Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2202 (20.1.1967)
- Date
- 1967-01-20
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Vferiu«, 2« de Enero de 1967 LA SEMANA ISRAELITA Año XXVIII. - N* »02 — 5 Moritz Steinschneider s. A. Als vor sieben Jahren die X>eutsche Bibliothek ihr modernen Elf ordernissen entsprechendes Gebäude in der prankfuter Zeppelin-Allee be- 20g, iiess das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel als Festausgabe zur Einweihung dieses stattlichen Baues eine Sondernummer erscheinen. Unter dem dem Ereignis gemässen Titel „Bibliographie und Buchhandel“ fanden da viele und gute Auf Sätze ihren Platz, es waren deren mehr als 20, und den Abschluss bildete der „Versuch eines Bibliographen-Lexikons“. unternommen von Dr. Fritz Homeyer (Saarbrücken), dem betagten, aber unermüdlich wissenschaftlich tätig gebliebenen Buchkenner und -liebhaber. (Zu seinen jüngsten Werken gehört dasjenige über ,.Deutsche Juden als Bibliophile und Antia.uare“, erschienen in der Schriftenreihe wissenschaftlicher Abhandlungen des Leo Baeck- Instituts, Tübingen 1963). Dieser Miniatur - Lexikon- Versuch besteht zu drei Vierteln aus einer nach Jahrhunderten unterteilten Uebersioht über die massgebenden Bibliographen und ihre Kataloge. Gegenüber den vorange henden beanspruchen das 19. und 20. Jahrhundert den weitaus grössten Raum. Darin erwähnt Homeyer einige jüdische Bibliographen die eine Rolle im deutsch-jüdischen Sprach- und Kulturbereich gespielt haben: Eisig Ben Jacob (oder Isaak Benjacob, 1801—1863). Michae Holzmann (1860—1930> und, vor allem, Moritz Steinschneider (1816 Prossnitz 'Mö hren— Berlin 1907). Der Geburtstag dieses Wissenschaftlers jährte sich vor kurzem zum 150 Mal. Steinschneiders überaus zahlreichen Fachwerke, die bibliographischen und die judaißtischen, umfassen das Gesamtgebiet der jüdischen Literatur und Kunstgeschichte vom Mittelalter bis zum 19 Jahrhundert. Dasjenige Werk, das seinen wissenschaftlichen Ruf begründet hat. ist der (in den Jahren 1852—60 in Berlin veröffentlichte) Katalog der hebräischen Druck - die seit 1962 die Bibliothek der Universität Oxford istvon Dr. E. G. Lowenthal ein Standardwerk, 3.100 Seiten in drei Bänden zusam menfassend, deshalb, weil jedes einzelne Buch, jedes einzelne Manuskript eingehend beschrieben und mit einer einschlägigen Bibliographie versehen ist. Der Zettelkatalog der Frankfurter Universitätsbibliothek verzeichnet etwa 50 verschiedene Steinschneider-Buchtitel. Lesen wir nach, wie Homeyer in der sich selbst auferlegten, lexikographischen Gedrängtheit mit dem Stichwort „Moritz Steinschneider' fertig wird! Er umreisst sein Werk so: „Bibliographische Arbeiten im Aufträge der Bodleiana (Oxford) und der Kgl. Bibliothek in Berlin (1869—1907), erhält 1884 und 1886 den Preis der Académie des Inscriptions in Paris. — Catalogus librorum Hebraeorum in Bibliotheca Bodleiana. Berlin 1852—60. Conspectus codicum manuscriptorum Hebraicorum in Bibliotheca Bodleiana. Berlin 1857. Die Kataloge hebräischer Handschriften der Bibliotheken zu Leiden (1857), München (2. Auflage 1895), Hamburg und Berlin (1878). Hebräische Bibliographie (Berlin 1858 bis 1882), eine Zeitschrift etc. etc.“ Zu den „etc. etc.“ dieses universell interessierten Ge ■ lehrten gehören zweifellos auch seine judaistischen Werke wie ..Hebräische Uebersetzungen des Mittelalters“. „Arabische Literatur der Juden“, das „Bibliographische Handbuch über die Literatur für hebräische Sprachenkunde“ (1859 und 1896), seine klassisch gewordenen, in späteren Jahrzehnten in mehre re Fremdsprachen übertragenen Artikel über jüdische Literatur in Ersch und Grubers „Allgemeiner Enzyklopädie der Wissenschaften und Künste“ (1850), seine Artikel über jüdische Typographie und jüdischen Buchhhandel ferner seine Studien auf dem Gebiet der italienischen und arabischen Literatur über die Juden. Hinzu kommen viele hundert Artikel in deutschen, hebräischen, arabischen, italienischen und französischen Zeitschriften über die Natur- J. P. LANDSBERG VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme. MITRE 430 V. Of. 550 T.E.: 30 1474 C A TECA S. A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68 -1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch: STAMPS CENTER 94 Aüenby Rd — TEL AVIV — P.O.B. 4444 Wissenschaften, die Medizin die Mathematik in ihrer Beziehung zum Judentum. In seinen jungen jahren hatte Moritz Steinschneider in seiner Heimatstadt und in Nikolsburg eine allgemeine und theologische Ausbildung erhalten. Seine Studien auf dem Gebiet der arabischen und hebräischen Literatur begann er in Prag und Wien. Da die österreichische Judengesetzgebung ihm den Besuch des Orientalischen Instituts in Wien nicht gestattete, studierte er 1838 in Leipzig und später in Berlin. Dort nahm er. abgesehen von den Jahren 1842/45. die er in Prag verbrachte, seinen ständigen Wohnsitz. Erst 1851 promovierte er in Leipzig zum Dr. phil Vorerst arbeitete er als freischaffender Gelehrter, der er auch war, als er 1849 den grossen, ehrenvollen Auftrag in Oxford übernanm. Er unterrichtete an der gegen Ende des 18. Jahrhunderts von dem Münzmeister Friedrichs des Grossen gegründeten Veitel- Heine-Epnraim - Lehranstalt in Berlin, und im Zeitraum 1869/83 fungierte er als der Direktor der dortigen jüdischen Mädchenschule Von 1859 bis 1882 war er in der Preussischen Staatsbibliothek tätig. Als er seinen 80. Geburtstag beging, erhielt er den Professorer.titel, und als er 90 wurde, den Roten Ad ler-Orden 3. Klasse. 18 Jahre nach seinem Tode, 1925; erschien in Berlin einer der fünf geplanten Bände seiner Gesammelten Schriften, herausgegeben von seinem Schüler, Professor Henry Malter- Philadelphia, gemeinsam mit Professor Alexander Marx, New York. Vor Steinschneider, so nat ihn Ismar Elbogen einmal gewürdigt, „kannte man nur alphabetische Verzeichnisse von Autox-en und Büchern“ Welcher Inhaltsreichtum und welche wissenschaftliche Systematik demgegenüber von Steinschneider geboten wer- 25jaehriges Jubilaeum New York. — Die nordamerikanische Föderation aus Zentraleuropa stammender Juden beging ihr 25 Jubiläum. Der aus 40 angeschlossenen Organisationen bestehende Verband der jüdischen Einwanderer aus Zentraleuropa vertritt die Rechte und Interessen der Ueberlebenden der Naziverfolgungen, die aus zentraleuropäischen Län- I dern stammen. Unter dem ' Patronat dieser Föderation wmrden eine Reihe von Hilfsvereinen gegründet, die in enger Zusammenarbeit mit den Institutionen der T'SA- Judenheit um die Integrierung der einst zentraleuro päisehen Juden in das soziale. kulturelle und ökonomische Milieu ihrer neuen Heimat bemüht waren. (ITA) Ehrung Humphreys New York. — Der nordamerikanische Vizepräsident Humbert H. Humphrey wiederholte die von den USA gegebenen Versprechungen, die territoriale Integrität Israels zu schützen. Leider gibt es viele Motive für einen Konflikt im Mittleren Osten sagte der Vizepräsident, aber unsere Politik ist klar. „Wir widersetzen uns energisch jeder Aggression, durch welche der Frieden bedroht wild. Ah Teil dieses Ziels haben die Vereinigten Staaten von Nordamerika die territoriale Integrität Israels als unabhängigen Staat zu schützen versprochen“. Dem amerikanischen Vizepräsidenten wurde der erste Ehrentitel der Bar Ilan-Universität in Ramat Gau durch den Rabbiner Josef Lookstein verliehen, der Humphreys ständige Bemühungen im Dienste der Erziehung d r Jugend sowohl in Amerika wie im Ausland lobend hervorhob. yfb- : / . s * V i /' Ük’ LJ& ßm W —Üi J\ ' / / if ' ('■) '’•> I (vV/j? V I / / ». MARC CHAGALL: „THORA-FREUDENFEST". Illustration zu Bella Chagalls Buch „Brennende Lichter". Erschienen im Rowohlt Verlag. Reinbek bei Hamburg. 232 Seiten. Ganzleinen 11.80 DM. de! Er beschränke sich hich*’T de« eigentlichen Endzweck auf eine Aufzählung, er stelle der jüdischen Geschichte' vielmehr aufgrund von „unbekannten handschriftlichen arabischem und hebräischem Material in Kurzen Andeutungen tiefgründige Untersuchungen über Leben und Werke bedeutender Autoren sowie über Schicksal von Handschriften und Büchern an.“ Als richtunggebend bezeichnet Elbogen ferner Steinschneiders Forschungen zur Kulturgeschichte „Jahrzehn telang galt seine Arbeit dem Problem, wieweit Juden ,die rein religiöse Entwicklung, überschritten und sich am Studium der allgemeinen Wissenschaften beteiligten, wieweit sie dem wissenschaftlichen Elinfluss ihrer Umgebung unterlagen und selbst durch wissenschaftliche Beteiligung auf die Menschheitskultur Einfluss ausübten.“ MALERARBEITEN JUAN JULIUSBURG 73-1148 BLANCO ENCALADA IG4C t¡mn€ims ESTUDIO i PASTEUR . 2* y 5? pisos f|L 48-7168 137} c |Ut¡NO$ AÎ81S contadores pú bittes ñocipnéfei consultâtes de'empr.esmi ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES ANONIMAS Fiambres Finos M»#, “FRIG UINCIA MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD 99 IGUINCIA