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Jüdische Wochenschau · 1967-01-27 · 2203 (27.1.1967) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2203 (27.1.1967)
Date
1967-01-27
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Wernen, 27 «k> B«er® de 1967 LA SEMANA ISRAELITA An« xxvnL — N* £ine historische Zeitschrift U gw-; _ vor uns liegt die jjr 4 des Jahrganges 1966 der jfjtdMfi für d*e Geachk«»- te dei Juden, die von Hugo Gold im Verlag Alamenu zu Tel Aviv herausgegeben wird. I* hegen bereits acht solcher Hefte vor, die in sich geschlossen, jedes den Anspruch darauf erheben darf, •wissenschaftlich wertvoll, historrsch wissenswert und in der Darstellung der Thematik beachtlich zu sein. Heute kann man sich bereits ein Urteil über diese Zeitschrift bilden, das nicht nur den unbeugsamen Willen und den bee/undernswerrten Mut des Herausgebers preisen muss sondern auf sachlichen Erwägungen beruht und Möglichkeiten eines Vergleicheheianziehen kann. Wenn auch die Geschichte der Juden in der ehemaligen Donau-Monarchie stärker als die Geschichte der Juden in Deutschland oder irgendeinem anderen Lande steht, so darf dieser Umstand nicht zu einer einseitigen Beurteilung führen. Wenn sich eine Zeitschrift nennt für die Geschichte der Juden“, so muss sie sich auch darum bemühen, geschichtliche Betrachtungen aus dem Leben aller Judenheiten in der Welt zu bringen. Das hängt aber nicht allein von der Schriftleitung ab, sondern auch von den Mitarbeitern und deren (Sachkenntnissen. Da offensichtlich in erster Linie ein Kreis böhmischer Juden hinter der Zeitschrift steht, erfahren wir sehr viele und detaillierte Einzelheiten aus dem kleinen, aber wichtigen Sektor der böhmischen Juden, die uns bis in die letzten Jahre eine Reihe ausgezeichneter, wenn auch vielfach überschätzter Schriftsteller, Denker und Gelehrter gebracht hat. Aber der Kafka- und Weltsch-Kult gehört nicht nur diesem, sondern auch anderen ..Sektoren“ der heute in Israel lebenden ehemaligen deutschen Juden. Gas letzte _He ft der Zeitschrift bringt einen Bericht über den umstrittenen Rabbiner Jonathan Eibenschütz, mit dem ein bedauerliches Kapitels des Streites zwischen Rabbinern wieder lebendig gemacht wird, um sicherlich ebenso schnell wieder in Vergessenheit zu geraten. — Von allgemeinem Interesse ist der Bericht des unseren Lesern ebenfalls bekannten Dr. S. Goldmann 'Petach Tikwa) über die jüdische Entwicklung in Australien, wenn diese Ausführungen natürlich auch nur einen kleinen Ausschnitt dieser Geschichte bilden. — Die Juden in Auscha (Böhmen^ von etwa 1000 bis in unsere Zeit verfolgt Helmut Klaubert, damit ein Kapitel unserer Geschichte zeigend, das für viele andere typisch sein mag. Jeden Zionisten interessieren natürlich die Schilderungen. die Prof. Arthur Freud (Jerusalem! über ,.Gestalten um Herzl in Wien“ gibt. Es ist ein sehr persönlicher, deswegen menschlich ergreifender Bericht, wenn er auch mit Rücksicht auf dieses so oft behandelte Thema kaum etwas Neues zu bringen vermag. Immerhin werden durch persönliche Eindrücke Menschen und Ereignisse wieder lebendig, die festgehalten werden sollen und müssen für die künftigen Geschlechter. Denn die Jugend soll wissen, wie unsere Gegenwart entstand, und welchen Menschen und Kräften wir unsere Zukunft zu verdanken haben. Der jüngeren Vergangenheit sind zwei sehr verschiedenartige Aufsätze gewidmet- K. J. Ball-Kaduri schreibt über die „Vorplanung der Kristallnacht“ und Meier Teich über „Die grosse Tragödie des bessarabischen Judentums“. Sicherlich sind beide Aufsätze lesenswert und enthalten wuchtiges Material. Aber beiden haftet die Zeitnähe an. womit gesagt sei, dass beide Aufsätze über Themen sprechen, zu denen wir wohl noch nicht den richtigen Abstand besitzen. Die Unbekümmertheit, mit der Ball-Kaduri sich zu diesem wie zu manchem anderen Thema der Zeitgeschichte äussert, ist auffallend, wenn . K£A£n K-äyemET CGSKAEC pp Jiroip. COMITE CENTROEUROPEO Corriente« 2294 — VL Stock — T. E. 48-3695, 48-5683 Unsere Chamischa Asar b’Sehwat-Feier Wir benachrichtigen unsere Freunde, dass wir am kommenden Sonntag, den 29. Januar, die traditionelle Feier des 15, Scbwat — das Fest der Bäume — auf den Weekeudplä teen von ACIBA in Olivoe und Banfield, von „Bet Israel“ in Los Polvori nes, von „Bar Kochba” in Moreno und der Nueva Cörrumidad Israelita in Olivos, mit der Erlaubnis der betreffenden Vorstände, wie alljährlich, durchführen werden. Wir bitten um zah’reiches Erscheinen der betreffenden Mitglieder, insbesondere von Jugendlichen. Gleichzeitig ersuchen wir um die wohlwollende Unterstützung unserer freiwilligen Mitarbeiter, die für den KKL anwesend sein werden. AUS UNSERER ARBEIT ßas Ehepaar Dr. Eduarde Zlates und seine Gattin Roßita, geb. Cossen spendeten anlässlich der glücklichen Geburt ihres Töchterehens, Susana Veronica, $ 5.000.— für die Eintragung im „Sefer Hajeled“. BESTE buechsen IM Monat januar: Ing. Esteban Blauhorn, Sigfrido Bustin, Maximo Einstoe», Enrique Feniger, Roberto Frank, Bertoldo Kahn. Juan Kaufmann, Luis Löwensfcein, Salo Perl Julio Rosenthal, Dr. Hugo Strauss, F. Tentler, Enrique Vernay. Wir dank«« allen unserer Freunden. Eine Mitteilung de« Sekretariat»: Unser Büro wird im Monat Februar nur nachmittags von 14.30—19 Uhr geöffnet sein. Blumenabloesung in Form von Glückwunsch- sowie Trauer-Telegrammer. und Baumdiplomen bei jeder Gelegenheit bitten wir unter folgenden Telefon-Nummern aufzugeben: 73-9026 Sra. Weinstein 64-2966 Sra. Lubascher 54-3209 Frl. Wertheimer 48-5683 Sekretariat 48-3695 — :o:— PFLANZT BAEVME EM „BOSQUE INDEPENDEN¬ CIA ARGENTINA“ ALS UNSEREN BEITRAG AN- LAESSLICH DES „SES - QUICENTENARIO*. DER 150-JAHRFEIER DER UN. ABHAENGIGKEITSER- KLAERUNG ARGENTI. NIENS — 1816—1966. auch nicht überzeugend. La wird doch seinen Grund haben, warum noch keiner der damals Verantwortlichen von denen doch noch einige leben, bisher gesprochen hat. So verliert sich Ball-Kadur, in Vermutungen, in Kombinationen, obwohl es doch noch Männer gibt die wissen, was war, die auch die Zusammenhänge kennen, die also nicht auf Vermutungen oder Kombinationen angewiesen sind. — Das vorliegende Heft, das von einigen Buchbesprechungen abgeschlossen wird, bringt noch zwei Würdigungen, die eine zum 75. Geburtstag des Rabbiners Dr. Siegbert Neufeld, unseres lieben Mitarbeiters in der Jüdischen Wochenschau, dessen historische Arbeiten stets interessieren und wertvolle Beiträge für die Gesamtgeschichte der ehemaligen deutschen Juden und deren Leben ln deutschen Landen Slarstellen. — Wir finden einen Nachruf auf den grossen Historiker Dr. Nathan Michael Gelber, vielleicht den bedeutsamsten Historiker unserer Epoche der sich der Forschung jüdischer Geschichte Zeit seines Lebens gewidmet hat und zu den Meistern dieser W’ahren Kunst der Geschichtsschreibung gehört. — Neben dieser allgemeinen Besprechung und Würdigung der Zeitschrift, die ein Meisterwerk des Mutes des Her ausgebers und seiner Mitarbeiter ist, müssen noch einige Bemerkungen angekniipft werden, die für die künftige Arbeit von Bedeutung sein können. Golds Zeitschrift ist nicht die einzige historische Zeitschrift in deutscher Sprache. Bereits vorher erschien das „Bulletin“ des Leo Baeck Instituts, das in schöner Aufmachung häufig ausserordentlich interessante und wichtige Veröffentlichungen publiziert die das Wissen jedes Juden bereichern. Da dieses Bulletin — schon mit Rücksicht auf die Arbeit des Instituts — in erster Linie der Geschichte der Juden in Deutschland gewidmet ist ergänzen sich diese beiden Zeitschriften mitunter. Nur im Kafka-Brod-Weltsch-Kult übertreffen die Leo Baeck Institutler bei weitem noch die böhmischen Historiker um Dr. Gold. Warum muss das sein? Wenn man nämlich die beachtlichen Mittel des Leo Baeck Instituts dem ohne finenzielle Unterstützung der offiziellen Kreise mindestens gleichwertigen Werk der Zeitschrift für die Geschichte der Juden zugänglich machen würde, dann dürfte das Resultat überzeugend und überraschend sein. Nun ist es eine Wahrheit, dass es sich beim Leo Baeck Institut und den sonstigen von öffentlichen Mitteln subventionierten ex-deutsch-jüdischen Verbänden wie dem Council und ähnlichen überholten Gebilden um rein exklusive Zirkel handelt, die sich selbst auf den Aussterbe-Etat gestellt haben. Diese Kreise haben eine echte „Emigranten“-Ideologie entwickelt. In England nennen sie sich selbst noch Emigranten, w'ae offensichtlich eine Profession ist. Wir fordern alle „Ehemaligen“ auf, sich bei dem Be- Woerterbuch Gerhard Wahrig: Das Grosse Deutsche Wörterbuch — Herausgegeben in Zusammenarbeit mit zahlreichen Wissenschaftlern und anderen Fauchleuten. Mit einem „Lexikon der deutschen Sprachlehre“. Lexikon-Grossformat 17x23,7 cm 1440 Seiten mit rund 220 000 Stichwörtern und Redewendungen auf 4.194 Spalten. Halbledef 64,— DM. C. Bertelsmann Verlag Gütersloh Es war der Traum der Gebrüder Grimm ein Deutsches Wörterbuch zu schaffen. Unter ihren Nachfolgern erfuhr dieser Plan mannigfache Ab änderungen, und erst seit einigen Jahren liegt das Grimmsche Wörterbuch TO 11 ständig vor. Es hat inzwischen einen Umfang von 16 zum Teil noch mehrfach unterteilten Bänden angenommen und dient vorwiegena wissenschaftlichen Zwecken Für die tägliche Arbeit am Schreibtisch ist dieses umfassende Werk allerdings niciT zu gebrauchen. Bisher ist fiii diesen Zweck seit Anfang unseres Jahrhunderts kein universales Wörterbuch geschaffen worden, das die Forde rung des schnellen Nachschlagens erfüllt und dabei alle Sparten der sprachlichen Wirklichkeit gerecht geworden wärq. Um sich umfassend zu informieren, war es bisher notwendig, für die einzelnen Gebiete jeweils Spezialwörterbücher zu Rate zu ziehen. Das war, wenn man zu einem bestimmter Wort eine erschöpfende Auskunft haben wollte, oft recht umständlich. Rechtschreibung, Silbentrennung, Aussprache, Grammatik Stil, Umgangssprache, Fremdwörter und Etymologie sind ir. diesem einen Band zusammengestellt. Der Fülle des im Wörterbuch dargebotenen Materials ist ein „Lexikon der Deutschen Sprachlehre“ vorausgestellt. Hs enthält in 250 Einzelartikeln Regeln zur Aussprache, zur Silbentrennung, für Rechtschreibung und Zeichensetzung, für die deutsche Morphologie und Angaben zur Syntax. Grundsätzlich ist der reiche Wortschatz des Grossen Deutschen Wörterbuches — so wie es die Praxis erfordert — ausschliesslich im lebendigen Sprachzusammenhang dargestellt. Die Arbeit des Aufsuehens einzelner Wörter wird wesentlich erleichtert. Nicht nur alle Stichwörter sind konsequent nach dem Alphabet mühen, das echte Erbe des deutschen Judentums festzuhalten, zusammenzuschliessen, unabhängig von Landsmannschaften oder anderen trennenden Gesichtspunkten oder Eigenschaften. Die Forschung sollte gefördert werden, deswegen sollte anstelle eines Bulletins die Zeitschrift für die Geschichte der Juden zum zentralen Organ unserer geschichtlichen Tradition, Forschung und Publikation werden, womit zugleich nichts anderes getan werden würde, als die frühere „Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland“ in würdigem Rahmen und mit -vereinten Kräften fortzusetzen. Jüdische Schulen in Tunis Auch heute noch haben Ju den politische und wirtschaftliche Aemter in der Verwaltung Tunesiens inne. Bourguiba war den Juden gegenüber tolerant, und dies g'Jt noch vermehrt, seit er mit Nasser gebrochen hat und auch in der Israelfrage einen eigenen von der Arabischen Liga unabhängigen Standpunkt einnimmt Rabbi Gorodetzki, der das Lubawitscher Erziehungswerk von Paris aus leitet, war erst kürzlich wieder in Tunis. Er erklärte, dass zwar die Assimilation gewisse Fortschritte mache dass sich andererseits aber das jüdischreligiöse Leben verstärk«. Man glaubt, daßs sich .n Tunesien jetzt noch 25.000 Jugeordnet, sondern auch die einzelnen Wörterbuchartikel wurden nach einheitlichen Gesichtspunkten streng nach einem leicht durchschaubaren System gegliedert. Das Anordnungsprinzip beruht auf der Erkenntnis, dass erst durch das Miteinander verschiedener Wörter im Satz die Bedeutung eines Stichwortes festgelegt wird. Deshalb wurden auch die Bedeutungserklärungen und die vielen Redewendungen und Erläuterungen in einem Wortartikel in einige wenige formale Kategorien eingeteilt: so erscheinen an erster Stelle alle Bedeutungen, die ein Wort haben kann, wenn es für sich allein betrachtet wird. Ihnen schliessen sich die Redewendungen an. bei denen wiederum jene Wörter, die zusammen mit dem Stichwort eine Wendung bilden, durch halbfetten Druck hervorgehoben sind. Das im Wörterbuch zur Anwendung kommende Ordnungsprinzip gewährt so eine optimale Uebersicht. Während alle bisher in Deutschland bekannten Wörterbücher nur über den einen oder anderen Aspekt des deutschen Wortschatzes unterrichten, ist nunmehr allen an der deutschen Sprache Interessierten das Nachschlagewerk in die Hand gegeben, das auf alle Fragen umfassend Antwort gibt. den befinden, davon d’e Hälfte in der Stadt Tunis. Auf der Insel Djerba leben im grösseren Sektor d*x Stadt 1.400 Juden, und im kleineren Teil besteht ebenfalls eine Gemeinde Die dortigen Juden behaupten dass die Insel kurz nach der Zerstörung des zweiten Tempels von Juden besiedelt wurde und dass Teile der Synagogen aus Steinen des Tempels gebaut wurden. Die Erziehungsarbeit t er Lubawitscher wird vom Junt unterstützt. In Djerba besteht nun ebenfalls eine Jeschiwa der Lubawitscher die jedoch erst nach vie.ei. Auseinandersetzungen gegründet werden konnte weil die Juden von Djerba die i uoawitscher als zu modern befrachteten. Die Lubawitscher haben im Cheder Tische und Bänke eingeführt, vorher sass man einfach auf dem Boden. Die Schule hat 180 Studenten, von denen eine Anzahl im nächsten Jahre Smicha erhalten und dann in Tunis Aemter als Rabbiner übernehmen werden. Die Mädchen erhalten in Djerba keinen Unterricht. In Tunis führen die Lubawitscher ein Mädchenseminar mit 180 Schülerinnen, wovon 80 zu Lehrerinnen ausgebildet werden. Eine dortige Jeschiwa hat 40 Studenten, Man könnte noch vie' mehr erreichen, wenn es mehr jüdische Pioniere gäbe, die bereit wären, sich der Erziehungsarbeit zur Verfügung zu stellen, meinte Rabbi Gorodetzki. Aeltester Israeli gestorben Tel Aviv. — Im Dorfe Dir El Assad in Galiläa starb im Alter von 121 Jahren ein israelischer Araber, der als der älteste Bürger Israels angesehen wurde. 80 Kinder, Enkelkinder und Urenkel überleben Sheikh Abu Juma El- Assadi. Abu Juma war einst Gefreiter in der türkischen Armee, später wurde er Bauer und bearbeitete sein Land bis unmittelbar vor seinem Ableben. RIO CEBALLOS HOTEL LAGO SAISONEROEFFNUNG: 15. DEZEMBER NEU: EIGENE RULETA SIERRAS DE CORDOBA CASILLA CORREO 34 CHASCOMUS — T. E. 2910 — Cordoba 38 unter Aufsicht s. Ehrw., Rabb. Dr. J. Oppenheimer Telef. Auskünfte in Bs. Aires: 781-1312 u. 70-5805 Hotel-Restaurant VOR DEM URLAUB: Einheitskampagne COMITE CENTROEUROPEO DE LA CAMPAÑA UNIDA (Keren Ha]ess«4h SARMIENTO 2376 ffl. — T E 47.3820

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