Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2202 (20.1.1967)
- Date
- 1967-01-20
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Ilillllllliniiiuiiiiiiiillinillllllllllllllil d — Viwwn, 2* «1« Enrfo dt 1967 JÜDISCHE WOCHENS CHAD Año XXVIII. _ N® zm Ereignisse der Woche Bericht über Weltkongress Vertreter der jüdischer. Presse folgten kürzlich de> ¡Einladung der DAIA zu einer Aussprache, welche im Sitz der Dachorganisation der argentinischen Judenheit stattfand. Bel dieser Gelegenheit ergriffen der Sekretär der siidamerikanischen Exekutive des Weltkongresses, Herr Marc Turkow. und der Präsident der DAIA Dr. Isaac Goldenberg, das Wort. Turkow unterrichtete die Journalisten über die letzte Sitzung des Leitenden Ausschusses des JWK in London, bei der Probleme erörtert ■wurden, welche von brennendem Interesse für die Judenheit sind. An erster Stelle stand das Wiederaufleben des Neonazismus in Deutschland. Diese Erscheinung wurde als ernst und besorgniserregend für die jüdische und nicht - jüdische öffentliche Meinung in der ganzen Welt beurteilt. Eün weiteres Thema, das zur Sprache gelangte, bildete die Lage der Juden in der Sowjetunion. Hierzu äusserte der Referent, dass die kiirz- Bchen Erklärungen Kosvgins in Paris, laut deren Sowjetrussland die Wiedervereinigung der durch den Krieg »useinandergerissenen Fami- , lien zu erlauben gewillt ist.; eine positivere Haltung der 1 sowjetischen Behörden zu eij nem Problem zu erwarten ge- | statten, dass alle Juden zu- I tiefst bewegt. j Schliesslich analysierte der , Präsident der DAIA einge- | hend die heutige Lage der j i - ' dischen Gemeinschaft in Argentinien. Seinen Ausfiihrun- | gen folgten die anwesenden ' Pressevertreter mit grösster Aufmerksamkeit! Aufgaben der DAIA j Kurz vor Jahresende trat der Vorstand der DAIA zu ei- , her Sitzung zusammen, an der die Mitglieder der Exekutive und des Beratenden Ausschusses teilnahmen. Anwesend waren ferner der Prä sident des Vaad Hakehilot Dr. Tobias Kamenszain. der Präsident der argentinischen Zionistischen Organisation Herr Emilio Gutkin. die Präsidenten der grossen jüdischen Organisationen in Argentinien sowie die Mitglieder des Aktior.seomites, Gregorio Fainguersch. Ing. Oscar Glassermann und Jacobo Bronfman. Einleitend erstattete der Sekretär. Herr Herzl Gesang einen eingehenden Ber;cht iiber die Tätigkeit der Exekutive im Monat Dezemoer. Er erwähnte das , monatliche Mittagessen“, die öffentliche Veranstaltung zu Ehren Ben Gurions, das Schreiben der DAIA an den Botschafter Oesterreichs im Zusammenhang mit dem Verlauf der Kriegsverbrecher-Prozesse in seinem Land und die an die Filiale in Santa Fe gerich teten Nachfragen, die sich auf die Ernennung eines wegen seiner antisemitischer. Vergangenheit bekannten Richters in dieser Provinz bezogen. Er erwähnte im wei teren den bevorstehenden Be such des Präsidenten und Direktors der ICA aus London Schliesslich Gerichtete er auch über den Kiirzlichen Besuch des Ministers der Regierung von Catamarca, Dr. Eduardo Gonzalez Ruzo im Sitz der DAIA. dem die Executive in einem herzlicher Schreiben für las bewiesene 1 Interesse dankte. I Hierauf beriet die Leitung; der DAIA mit sichtlicher Be- . sorgnis über einen kürzlij chen Beschluss des Nationaj len Erziehungsrates, durch | den in einer Reihe vor: ] Staatsschulen 1er Unterricht; ganztägig stättfinden soll! * LUACH — (KALENDER) Freitag den 20. Januar 9 Shevat Sonnatend. den 21. Januar 10. Shevat Schabbat B’SHALAJ (Schabbat SHIRA) (Ex. 1 J—17) Haftara: Richter, 4, 4—24 und 5, 1—31 Sonntag, den 22. Januar 11. Shevat Montag, den 23 Januar 12. Shevat Diens*sg, den 24. Januar 13. S'heva Mittwoch, den 25. Januar 14 ■sheva* Donnerstag, den 26. Januar 15. Shevat CHAMISCHA ASSAR b'SHEVAT (auch Tu Bi.- nevat genannt) — Das Neujahrsfest der Bäume Freitaa, den 27 Januar 16. Shevat Sonnabend, den 28. Januar 17. Shevat Schabbat JITRO (Ex. 18, 1) Haftara: Jesaja 6, 1—13, 7, 1—6, 9 , 5—6 Sonntag, den 29. Januar 18. Shevat Montag, den 30. Januar 19. Shevat Dienstag, den 31. Januar 20. Shevat Mittwoch, den 1. Februar 21. Shevat Donnerstag, den 2. Februar 22. Shevat Freitag, den 3. Februar 23. Shevat Sonnabend, den 4. Februar 24. Shevat ßchabbat MISCHPATIM (Ex. 21, 1) Haftara: Jeremias 34—8 Rösch Chodesch Benschen Sonntag, den 5. Februar 25. Shevat was ein Problem für die jüdischen Schulen darstel’en würde Durch dieses System würden die Kinder den ganzen Tag beansprucht werden und könnten somit nicht die jüdische Schule besuchen. Die DAIA unternahm bisher gemeinsam mit dem Vaad Hakehilot verschiedene Schritte, und es wurde beschlossen. vorläufig das Resultat eines Besuches beim Präsidenten des Nationalen Erziehungsrates Dr. José Marino Astigueta, abzuwarten. Bei dem Meinungsaustausch über diese Frage wurde auf die Folgen einer Massnahme hingewiesen die eine Limitierung des Fortbestandes der jüdischen Kultur und Erziehung im Lande bedeuten könnte so das« es nötig sein dürfte neue Fläne für die integrale Erziehung der jüdischen Kinder auszuarbeiten. Hiernach erörterte der Präsident, Dr Isaac Goldenberg in gedrängter Form die Lage der Jüdischen Gemeinschaft in Argentinien. Sein Vortrag löste eine angeregte Dehatte aus, die sich bis in die spä ten Nachtstunden hinzog. Feuer in einer Synagoge Aus Paraguay wird gemeldet, dass die jüdische Kollek tivitüt dieses Landes durch den Brand in der Synagoge vom 31. Dezember unersetzliche Verluste -»-litten hat Das Feuer zerstörte den Altar und den Thoraschrein, der 11 Thorarollen enthielt vollständig. Einen moralischen Trost für die Gemeinde bildete die Solidarität die staatliche und private Institutionen. sowie das Pubhkum. im allgemeinen bei diesem Unglück unter Beweis stellten. Besonderer Dank so wird betont, gebühre der Feuerwehr-Mannschaft und dem Personal des benachbarten Polizeireviers, deren gemeinsamem Bemühen zufeschrieben werden muss dass das Feuer eingedämmt und schwererer Schaden vermieden werden konnte. Bedauerlicherweise fehlt es nicht an Stimmen, die sich in Ausdrücken ei" es von a'len zivilisierten Völkern der Welt verdammten Totalitarismus über die religiöse Trauer dei paraguayischen jüdischen Gemeinde lustig zu machen rassigmm#;: SIR HENRY D AVIGDOR GOLDSMID, der Präsident der ICA (Jewish Colonisation Association) besuchte Argentinien und war u. a. auch Gast der Kebilla (AMIA), wo er sich in das Ehrenbuch eintrug. Neben ihm der Präsident der AMIA, Dr. Tobias Kamenszain 'stehend), auf der anderen Seite Hirsch Trivaks. der Generalsekretär der AMIA. versuchten. Doch das würdige Verhalten der Gemeindemitglieder vermied ebenso wie! das schnelle und energische j Eingreifen der Behörden un! angenehme Weiterungen. Am 10. Januar wurden die Reste der Thorarollan wel-; che aus den Flammen geretj tet werden konnten feierlich | beigesetzt. Zahlreiche Mit j glieder der Gemeinde leiste- | ten der Aufforderung des pa- : raguayischen Reprfisentativ- ' Ausschusses Folge und schlos- ■ sen während der Trauerfeier! ihre Geschäfte. | Magbit 1966 Der Präsident der Einheits-; kampagne für Israel. Herr I Isaak Levin. berief eine Kon-! fereuz der jüdischen Presse 1 und der führenden Mitarbei- , ter, um über den Verlauf der | Aktion im laufenden Geschäftsjahr 1966 zu berichten, I das im März abgeschlossen werden soll. Die Einheitskampagne ist die grösste jüdische Massenorganisation, die die engste Verbindung mit unseren Brüdern in Lrael darstellt, und der konkrete Ausdruck jüdischer Solidarität in der jüdischen Welt. In der Einheitskampagne arbeiten hunderte freiwi’.’.ige Mitarbeiter In allen Teilen des Landes bestehen gut organisierte Com'tes. die den Arbeitskreis und Ra- Literarische Notizen Emil Gumbel gestorben In Amerika starb 75 Jahre die Fememorde und die Tätigkeit der ,,Schwarzen „nn i Reichswehr“ in Schriften wie k! ,’ iJS: -vier Jahre politischer Mord** bei, Versicherungs-Beamter und Statistiker. Seiner Ruhm verdankt er seiner wissenschaftlichen Tät:gkeit, aber auch seinem Kampf für die Menschenrechte und gegen den Hitlerismus. In der Zeit der Weimarer Republik veröffentlichte er Antikriegsrufe und deckte schonungslos Hiimimimimimmimmimmimimmmimmmiiiiimmmiimmimmiiiinimimiimiimii’; tr U FiiïïnïïïïïïïïïïlmmHmiiiiiiiiiiiimjmimimmmmmmimimmimiimiiimmmminmmuii und ..Verräter verfallen der Feme“ auf. Damit zog er sich die Feindschaft der extremen Kreise zu, was zu Prozessen und Demonstrationen gegen seine Lehrtätigkeit in Heidelberg führte. Bei der ,,Machtübernahme“ floh der Gelehrte nach Frankreich, lehrte in Lyon und emigrierte dann weiter in die Vereinigten Staaten, wo er an der „New School for Social Research“ der Columbia-Universität eine vielseitige Lehrtätigkeit entfaltete. Die Freie Universität Berlin hat ihn mehrfach als Gastdozenten eingeladen. Versteigerung Bel einer Versteigerung in München wurde das Bild von Liebermann „Wannseegarten“ von einem deutschen Sammler zu 46.000 Mark erworben. Verdienstorden Joseph E. Levine, Präsi dent der „Embassy Pictures“ in New York erhielt den Rang eines Commendatore des italienischen Verdienstordens, in Anerkennung seines Beitrages zur Entwicklung der italienischen Filmindustrie. dius der Arbeit weiter auszudehnen versuchen. Im Augenblick existieren 36 solcher Comités und ca vierhundert freiwillige Mitarbeiter sind tätig, die ihre Freizeit dem Besuch säumiger Zahler widmen. Trotz aller Anstrengungen erfasst aber die Einheitskarnpagne nur ein Drittel der jüdischen Kollektivität Man muss sisch immer auf denselben Kreis Beisteuerer beschränken, die seit vielen Jahren ihre Verbundenheit mit Israel durch die Zahlung dieser freiwilligen Steuer ausdrucken. Ein positiver Schritt vorwärts bedeutete dar vor kurzer Zeit gegründet« Comité für Branchen, wo man einen besseren Ueberblick über die Möglichkeit z ner Erfassung der Beisteuerer bekam und das zur vollsten Zufiiedeu- , heit arbeitet. Aber immer i noch ist das Arbeitsgebiet sehr gross und bisher kein wirklich zufriedenstellendes Resultat in Anbetracht der Anforderungen, die an uns gestellt werden, erzielt worden. Zum Abschluss des Geschäftsjahres findet am 1. und 2. April ein Kinus der Magbit in Buenos Aires statt, der eoenso Normen für die Arbeit für das kommende Jahr beraten wie Neuwahlen veranstalten wird. An den Sitzungen nehmen alle Comités und Mitarbeiter teil. Die Proklamation der Kampagne 1967 ist auf den 4. April in Form einer grossen Versammlung festgesetzt worden und als Delegierter der Zentrale wird Rabbi KiiSCnblum delegiert werden, der die Aktion 1967 feierlich eröffnen wird. Die BARMIZWAH unseres Sohnes RAFAEL findet s.G.w. am Schabbos Jitro, den 28. Januar, um 9 Uhr in Bet Israel, Cramer 2060, statt. Peter und Edith Wind Pampa 1959, 9“? B Neuerscheinungen des Verlages 0 LAMENü “ »» in TEL AVIV POB 3002, ISRAEL Dr. E J. GOERLICH fWien): RUTH — Geschichte eines indischen Mädchens. Eün Wiener Roman aus der Nazizeit — Kart. $ 5.—. Prof Dr HARRY ZOHN 'WaTham): Wiener Juden in der deutschen Literatur. Reich illustriert, Halbleinen S 3.50. ZEITSCHRIFT FUER DIE GESCHICHTE DER JUDEN Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. Abonnement nur ganzjährig $ 8.50. DEMNAECHST ERSCHEINT: HUGO GOLD: GESCHICHTE DER JUDEN IN WIEN Das Standardwerk der jüdischen Geschichte Wiens. Hunderte Illustrationen. Ermäßigter Subskriptionspreis vor Erscheinen $ 20.—, nach Erscheinen $ 35.— IN VORBEREITUNG: „HISTORY OF THE JEWS IN AUSTRIA“ Ein Jahrbuch in deutscher und englischer Sprache. Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. GEDENKBUCH DER UNTERGEGANGENEN JUDEN¬ GEMEINDEN DER TSCHECHOSLOWAKEI Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD ET. scheint in zwei Bänden. L Band Böhmen, Mähren und Schlesien. — II. Band Slowakei und Karpatorus. Alle diese Publikationen erscheinen im Rahmen des im Entstehen Begriffener) CH A JES-IN ST ITUTS