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Jüdische Wochenschau · 1966-09-23 · 2186 (23.9.1966) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2186 (23.9.1966)
Date
1966-09-23
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Vfcfw*. 23 4« Septiembre de 1966 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Afio XXVII. — N? 2186 Ereignisse der Woche 25 Jahre Gottesdienst Zu Rosch Haschana jährte sich zum 25. Mal der Tag, »n welchem die THG (Theodor Herzl Gesellschaft) die Durchführung von Gottesdiensten zu den Hohen Fei. ertagen aufgenommen hat. Ein Vierteljahrhundert hindurch hat die THG Jahr um Jahr trotz mancher Schwierigkeiten damit eine spürbare Lücke in unserer Mittte ausgefüllt, da die Entwicklung es mit sich gebracht hatte, dass unsere Gemeinden ihre Tätigkeit in den Stadtteilen Belgrano und Florida aufgenommen haben. Es wäre durchaus berechtigt, einmal die Frage zu stellen und zu prüfen, aus welchen Gründen gleich vier Gemeinden in Belgrano ge. gründet wurden, ihre Gotteshäuser erbauten und ihre umfangreiche Arbeit ausüben, während wir im Zentrum der Stadt und in den Gegenden um die Plaza Constitución überhaupt keine gemeindliche Arbeit leisten. Sicherlich wäre es falsch, eich hierfür mit dem Hinweis zu begnügen, dass eben die Mehrheit der zentraleuropäi. Sehen Juden in Belgrano le- JUEDISCHE BUCHHANDLUNG TALLESSIM. MACHSO¬ RIM (span. Uebersetzg., LUACH 5727, Neujahrs- Glückwunschkai ten G. KAPLANSKY Pueyrredón 451 T. E. 89.3431 [ ben würde. Diese oft gehörte Behauptung ist unzutref- | fend. Denn auch noch heute | leben mehr Juden im Zen- ] trum als in irgendeinem Vorort (barrio). | Da nun einmal die Tatsache besteht, dass wir zwar in Belgrano vier schöne und grosse Synagogen haben, im Zentrum aber keine ist es j von besonderer Wichtigkeit, dass sich zwei „Nicht-Gemeinden“, die ACIBA und die THG der Aufgabe unterzogen haben, wenigstens an den Hohen Feiertagen Got tesdienste zu veranstalten, an denen Hunderte teilneh men und allein dadurch beweisen, dass hier ein echtes; Bedürfnis vorliegt. Der Festgottesdienst der THG aus dem Anlass des 25. Jahrestages stand ganz im Zeichen der Erinnerung und der Bemühung, das. was war, mit unserem Heute, und unsere Gegenwart mit der jüdischen Zukunft zu verbinden. Die Festansprache Der Vorsitzende der THG führte u. a. aus: Wie es in der Natur Jahr um Jahr einen Neubeginn gibt, so steht in unserem Leben mit Rosch Haschana der Tag der Besinnung und Erneuerung an der Spitze eines neuen Zeitabschnittes. 25 Jahre seien ver gangen, dass diese Gemeinschaft ihren ersten Gottesdienst abgehalten nat. In welcher Situation der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung hat sich das jüdische Volk, haben wir uns vor 25 Jahren befunden als die Uebermacht der Feinde jeden Gedanken an den Sieg der gerechten Sache geradezu illusorisch machte. Wir setzten den Mächten der Gewalt nur eines entgegen: unseren Glauben an das Recht, unseren Glauben an die Ewigkeit Israels, unsere Hoffnung auf die Verwirklichung der uns gegebenen Prophezeiungen und unser Vertrauen auf uns selbst. Gegen alle „Spielregeln der Vernunft“ haben wir den Triumph davongetragen, wurde der Staat Israel errichtet, wurde das jüdische Volk befreit. Gewiss bedeutet das nicht, dass wir nun schon auf weiteren Kampf verzichten könnten. Unsere Aufgaj ben gilt es zu erfüllen, von; Generation zu Generation. Mit neuen Geschlechtern gewinnen alte Probleme neue Formen. Das ist eben der Prozess des ständigen Werdens und Vergehens, in wel - ehern nur Judentum. Jüdischkeit und jüdisches Gesetz von bleibender Kraft und Bedeutung sind. Diese Arbeit, unsere Menschen zu rufen und zu sammeln, besteht weiter. An dieser Arbeit bisher und mit Erfolg gewirkt zu haben, ist ein Verdienst, das wir freudig und dankbar anerkennen. Die Zahl der Männer und Frauen, die hierbei mitgewirkt haben, war nicht klein. Auch diejenigen, die nicht mehr unter uns sind, werden wir nicht vergessen. Dank zu erhalten — und besonders für jüdische Arbeit — ist nicht häufig. Aber keiner arbeitet, um Dank zu ernten, sondern an jenem grossen Werk teilzuhaben. das mit der Wiedergeburt unseres jüdischen Lebens verbunden ist. — Glückwunsch des Praesidenten an die argentinischen Juden Der Präsident der Republik Argentinien, General, leutnant Juan Carlos Ongania richtete eine Glückwunschbotsonaft an die DAIA, welche von dieser später bekannt gegeben wurde. Der Text dieser Botschaft ist folgender „Durch Vermittlung des Dachverbandes der jüdischen Organisationen Argentiniens entbieten wir der ganzen jüdischen Kollektivität unseren Gruss, die sich anschickt, gemäss ihres tausendjährigen Glaubens das freudige Fest des Neuen Jahres za begehen und sich für deii ernsten Versöhnungstag zu sammeln. „Die jüdische Gemeinschaft, die schon seit über hundert Jahren in unserem Lande lebt, hat sich seit je durch ihren Fleiss auf dem Gebiet der geistigen und materiellen Errungenschaften ausgezeichnet und dem Land argent nische Juden gegeben, die ihm in der Literatur, der Kunst, den Wissenschaften und in der Technik zur Ehre gereichen. Ungezählt sind die argen, tinischen und ausländischen Juden die am Aufbau unseres Vaterlandes mitgearbeitet haben und treue Diener der Nation gewesen sind. Diese hohen jüdischen Feste fallen mit den Tagen der Anfänge der argentinischen Revolution zusammen. Auch Ihrer Gemeinschaft ist ein Ehrenplatz bei dem gemeinsamen Wiederaufbau Vorbehalten. Wir zweifeln nicht daran dass die Juden mit ihren grossen Fähigkeiten und ihrer zähen Ausdauer an dem Werk mitarbeiten werden dem wir uns alle widmen um die Grösse Ar gentiniens aufzurichten. Denn dies ist die Aufgabe, die uns allen gestellt ist, um unser Schicksal und unsere Menschenwürde zu verwirklichen.“ Neuerscheinungen des Verlages „OLAMENU“ in TEL AVIV. POB 3002. ISRAEL Dr. E. J. GOERLICH (Wien): RUTH. — Geschichte eines jüdischen Mädchens. Ein Wiener Roman aus der Nazizeit. — Kart. $ 5.—. Prof. Dr HARRY ZOHN (Waltham): Wiener Juden in der deutschen Literatur. Reich illustriert. Halbleinen $ 3.50. ZEITSCHRIFT FUER DIE GESCHICHTE DER JUDEN Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD Abonnement nur ganzjährig $ 8.50. DEMNAECHST ERSCHEINT: HUGO GOLD: GESCHICHTE DER JUDEN IN WIEN Das Standardwerk der jüdischen Geschichte Wiens Hunderte Illustrationen. Ermässigter Subskriptionspreis vor Erscheinen $ 20.—, nach Erscheinen $ 35.— IN VORBEREITUNG: „HISTORY OF THE JEWS IN AUSTRIA“ Ein Jahrbuch in deutsener und englischer Sprache Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. GEDENKBUCH DER UNTERGEGANGENEN JUDEN GEMEINDEN DER TSCHECHOSLOWAKEI Herausgegebsn und redigiert von HUGO GOLD Er. scheint in zwei Bänden. I Band Böhmen Mähren und Schlesien. — II. Band Slowakei und Ka.pa torus. Alle diese Publikationen erscheinen im Rahmen des im Entstehen Degriflenen CHAJES-INSTITUTS Von der Kehilla In der Kehilla fand am 9. September die Ausserordentliche Generalversammlung statt, auf deren Tagesordnung faktisch nur ein Punkt stand und zwar die dringen, de Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Die Versammlung beschloss einstimmig, den Mindestbeitrag auf 200 Pesos monatlich festzusetzen sowie alle Mitglieder aufzufordern, diesen Beitrag möglichst noch zeitgemäss zu erhöhen, um die Durchführung der gewaltigen Arbeit zu ermöglichen, welche die Kehilla auf allen Gebieten des jüdischen sozialen und gesellschaftlicher. Lebens zu erfüllen hat. Alle Mitglieder der Kehilla können sich an deren Ver Sammlungen beteiligen, doch nur wenige haben von diesem Recht Gebrauch gemacht und immer noch stehen Tausende abseits. Die Zugehörigkeit zur Gemeinde und zu allen unseren Organisationen ist freiwillig; jeder Jude kann der Kehilla angehören, und daner hat diese den Mitgliedsbeitrag mit Rücksicht auf minderbemittelte Juden niedrig gehalten jbwohl die Anforderun gen, die heute an die Kehilla gestellt w’erden, täglch wachsen. Das diesjährige Budget ist mit 500 Millionen Pesos veranschlagt worden. Man plant eine grosse Kampagne zur Werbung neuer Mitglieder, an der sich zu beteiligen alle aufgefordert werden. Gegenwärtig veranstaltet die Kehilla den „Monat des jüdischen Buches“, der durch , I die grossen Rabatte, die auf : | alle Käufe gewährt werden, j; eine gewaltige Belastung des j j Budgets darstellt. Aber der! starke Besuch und das rege I Interesse an jüdischen Bü-! ehern rechtfertigen die Durchlührung dieser schon traditionellen Ausstellung. | Der Vorsitzende des Rabbi ner-Schiedsgerichts in Haifa. Rabbi Dr. Fink, befindet sicli seit kurzem zu einem Besuch in Buenos Aires. Rabbiner j Fink war jahrelang Vorsitzender des Schiedsgerichts , unserer hiesigen Kehilla und j hier auch als Lehrer tätig. Er I hat in Israel fünf Studenten des argentinischen Rabbinerseminars das Rabbinerdiplom überreicht, die dort bei . ihm noch ein Jahr zur Vervollkommnung ihrer Ausbildung studiert hatten und nun bereits hier als Rabbiner amtieren. nen Katalog, in dem auch alle Kulturveranstaltungen im Rahmen des Monats eingezeichnet sind. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist wie im ner kostenlos. Unter den Vorträgen sind hervorzuheben: eine Veranstaltung „Scholem Alechem“ am Sonntag, den 25. ds. Mts um 10 Uhr 30, auf der Herr Rollansky in Jiddisch sprechen und die Theatergruppe der IWO einen Einakter von Scholem Alechem zur Aufführung bringen wTird. Am selben Abend um 18 Uhr fin. det ein Vortrag über Marc Chagall „El amor a través de la cultura judía“ statt. Am Sonnabend, den 1. Oktober. um 22 Uhr spricht Herr Mark Turkow über seine Reiseeindrücke hinter dem Eisernen Vorhang in Jiddisch. Am Dienstag, den 4. Oktober, um 22 Uhr veranstaltet das Elterncomité von argentinischen Olim „Horim“ einen Ausspracheabend. Am Donnerstag den 13. Oktober, findet um 22 Uhr ein hebräischer Kulturabend statt. Am Mittwoch, den 19. Oktober, um 22 Uhr wird ei. ne Veranstaltung für die Jugend in Spanisch durchgeführt. Am Sonnabend den 22. Oktober, um 22 Uhr spricht Dr. León Dujovne in Spanisch über Achad Haam. Zum Abschluss findet am 23. Oktober um 22 Uhr ein Abend mit grossem künstlerischem Programm statt. Alle Veranstaltungen findet im Festsaale der Kehilla statt. Es wird um pünktliches Erscheinen gebeten, da die meisten Veranstaltungen überfüllt sind. Neuer Vorstand Die ACIBA, Asociacidu Cultural Israelita Buenos Aires. früher kurz JKG genannt, w'ählte einen neuen Vorstand, der sich aus wiej dergewählten und neuen Mit.! gliedern zusammensetzt. Hier ‘ die Liste:; Präsident: Manfred Anspach i Vizepräsidenten: León Neufeld und José Brecher — Sekretär: Federico Gold- I Schmidt. — Schatzmeister: Günther Joseph. — Beisitzer: Dr. Günter Ballin, Juan Hammerschlag, Nor. berto Herz. Carlos Max, Egon Kolimann, Sami Mejer, Ernesto Nathan, Ludwig Silbermann, Dr. Bernardo Schwarcz Ignacio Tannenbaum, José Wurman. — Stellvertretende Beisitzer: Günter Apt, Julio . Gutmann, Bertoldo Holzheim, Alejandro Kätzenell. José Starkand. Kassenrevisoren: Juan Kariel und Rodolfo Maier. Stellvertr. Kassenrevisoren: Federico Leitner und Ru. perto Meyer. Teatro ODEON - Esmeralda 367 ABSCHIEDSVORSTELLUNGEN VON JOSEPH BUL0FF - LUBA KADIS0N EINE NACHT MIT TSCHECHOW rm-voi^LUNG1 BRÜDER ASCHKENASI Sonnabend um 22 Uhr Sonntag, um 18 u. 22 Uhr Audienz bei General Ongania Der Generalsekretär des Israelischen Journalistenverbandes Mosche Ron, der Mitarbeiter von acht Zeitungen in verschiedenen Ländern ist, w’urde vom Präsidenten Argentiniens empfangen, mit dem er eine halbstündige Unterredung hatte. Herr Ror. wurde vom Direktor des Staatlichen Israelischen Touristen-Büros Herrn Baruch Tenenbaum begleitet, der bei der Audienz bei General Ongania und später bei einem Gespräch mit den argentinischen Journalisten als Dolmetscher fungierte. | Herr Ron informierte seine hiesigen Kollegen dass er mit dem Präsidenten über die Beziehungen zwischen beiden Ländern, den Antisemitismus, die „Casa Argentina en Israel“, die Pressefreiheit und den gegenseitigen technischen Beistand sprach General Ongania habe ihm konkrete Antworten gegeben und sich mit aller Offenheit geäufsert. Monat des I Jiidisc,'’en Buches Auch in diesem Jahre hat die Ausstellung „Monat des Jüdischen Buches“, die täglich im Gemeindehaus in der Pasteur 633 stattfindet, bisher einen zufriedenstellenden Erfolg gebracht. £s werden jüdische Bücher in hebräischer. spanischer, jiddischer und deutscher Sprache neben Kunstgegenständen und oelgemälden ausgestellt. Besonders findet dei Stand mit jüdischen Schal.platten grosse Beachtung. Auf alle ausgestellten Gegenstände gibt die Kehilla wie in jedem Jahre grose Rabatte unter dem Motto „Ein jüdisches Buch in jedes jüdische Haus“ Jeder Besucher erhält ei- BERNARDO HOLLÄNDER und Familie sowie unsere Mutter BERTA HOLLÄNDER, geb. Oppenheimer Hogar Adolfo Hirsch, San Miguel wünschen allen ihren Freunden und Bekannten im Neuen Jahr viel Glück und Gesundheit, i : n 2 n n 21 a m ff? Av. del Libertador 3576 Für die vielen Glückwünsche zum Neuen Jahr danken auf diesem Wege herzlichst allen Freunden, Bekannten und Organisationen Dr. HARDI SWARSENSKY und Fr«u Buenos Aires, Sucre 3063 LUACH—(KALENDER) 9 rischri Freitag, den 23 September Eicw Yom Hakipur Sonnabend, den 24. September Yom Hak-pur Yiskor — Totengedenkstunde Sonntag, den 25. Septemner Montag, den 26. September Dienstag, den 27. September Mittwoch, den 28. September Erew Sukkot Donnerstag den 29. September 1. Tag Sukkot Freitag, den 30. September 2. Tag Sukkot Sonnabend den 1, Oktober ’ l. Tag Chol Hamoed Sonntag, den 2. Oktober 2. Tag Ohol Hamoed Montag, den 3. Oktober 3. Tag Chol Hamoed Dienstag, den 4. Oktober 4. Tag Chol Hamoed Mittwoch, den 5. Oktober Hoschana Rabba Donnerstag, den 6. Oktober Schmini Azeret Freitag den 7. Oktober Simehat Tora 10. Tischri 11. Tischri 12. Tischri 13. Tischri 14. Tischri 15. Tischri 16. Tischri 17. Tischri 18. Tischri 19. Tischri 20. Tischri 21. Tischri 22. Tischri 23. Tischri

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