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Jüdische Wochenschau · 1967-03-03 · 2207 (3.3.1967) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2207 (3.3.1967)
Date
1967-03-03
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Afro XXVÍII. N* r!0? — 3 Viroies, J de Man» de 1967 LA SEMANA ISRAELITA Bibel und Wirtschaft in LA $ h MAIN A ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDÍENTE vor Dr. YOMTOV LUDWIG BATO Abs vor etwa achtzig Jahren die ersten jüdischen Siedler, begeisterte Studenten aus Südrussland, nach Palästina kamen, begann das Aufbauwerk. das später so grosse Dimensionen angenommen hat. Die Feldarbeit war überaus schwierig, nicht nur weil die jungen Bauern keine landwirtschaftlichen Kenntnisse und Erfahrungen besessen, sondern weil sie an keinerlei Tradition des Bauerndaseins in diesem alten Kulturland ankniipfen konnten Mangels einer solchen Ueberlieferung griff der landwirtschaftliche Aufbau im Laufe der Jahre oft nach de- Bibel, um zu sehen wie die Vorfahren dieses Proolem bewältigt hatten. Aus der Heiligen Schrift erfuhren die Juden und oft auch die herbeigerufenen ausländiscnen Experten, welche Pflanzenartei, in den einzelnen Landesteilen gedeihen. So entdeckte Prof. Lowdermilk in der Geschichte von Samson (Buch d<5? fticliieF i5,5), cfass Mais und Oliven im Kiinstengebiet heimisch waren. In den Büchern der Chronika lesen wir dass der Norden des Landes bewaldet war. Der Staat Israel verfehlt nicht, daraus Schlüsse zu ziehen und pflanzte bisher 65 Millionen Bäume in Galiläa. ES BEGANN IM NEGEW Im Negew, wie der Süden des Landes heisst, lebten die Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob, und hier spielte sich auch die älteste Geschichte des jüdischen Volkes ab. Im 1. Buch Moses wird berichtet, dass Abraham, nachdem er mit Abimelech einen Bund geschlossen hatte, in Beer schewa sieben Brunnen graben liess. Den Archäologen ist es bereits gelungen, vier von diesen Brunnen ausfindig zu machen. Hierauf liess Josef Weitz, der die Aufforstungsarbeiten im Lande geplant und durchgeführt hat, in Beer Schewa zum Schutz gegen die aus der Wüste hertiberwehenden Sandstürma Tamarisken pflanzen, genau so wie dies Abraham auf Geheiss des Ewigen getan hatte. Am heissen Ufer des Toten Meeres, etwa 400 Meter unter dem Meeresspiegel fühlt man sich wie auf einem anderer; Planeten. Die Luft ist voller Salz, voller Feuchtigkeit und voller Sonnenschein Und hier am Gestado des Toten Meeres ist der Kibbuz Ein Gedi gelegen: eine Oase in der Wüste, ringsherum gibt es nur salz und Felsen. Fragt man die Gründer des Kibbuz, warum sie ¡hre Siedlung in dieser öden Landschaft erstehen liessen, erhält man die Antwort: „Ohne das Hohelied, das von den Weingärten des Königs Sch'omo in Ein Gedi (Kap. 1, 14) erzählt hätten wir uns hier nie in dieses Wagnis eingelassen.'“ Der Kibbuz erscheint mit seinen grünen Rasen und farbenprächtigen Blumengärten einem kleinen Paradies gleich. Nicht weit von Ein Gedi, am Toten Meere, hat Prof Evenari seine land Wirtschaft - liehe Versuchsfarm aufgebaut. Dieser Botaniker-Ar chäologe ist dafür bekannt, dass er ohne Brunnen, Quelle oder Wasserleitung seinen Küchengarten in der Wüste bebaut. Hierbei wendet er genau die Technik an. die die Juden bereits zur Zeit des Reiches Jehuda vor etwa 3.000 Jahren erfunden haben. Sie pflanzten ihre Weingärten am FuSse der Hügel, nachdem sie das Gelände entsteint und die Hänge mit Hilfe niedriger Mauern verbarrikadiert hatten um das Regenwasser aufzufangen. Mit diesem uralten System züchtet Evenari Oliven, Aprikosen und Pfirsiche Er erinnert an seine Vorväter, die der Herr „Honig saugen liess aus dem Fels und Oel aus dem Quarzstein“ (5 Buch Moses, 32, 13). WINKE FUE» DIE INDUSTRIE Wie mit der Landwirt - Schaft, so verhält es sich auch mit der aufstrebenden israelischen Industrie. Wer hätte geglaubt, das*- auch diese eine treue Beraterin an der Bibel finden werde! Wie bei den Pflanzen ging auch hier die Weisung vom Negew aus. Der Geologo Hermann Gun ■ kel, Professor der Hebräischen Universität, machte bereits 1958 auf Kap'tel 19 des 1. Buches Mo6es aufmerk sam, in dem dargeste'.lt wird wie die sündigen Städte Sedom und Amora duren Feuerregen und Schwefel zerstör*- wurden. „Lesen Sie nur aufmerksam den Vers 28 — sag te der Professor — wonach Abraham von der Stelle, wo er vor dem Ewigen gestanden hatte, plötzlich folgende Erscheinung erblickte Der Rauch der Landschaft stieg auf wie der Rauch eines Schmelzofens“. Nach der Theorie von Prof Gunkel konnte es siel hierbe“ nur um brennendes Erdgas handeln. Ein telavive; Oelunternehmen liess nun seine Tief bohrm aschinen auf der Anhöhe aufstellen, die in der B'bel b zeichnet wird und entdeckte am Ufer des Toten Meeres bei Rosch Zoar da3 Erdgas. Nach den neuesten Schätzungen entspricht dieses Elrdgas einer Kalorienmenge von anderthalb Millionen Tonnen Oel, das in der künftigen Schwerindustrie im Negew eine grosse Rolle spielen whd. Es blieb aber nicht bei der Entdeckung des Erdgases, denn eine ganze Reihe anderer Rohstoffe harrte noch der Erschliessung. Zwei riesige chemische Werke bemühen sioh nun, die durch die Vernichtung von Sedo'r entstandenen Rohmaterialien auswerten. In einiger Entfer- Di« Favoriten sommerü efcer Fertigkleidang fin den Sie bei CARLTON ANZUEGE SACCOS HOSEN und wenn Sie Masskleidung wünschen erst recht zu CARLTON Carlton ERNST KOPPEL Mtripü 982 — T.E. 31-7845 ALFREDO STERN MALERARBEITEN FACHMAENNISCHE AUSFUEHRÜNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN VIDAL 1575 FAST ECKE PINO Tel.: 76 9088 Teppichhans - M. 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P-Proleum und Brom die Rede Ungeahnte Mengen von diesen kostbaren Materialien versprechen sich die Tötender-Werke. Es verschlägt einem den Atem, wenn man die jährlichen Produktionsziffern hört: 850 000 Tonnen Phosphate und 400.000 Tonnen Pottasche. Ueber-lies soü noch Brom zur weiteren Produktion von 900.000 Tonnen Potasche gewonnen werden Ueberaus wichtig is„ dass jährlich 10.000 Tonnen Mag nesium gewonnen wird — im Rahmen einer Weltproduktion von 150.000 Tonnen. Freilich wird der Meeresspiegel durch die intensive Arbeit der riesigen Maschinen aller Art jäh- 'ich gesenkt und man erwartet, eine« Tages auf dem go^en des Toten Meres auf die Ruinen von Sedom und Amora zu stossen. Vorderhand aber ge reicht die furchtbare Kata Strophe, die einst die.^e Städte vernichtete nach lahrtau senden den Nachkomn en von Abraham zum Segen! KUPER IN TIMNA In der Thora (5 Buch Moses, 8, 9) heisst es an der Stelle, die die Vorzüge und den Reichtum des Landes schildern: .Und amseinen Bergen wirst du Kup er hauen“. In dem von König Salomo erbauten Tempel in Jerusalem befanden sich dein auch herrliche Kunstwerke aus Kupfer. Im Vorhof -tanden ein grosser Altar aus Kupfer und ein riesenhafter Wasserbehälter, das „Kupferne Meergenannt, der aui zwölf kupfernen Rindern ruhte. Im Eingang zum Heiligtum standen zwei Säulen Boas und Jachin genannt, aus Kupfer gegossen. Der Schaft der Säulen betrug 18 Eben an Höhe und 12 Ellen -v Umfang. Die Säulen wurden wegen ihrer Schönheit von aller Welt bewundert. Nebenbei erfahren wir, dass im Haushalt des Könias sehr Bs. Aires - PUEVRREDON 2190. 1* izq. - T.E 83-2613 21. Aadar I. 5727 3. Mär* 1967 Colin Jordan verurteilt London. — Zu einet Geldstrafe von 200 Pfund Sterling wurde der britische Na ziführer Colin Jordan w-ra des Vertriebs von Schriften verurteilt die zum Rassen hass aufhetzen. Dies- Verurteilung in Plymouth erf >l"te aufgrund des Gesetzes »ber die Beziehungen zw sehen den Rassen. viel Kupfergeschirr Verwendung fand. Im iibrigti. verbrachte d’r König - el Zev in der Nähe von Elat am Ro ten Meer, fast ungefähr an der Sielle. an der Mwiche Rabbenu 440 Jahre zuvor eine Kupferschlange 'er da» Stiftzrlt schmieden liess. Woner kam dieses Kupier* Dem Geologen Ben Tor gaben “tie Hinweise dei Heiligen Schrift keine Ruhe. Er nahm eine intensive Boden forschung vor und fano Malachit ein bassischrs Kui> ferkarbonat, in den Bergen von Elat. Fast gleü hzeitig stiess ein amer kams“h-jüdi scher Forscher, Prof Nelson Glück einer der best-* Kenner des Negew. auf Kupferminen aus dem AlteUum bei Ezion Gewer bei Elai von denen sich dann hrausstellte. dass sie die des Königs Salomo waren die ei bereits im Jahre 950 v.d g.Z oetreiben iess Dieses Bergwerke war für die damalig-m Ver hältnisse ein riesenhajter Betrieb und die Erzgew nnung sowie der Abtransport stellten ungeheure Aufoiderungen an die Führung und die Arbeiterschaft, die zweifelsohne aus Sklaven b sond. Die israelische Regierung liess 1956 dieses Kupferbergwerk samt Schmelzofen in Timna, etwa 30 km ördlich von Elat, wieder in Betrieb setzen Die Kupferres-cve dieser Minen soll etwa 30 Millionen Tonnen getragen. König Salomo wäre wohl sehr erstaunt wenn er, der grosse Industriekapitän seiner Zeit, den Heutigen modernen Kupferabbau in Timna zu Gesicht bekäme Ans einem Geheimdokument New York. — Pa (ist Pius XII. soll sich 1944 für die irt Italien lebenden Juden eingjs.tzt haben, geht aus letz»; veröffentlich ten US Geheimdokumenten hervor. Gegenüber einem amerikanischen Beauftragten für die Flucht,ingsfrage haf Pius XII. von seiner Abs’cht gesprochen vom deutschen Botschafter die Einstellung der Deportation der in Norditahen lebenden Flüchtlinge zu verlangen. Im September 1944 hat dann der Papst durch den Nuntius in Berlin die Freilassung von 9.000 jü d sehen Flüchtlingen auch tatsächlich gefordert Die NS- Regiirung erklärte jedoch, diese Flüchtlinge unterstünden dem Musoiini-Regirtie in Norditalien. Kruirxverbrecher Bremen. — In Bremen steht der 45jährige Ph ipp Mesinger vor dem Schwurgericht Er war in den Lagern von Drohobycz und ßory-iaw als die ,.Bestie von Galicienbekannt. Der Prozess -oll zwei Monate dauern. Vorgeladen sind :J2 Zeugen, davoi 27 aus dem Ausland. MOEBELHAUS WATERMANN . Das Haus der 3 (leschäl j te mit der grössten Auswahl SARMIENTO 1147 T E. 35 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 ~ Zahlungserleichterungen fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN BUEROSTUNDEN: von 15 — 18 Uhr NUR Dienstag und Mittwoch (ICH BITTE NICHT VOR 14 UHR ZU ERSCHEINEN) oder nach Vereinbarung T. F-: 83 - 2613 ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - V.r waltun gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen T. E-: 80 6930 PUEYRREDON 2190 esq. Av. US HERAS

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