Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2193 (11.11.1966)
- Date
- 1966-11-11
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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% — Viernes, 11 de Noviemine de 1966 JÜDISCHE WOCHENSCHAU AS« XXVII. _ N* DIM Kritische November-Tage (Schluss von Seite 1) Neue syrische Provokationen Jerusalem. — Die auf den Hügeln in Obergaliläa befindlichen syrischen Positionen in Tel Adina, Daradara und Tel Halil nahmen am Wochenende die im Tal gelegene israelische Siedlung Aschmura unter Beschuss. Israelische Positionen erwiderten das Feuer, das nach Aussage eines israelischen Sprechers über eine Stunde dauerte. Dieser Angriff unterscheidet sich von denen, die zur Beschwerde führten, welche Israel vor drei Wochen im Sicherheitsrat gegen Syrien erhob, da dieses Mal reguläre Einheiten der syrischen Armee angriffen. Aschmura ist eine der zahlreichen Kolonien, die am einstigen Ostrand der Hulesümpfe errichtet wurden. An einem anderen Ort in Galiläa nahe der syrischen Position Azzaziat wurde von einer Grenzpatrouille eine eingegrabene Mine entdeckt. Ein Sprengstoffexperte erklärte, es handele sich um eine Mine vom Typ Mark II englischer Fabrikation, wie sie die syrische Armee benutzt. (ITA) Besuch in der Sowjetunion Liberia, zu einer Konferenz über die schwebenden Probleme zusammentreten werden. an der auch der neue Herr von Ghana, Genera] Joseph Ankrah, teilnehmen soll. Die Situation auf diesem Kontinent ist verworren Nkrumah war abgesetzt worden. als er in Peking zu Besuch weilte, um offensichtlich den Weg für die Roten Chinesen zu bahnen oder ihre Aktionen zu stützen. Nasser steht auf Seiten Moskaus. Haile Selaseie sympathisiert mit den Westmächten. Das afrikanische Chaos ist komplett, besonders wenn man berücksichtigt. dass Uganda und Nigeria soeben die westliche Resolution im Sicherheitsrat mitunterzeichnet haben. Quo vadis Afrika? V Besuch in Südafrika Der evangelische Pastor D. Martin Niemöller war in Südafrika. Niemöller gehört zu den prominenten Figuren des deutschen Widerstandes gegen Hitler, nachdem er zunächst in seinem Buch ,,Vom U-Boot zur Kanzel' , das 1933 erschienen war, den Machtangriff der Nazis begrüsst hatte. Die Zeit der Weimarer Republik hatte er als „Jahres der Finsternis“ bezeichnet. Er hatte für das „nationale Wiedererwachen“ selbst in den Freikorps mitgekämpft Bald merkte Niemöller, dass die Nazis doch nicht den richtigen Weg beschritten haben und wurde ihr Gegner. 1937 wurde Nie möller verhaltet, vor Gericht gestellt, schliesslich von der Gestapo in ein KZ gebracht. Er war zunächst in Sachsenhausen, dann in Dachau, wo ihn die Alliierten nach sieben Jahren befreiten. Er hat seinen Irrtum schwer bezahlt. Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 219C 1“ izq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Speziaigeschaeft CORRIENTES 569 T, E. 49-5850 PROPIEDADES FRANKENBERG 8. R. L. 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Gegen seine Brüder Immer wieder werden in Aegypten Prozesse gegen die „Moslemischen Brüder“ geführt, die mit Todesstrafen oder lebenslänglichem Zuchthaus enden. Aus dem Kreis der Moslemischen Brüder geht der Widerstand gegen Nasser und sein Regime hervor. Diesen Orden, der 1930 neu geschaffen wurde, bilden die fanatischen Vorkämpfer der panislamitischen Idee. Trotz aller Verfolgungen in den letzten Jahrzehnten gelang es nicht, diesen Orden zu beseitigen. Drei Ordensbrüder wurden jetzt erhängt, unter ihnen Said Qutb, der zuletzt als der geistige Führer dieses Ordens galt Obwohl für diesen Mann, der als einer der bedeutendsten Isiam-Exegeten gilt, moslemische Führer aus aller Welt um Gnade baten, wurde das Todesurteil vollstreckt. Zahlreiche Ordensbrüder sitzen seit Jahren im Konzentrationslager Abu Zabai. Anhänger und Angehörige dieser Verhafteten schworen Rache. Allein im letzten Jahr wurden mindestens 11 Anschläge auf das Leben Nassers bekannt, die von diesen Kreisen ausgingen, obwohl diese Nachrichten unterdrückt werden. Inzwischen erklärten die ägyptischen Behörden, dass hunderte Staatsfeinde vor Ge- Ihr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUSE T. E. 76-5842 JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecker Talitebeutel Käppchen Mar zot-Taschep Band- und Maschkjenstickerel von Bett- und rteebwäsehe Dt. P. L RIVERA 258t (fr Bebedero) T. E 13-9155 rieht gestellt wurden deren Aburteilung noch bekannt gegeben werden soll. Nachdem Nasser den greisen ehemaligen Führers des Ordens Hodeibi mit seinen Familienangehörigen auch ins Gefängnis geschickt hat rech net man sogar mit einer Verschärfung der Gegen- und Terror-Massnahmen der Ordensbrüder, die noch in Freiheit sind. Ohne Zweifel wächst der innere Widerstand gegen den Diktator. — VII. Zwei Gedenktage Das jüdische Volk hat ein langes Gedächtnis. Zwei Ge denktage, die neben anderen mit dem Monat November verbunden sind, lühren uns in unsere eigene jüngste Vergangenheit zurück Am 2. November 1917 wurde der als Balfour-Deklaration in die Geschichte eingegangene Brief des damaligen britischen Aussenministers Lord Balfour an Lord Rothschild gerichtet, mit dem sich die siegreiche westliche Welt gegenüber dem jüdischen Volk zur Schaffung seiner nationalen Heimstätte in Palästina verpflichtete. Wir alle wissen, wa6 die englische Regierung aus diesem Versprechen gemacht hat das schliesslich ganz offen gebrochen worden ist nachdem während der Mandatszeit Schritt um Schritt Einschränkungen vorgenommen worden sind. Denken wir auch daran, was das jüdische Volk aus dieser Erklärung machte und vor allem, was es nicht getan hat, um die grosse historische Chance zu nutzen, die ihm gegeben war? Wir wissen nicht, ob es jemals zu jenem 10. November gekommen wäre, als im Jahre 1938 die Synanogen in Deutschland in Brand gesetzt wurden und damit das Fanal zum Untergang des deutschen und des europäischen Judentums aufleuchtete. Dass aber vieles anders gekommen wäre, wenn die Juden die Reife gezeigt und die Möglichkeiten ergriffen hätten, die ihnen durch die Balfour-Deklara tion geschenkt worden war, das dürfte nicht bezweifelt werden. Der Weg der Juden von Freude zum Schmerz, der Weg der deutschen Juden von völliger Gleichberechtigung bis zur Ausrottung war sehr kurz. Das lehren uns diese beiden November-Ereignisse mit einer unerbittlichen Schärfe und Eindringlichkeit. Diese Erkenntnis mag unbequem sein, was an ihrer Richtigkeit nichts ändert. Gedenktage zu begehen, um sich zu erinnern, ist nur dann sinnvoll, wenn wir bereit sind, hieraus auch die erforderlichen Konsequenzen JACOB LAPIDUS dipl. Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2037 io B 46-1716 and 48 2124 MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 New York. — Frau Mortimer Jacobson, Präsidentin der Hadassa, berichtete in einer Pressekonferenz über ihre kürzliche Reise in die Sowjetunion, die ihre Ansicht bestätigt hat dass die westlichen Proteste gegen die Unterdrückung der russischen Juden wirksam sind und fortgesetzt werden sollten. Frau Jacobson stand an der Spitze einer Delegation von 24 Führerinnen der Hadassa, die sich 20 Tage in Russland aufhielt. Sie äusserte jedoch, nach den von ihr und ihren Begleiterinnen empfangenen Eindrücken sei die Wiederholung der Forderungen nach freier Entwicklung der jiddischen Kultur unter den Juden Russlands nicht die Lösung des Problems des jüdischen Ueberlebens in der Sowjetunion Frau Jacobson erzählte, dass die jüdischen Kinder und Jugendlichen der jiddischen Sprache nicht mächtig sind, und obwohl man weiter bemüht sein sollte, die sowjetischen Behörden zur Bereitstellung von Zeitungen, Büchern, Theaterstükken und jeglicher kulturell« Entfaltung in jiddischer Sprache zu ersuchen wäre es noch wichtiger, sich für diese Möglichkeiten in russischer Sprache und anderen in der Sowjetunion gesprochenen Idiomen einzusetzen. Nur auf diese Weise könne die junge Generation etwas über das Judentum, jüdische Geschichte und Israe] in den Sprachen erfahren, die sie spricht und versteht. Sie enthüllte, dass die Dezu ziehen. Wieder einmal ist unserem Volk eine Chance gegeben, die durch die Errichtung des jüdischen Staates als einmalig und überwältigend betrachtet werden muss. Nutzen wir diese Chance, solange es Zeit ist. ZUVERLAESSIGE FRAU sucht Beschäftigung zur Betreuung älterer Person oder zu Kindern. Offerten Adm. der Jüdischen Wochenschau Chiffre H. H. Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-8216 RAYOS X PARADENTOSE TELEF VORANMELDUNG legation der Sowjet-Regierung 500 Stipendien angeboten habe, die es 500 jungen Russen ermöglichen sollen, einen Sommer in Israel zu verbringen, und dass dieses Angebot entschieden zurückgewiesen wurde. Die Reaktion, so berichtete sie, war im ersten Augenblick „ein Schock", schliesslich entgegnete einer der sowjetischen Beamten, er würde es natür- U SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarscnsfcy Pueyrredón 2190, 1? izq. T.E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien: $ 700.— pro Jahr Ausl. $ 1.000,— jähri. lieh niemals wünschen, irgenein Kind, ob jüdisch oder nichtjüdisch, in den „dekadenten Westen“ za schicken, und sollte dies einmal geschehen, so würden die Sowjets hierfür kein Geld von irgendeiner ausländischen institution beanspruchen. Die Ablehnung wurde von Aaron Vergelte, dem Herausgeber der Zeitschrift „Sowjetisch Heimland“ formuliert, der nach Frau Jacobsons Aussage das Leben der Juden in Russland in , .rosaroten Farben“ malte. Die Delegierten besuchten Leningrad, Odessa, Kiew und Moskau, wo sie überall mit ausgesuchter Höflichkeit empfangen wurden. (ITA) Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE vn nooc 73-1049 BERNARDO STERN Ausführung saemtliehei MALERARBEITEN HELGUERA 1915 — T. E. 58-4052 CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I. BlumenfeW (Director) Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología de) Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencias Médicas de Buenos Aires. UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES I. E. URIBURU 285 41 2331 — 2240 47-5875 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73*8782 u. 73*8817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY MEDICO CIRUJANO M. P. 9298 Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN - ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung JOSE HERNANDEZ 2518, T.E. 76-8673 u. 73-0500 Dr. L. KLEIN - Medico MAGEN- und DARMKRANKHEITEN ROENTGEN-UNTERSUCHUNGEN SPRECHSTUNDEN Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uhr Es wird gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden. SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542