0286 73-164S MONEL N. FLAK SIN Smpcri 2719 NEUES JELEFONr 7B-47R4 Bericht ms Russland Lenden. — Die Juden von Tsehernowitsch, Kischinew und Jitomir. die bei den Behörden Anträge zur Ausreise einreichen, um sich mit ihren Familien in Israel und anderen Ländern zu vereinigen, werden von den örtlichen Beamten in beleidigender und erniedrigender Weise abgefertigt. Entweder wird die Annahme der Eingabe und der Unterlagen rund verweigert, oder den Antragstellern wird erklärt, sie sollten sich keine Hoffnungen machen. Dies berichteten vertrauenswürdig* Personen, welche kürzlich diese russischen Städte besucht haben. «1 aus Aegypten und der Sammlung der Zerstreuten j heute nicht verkennen. De- : mais brat ein ‘hnm oder j ein Volk von Sklaven den Marsch in die Freiheit unter der Leitung einer so gewaltigen Persönlichkeit, wie Moshe es gewesen ist. an. Im 20. Jahrhundert hatten wir rs nicht mehr mit einem auf ei nem begrenzten Kaum wie den» Sklavenviertel in Aegypten zusammengepressten, einheitlichen Stamm au tun. Zerstreut unter alter. Völkern der Erde lebten Juden unter sehr verschiedenen Bedingun - gen, in sehr unterschiedlichen Kulturen, auf ein«». Niveau, das vom festerer Mittelalter (etwa im Yenoeni bis zu den fortgeschrittensten Höhen unserer Kultur und Zivilisation reichte. Von einer Einheitlichkeit dieses Volkes in seinen kulturellen, zivilisatorischen, geistigen, religiösen oder sonstigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebensäusserungen kann hü einer noch so grossen Vera!.- gemeinerung nicht gesprochen werden. Und wieder stehen wir vor einer wundersamen und schwer zu erklärenden historischen Erscheinung: alle diese untereinander so stark divergierenden Zweige der zerstreuten Judenheit formen doeh ein Volk, nicht nur m ihrer WUlensmanifestatien. nicht nur in politischen Programmen, nicht nur in religiösen Vorstellungen, sondern in der Welt der Tatsachen, in der Verfolgung ebenso wie im Aufstieg, in der Versklavung ebenso wie in der Freiheit, in den Aengsten und Noten ebenso wie in der Hoffnung für eine bessere Zukunft und der Zuversicht auf die eigene Kraft. So betrachtet ist Feseaeh, ist der Auszug aus Aegypten nicht eine ferne Vergangenheit. sondern ein Lebenselement unserer Gegenwart auch heute geblieben. Die Freiheit zu erringen, die uns zweitausend Jahre als Volk vorenthalten wurde, war schwer, war hart, war das Resultat langer, blutiger Auseinandersetzungen, aber war auch das Ergebnis des niemals versiegenden Glaubens an unser Volk und an die wahren Werte der Menschheit. Noch schwer« als die Realisierung unserer uralten Träume zur Rückkehr nach Jerusalem wird die Verteidigung dieser Freiheit sein, die Bewährung des Volkes und aller seiner Teile, in Israel wie in der Galut. Sich würdig zu erweisen gegenüber sich selbst und einer langen Geschichte der Freiheit, das ist eines der Gebote der Stunde, die wir durchleben. Freiheit ist nicht nur ein nationaler, ein äusserlicher, ein materieller Wert. Freiheit ist ein Ideal, eine moralische Maxime, ein ethisches Postulat, ein innerer Wert, den man sieh täglich und stündlich erneut erkämpfen muss. Denn diese, die wirkliche, die echte Freiheit bildet die Grundlage einer Welt, von der alle oder viele träumen, einer Welt der Gerechtigkeit und des Friedens, an deren Aufbau unser Volk immer bereit war mitzuwirken und zu deren Errichtung wir Juden das ethische Grundgesetz bei- LA SEMANA ISRAELITA Semanario Aparece los Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190, 19 izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien: $ 1.000.— pro Jahr Ausl. $ 1.500.— jährl. getragen haben, das unserem Volk vor vielen JadvrtauseHr den. auf dem Weg von de* Sklaverei zur Freiheit an vertraut worden ist Dr. Bernarda SCHWARCZ ZAHNARZT B8TOMRA 226J - 76-821* RAYOS X PARADENTOSF TELEP VORANMELDUNG BERNARDO STERN A«sfifcnM{ SMmttKlMr MALERARBEITEN HFEGUERA 1915 — T. E. 58-4052 Dra. Juana Nevler de Neuburger MEDICA DEL HOSPITAL SA LA BERRY enfermedades de señoras GINECOLOGIA — NUTRICION ENFERMEDADES GLANDULARES TIICUMAN 141 - r«6 3* Dt«. H. T. 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