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Jüdische Wochenschau · 1967-01-27 · 2203 (27.1.1967) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2203 (27.1.1967)
Date
1967-01-27
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Vieilles, 27 4e Enere de 1967 LA SEMANA ISRAELITA Año XXVIII. — N" 2203 Von neuen Einwanderern In den grösseren Orten des heute dichtbesiedelten Landesteils, das sich von alters her als ..Scharon“ bezeichnet, wurde es während der letzten Zeit zur Gepflogen ■ heit, den Begriff ,,Neue Olim“ mit demjenigen vom ..neuen Schikun Perez“ in Verbindung zu bringen. Aber auch dieser „neue“ Schikun Perez ist nicht menr ganz neu und nennt sich nur so zum Unterschied vom alten Schikun Perez, der vor mehr als anderthalb Jahrzehnten entstand, als die bereits legendär gewordene „Aktion Zauberteppich“ gestartet wurde und Israels jemenitische Bürger ins Land strömten. Eine grössere Anzahl von ihnen wurde damals im „Schikun Perez“ (bei Raananal ansässig und ist es bis heute geblieben. Der in diesen Jahren neu hinzugebaute Siedlunasteil war von Anfang an auf städtische Verhältnisse zugeschnitten: Breite, asphaltierte Strassen, moderne Beleuchtung. lange Reihen mehrstöckiger Gemeinschaftshäuser, in die während der letzten Zeit die bis dahin in schmucken Asbest - Einfamilienhäuschen untergebrachten Neueinwanderer sukzessive übersiedelten. Doch sind auch die kleinen Häuser „randvoll“ bewohnt, so dass heute auf der grossen Fläche von 400 Dunam ein reges, fast städtisches Leben herrscht; dieser Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass viele der neuer. Einwanderer nicht nur in der näheren Umgebung, sondern vor allem auch in Tel Aviv Arbeit gefunden haben und somit ihre Wohnstätte mehr als Vorort dieser Grosstadt an sehen. Im Gespräch mit den Neueinwanderern ist es erfreulich, festzustellen, dass der überwiegend grössere Teil mit den Lebensbadingungen Einwanderer Rio de Janeiro. — Im Jahre 1966 liessen sich insgesamt 213 brasilianische Juden ln Israel nieder, wie das hiesige zuständige Büro der Zionistischen Organisation mitteilte. Die Zahl der Juden die im Laufe des Jahres nach Brasilien zurückkehrten, belief sich auf weniger ais zehn Prozent der gesamten Auswanderung. Erst kürzlich reiste eine Gruppe von brasilianischen Juden an Bord der „Theodor Herzl“ gemeinsam mit Juden aus Argentinien nach Israel. HTA) in ihrer neuen Heimat und den anerkennenswerten Leistungen der Sochnut auf dem Gebiet der Einordnung durchaus zufrieden ist. Selbst die junge Generation, ihrem natürlichen Recht entsprechend fordernd wie jede Jugend in aller Welt, zeigt sich angetan von dem ihr Gebotenen: ihr Wunsch, nicht immer mit den „Alten“ zusammensitzen zu müssen, wurde verständnisvoll respektiert! Die jungen „Perezianer“ nehmen dreimal wöchentlich an speziellen Abendkursen teil, die ihnen ausser der hebräischen Sprache auch allgemeine Volks- und Landeskunde vermitteln — die Beteiligung ist hundertprozentig! (Für die übrigen Altersklassen gibt es getrennte „Abend-Ulpanim“). Die bekanntlich gegenwärtig hei-rschende Arbeitslosigkeit in Israel macht sich in neuen orten nur insofern bemerkbar, als die zuletzt Gekommenen sofort nach ihrer Einwanderung für einige Monate Arbeit zu beanspruchen haben (wenn auch nicht immer im einst erlernten Fach!), was allerdings manches Mal auf Kosten früherer Einwanderer geschieht — einer der vielen Fakten.^ die zwar nicht zu den „gezielten“ gehören, aber zwangsläufig doch in Erscheinung treten. Ein ernstes Problem jedoch existiert sowoh, in den Kreisen der früher als auch der später Zugekommenen, nämlich das der Aeleteren: Diese Leute sind, wie es die betreffende Soehnut-Beamtin formuliert, im sogen. „Pensions-Alter“, ohne natürlich hier praktisch bereits solche Ansprüche zu besitzen (wie etw’a den an „Bituach-Leumi‘). Vor einiger Zeit wurde eine Art von Ueberbrük ■ kungs-Organisation geschaffen, die „Ma’anat-sikna“ (Altersfürsorge) die Unterstützungsgelder für die nicht mehr Arbeitsfähigen aufbringt. Inwieweit allerdings die in jedem einzelnen Fall so lebensnotwendigen pekuniären Leistungen den Empfänger trotz aller gewollten „Ueberbordung“ überlebter Sentiments in ganz anderer, eher psychologischen weise bedrücken oder entmutigen, bleibe dahingestellt. (Bekanntlich ist es z. B. in den durchweg begüterten westeuropäischen Ländern heute nicht nur möglich, relativ hohe Renten zu zahlen, sondern darüber hinaus finden dort auch vielfach noch solche Menschen einbringliche Arbeit, die das Pensionsalter bereits überschritten haben!) Hier muss zusätzlich erwähnt werden, dass die gesamte CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma Einordnung der neuen Olim nur im dauernden Zusammenwirken der genannten Institutionen erfolgen konnte und kann. Eine dominierende Tatsache, ohne deren Berücksichtigung das Vorstehende unvollständig bliebe, besteht in der grossen Schenkung, die die Siedlung erst vor kurzem von Freunden aus den USA erhielt: Eine neue Thorarolle wurde gespendet, hierher geschickt und kürzlich feierlich eingeweiht! Sie nahm nun erstmals an diesen hohen Feiertagen zusammen mit den einigen schon vorhandenen „Sifre - Thora“ am Gottesdienst teil — in der schönen neuen Synagoge. Der Jubel, den die Gabe auslöste war gross un umfasste alt und jung. — Nun gehen also die Einwohner „bei sich“ beten, was ihnen durch längere Zeit nur im benachbarten jemenitischen, ausgesprochen religiösen Teil der Gemeinschaftssiedlung möglich war. IN BANGKOK nahm Israel mit besonderem Erfolg an den Asiatischen Spor*, spielen teil. Das Bild zeigt einen Blick auf das Stadion beim Aufmarsch de* israelischen Delegation. Im Hintergrund eine Allegorie, ausgefuhrt von thailändischen Studenten. Erstaunliche Funde in Caesarea DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch: STAMPS CENTER 94 Allenby Rd — TEL AVIV — P.O.B. 4444 Seit etwa acht Jahren gehen die Grabungen in der bedeutenden Römerstadt Cäsarea vor sich, die von der israelischen Regierung und einer italienischen Expedition durchgeführt werden. Die erstaunlichen Resultate dieser Arbeiten entsprechen der einstigen Bedeutung diese* Stadt und ihrer ungeheuren Ausdehnung. Sie war ja die Hauptstadt der römischen Provinz Judäa. Sitz der Prokuratoren, und wurde zur Regierungszeit von Herodes dem Grossen mit prunkvol len Bauwerken geschmückt. Aber das Alter dieser Stadt reicht viel weiter zurück: sie begann als Befestigungsanlage der Phönizier und trug damals den Namen Stratonsturm. Erst unter römischer Herrschaft erblühte sie zu grossem Wohlstand Bei den Grabungen am riesigen Aquädukt wurden drei Inschriften gefunden, welche beweisen, dass römische Legionen wiederholt Renaraturen an dieser Wass:rleitung ausgeführt hatten. Eine dieser Tafeln wirft neues Licht auf historische Vorgänge: Es handelt sich um die Zweite Legion des Kaisers Hadrian, die gegen das Jahr 128 in Aegypten stationiert war. Es scheint, dass diese Legion eine der 12 oder 13 Legionen war, die in Palästina konzentriert wurden, um den Bar- Kochba-Aufstand der Jahre 132—135 zu unterdrücken. Diese Reparaturen an der Wasserleitung mögen aufgrund des praktischen Sinns der römischen Verwaltung im Laufe ihrer Stationierung ausgeführt w’orden sein. Die Gruppe der italienischen Archäologen fand im Laufe ihrer Arbeiten auch eine grosse byzantinische Fe stung aus der Zeit des Kaisers Justinian, die halbkreisförmige Türme aufweist, und in einem dieser Türme einen reichen Schatz goldener Schmucksachen, die mit frühchristlichen Symbolen geschmückt sind. Die Hauptarbeit aber konzentrierte sich auf die Freilegung und Restaurierung des römischen Theaters, das der jüdisch-römische Historiker Flavius Josephus als einen Bau aus der Zeit des Herodes erwähnt. Jedoch verwechselte er in seinem Bericht die topographische Position mit dem anderen grossen Amphitheater, welches im Norden der Stadt liegt. Diese Grabungen mussten, da an der Erdoberfläche keine Ruinen sichtbar waren, nach Aufnahmen aus der Luft vorgenommen weiden Das Theater ist halbkreisförmig und hat einen Durchmesser von 90 m, während von HANNAH PETOR die Bühne 30 m breit ist. Die Sitzreihen waren aus dem einheimischen Sandstein erbaut. Es enthielt wahrscheinlich ursprünglich einen Säuiengang und einen Korridor mit gewölbter Decke. Der Bau wurde im Laufe seines Bestehens mehrmals umgestaltet. Dieses Theater von Cäsarea wird als das älteste des römischen Ostens betrachtet, hier bestand bis zur Zeit seiner Errichtung keine Tradition des antiken Dramas, denn diese Kunstform war den Völkern des östlichen Mitteimeers unbekannt. Doch nach der römischen Besetzung dieser Länder entstand eine grosse Reihe von Theatern. Es handelte sich vorwiegend um Darstellung von Schaustücken, Possenspielen, Pantomimen, Tänzen und akrobatischen Uebungen, die wenig mit wahrer Kunst zu tun hatten. Mit der Ausbreitung des Hellenismus verlor* das Drama selbst seinen ihm eigenen religiösen Charakter und wurde mehr und mehr literarischer Natur. König Herodes der Grosse tat, trotz der ablehnenden Einstellung der Bewohnerschaft Palästinas, viel zur Entwicklung der Theaterkunst, wie auch im allgemeinen zur wachsenden Beliebtheit des hellenistischen Kunststils durch seine grossartigen Bauten in Massada und auch in den Städten, z. B. in Askalon, Jericho und Cäsarea. Das Theater von Cäsarea, das im ersten Jahrhundert entstand, wurde verschiedentlich verändert und überbaut; die letzten Veränderungen wurden im 5. Jahrhundert ausgeführt. Die Orchestra hatte ein bemaltes Pflaster — eine Technik, wie sie typisch für den Vorderer^ Orient war; sie fand ihr Vorbild in thrakischen und mazedonischen Gräbern und kehrte später in pompe j am* sehen Dekorationen und den Schlössern der Omajadeif wieder. Da sie sich leicht ab* traten, wurden die Bemalungen wiederholt erneuert. Eine dieser schichten zeigt ein farbenreiches Muster von Federn, eine andere bunte geometrische Motive, die wie ein Teppich wirkten. Später Scheint der Boden mit Marmorplatten belegt w'orden zu sein. \ J. P. LANDSBERG VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme. MITRE 430 V. Of. 550 T.E.: 30-1474 MALERARBEITEN JUAN JULIUSBURG 73-1148 BLANCO ENCALADA 1648 ESTUDIO PASTEUR 254 » y 5? pisos TEL 48-7168 1372 t BUENOS AIRES Á •cofiomicos contadorespúb(fcós ’y -, - hticionëlè* -;Vy' consultores de'emprmsmS ESPECIALISTAS CN SOCIEDADES ANONIMAS .unii uro \ Fiambres Finos U 'FRIG UINCIA MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD CIA tätigt-

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