Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2208 (10.3.1967)
- Date
- 1967-03-10
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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iimniiin.i.imiiiiuinmumuuuuuimmij 4 — Viera—i K) dt Mai To de 1967 JÜDISCH» WOCHENSCHAU Afi* XXVIII _ N* H« Ereignisse der Woche Der Gedanke der So’idaritaet ..Die Juden halten zu6am men'1, das ist die Meinune die die anderen von uns ha toen. So sollte es auch sein. Ob «i* immer den Tatsachen entspricht, diese v:elgeprie6? ne jüdische Solidarität, kann mitunter zweifelhalt erschei nen. Im Grossen und Ganzen kt es erfreulich, wie weit dieses gegenseitige Verständnis für Menschen in Not. und Bedrängnis geht. Hier wurde von Solidarität gesprochen und nicht von Wohltätigkeit. Denn Wohltü- ' tigkeit bedeutet eine Distan- | zierung. wenn es auch um j ein Mitempfinden mi a"dej ren Menschen gehen mag. ßolidaiität ist mehr alt Wohl tätigkeit, denn der Begriff der Solidarität setzt das Be : wusstsein der Verantwortung j und einer Identifizierung vor-! aus ■ De grossen jüdischen Phi- : lanthropen haben übrigens '■ keinesfalls nur für üdische , Zwecke enorme Betrage zur Verfügung gestellt, sondern haben Stiftungen gern cht welche der Allgemein eit zugute gekommen sind. Man sollte nur an di: Rothschild* und den Baron Hirsch danken. aber nicht nur an sie, wenn man sich ein Bild von sonstigen Minderheiten derartige enge Verbinaunven, di<s;s Bestreben, sich an*ün te auf ei en bestimmten , ander anzulehnen sich beizu- Kr is beschränkten der h-j stehen und zuammenzunen aus irgendwelchen Grünschüessen Veil icht ist de>- den besonders nahe gestan- I Gedanke der Solidarität und hatJ , -a der eegenscitigen Verantwor- Das« die Juden „zus,m tung bei anderen Gemein- Die Araber in Israel stehen auf einem genooenen Lebensniveau iganz im Gegensatz zur arabischen Lage in den Nü/h arländern Israels). Auf dem Bild siebt man junge Araber, die an der Hebräischen Universität studieren. menhalten“, ist eine Folge (schäften nicht so klar erihr s eigenartigen Scbieksa’s, I kennbar und nicht oo s*ark dem Umfang ihrer mtnschh- | ihres geschichtlichen Wfge.; I ails8ePrüg't- Aber vothandevi chen Solidarität machen j durch Länder und Volker ist! 1S er auch dort. eine Konsequenz der vielen Verfolgungen und Benachteiligungen. deren Opfer sie gewill. Dasselbe gilt auch vor. bekannten nicht jiid'sr he™ Wohltätern der Men-y-hhei*', die Keinesfalls ihre ieit-äe» wesen sind. Im übrigen fim zur Minderung der Not odeden sich auch bei anderen stur Forderung junger Talen- 1 religiösen, nationalen oder In Beantwortung zahlreicher Rückfragen te'len wir mit, d^ss die Broschüren der BIBLIOTECA POPOLAR JUDAICA DEL CONGRESO JUDIO MUNDIAL Das waren Zeiten jin Büi des Jüdischen Weltkongresses, Corrientes 1979 ¡ erhältl cb sind. Bezugs- und Subskriptionspreis für 15 * Hefte beträgt 1.000.— argentinische Pesos. — | Merkwürdigerweise wird das Eewusstsein der Verantwortung des einen für den anderen bei wachsender Sicherheit und zunehmendem Wohl stand geringer. Es gibt für d eses eigenartige geso’l schaftliche Phänomen soziologische und psvchologi.chc Erklärungen, es aib Inter- 1 pre'a'ionen und ..Entschuld) gungen“, und wo es Ent schuldigungen gibt ist imm r noch auf Reste des Verantwortungsbewusstse.ns zu schkeesen. LUACH—(KALENDER) Freirag den 10. März Sonnabend, den 11. März 28. Adar I. 29. Adar I. SchabDat PEKUDE (Ex. 38—21) Schabbat SCHEKALIM 'Ex. 30: li—16) Haftara: II. Könige 11—17 12. 1—17 Rösch Chodesch-Benschen Sonntag den 12. März M'-nVag den 13. März D.ei.siag den 14. März Miawoch den 11. März Donnerstag, den 16 März Freitag, den 17. März Sonnabend den 18. März Schabbat WAJIKRA (Lev. 1—1) Haftara: Jeschajahu 43, 21 — Sonntag, den 19. März Montag, den 20. März Dienstag, den 21. März Mittwoch, den 22. März Donnerstag, den 23. März Fasten Ester Freitag, den 24. März Sonnabend, den 25. März Schabbat ZAW (Lev. 6. 1) — Schabbat SACHOR (Deut. 25, 17—19) Haftara: I. Samuel 15, 1—34 30. Adar I. 1. Adar II. 2. Adar II. 3. Adar II. 4. Adar II. 5. Adar II. 6 Adar II. 23 7. Adar II. 8. Adar II. 9. Adar II. 10. Adar II. 11. Adar IT. 12. Adar II. 13. Adar II. Früher in den ersten fahren der Immigration, als jeder Einzelne noch mit seinen grossei. Sorgen beschäftigt war, da war die Gebet reudigkeit unzweifelhaft grösser als heute, obwohl damals jedes Geben mit einem wiiklich?n pei6ön]ichen Opfer verbunden gewesen ist Jeder hat verstanden, dass es -euch auf ihn ankommt, und nicht nur auf se'n G Id. während «Ich heute v eie auf die anderer verlassen, die ,.mehi al* er geben oder tun können“. Die- \ se EirStellung ist unjüdisch und falsch, denn es st nich nur eine jüdisch-m iralisch’ Pflicht zu geben, sondern ein RECHT, das jedem einzelnen Juden zusteht auf das man ebensowenig Verzicht leisten kann, wie auf eine uns auferlegte Verpflichtung. Da wir in grösserer Sicherheit .eben oder wenigstens glauben, dass dies der Fall ist, da es dem Durchschnitt unserer Menschen besser als vor dreiss'g Jah ren geht, muss mau daran erinnern, dass Bewährung -HiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiimiiiiiimmiimiiimiiiiimiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiviiiiiiiiiiiiiiimm’- und Solidarität in schweren Zeiten selbstverständlich, in besseren Zeiten jedoch ebenfalls erforderlich sinn Denn auch gute Zeiten bergen ihre Gefarren in sieb, we’l manche meinen, es sei nur. nicht mehr erfordern, h, dass auch sie sich solida isch erklären und erweisen Solidarität bedeutet nich* — der nicht nur — Gele zu geben. Damit ist noch wenig getan, so wesentlich und nützlich es auch sein mag dass unsere Gemeinden und Institutionen über die erfor derliehen Geldmittei verfügen. Diese materielle Hilfsbereitschaft ist durchaus anerkennenswert, aber sie genügt, nicht. Dabei zu sein ,md dabei zu bleiben, w’O jüdisches Leben entfaltet wird, in unser.» Synagogen, bei unserer kulturellen und sonstigen Veranstaltungen, im lehrhaus. im Unterricht usw . das ist mindestens ebenso entscheidend, wie einen Scheck I auszustellen. Sich >rcht zu "fein“ zu fühlen, um sielunter das Volk zu mischen“ daraut kommt es an Seine Zeit allgeme nen Aufgaben j und Planungen zur Verfü- ,?ung zu stellen, das ist echte 1 Solidarität. Gesellschaftlicher Dünkel, weil jemand mehr M’ttel besitzt als ein anderer, und andere Formen eines hohlen Snobismus sind klare Dekadenzerscheinung :n eii er Ge Seilschaft,, gegen die wir uns aus Gründen unserer Solida ■! rität mit denen wenden müssen, die sich auf dies* Weise i selbst a's produktive und nützliche Mitglieder 'er Gemeinschaft ausschliessen. | Es dürfte sich für jeden j und immer lohnen, über den : Gedanken der Solidarität nachzudenken. — Von der Kehilla In der Kehilla finden seif einigen Wochen intensive Verhandlungen urhei deir Vorsitz des Oberrabbiners Dr Kahane statt, die eine straffere Ordnung im religiösen Leben herbeifiihren sollen : Früher gab es in Argentinien j kaum Rabbiner, so dass der | Chasan die Stelle des Rafcbi- , ners vertrat. Rabbiner Kaha- 1 ne hat in freundschaftlichen Verhandlungen mit 7em Verband der Chasan-Im festgesetzt. dass u.a. bei jüdischen Hochzeiten, die rabbinischen Funktionen nicht mehr von Chasanim ausgeübt werden sollen. Die ganze Umstellung erfordert natürlich Zeit, und man kann nicht das was in Jahrzehnten vernachlässigt : wurde sofort nachholen. Besonders wichtig ist das Problem der Aufnahme von Frau n in das Judentum, wobei hier nach der Meinung des oberrabb ners der Anforderungen der jüdischen Religion nicht Genüge getan wurde. Rabbiner Kahane hat sich mit den rabbinischen Autoritäten in Israel in Verbindung gesetzt, um eine einheitliche Regelung e.nzuführen. Bei dieser Frage hat er sich in Israel immer positiv verhalten; dort ist d e ganze Umgebung jüdisch, und es gibt Keine starke Assimilation, wie man sie hier vorfin det. Das Problem des Jadewerdens wird hier sehr leicht gemacht; die meisten Anfor derungen werden übergangen, um alles möglichst zu vereinfachen. Rabbiner Kahane erklärte, er könne die« alles nicht billigen, da mar. der Halacha folgen und die vorgeschriebenen Riten erfüllen muss, ehe man die Aufnahme ins Judentum vollzieht. Ebenso sei man bei der Aufnahme von Männern nicht mit der nötigen Sorg falt vorgegangen uno habe zu viele Kompromisse gegenüber den religiösen Vvrschriften gemacht. — Die Kehilla und d't reli giösen Anstalten haben in den letzten Jahren a.les versucht um das Gemeindeleben im Sinne des jüdischen Gesetzes zu ordnen Vie\ isf bereits erreicht worden, was man noch vor Jahren für un möglich gehalten hat wo ein jeder alles nach Gutdünken vollzog, vor allem muss mar darauf achten, dass die Kinder der zum Judentum Ue bergetretenen eine gute jüdische Erziehung erhalten Vor 45 Jahren haben einige Rabbiner in Argentinien einen Oberem (religiösen i Bann) gegen die Aufnahme I von Frauen Ins Judentum er- I lassen den aufzuh'fcx n mar. endlich vorbereiten muss. | Dieser Cherem stört natiir-; lieh auch die Aufnahme der , Kinder dieser Frauen ins Judentum, zumal die jüdische Gemeinschaft heute nicht mehr mit der vor 45 Jahren zu vergleichen ist Dieser. Fragen hat man bisher zu wenig Aufmerksamkeit gesehenkt, und man soll auch den Menschen, die die Gemeinschaft spalten und stören wollen, energischer ent-! gegentreten. Rabbiner Kahane betont, dass die religiösen Juden viel : zu wenig bisher getan haben I und alles den weltlichen Ju- I den überlassen, so dass sie kaum ein Recht zur Kritik haben. Die Leitung 1er Kehilla unterstreicht, ^asa die religiösen Juden sich nicht am Bau der jüdischen Schulen beteiligt haben; ihre Mitarbeit fehlt auch auf ande» (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 7) n" a Die BARMIZWA unseres Sohnes JOSE GABRIEL findet s.G.w. am Schabbos Wajikra, den 18. März 1967 in der Synagoge Achdus Jisroel, Moldes 2449, um 8 Uhr 30 statt. Horst Spangenthal und Frau Clotilde geh. Schuster Pasaje Prometeo 3145, dto. 2, Capital STATT KARTEN Dr. EDGARDO A. MANGUEL SUSANA S. TOBIAS de MANGUEL VERMAEHLTE Die Trauung findet am Sonntag, den 12. März 1967, um 11 Uhr 30 in der Synagoge der Congregación Israelita, Libertad 785, statt. Fco. Lacroze 2274, 2? A Migueletes 1326, 4? B Zu Deinem 60. Geburstag gratulieren aufs herzlichste unserem lieben FRITZ DEINE BERTA SUSI u. FREDI REYNALDO u. HER MAN MAECELA u. ALEJANDRO Bs. Aires, 10 de Marzo de 1967 Ihrer heben Mutter, Grossmutter und Urgrossmutter, Frau TONI FINDLING gratulieren herzlichst zu ihrem 85. GEBURTSTAG IHRE KINDER, ENKEL und URENKEL Cordoba 3496, 1. Stock A. Neuerscheinungen des Verlages „0 LAME NU“ TEL AVIV POB 3092 SOEBEN ERSCHIENEN: HUGO GOLD: Geschichte der Juden in Wien. Das Standardwerk der Jüdischen Geschichte Wiens. Hunderte Illustrationen. Grossoktavformat.. . US$ 20.— K. J. BALL-KADURI: Vor der Katastrophe. Das Leben der Juden in Deutschland (1934 bis 1939).US$ 5.— Dr. E. J GOERLICH: RUTH, Geschichte eines Wiener jüdischen Mädchens . .. «• US$ 5.— Dr. NARRY ZOHN Wiener Juden in der deutschen Literatur Halbleinen ..US$ 3.50 HUGO GOLD: Geschichte der Juden in der Bukowina, I. Band .. ••.. .. 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