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Jüdische Wochenschau · 1966-12-23 · 2199 (23.12.1966) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2199 (23.12.1966)
Date
1966-12-23
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Vier»««, 23 de Dieiemtore de 1966 LA SEMANA ISRAELITA Año XXVII. w am — 7 BLUMEN AUS ISRAEL OTTO PANKOK: Die Synagoge. Dieses anklagende Bild des deutschen Malers, der kein lüde war, entstand im Jahre 1940 zu einer Zeit« da die NS Machthaber über den Künstler ein Malverbot verhängten. Der Künstler, der sich immer für seine jüdischen Freunde eingesetzt hat, verstarb vor wenigen Wochen. Zwei 80jaehrige Rabbiner Viel Geld wird in den EWG- Ländern für Blumen ausgegeben. ,,Dieser Wirtschaftszweig blüht in der Wohlstandsgesellschaft" erklärte ein Blumenimporteur vor kurzem, als blühender Flieder und aus Singapore im portierte Orchideen trotz höchster Preise reissenden Absatz fanden, während die Temperatur auf den Strassen 28 Grad unter dem Gefrierpunkt war. Der Generaldirektor des Landwirtschafts - Ministeriums unlängst über die Chancen des israelischen Blumenexporte befragt, erwiderte- ,,Wir haben seit dem Herbst 1966 bis heute Blumen für ei. ne viertel Million Dollar ins Ausland, vor allem in die EWG-Länder exportiert. In der diesjährigen Saison hoffen wir etwa eine halbe Million Dollar zu überschreiten. In zwei Jahren wollen wir Blumen für zweieinhalb Millionen Dollar und im Jahre 1970 für vier Millionen Dol. lar zum Export bringen.“ Aber Aussenseitern wie Israel und Südafrika fällt es sehr schwer, in die EWG mit Blumen einzudringen, da Holland und Italien eifersüchtig über ihre Interessen auf diesem Gebiet wachen. Westdeutschland, der grösste Blumenverbraucher, importierte 95 Prozent der Schnitt, blumen aus diesen beiden Staaten. Auch Belgien exportiert einen Grossteil der Blumen nach Deutschland. Im übrigen nennt man in den Blumengeschäften der EWG- Länder sonderbarerweise nur sehr selten das Lieferland. Die Blumenwerbung wird von den sich saisongemäss ablösenden EWG - Ländern gemeinsam finanziert. Geworben wird für Blumen ganz gleich, woher die Blumen stammen mögen. Nun ist eine Interessengemeinschaft entstanden, die sich gegen jeden Import aus Drittländern der EWG zur Wehr setzt. Israel will jetzt einen Fonds gründen, der — vom Landwirtschaftsministerium unterstützt — eine Million IL für Werbung und Markterforschung ausgeben soll. Es wird auch an der Idee der Entsendung von Blumen in Kartons an verschiedene Blumengeschäfte in Europa gearbeitet. Man möchte gern — aber vielleicht aussichtslos — mit Blumenzüchtern auf der Malaiischen Halbinsel wetteifern, die wird gepflückte Orchideen in langen Kartons an die europäischen Adressen per Luftfracht ver. schicken. Im Westeuropa von heute beschenkt man «ich bei jeder Gelegenheit mit Blumen. An Geburts- und Namenstagen, bei Hochzeiten, ja sogar bei Bestattungen, bei Gesellschaften und bei aller Art von freundschaftlichen oder Anstandsbesuchen. Es hat sich eine Art Rangliste herausgebildet, die zwischen Kaffee, und Teestrauss oder Abendbesuchsträussen unterscheiden. Man schenkt Rosen, Tulpen, Nelken oder Chrysanthemen. Sv<*?rmärkte und Warenhäuser bieten Blumen aller Art, Farbe, Duft und Grösse an. Ueber. örtliche und übernationale Blumengeschenkfirmen wie „Fleurop“ versehen die Dienste für die „bessere Gesellschaft". Aber sogenannte „Blumenschecks“ haben sich bis heute in Europa nicht bewährt. Der Besucher bringt lieber einen Strauss mit sich mit, als dem Gast die Wahl zu überlassen. Das israelische Landwirtschafts-Ministerium ist sich wohl bewusst, wie schwierig die Ankurbelung des Blumenexportes zu bewältigen ist. Es will deshalb den Landwirten für Blumen-, Obst- und Gemüseexport Kapital bei sechsprozentiger langfristige! Verzinsung zur Verfügung stellen. Auch sollen die Landwirte grosszügige Anleihen zur Errichtunn von Treibhäusern und zur Bebauung der Felder unter Plastikschutz erhalten. Schliesslich wird der Plan erwogen, den Landwirten nach dem Export ihrer Produkte Steuern und ge. zahlten Zoll für Material zurückzuzahlen, welches für den Bau von Treibhäusern oder für den Erwerb landwirtschaftlicher Maschinen oder Geräte ausgegeben worden ist. 84 Millionen Dollar soll in diesem Jahr der Export von Frise hgermise einbringen. Für nächstes Jahr kalkuliert man bereits mit 95 Millionen Dollar, und im Jahre 1970 sollen 117 Millionen Dollar durch Frischgem üse-Export eingebracht werden. Dabei wird grösster Wert auf diejenigen für den Export geeigneten Gemüse arten geegt, die im Treibhaus wachsen, also weit vor der Saison zur Reife gelangen. Zwei deutsche Rabbiner sind in diesen Wochen in Amerika achtzig Jahre ge worden, die in den Jährer. der Jugend gemeinsam an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums studiert haben und einen guten Teil ihres Weges gemeinsam zurückgelegt haben: Dr. Eugen Gaertner und Dr Moritz Winter. Eugen Gaertner stammt aus einer traditionsgebundenen Familie in Schweinfurt, wuchs in Nürnberg auf und war zunächst in Dresden und nach dem Kriege in München als zweiter Rabbiner tätig. Seine Tätigkeit wurde, da er aktiver Soldat war, durch langen Kriegsdienst unterbrochen. Später war er Rabbiner in der Gemeinde Zwikkau und bekleidete als Einziger dieses Rabbinat, das im Wesentlichen von den Gebrüdern Schocken erhalten wurde. Nachher war er Landesrabbiner in Braunschweig. Seine wissenschaftliche Tätigkeit galt im Wesentlicher den Apokryphen, u.a. schrieb er 1912 eine von der Lehranstalt preisgekrönte Arbeit: Komposition und Wortwahl des Buches der Weisheit. Am Ende der dreissiger Jahre wanderte er nach Amerika aus, wo er noch im letzten Jahrzehnt im Rahmen des Leo Baeck-Instituts wissenschaftliche Arbeit leistete. Moritz Winter wurde 1886 in Magdeburg als Sohn des dortigen Kantors geboren. Er beendete seine Studien sehr schnell und war schon 1913 Assistent des Rabbiners Dr Porges in Leipzig und seit 1914 als Religionslehrer und stellvertretender Rabbiner in Königsberg tätig. Da ihn diese Tätigkeit neben Dr. Vogelstein und Prof. Perles nicht befriedigen konnte, benutzte er die Gelegenheit, 1921 eine Rabbinerstelle ar einer Privatgemeinde in Friedenau bei Berlin zu überneh men. Diese Gemeinde, die von der Grossgemeinde Berlin subventioniert wurde, ermöglichte ihm selbständiges Wirken als Rabbiner und Religionslehrer. Als er 1939 gezwungen war, nach Shanghai zu emigrieren, gelang es ihm sehr schnell, nach den Vereinigten Staaten auszuwandern, wo er an einer konservativen Gemeinde tätig war. Winters einziger Sohn, Fritz, ist auch Rabbiner geworden und wirkt heute als Oberrabbiner in Montevideo, aber auch dessen Sohn studiert bereits am vor einigen Jahren in Buenos Aires gegründeten Rabbiner-Seminar. So haben wir den nicht oft vorkommenden Fall dass aus einer Familie Grossvater, Vater und Sohn Rabbiner weiden. In liberalen Kreisen ist dies nur noch bei der Fa.rilie Vogelstein der Fall, in orthodoxen Kreisen naturgemäss häufiger, es sei nur auf die Namen Aeurbach, Bamberj Todesnachricht Amsterdam. — Rabbiner Dr. Benjamin Devries. een berühmter Talmudist und Professor an der Bar-Ilan- Universität in Ramat Gan und der Universität von Tel Aviv, verschied im Alter von 61 Jahren. (ITA) ger und Carlebach verwiesen. Bei Winter bestanden auch Beziehunöen zu orthodoxen Kreisen. Seine Schwester war mit dem verstorbenen Rabbiner Wilhelm Lewe verh irrtet, der in Tel Aviv an der Gemeinde Ichud Sehivat Zion tätig war. Beiden Kollegen seien von einem jüngeren Weggenossen, der noch mit ihnen zusammen studierte und in dem damals an der Hochschule bestehenden IThV (Jüdischtheologischem Verein) enge Freundschaft pliegte, herzliche Wünsche für weitere gesunde Jahre des Schaffens nachträglich ausgesprochen. . K£A£n KüyemEr C£tSK.A£C pö COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695, 48-5683 Desarrollo de Nuevas Poblaciones en la Galilea KIRIAT SHEMONA Bki las inmediaciones del Monte Pe’er, sobre la sierra Nafta!i de la Alta Galilea dominando el Valle del Jula, ha comenzado el Keren Kayemet Leásrael la habilitación del suelo para una nueva población a establecerse sobre la ■frontera libanesa entre el kibutz Menara e Iftaj. El KKL está, habilitando este año varios centenares de dúnames y completando un camino de acceso a dicha población a través de la montaña, como así también un AUS UNSERER ARBEIT Der Vorstand von: Asociación Filantrópica Israelita tibergab uns einen Scheck ■über $ 5.000.— für die Pflanzung von 25 Bäumen zum Andenken an Manfred George s. A. Flie. Thormann übergab uns eine Spende von 5.000.— Pesos anlässlich der Hochzeit ihrer Tochter; auf den Namen des jungen Paares werden Bäume in Israel gepflanzt. Dm Ehepaar Rodolfo und Anni Frank, Martínez, spendete anlässlich der Barmizwah ihres Sohnes Eduardo Daniel $ 3.000.—, wofür Bäume auf seinen Namen gepflanzt werden. Wir danken allen unseren Freunden. Blumenabloesung in Form von Glück wunsch- . sowie Trauertelegramme und Baumdiplomen hei jeder Gelegenheit bitten wir unter folgenden Telefon-Nummern aufzugeben: 73-9026 Sra. Weinstein 64-2966 Sra. Lubascher 54-3209 Fri. Wertheimer 48-5683 Sekretariat 48-3695 „ — :o:— PFLANZT BAKU ME IM „BOSQUE INDEPENDEN¬ CIA ARGENTINA' ALS UNSEREN BEITRAG AN- LAESSLICH DES „SES - QUICENTENARIO". DER 150-JAHRFEIER DER UN- ABHAENGIGKEITSER- KLAERUNG ARGENTI¬ NIENS — 1816—1966. Ploetzlich und unerwartet verschied am 18. ds. Mts. mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder und Onkel, Herr LEO STERN im Alter von 57 Jahren. In tiefer Trauer: HELLA STERN, geb. GRUENFELD GERTRUDIS und JUANA CLOTTLDE ROTHSCHILD, geb. STERN und Kinder Villa Ballester, Dezember 1966 Hiermit erfüllen wir die traurige Pflicht, das ploetzliche und unerwartete Ableben unseres hochgeschaetzten Freundes und Mitarbeiters, Herrn LEO STERN mitzuteilen. Er wird unserer Gemeinde unersetzlich sein. NUEVA COMUNIDAD ISRAELITA DE VILLA BALLESTER camino de 7 km a lo largo de la frontera hacia Iftaj El lugar no posee nombre hasta el momento, ni se ha decidido que tipo de establecimiento se construirá. El área total de esta nueva zona de desarrollo es de 10.700 dúnames. En Iodfat, al oeste de la Baja Galilea, se encuentra el Keren Kayemet, luego de resolver complicados problemas de propiedad territorial, habilitando otros 250 dúnames. EStc área será sumado a los 750 dúnames que ya se encuentran preparados para los trabajos de agricultura. VOR DEM URLAUB: Einheitskampagne COMITE CENTR0EUR0PE0 DE LA CAMPAÑA UNIDA (Karen Hajessed) SARMIENTO 2376 m. — T. E 47.3820 Rab. Dr. Neufeld Hotel-Restaurant i® 2 M. F L A M M CHASCOMUS — T. E. 2910 — Córdoba 38 unier Aufsicht s. Ehrw., Rabb. Dr. J. Oppenheimer Te leí. Auskünfte in Be. Aires: 781-1312 u. 70-5805 HOTEL LAGO RK) CEBALLOS SIERRAS DE CORDOBA CASILLA CORREO 34 oAISONEROEFFNUNG: 15. DEZEMBER NEU: EIGENE PtILETA

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