Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2205 (17.2.1967)
- Date
- 1967-02-17
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 17 le Feferen* de 1967 LA SEMANA Mt AHITA AA» KVIU. N* 22#S 3 Ein Streik um Menschenwürde LA SEMANA ISRAELITA von MFAR FAERBER In Holland fühlt man, das,-» die jüdische Geschichte zur allgemeinen Geschichte des Volkes gehört, und dass sich das holländische Volk keiner Mitschuld an der Vernichtung der jüdischen Gemeinde bewusst ist. Als die Besatzungsbehörden die lokale Bevölkerung an der Beraubung der Juden durch Arisierung ihrer Geschäfte beteiligen wollten, fanden sie nur sehr, sehr wenige kollaborationsbereite Holländer. So ging das beträchtliche Vermögen der holländischen Judenheit, — es wurde auf eine halbe Billion Golddollar geschätzt, — in deutschen Besitz über. Das grosse, eindrucksvolle Denkmal des Dockarbeiters, das auf hohem Sockel zwischen der Portugiesischen Synagoge und dem Waterloo plein steht, erinnert an den am 25. Februar 1941 ausgebrochenen Streik der holländischen Hafenarbeiter gegen die Deportierung ihrer jüdischen Mitbürger zur Zeit der deutschen Besetzung. Das Denkmal wurde von Mari Andriessen im Jahre 1952 ge schaffen. Im „Amsterdams Histo risch Museum*-, das sich seit 1926 im 1488 errichteten Ostturm der Stadtmauer befindet, in dem um die Wende de« 16. und 17. Jahrhunderts das Waag-Haus untergebracht war, sind in den unteren Räumen Ausstellungsobjekte, die die Entwicklung der Stadt seit ihrer Gründung veran schaulichen. Hier steht auch — ohne inneren Bezug zu ihrer Umgebung — eine aus dem 17. Jahrhundert stammende Skulpturen - Gruppe, vielleicht ein Werk von Albert Jansz. Vinckenbrinck (ca. 1604—1664), die den Rie sen Goliath mit einem Knappen und den Hirtenjungen David vor deren Kampf darstellt. Früher stand diese Gruppe im .alten Labyrintheinem ' - TTnterha1fTffiWSp*äi1£, denn es handelt sich nicht’ um ein Kunstwerk im landläufigen Sinne. In den oberen Räumen dieses historischen Gebäudes ist ein reichhaltiges jüdisches Museum untergebracht. Hier kann man Gebetmärtel sehen, die statt der usuellen Goldborten originellerweise an den vier Ecken, wo die ßchaufäden angebracht sind, mit seidenen, gold- und edelsteinbestickten Quadraten bis zu 25 Quadratzentimetei Grösse geschmückt sind, Chanukiot, Thoraschmuck, prächtig ausgestattete Gebet- und Festgebetbücher aus dem 17. und 18. Jahrhundert, mit Stichen aus dem jüdischen Leben und sonstigen Bildern illustrierte Haggaulot und Megillot aus dem goldenen Zeitalter der Judenheit Hollands u.v.a. Eine zart ausgeführte Bilderserie von Bernhard Picart zeigt Szenen aus dem jüdischen Familienleben und aus der jüdischen Geschichte Während meines Besuches bereitete der Museumsdirektor gerade eine Sendung von antiken jüdischen Ehekontrakten (K’tubort) an das I« rael-Museum nach Jerusalem vor. Hier befindet sich auch das berühmte Gemälde von Josef Israels (1824 — 1911) „Jüdische Hochzeit“. Unter den Esther-Rollen aus dem 17. und 18. Jahrhundert gibt es eine, die mit sehr zarter. Scherenschnitten reich verziert ist. Zur Erinnerung an die Leiden der Juden unter der deutschen Besetzung ist hier auch die Bekanntmachung ausgestem-: dte „Dert Häaf, 26. 2. 1941-* datiert ist una unter Bedrohung mit der Todesstrafe den Befehl zum Abbruch des Streiks der Hafenarbeiter publiziert Für den Joodse Markt Waterlooplan, den jüdischen Markt auf dem Waterloopplatz war „Alleen Toegang voor Joden“ (ausschliesslicher Zutritt für Juden) vorgeschrieben. m Die jüdische Gemeinde Hollands hatte 1830 rund 46.000 Seelen (fast zwei Prozent der Bevölkerung) und war 1930 auf 112.000 Seelen gestiegen, was damals nui wenig mehr als ein Prozent der Gesamtbevölkerung betrug. Während sich im Lauf dieser hundert Jahre die Gesamtbevölkerfcuig um 204 Pro zent vermehrt hatte hatte die jüdische Bevölkerung nur um 141 Prozent zugenommen In den Jahren 1920—1930 wirkten sich Auswanderung, Assimilation und Austritte aus dem Judentum merklich aus. Von 140.000 Juden vor der Nazibesetzung überlebten ca. 30.000. Man nimmt an, dass sich die Zahl der Juden Hollands bis 1970 auf 25.000 bi« 28.000 verringert haben werde. 60 Prozent der holländischen Juden leben in Amsterdam. Nicht nur im jüdischen Museum, sondern auch in den anderen Museen gibt es viele den jüdischen Besucher besonders ansprechende Objekte. Einige der berühmtesten Rembrandt-Gemälde zeigen jüdische Gestalten odei Themen, wie im Rijksmuseum „Jeremias über die Zerstörung Jerusalems trauernd“ „Die jüdische Braut und ,Isaak segnet Jaakob“. Viele Radierungen und Illustrationen zur Bibel befinden sich ¿m Rembrandthujs, im damaligen Wohnhaus Rembrandts in der Jodenbeerstraat, das im seinerzeitiger, jüdischen Wohnviertel liegt. Im Rijksmuseum (Reichsmuseum) befindet sich auch das berühmte Gemälde von Emanuel de Witte (1617—1692) „Interieur van de Portugese Synagoge te Amsterdam“. An der Ecke der Jodenbreestraat steht in einem Hof, von der Strasse aus kaum bemerkbar, die imposante Portugiesische Synagoge, die grösste Synagoge Eu ropas, mit ihrem riesigen, schmucklosen Saal und Raum für über tausend Personen in der jetzt nur knapp zwanzig Leute zum Freitagabendgebet Oie Favoriten semraerli eher Fertigkleidung finden Sie bei CARLTON ANZUEGE SACCOS HOSEN und wenn Sie Masskleidung wünschen erst recht zu CARLTOM Carlton ERNST KOPPEL Moipü 982 — TJE. 31-7845 ALFREDO STERN MALERARBEITEN NEUE ADRESSE Vidal 1575 fast Ecke Pino Tel.: 76.9088 Teppichhaus M. 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Br unterstrich, dass der „Fall Palästina“ nicht vom internationalen Imperialismus getrennt und die Befreiung Palästinas nur erreicht werden könne, wenn man die arabische Welt von den Kräften befreien werde, die für den Imperialismus und den Zionismus arbeiten, womit er indirekt auf König Hussein von Transjordanien und König Feisal von Saudi Arabien anspielte Der irakische Präsident Arif erklärte vor den Vertretern der Presse, dass die „palästinensischen Kommandos“ vor dem Feind immer wieder die Tatsache betonen müssten, dass sie den Kampf der Palästinenser um ihre nationale Heimat verköipern. (ITA) SEMANARIO INDEPENDÍENTE B*. Aires - PUEYRREDON 2190, 1» Izq. - T.E. 83-2613 7. Adar I 5727 17. Februar 1967 und noch weniger Sonnabend vormittags Zusammenkommen. Hier wurde im Jahre 1640 über Uriel Acosta und 1656 über Baruch Spinoza der Bann verhängt. Am Denkmal des streiken den Hafenarbeiters vorbei gelangt man mit wenigen Schritten auf den jüdischen Markt, auf den Waterlooplein. Ein koscheres Restaurant in Verbindung mit einem Hotel (Hotel Eiburg) gibt es auch jetzt noch im Zentrum von Amsterdam. Während das Rijksmuseum, besonders durch die Werke Rembrandts eine Schatzkammer von Weltbedeutung für klassische Kunst ist, konzentriert sich die moderne Kunst seit Vincent van Gogh im Städtischen Museum, Stedelijk Museum, das die weitaus grösste Sammlung von van Gogh Bildern besitzt. Da gibt es auch einige Bilder von Josef Israels und viele von seinem Sohn Isaac Israels (1865—1934), einem Schrittmacher des Impressionismus, ferner eine „Aussenansicht der Portugiesischen Synagoge“ aus dem Jahre 1908 von Salomor Meijer (1877—1965) und eine Sammlung von Aquarellen des jüdischen Malers H. N. Werkmann (1882—1945), dessen Werk ein ganzer Saal zur Verfügung gestellt ist, illustriert „Chassidische Legenden“. Zu den amsterdamer Wallfahrtsstätten, nicht nur für Juden, hat sich auch das idyllisch gelegene Haus 263 in der Prinsengracht entwikkelt, das als das bereits historische Anne Frank-Haus die Zentrale der Anne Frank- Stiftung Ist, von der aus ständig Kontakte unter der Jugend gefördert werden. Manifest gegen Auswanderung Tel Aviv. — Gruppen Ju gendlicher aller israelischen Parteien mit Ausnahme der Kommunisten und der Agudat Israel Unterzeichneten ein Manifest gegen die Auswanderung, die im letzten Jahr erheblich zugenommer hat. Darin werden die welche das Land verlassen, scharf verurteilt und als „Deserteure in Zeiten der Prüfung“ bezeichnet. (ITA) Morgenthau jun. gesterben Poughkeepsie, USA. — Henry Morgenthau jun., der elf Jahre lang Finanzminister des Präsidenten Roosevelt war, starb im Alter von 75 Jahren. Er war viele Jahre lang Präsident der Vereinigten Einheitskampagne in den USA und wurde vom Hebrew Union College und anderen jüdischen Institutionen ausgezeichnet. Der Verstorbene war 30 Jahre hindurch ein intimer Freund Roosevelts Sein Vater, ein reicher newyorker Grundbesitzer, stand seinei-zeit an de- Spitze des Demokratischen Comités von New York und war drei Jahre lang USA-Botschafter in der Türkei. (ITA) Ehrung jüdischer Opfer Stuttgart. — Aus Anlas3 des kürzlichen Volkstrauertages 1966 Hess die Stadt Stuttgart bei verschiedenen Gedenkstätten für jüdische Opfer und für Opfer der Euthanasie-Verbrechen Kränze mit der Aufschrift „Den Opfern der Gewalt-* niederlegen. Dies geschah am Judengedenkstein auf dem Killesberg, auf dem Waldfriedhof. beim Standort der früheren Synagoge in Bad Cannstadt, beim Judengedenkstein Buttenhausen, auf dem israelitischen Teil des Pragfnedhofs und des Steinhald< nfeldfriedhofs, beim Mahnmal auf dem Birkenkopf und dem Russenfriedhof. Flüchtlingshilfe Paris. — Anlässlich der „Flüchtlingswoche“ leistete der britische Zentralf nds einen Beitrag für noraatrikanische Juden in Frankreich. Er wird bei der Errichtung von Zentren helfen und mit der Hilfe von OSE auch eine Verteilungsstelle für Medikamente in Paris zu einem medizinischen Zentrum aus* bauen. MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Gesohäf te mit der grösstes Auswahl SARMIENTO 1147 J 35 ■ 7033 CABILDO 2614 PAMPA «79 Zahlungserleichterungen fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung Auftraegc aas ^üdämerftfa Haifa. — Die „Vered“-Gesellschaft, eine Untergesellschaft der „Mekorot“, hat zum erstenmal einen Grossauftrag aus Südamerika erhalten. Sie hat bereits für eine halbe Mio Dollar Baumaterialien nach Perú verschifft, wo sie bei der Anlegung von Autostrassen mitwirkt. Todesmeldung Paris. — Hier verschied - drtirrHch -der CirefingwfeTP der französischen Marine und Präsident des Consistoire Juif in Frankreich, Louis Kahn, im Alter von 71 Jahren. Er wurde 1895 in Verdun geboren und promovierte aa dem berühmten pariser Polytechnikum. De Gaulle hatte ihm den Orden der Errenlegion im Rang eines Kommandanten verliehen. — (ITA) ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL 1M9WMMMM————MMM99MMMMMMMM9—«9Mt— Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN BUEROSTUMDEN IN DEN SOMMERMONATEN vom 26. 12.. 66 — 3. 3 67 NUR Dienstag und Mittwoch von 15 — 18 Uhr (ICH BITTE. NICH1 VOR 14 UHR ZU ERSCHEINEN) T. L: 83 - 2613 ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUD AM EKICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - V.r waltun gen - Miets-, Zivil- und Handelssa:h2n T. E : 80 6930 PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS