Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2199 (23.12.1966)
- Date
- 1966-12-23
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Jedermann weiss, was ,ein Asado' ist, was man darunter zu verstehen hat, aber weder ¡kann man mit der wörtlichen Uebersetzung, noch sonst kurz und prägnant einem Kontinent - Fremden schildern, was so ein asado wirklich ist, ein allgemeines Fleisch-Essen, Fleisch in Massen, am Spiess gebraten, usw. Diese Asados sind in unserem Kreis sehr beliebt. Sie dienen gleichzeitig dem Zweck, zusätzliche Beträge für eine Organisation zu mobilisieren. Der Platz der ACIBA, sozusagen die Kulisse für den Asado, hat sich in den letzten Jahren entwickelt und bietet der Jugend Raum zu Spiel und Sport. Das war erfreulich: die Jugend war zahlreicher als bei anderen Anlässen vertreten, und soll — wie wir informiert wurden j — von den Installationen in Banfield stets reichlich Gebrauch machen. Die ..Pileta“ ist gross und bietet vielen Menschen die erhoffte Erholung. Es herrscht ein Geist der Freundschaft. Jeder sucht und findet wohl auch die Unterhaltung und Entspannung, die er nötig hat. Emsig und umsichtig amtiert ACIBA- Präsident Manfredo Anspach mit seinen Getreuen, die hier nicht alle aufgezählt werden können. Jedenfalls konnten wir auch die Gelegenheit wahrnehmen, um Fragen der Arbeit für die nächste Zeit zu dieskutieren. Sieber war der asado ein Erfolg, denn alle waren zufrieden, die Mitglieder, die Vorstände und die Gäste. Botschafter-Ehrung Die AMIA in Buenos Aires veranstaltete eine Ehrung des neuen argentinischen Botschafters in Israel, des Herrn Rodolfo Baltierrez. Botschafter Baltierrez gab. ebenso wie sein israelischer Kollege, Herr Moshe Alon, der Freundschaft der beiden Länder Argentinien und Israel einen beredten Ausdruck. Auch die Repräsentanten der jüdischen Organisationen feierten den Botschafter als einen Menschen, der immer für die Menschenrechte und Freiheit der Völker eingetreten ist. Herzlicher Glückwunsch In diesen Tagen begeht unser Mitarbeiter und Freund, Herr siegbert Freimark, seinen 60. Geburtstag. Unter seiner umsichtigen und erfahrenen technischen Leitung erreicht die ,,Jüdische Wochenschau“ Woche für Woche unsere Leser in Argentinien, in südamerikanischen Ländern und in aller Welt. Obwohl seine Arbeit weithin sichtbar ist, sieht man ihn selbst nie. Bei seiner grossen Bescheidenheit meidet er es, in die Oeffentlichkeit zu treten. Ein Mann von einem überragendem Können und einem niemals erlahmenden Fleiss, erfreut sich Siegbert Freimark der grossen Sympathie aller, die mit ihm in Berührung kommen. Ihm gelten unsere aufrichtigen herzlichen Wünsche für noch viele Jahre ungebrochenen Schaffens. Ehrung Ben Gurions Aus Anlass des 80 Geburtstages von Ben Gurion fand eine grosse Versammlung statt, an der die führenden Persönlichkeiten des argentinischen Judentums teilnahmen. Die Veranstaltung wurde von den zentralen Instanzen getragen. Die Redner des Abends, Dr. Aba Geien, Rat der israelischen Botschaft, E. Gutkin, Dr. Tobias Kamenszain und Dr. Cohen Imach, einer der Vizepräsidenten der DAIA, würdigten die grose Persönlichkeit des Staatsmannes, der sein Leben seinem Volk geweiht hat. Die Veranstaltung wurde von Vorträgen des Jugendchors Anielevieh würdig umrahmt. Im Zeichen der Brüderlichkeit Eine Feierstunde im Zeichen der argentinisch-israelischen Brüderlichkeit fand am Montag Abend an Bord des ZIM-Sehiffes Theodor Herzl statt, die mit einer Eh - rung des neuen argentinischen Botschafters in Israel, Herrn Rodolfo Baltierrez, verbunden war. Gleichzeitig wurde der frühere Präsident des Höchsten argentinischen Gerichtshofes (suprema cor te), Dr. Luis Maria Boffi Boggero, feierlich verabschiedet, der nach Israel reist um einige Vorträge an der Hebräischen Universität zu halten. Der bonaerenser Hilfsbischof, Msgr. Ernesto Segura. Präsident der ,,Casa Argentina en Israel“, gab seiner Genugtuung über diese erste Versammlung auf einem Schiff Ausdruck, das auch ein Stück israelischen Bodens ist. Die Zusammenarbeit von Katholiken, Protestanten und Juden entspricht den Intentionen des verstorbenen Papstes Johannes XXIII. In Zukunft werde auch ein katholischer Geistlicher auf diesem Schiff reisen, um damit allen Gläubigen beizustehen, die keine Juden sind. _ Sodann brachte der neue Etwa 1.000 Ingenieure und Architekten aus der ganzen Welt werden sich im kommenden Jahr an einem Internationalen Kongress in Jerusalem beteiligen, dessen Thema Entwicklung und Technologie in Israel sein wird. Dies gab kürzlich bei einem Lunch des Ingenieur- und Architektenklubs in Tel Aviv Ing. Peles bekannt, der dem vorbereitenden Ausschuss angehört. Der Kongress, dessen Vorarbeiten bereits eifrig betrieben werden, soll am 20. Juni 1967 in Jerusalem unter dem Protektorat des Staatspräsidenten Salman Shazar eröffnet werden. Nachdem dann die Teilnehmer am Kongress einige Tage im Lande herumgefahren sind um sich, mit den dortigen Problemen vertraut zu machen, werden die Arbeitstagungen in Tel Aviv stattfinden. Es sollen vier Arbeitsgruppen gebildet werden, die sich mit den verschiedenen Problemen zu beschäftigen haben. Besondere Bedeutung wird auch den Beratungen über Industrieentwicklung zugeschrieben, da Israel auf diesem Gebiet verhältnismässig weit hinter anderen Ländern zurückgeblieben ist. Im Rahmen des Kongresses wird auch eine grosse Ausstellung eröffnet, auf der die verschiedenen Leistungen in Israel auf dem Gebiet des Bauwesens, der Architektur, der Stadtplanung usw. dargestellt werden sollen. Ein grosser Teil der Teilnehmer aus dem Ausland gehört den angeschlossenen ausländischen^ Gruppen des Israel-Verbandes der Ingenieure und Architekten an. Solche Gruppen haben sich bisher besonders in den USA und Kanada gebildet, werden nun aber nach Möglichkeit auch in Europa aufgestellt werden. Vorher gab der Redner ei- Nach einer langen schweren Krankheit verstarb in Düsseldorf im Alter von 69 Jahren der bekannte Journalist Karl Marx, Herausgeber der „Algemeinen Wochenzeitung der Juden in Deutschland“. Karl Marx, der bereits vor dem Kriege als Journalist tätig war, kehrte 1946 nach dem Sturz des Hitler-Regimes nach Deutschland zurück. Dort schuf er damals die bis zu seinem Tode von ihm herausgegebene Zeitung, die in weiten Kreisen beachtet wurde. Kraft seiner Persönlichkeit hatte Karl Marx in den poetischen Kreisen des neuen Deutschlands einen grossen Einfluss, den er zu Gunsten der Allgemeinheit sowohl in politischer Beziehung als auch auf dem Gebiet der Reparationen einsetzte. Eine enge Freundschaft verband ihn mit dem ersten Präsidenten der Bundesrepublik Prof. Heuss. Er hatte auch freundschaftlichen Kontakt zu den Bundeskanzlern Adenauer argentinische Botschafter in Israel einen Toast in hebräischer Sprache aus. Abschliessend gab. Dr. Boggero seiner Genugtuung Ausdruck, zum zweiten Mal die Reise nach Israel antreten zu können. Arturo Lang In diesen Tagen begeht Herr Arturo Lang seinen 75. Geburtstag. 75 Jahre jung, so müsste man sagen, wird Arthur Lang, der diesen seinen Ehrentag gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Frau Gerda, auf dem sohönen ZIM-Schiff Theodor Herzl auf der Reise nach Israel begehen wird. Ein Mann von einer selten gesehenen Energie und Dynamik hat Lang mit eisernen eindrucksvollen Bericht von der Internationalen Tagung des Weltverbandes der Ingenieure und Architekten, die kurz vorher in Tokio abgehalten worden war. Vor zwei Jahren hatte diese Tagung in Israel stattgefunden. Israel war durch etwa 20 Mitglieder seiner Vereinigung vertreten. Anschliessend fanden interessante Studienreisen durch eine Reihe von asiatischen Staaten statt. Die Delegierten Israels wurden überall, so auch in Indien, mit besonderer Aufmerksamkeit begrüsst und aufgenommen. I und Erhard. Kurz vor seinem Tode setzte er sich für Kiesinger ein. Die politischen Aktionen von Karl Marx haben häufig nicht den Beifall jüdischer Kreise gefunden, obwohl niemand an der Lauterkeit seiner Gesinnung zweifelte. Marx war ein Einzelgänger, getragen von einer echt jüdischen Begeisterung. ein Mann mit einem guten Herzen, der allen geholfen hat, die ihn darum baten. Er hat für seine Arbeit nicht immer den Dank gefunden, den er verdient hätte. Gewisse negative Erscheinungen im Leben der Juden in Deutschland von heute haben ihn aufs tiefste erregt und ihn bei seinem schlechten Gesundheitszustand besonders tief getroffen. Der Witwe Frau Lily Marx gilt das Mitgefühl seiner vielen Freunde, die er, unabhängig von sachlichen Meinungsverschiedenheiten mit ihm, weit über den Kreis der Bundesrepublik hinaus gehabt hat. nem Willen und Fleiss nicht nur den Aufbau einer eigenen Existenz an Angriff genommen, sondern vom ersten Tage seines Aufenthaltes in Argentinien an seine immense Arbeitskraft, sein jüdisches Wissen, sein Können und seinen unbeugsamen Willen in den Dienst der allgemeinen jüdischen Sache gestellt. Mit grossem Opfer willen hat Arturo Lang am Aufbau der Nueva Comunidad Israeli',} in Buenos Aires teilgenommen, deren erster Sekretär er Jahre hindurch gewesen ist, und für die er auch heute noch in verschiedenen Kommissionen mitwirkt. Seine besondere Liebe galt der praktischen Arbeit für Israel, wie überhaupt Lang ein Mann der Praxis und nicht der vielen Worte ist. Afrikanische Gaeste in Israel Jerusalem. — Kürzlich weilte der Ministerpräsident von Gambia, Sir Dawda Jawara, zu einem achttägigen Staatsbesuch in Israel. Sir Dawda und seine Bsgleiter unternahmen eine Rundreise durch das Land und führten Gespräche mit hohen israelischen Funktionären Unter den führenden Persönlichkeiten aus Afrika starteten die folgenden n; let-rter Zeit Israel ihrei Besuch ab. der Finanzminister der Zentralafrikanischen Republik, Alexander Banza, der oei seiner Ankunft im Flughafen von Ludd von seinem israelischen Kollegen Pirchas Sapir empfangen wurde, ehie Delegation des ghanesischen Verteidigungs - Ministeriums zum Studium der Möglichkeiten, in Israel verschiedene im Lande hergestellte Produkte zu kaufen, und — ebenfalls als offizieller Gast der Regierung — der Staatsanwalt des Obersten Gerichtshofes von Senegal, Ibrahim Bove, welcher auch Mitglied der UN-Kommission für Menschenrechte ist. (IIZ) Lange Jahre hat er im zeivtraleuropäischen Comité der Vereinigten Kampagne mitgearbeitet, hatte immer neue Ideen und Vorschläge, rannte unermüdlich von einem zum nächsten Beist euerer, um ihn an seine Pflicht zu erinnern. Auch für alle anderen zionistischen und jüdischen Aufgaben war Arturo Lang immer zur Stelle, treu, bedingungslos und zuverlässig. Es ist deswegen nicht verwunderlich, dass sich ein solcher Mann in weiten Kreisen grosser Bel ebtheit und grossen Ansehens erfreut. Zu seinem Geburtstag und zu seiner Israel-Reise sei ihm die Erfüllung seiner eigenen Wünsche im Kreise seiner grossen Familie gewünscht. J. P. LANDSBERG VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme. MITRE 430 V. Of. 550 T. E.: 3 0 14 7 4 CA TE CA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. 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