Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2204 (3.2.1967)
- Date
- 1967-02-03
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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yieriw». 3 de Febrer» de 196t LA SEMANA ISRAELITA An» XXVIM. — N* 2804 — » Die britische Herrschaft in Palaestina Crossroads to Israel. By Christopher Sykes (Oollins, 42s.) — Allen by. Bv Brian Garner (Cassell. 30 s.) — Mandate Memoiriei 191«—1948. By Norman and Helen Bentwich (The Hogarth Presse, 30 s.) Vor der Errichtung des Staates Israel erschienen, Jahr für Jahr, Bücher über den Zionismus, über da« britische Mandat für Palästina und über Erez Israel. Seit 1948 wurde diese Literatur verstärkt, und heute besteht sie ans Tausenden Publikationen. Das neueste Buch von Christopher Sykes ist ein wertvoller Beitrag zur Geschichte der zionistischen, arabischen und britischen Politik während der Mandatarzeit. Christopher Sykes war gerade 10 Jahre alt. als sein Vater. Sir Mark Sykes, die Tore für Weizmann und Sokolow, im Februar 1917, für direkte Verhandlungen mit der Londoner Regierung, welche zur Balfour-Deklaration führten, geöffnet hatte. Er war Zeuge der Ereignisse von Balfour bis Bevin. Während des letzten Weltkrieges diente er im Nahen Osten In seinem Buch „Two Studies in Virtue“ (1953) befindet sich eine treffliche Abhandlung über die Entstehung der Balfour-Deklaration. und sechs Jahre später wurde sein „Orde Wingate“ mit Lob begriisst. Sir Mark Sykes lebt in der zionistischen Geschichte, und man wird Christopher Sykes wegen seiner Bücher über den Zionismus und über Palästina zitieren. Es ist ein bemerkenswertes, herausforderndes und provozierendes Buch. Anders könnte es gar nicht sein. Es wird kritisiert und gelobt werden, und der Leser wird in elektrischer Spannung gehalten, erzürnt und sogar beunruhigt werden. * Das Buch, 480 Seiten, besteht aus 14 Kapiteln, und ein jedes behandelt denkwürdige Geschehnisse in chronologischer Ordnung. Christopher Sykes präsentiert die Politik und die Ansichten der Zionisten, der Araber und der Engländer, und dann urteilt er, manchmal für und manchmal gegen die Zionisten, Araber und die britische Mandatarmacht. Christopher Sykes zitiert Theodor Herzls „Der Judenstaat“ und schreibt- „Das war die Idee, mit Begeisterung von Balfour aufgenommen. die den Zionismus inspiriert hatte“ Dann wiederholt Sykes aus „Two Studies von JOSEF FRAENKEL in Virtue“ eine Erklärung von Max Nordau aus dem Jahre 1920. Nordau hatte den Ausdruck „Heimstätte" im Baseler Programm als ein Synonym, als eine „Umschreibung“, für Staat vorgeschlagen und Sykes beschuldigt „die Zionisten in London“ der „Schuld der Doppelzüngigkeit“ Auf der einen Seite gaben ein Sokolow und ein Leon Simon“ Versicherungen, dass der Zionismus nicht Judenstaat bedeute, während andere bestätigten, dass das Baseler Programm einen Staat erstrebe. Diese Bemerkungen in diesem Buch zu bringen, ist veraltet und hypokritisch Die Debatte über die Ziele des Zionismus war immer öffentlich. Es gab Kulturzionisten, politische und praktische Zionisten, und ihre Auffassungen und Strömungen sind in allen zionistischen Textbüchern zu finden. Es ist unwahrscheinlich, dass Sir Mark Sykes darüber itr Unklaren wäre Weizmann hatte im Mai 1917 auf der Konferenz der Zionistischen Föderation die Stellung der „Zionisten in London" wie folgt formuliert: , .Staaten muss man allmählich, stufenweise, planmässig und mit Geduld bauen. Deshalb sagen wir, dass unser Endziel zwar die Errichtung eines jüdischen Staates (Jewish Commonwealth) in Palästina sei — und für dieses Ideal arbeitet die ganze Zionistische Or ganisation — aber der Weg um das zu erreichen, führt durch eine Reihe von Zwischenstationen“ Sir Mark Sykes, der im Februar 1919 starb, sah den Brief von Lord Rothschild in The Times (Mai. 1917), der für „die Errichtung eines autonomen jüdischen Staates“ eintrat. Auch pflegte Sir Mark Sykes private und öffentliche Versammlungen der Zionisten, wo .er öfters Ansprachen hielt, zu besuchen. Schliesslich soll noch erwähnt werden, dass Balfour und Lloyd George erklärt hatten, dass sie immer unter Balfour-Deklaration einen kommenden jüdischen Staat verstanden hätten. Einige Wochen nach der Balfour - Deklaration, Chanukka 1917, befreite General Allenby Jerusalem, und dadurch hörte die 400jährige Herrschaft der Türkei in Palästina auf. Allenbys Sieg wurde in jedem jüdischen Haus, besonders in der Heiligen Stadt, wo die Juden eine Mehrheit bildeten, ge fei¬ ALFREDO STERN MALERARBEITEN NEUE ADRESSE: Vidal 1575 fast Ecke Pino Tel.: 76-9088 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Tep pichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. EIGENE FABRIKATION UNVERBINDLICHE VORFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN Maschinenteppiche in allen Farben und Grössen Auslegen von Appartements mit rein wollenem Velour VERKAUF AN PRIVATE NUR SAMSTAG UND SONN- TAG VON 9—19 UHR IM AUSSTELLUNGSRAUM CALLE AHDOHAEGUI 2083 TEL.: 52 2993 4 Quader von Station Urquiza ert. Zuerst die Balfour-Deklaration, bald darauf das befreite Jerusalem und Juden waren überzeugt, dass ihre Träume rasch in Erfüllung gehen würden. Brian Gamers Biographie stellt Allenby als einen grossen oder einen der grössten Generäle des ersten Weltkrieges dar. Das Buch wirc Leser anziehen, die sich für militärische Pläne und Kriegsführung interessieren. 4ber er beschäftigt sich wenig sehr wenig mit dem Zionismus. Gardner, der das Privatarchiv von Allenby zur Verfügung hatte, hätte nicht so geizig sein sollen. Lloyd George hatte zuerst General Jan Christian Smuts, einen wirklichen Freund des Zionismus, eingeladen das Kommando der englischen Truppen im Nahen Osten zu übernehmen; aber er 'ehnte ab. So kam es dass Allenby für dieses Kommando (Juni 1917) bestellt wurde. Bevor er London verliess übergab ihm Lloyd George ein Buch „The Historical Geography of the Holy Land“ von Sir Gei rge Adam Smith. Schade, dass er ihm nicht auch die Bibel übergeben hatte. Die ersten Schwierigkeiten und Konflikte mit den Zionisten strömten nicht vor. den Arabern sondern von der militärischen Verwaltung, die dem Zionismus feindlich gesinnt war Allenby verbot „sofort“ die Veröffentlichung der Balfour-Deklaration in Palästina Die anti-zionistische Militärische Verwaltung nährte und unterstützte den arabischen Nationalismus und den Hass der Araber gegen die Juden. Der Text, der Geist und die Hoffnung der Balfour-Deklaration wurde durch zweieinhalb Jahre unterdrückt, wobei gleichzeitig arabische Demonstranten ermutigt wurden Der Historiker Christopher Sykes nannte dieses Kapitel_ .Interregnum with Chaos“. Vor Juli 1920 bis Mai 1948. vom ersten Hochkommissar für Palästina, Herbert Samuel, bis zum letzten, Sir Alan Cuninngham, kam es, fast ohne Unterbrechung, zu dramatischen Zusammenstössen zwischen den drei Partnern — der Mandata rma ht. den Juden und den Arabern. So oft die Araber gewalttätige Kundgebungen organisiert hatten, bestimmte London eine Königliche Kommission, um cjn Weissbuch, gewöhnlich im ungünstigen Sinne für den Jischuw herauszugeben. Von einem Weissbuch bis zum anderen _ der Jischuw wurde stärker, und die Zahl der jüdischen Bevölkerung stieg von Hunrterttau Die Favoriten sommerii eher Fertigkleidung finden Sie bei CARLTON ANZUEGE SACCOS HOSEN und wenn Sie Massklei dung wünschen erst recht zu CARLTON Carlton ERNST KOPPEL Maipü 982 — TJE. 31-7845 send bis auf eine halbe Mil lion. Christopher Sykes, ein Meister des feinen Stils, hebt die nistorischen Ereignisse in Palästina im Rahmen der politischen Weltlage hervor und beschreibt, wie ein erfahrener Porträtmaler, Balfour Lloyd George. Herbert Samuel Churchill, den Mufti, Lara Plumer und Harry Truman. Aber der Held, verehrt und zärtlich, ist Chaim Weizmann. Er hält Ihn für „einer, der grössten Diplomaten seiner Generation“ welcher fas-.' alle seine Triumphe .durch private Unterredungen, wo er seinen persönlichen Cnarme völlig hervorbringen konnte“, erzielt hatte. Aber Weizmanns Zauber war wirkungslos bei Lord Passfield. welchen Sykes als den am meisten anti-zionistischen Minister, mit welchem die Zionisten jemals zu tun hatten , bezeichnet. Um diese Zeit waren etwa 170 000 Juden in Palästina. Fünfzehn Jahre später gab es etwa 600.000 Juden, und Ernest Bevin schrie Weizmann an; Wenn Sie einen Kampf haben wollen, Sie können ihn haben.“ Und der Kampf endete mit der Errichtung des Staates Israe.. Christopher Sykes gebraucht öfters die Ausdrücke „moderate“ (Gemäsigter) und ,,extremist". Wenn ein „moderate“ die Ansichten eines .extremist“ annimmt, so bleibt er immer noch ein „moderate“. Aber wenn ein „extremist“ zu den .gemässigten“ Anschauungen bekehrt wird, so wird auch er noch weiter „extremist" genannt. Jabotinsky ist ein „extremist“ und Bentwich ein „moderate“. Man muss Norman Bentwich bewundern.. Der iunge Patriarch, der in unzähligen Vereinen tätig war und ist, veröffentlichte 30 Bücher und ist fortlaufend beschäftigt, um ein neues Werk vorzubereiten. Er!st gewöhnlich Vorsitzender oder Redner in Versammlungen schreibt wöchentlich Artikel, oft .m Flugzeug zwischen London und Jerusalem und dazwischen besucht er Deutscnlana oder Aethiopien. Er und seine Schwester Margery gaben im Jahre 1940 eh Euch ü^er LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. Aire* - PUEYRREDON 2190, 1* izq. - T.E 83-2613 33. Shevat 5727 3. Februar 1967 Herbert Bentwich herauc. Sein Vatei Herbert Bentwich war ein chowewe-Zionist und dann ein Mitg.ünder der Zio nistischen Föderation .n England. Jetzr erschien »in Buch „Mandate Memor-s von Norman Bentw*ch und seiner Frau Heler eint Ver wandte von Herbert Samuel. Norman Bentwich w*e gesagt, ist ein .moderate“ und Helen, die eine weitverzweigte Korrespondenz geführt hatte, welche teilweise im Buch zitiert wird, ist eine „gemässigte Extremistin“. Die Militärische Verwaltung wurde im Jul" 1920 durch eine zivile Verwaltung mit Herbert Samuel als Hochkommissar abgelöst. Norman Bentwicn blieb weiter Justizsekretär und Attornev General. Er und seine Frau wa ren of' rktive Teilnehmer in wichtigen Ereignissen Palästinas. Sie kannten die führenden Persönlichkeiten des Landes, und das Buch reflektiert ihre Eindrücke, ihre Anstrengungen, um eine Verständigung mit den Arabern herbeizuführen, ihre Reaktion zu persörl’chen Beleidigungen und ihre ' erdiens.te um die Bevölkerung Palästinas. Norman Bentwich, ein Anhänger von Brit Schalom, versuchte unparteiisch zu sein und freundschaftliche Beziehungen zwischen Juden und Arabern herz tste-ien. Aber jede Friedensaktio._ verschärfte das Misstrauen der Araber Es gab imme”;in „Bentwich - Problem“. Ein Araber schiesst auf Reniwich und verwundet ihn. jüdische Studenten, hauptsächlUn Revisionisten. demonstrieren gegen ihn, und die Anti-Zionisten der Zivilen Verwaltung intrigieren, damit er resignieren soll, weil ei „ein Jude“ ist. Sein Buch st eine Wiederholung seiner politischen Bekenntnisse Auch wird der Leser viele Geschichten finden, nie nur die Bentwichs registrieren konnten. Christopher Sykes Darstellung der Geschichte und der Naturalisierte Israelis London. — In den letzten vier Jahren sind etwa 500 Israelis Engländer geworden Die meisten sind Doppelbürger. 285 wurden Engländer durch Heirat oder als Min aerjährige der Staatsbürgerschaft der Eltern folgend. 178 durch Naturalisierung. Hier handelt es sich vorwiegend um Geschäftsleute, Wissenschaftler und sonstige Akademiker. Nach israelischem Recht können frütere Israelis nur mit einem israelischen Pass ins Lanb kommen, daher bleiben die meisten zugleich Israelis. Ernennung Jerusalem. — Zum stell verf.rendenden Minister fiii Handel und Industrie wurde kürzlich Lyova Eliay ernannt. Probleme der britischen Herrschaft in Palästina di? d etssig Jahre gedauert haUe, ist eine Leistung, d e Aneri e->- nung veraient. O-woh ich nicht immer mit den Anschauungen von Svkcs und Bentwich übereinstimme, so fand un „“ide B'cher stimulierend und belehrend. MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschälte mit der grössten Auswahl SARMIENTO 1147 T E 35 - 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 ~ Zahlungserleiehterungen fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN BUEROSTUNDEN IN DEN SOMMERMONATEN vom 26. 12., 66 — 3. 3 61 NUR Dienstag und Mittwoch von 15 — 18 Uhr (ICH BITTE. 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