Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1967-02-03 · 2204 (3.2.1967) · p. [Seite 4]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2204 (3.2.1967)
Date
1967-02-03
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/9616703-9615794-9615822--4702-9615826
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

4 — Viernes, 3 de Fef reno de I< (-7 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Añc XXVHI. — N° 2204 Israels Landstrassen Ist das gesamte Landstra ssennetz Israels im Laufe der letzten fünf Jahre auch nur um etwa 350 km Strassen erweitert worden, kann doch heute davon gesprochen werden, dass Israels Chausseen eu den guten Chausseen der Welt gehören. Zwar gibt es noch einzelne Abschnitte, welche den Autofahrern Sorge bereiten, trotzdem muss man den zuständigen Behörden und Gremien bescheinigen, dass sie den Versuch unternommen haben, das Land an die Epoche, .n welcher wir leben, auch wirklich Anschluss finden zu lassen, und das ganz im Gegensatz zu sovielen anderen Aspekten des täglichen und alltäglichen Daseins. Etwa 4.200 km Strassen dienen heute Israel, das ja in weitem Masse auf die Landstrasse und die auf ihr fahrenden Kraftwagen angewiesen ist. um Verkehr und Beiörderungswesen aufrec-htzu- [ erhalten. Im letzten Jahr j fünft ist man ausserdem | noch daran gegangen die be i stehenden Landstrasser zu verbreitern, und darauf zu | achten, dass sie stäi dig re- 1 pariert werden, um jede Möglichkeit einer radkialen Verschlechterung einer Chaussee auszuschliessen. Zugleich ging man dazu über, zwischen den wichtigsten Orten des Landes mit dem Bau von Autobahnen zu beginnen, die, mindestens vierbahnig, den ständig anwachsenden Verkehr im Lan de meistern können Diese Autostrada, wie sie nach italienischem Beispiel — wahrscheinlich, weil die Aussprache dem Hebräischen genehm ist — genannt wird ist aut dem Wege zwischen Tel Aviv- und Haifa bereits weit gediefalls bereits Fortschritte, un j Tel Aviv macht man ebenfalls beeits Fohtschritte, und auch andere Langstreckenlandstrassen werden folgen Aufforderung zu einem Boykott New York. — Elf jüdische Dichter und Schriftsteller, darunter der Dramatiker Arthur Miller, erklärten ihren Anschluss an den Protest des Amerikanischen Jüdischen Kongresses gegen die Passionsspiele in Ammereau Der Einspruch erfolgte, nachdem die Veranstalter dieser Spiele abgelehut hatten, eine Aenderung des „ausgesprochen antisemitischen Textes“ vorzunehmen, der im Gegensatz zu der Erklärung des letzten Oekume niechen Konzils steht, das das jüdische Volk von der Anklage des Gottesmordes freigesprochen hat Di« Unterfertiger des Protestes fordern dazu auf, die für das Jahr 1970 angekündigte Aufführung der Passionsspiele in jeder möglichen Form zu boykottieren. Die Oberammergauer Passion wird seit 1860 alle zehn Jahre aufgeführt. Ihr Text stammt von dem Priester J. A. Daisenberger, der das jüdische Volk als schuldig an der Kreuzigung Christi darstellt. Die katholischen Kirchenbehörden Bayerns verneinten irgendeine Beziehung mit den Passionsspielen in Oberammergau, die sie als rein kommerzielles Unternehmen bezeichneten. Dagegen nannte der Bürgermeister dieser Stadt, Ernst Zwink, den beabsichtigten Boykott „ungerecht“, und versichert, dass der Text „überhaupt nichts mit Antisemitismus zu tun hat.“ LUACH — (KALENDER) Freitag, den 3. Februar 23. Shevat Sonnabend, den 4. Februar 24. Shevar Schabbat MISCHPATIM (Ex. 21, I) Haftara: Jeremias 34—8 Rösch Chodesch Benschen Sonntag, den 5. Februar 25 Shevat . Montag, den 6. Februar 26 Shevat , Dienstag, den 7. Februar 7. Snevat ’ Mittwoch, den 8. Februar 28. Shevat ¡ Donnerstag, den 9. Februar 29. Shevat '■ Freitag den 10. Februar 30. Shevat Rosch Chodesch Sonnabend, den 11. Februar 1. Adar I. Schabbat TERUMA (Ex. 25—1) Haftara: Jesajas 66, 1—24) Sonntag, den 12 Februar 2. Adar I Montag, den 13. Februar 3. Adar I Ebenst;,g, den 14. Februar 4. Adar I. Mittwoch, den 15. Februar 5. Adar I Donnerstag, den 16. Februar 6. Adar I Freitag den 17. Februar 7. Adar I Sonnabend, den 18. Februar 8. Adar I Schabbat TETSAVE (Ex. 27—20) Haftara: Ezequiel 43, 10 Sonntag, den 19 Februar 9. éidar I, Montag, den 20. Februar 10. Adar I. Dienstag, den 21. Februar 11. Adar I. Mittwoch, den 22. Februar 12. Adar I. Donnerstag, den 23. Februar 13. Adar I. I Schnell geht hier auch die i Entwicklung einer solchen Landstrasse zwischen Te. I Aviv und dem internationalen Flughaben Lod vor sich. Um all diese Arbeiten ausfiihren zu können, hatte die israelische Regierung Anleihen von der Weltbank erhalten, denen Nachzahlungen folgten, und es sollen weite re sechs bis sieben Millionen Israelpfunde erneut für diesen Zweck zur Verfügung gestellt werden. Dass man auch an den wichtigsten Strassenkreuzungen der grossen Ueberlandchausseen Ampeln angebracht und gerade diese Kreuzungen taghell erleuchtet hat. damit es auch nachts nicht zu unnötigen Unfällen kommen kann, gehört ebenfalls in dieses Kapitei Auch die Abstützung von gefährlichen Kurven ist fachge mäss und modern vorgenommen worden. Die mit dem Auf- und Aasbau des Strassensystems beschäftigten Behörden haben aber auch rund um die grossen Städte wie z.B. Tel Aviv und Haifa, ein erstklassiges Landstrassensystem modernster Prägung angelegt. Der Ausbau dieses Netzes nach den modernsten Gesichtspunkten ist erst in den letzten Jahren wirklich gelungen, und die Umgehung.- Strassen einerseits und die Schnellverbindungs - Strassen andererseits haben sich in einer Form entwickelt, die man noch vor einem Jahrzehnt kaum je erträumt hatte. Für dieses Angebot sozusagen gab es natürlich auch eine grosse Nachfrage. Die Zahl der im Lande fahrenden Kraftfahrzeuge hat sich in dieser gleichen Zeit so unglaublich erhöht, dass man mit den alten, vorhandenen Strassen keineswegs mehr weiterkommen konnte. Jedenfalls haben sich Israels Grosstädte und im besonderen Masse Tel Aviv, aber auch die kleineren Städte die rings um Tel Aviv liegen. Schritt zu halten bemüht, um auf diesem Gebiet nicht nachzuhinken und die Ausfahrttzw Einfahrts - Kreuzungen rund um die Stadt sind durch ihre erstklassige Gestaltung Nacht beleuchtung. Gliederung und Uebersichtlichkeir als vorbildlich auch im Sinne der gut entwickelt .n Länder Nordamerikas oder Westeuopas zu bezeichnen In den Städten selbst be - müht man sich ebenfalls, der heutigen Zeit und ihren Anforderungen gerecht zu werden. In den Aussen bezirken entstehen breite, mindestens vierbahnige Strassen, überall werden Verkehrsampeln installiert. die zur reibungslosen Regelung des ständig wachsenden Grosstadtverkehrs beitragen, nur die en gen Strassen der Innenstadt können nicht beseitigt 'werden da dazu Gelder gehören würden, über die die Stadtverwaltungen nicht verfügen können. ï§ilfj|p gägsfeft&v.T: iitiÄSW Südamerikanische Jugend wird vom Präsidenten Shazar empfangen. Nachrichten aus aiier Welt ^%Â/AÎDI Statistik New York. — Die Einwanderung von Israelis in die USA war im Jahre 1966 niedriger als in jedem Jahre des letzten Jahrzehnts. Insgesamt haben in der Berichtsperiode 1.083 Israelis Immigrantenvisa nach den USA erhalten im Vorjahr waren es 1358 Die Zahl der Sabras unter den Auswanderern beläuft sich auf 390 oder 29 Prozent. Archaeologische Funde Jerusalem. — Ein kupferner Degen, der etwa 5.000 Jahre alt ist. und anders wichtige archäologische Funde wurden bei Aushebung der Fundamente für ein neues Haus im Kibbuz Maabarot nördlich von Tel Aviv entdeckt, als man einen verschütteten alten Friedhof ausgrub. (IIZ) Erdgas im Negew Tel Aviv. — Nordamerikanische und französische Experten sind der Ueberzeugung, dass in Zohar Kidud und Kanaim im Negew bedeutende Gasquellen zu erschlossen sind. Die Gesellschaft, die mit der Förderung von Gas in diesem Gebiet beauftragt ist, ist bereits in der Lage, den israelischen Markt mit 180.000 Tonnen zu beliefern. Bis jetzt wird in Israel wenig Erdgas verwendet Stephen Wise Preise New York. — Der Richter des Obersten Gerichtshofes der USA, Abe Fortas erhielt den Stephen-Wise-Preis 1966 „für seine Förderung der menschlichen Freiheiten“, wie der Jüdische Weltkongress mitteilte. Einen anderen Wise-Preis empfing der Schatzmeister des JWK, Frank Abrams in Anerkennung seiner Verdienste „um die Stärkung des jüdischen Lebens“. Die Wise-Preise wurden im Jahre 1949 anlässlich des 75. Geburtstages von Stephen S. Wise, des Gründers des Amerikanischen Jüdischen Kongresses und des JWK, ge - schaffen. Ein neues Comité Paris. — Ein aus sechs Mitgliedern bestehendes Comité wurde zum Studium der Lage geschaffen, in welcher sich die Judenheit der Sowjetunion befindet. Das Comité wurde von der Sozialistischen Internationale beschlossen. Die Sitzungen fanden unter dem Vorsitz von Guy Mollet, dem früheren französischen Premierminister statt, der heute der Generalsekretär der Sozialistischen Partei Frankreichs ist. Drei Fragenkreise von jüdischem Interesse besenäftigten die Verhandlungen dieser Konferenz, nämlich die Lage im Mittleren Osten, die Lage der sowjetischen Juden und die Situation in Westdeutschland, die durch den Wahlsieg der Rechtsextremisten geschaffen worden ist. An den Verhandlungen nahmen Repräsentanten des Sozialismus aus England, Belgien, Frankreich, Holland und den skandinavischen Ländern teil. i Jüdische Hochzeit I Paris. — In Grasse, der Stadt unweit der französischen Riviera, bekannt durch die Parfümindustrie, fand zum ersten Male seit 309 Jahren eine jüdische Hochzeit statt. Nach der Inquisition hatten sich 600 jüdische Familien in Grasse angesiedelt; sie gingen jedoch bald innerhalb ihrer nichtjüdischen provenzalischen Nachbarn auf. Jetzt wohnen algerischjüdische Flüchtlinge in der Stadt. Für die überaus zahlreichen Glückwün. sehe und Freundschaftsbezeugungen zu mei nem 80. Geburtstag danke ich auf diesem Wege allen Verwandten, Freunden und Bekannten recht herzlich. N0RBERT0 KORN Tapiale-s 1780, VicerLe Lopez. Neuerscheinungen des Verlages „OLAMENU“ in TEL AVIV. POB 3002, ISRAEL Dr. E J. GOERLICH (Wien): RUTH — Geschichte eines jüdischen Mädchens. Ein Wiener Roman aus der Nazizeit. — Kart. $ 5.—. Prof. Dr. HARRT ZOHN (Waltham): Wiener Juden in der deutschen Literatur. Reich illustriert. Halbleinen $ 3.50. ZEITSCHRIFT FUER DIE GESCHICHTE DER JUDEN Herausgegeben und redigiert von HUGÖ GOLD. Abonnement nur ganzjährig $ 8.50. DEMNAECHST ERSCHEINT: HUGO GOLD: GESCHICHTE DER JUDEN IN WIEN. Das Standardwerk der jüdischen Geschichte Wiens. Hunderte Illustrationen. Ermässigter Subskriptionspreis vor Erscheinen $ 20.—, nach Erscheinen $ 35.— IN VORBEREITUNG: „HISTORY OF THE JEWS IN AUSTRIA". Ein Jahrbuch in deutscher und englischer Sprache. Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. GEDENKBUCH DER UNTERGEGANGENEN JUDEN¬ GEMEINDEN DER TSCHECHOSLOWAKEI. Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. Er. scheint in zwei Bänden. L Band Böhmen, Mähren und Schlesien. — II. Band Slowakei und Karpatorus. Alle diese Publikationen erscheinen im Rahmen des im Entstehen begriffenen CHAJES-INSTITUTS

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.