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Jüdische Wochenschau · 1966-09-23 · 2186 (23.9.1966) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2186 (23.9.1966)
Date
1966-09-23
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — VierBfa. 21 de Septiembre de 1966 JÜDISCHE WOCHENSCHAU A ft« xxvn. » N« »146 Tag der Versoehnung (Schluss von Seite 1) phisches System. dessen Ideen sich an die Gelehrten •wenden. Die jüdische Gedankenwelt ist eine Lehre des Lebens und lür das Leben, die von jedem Menschen begriffen, verstanden und be folgt werden kann. Mit einer lapidaren Klarheit wurden die Gebote gegeben, die schon durch die einmalige Einfachheit ihrer Formulierung vom ganzen Volke aufgenommen werden können. Deswegen ist es für einen »luden nicht so schwierig, wie das manchesmal erscheinen mag, sich in dieser durcheinanderwirbelten Welt unseres aus den Fugen geratenen einandergewirbelten Welt un. »eres aus den Fugen geratenen Jahrhunderte zu orientieren. in. Trotz zweier beinahe alle Völker der Eide umspannenden Kriege ist es nicht gelungen, zu einer Versöhnung, zum Frieden zu gelangen, obwohl am Ende des letzten Weltbrandes alle Menschen von der einen Sehnsucht nach Buhe beseelt gewesen sind. Man hat nach Fermen gesucht, um die Familie der Völker nach Gesetzen aufzubauen, wie sie dem Fortschritt der Kultur, der Zivilisation und der Technik entsprechen würden. Mit grossem Vertrauen auf eine friedliche Zukunft der Menschheit wurden die Vereinten Nationen geschaffen, die der Ausdruck aller Bemühungen um die Herstellung und die Aufrechterhaltung eines vernünftigen, glücklichen, friedlichen Zusammenlebens aller Menschen sein sollten. Dass sieb diese Erwartungen nicht erfüllten, musste man schon bald erkennen, weil es nicht gelungen war, jener Leidenschaften Herr zu werden, die das Leben der Menschen, der Völker, aller ¡Nationen beherrschten und Dr. FREY ABOGADO PUEYRHEDON 2190 1? izq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49.5850 weiterhin bestimmen. Die nach dem Kriegsende geplante Ordnung wurde nicht geschaffen, jedenfalls nicht gesichert. Eine chaotische Entwicklung hat in wenigen Jahren Gruppen und Völker gegeneinander aufgepeitscht. Das ist das betrübliche Bild, das sich bei der diesjährigen Eröffnung der Generalversammlung der United Nations zeigt, die wenige Tage vor dem Versöhnungstag erfolgte. Man braucht kein Mysti. ker zu sein, um eine symbolische Beziehungen zwischen diesen beiden Begebenheiten herzustellen, wo unmittelbar nach dem Zusammentreten der Delegierten aller Völker zur Beratung über einen Weg aus dem sich bietenden Chaos der Jom Hakippurim doch nicht nur an die Juden der Weit, sondern an die ganze Menschheit seine Botschaft und Mahnung zur Versöhnung, zum Ausgleich, zum Frieden richtet. IV. ES gehört zu den menschliehen Eigenschaften oder den Bequemlichkeiten des mensch. liehen Denkens Schuld und Verantwortung zunächst nicht bei sich selbst, sondern bei den anderen zu suchen. Das ist der leichteste Weg, um mit sich selbst ins Reine, zu einer inneren Beruhigung und zu einem .guten Gewissen' zu gelangen. Dass Selbsterkenntnis ausserordentlich schwierig ist, dürfte nicht bestritten werden. Die Fehler der anderen dagegen sieht man sofort. Für diese alltägliche Erscheinung spricht ein Beispiel, das vor kurzem berichtet -wurde. Ein japanischer Reporter sagt zu seinem amerikanischen Kollegen: „Wir haben menschlich nichts gegen die Amerikaner, nur gegen ihre politischen Methoden. Wir mögen nicht, ... was sie in Vietnam tun wir mögen nicht ihre Arroganz, welche die eigene Meinung zum Gesetz der Welt erklärt. Wir Japaner müssen die Konsequenzen daraus ziehen und unser Bündnis mit den USA lösen. Wir brauchen ihren Schutz nicht Niemand hat ein Interesse daran, uns anzugreifen, wenn wir unseren Boden nicht der amerikanischen Kriegsmaschinerie zur Basis leihen... Unsere Zukunft liegt im Neutralismus, in der friedlichen wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der ganzen Welt..." Das sind vernünftige Worte, wird wohl jeder zustimmend sagen. Aber damit ist PROPIEDADES FRANKENBERG g. a l. berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAFFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7867 Ihr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUSE T. E. 76-5842 das Gespräch nicht beendet. Der Amerikaner fragt: „Und die chinesiche Atombombe? — Würden Sie ein entwaffnetes Japan schutzlos den Erpressungen eines bis an die Zähne bewaffneten Nachbarn aussetzen?“ Darauf antwortet der Japaner; „Das könnten die USA nie zula6sen!" — Dieses Zwiegespräch ist für viele Lebenssit/uationen in der Welt und ihrer Diskussion typisch, ohne dass wir zu unterstellen brauchen, dass dieses Gespräch schon die offizielle japanische oder amerikanische Meinung darsteilt. Die Japaner wollen den Frieden. Sie wollen Handel mit aller Welt pflegen und mit den anderen Völkern in Frieden leben. Aber die Verantwortung für die Aufrecht, erhaltung des Friedens und die Notwendigkeit, gewisse Entwicklungen nicht zu gestatten soll bei anderen liegen, bei den Amerikanern, mit deren Politik niemand einverstanden ist, von denen aber jeder Hilfe und Schutz erwartet... V. Dass dies nicht der Weg ist, um die Probleme der Menschheit zu lösen dürfte klar sein. Die Zukunft der Menschheit ist eine gemeinsame. aber die Verantwortung hierfür auch. Dass die Methode, in Vietnam einen blutigen Krieg zu führen, nicht die richtige ist, wird auch von den Amerika, nern nicht bestritten. Aber ihnen allein die Schuld hierfür aufzuerlegen, dürfte sehr einfach sein, besonders von denen die .eigentlich' die ursprüngliche Verantwortung für dieses Gebiet (Vietnam — ehemals Indochina) haben. Ausgleich, Frieden Versöhnung ist niemals ein einseitiges Anliegen. Selbst in Ruhe und Frieden leben und Handel treiben zu wollen, ist ein ehrlicher Wunsch, nicht nur eines japanischen Journalisten. Aber zu diesem Idealzustand unter den senützenden Kanonen anderer zu .gelangen ist ein ungerechtes Verlangen, zumal dann, wenn man den anderen kritisiert, solange er nur andere und nicht einen selbst 2« schützen bereit ist. VI. Der Vietnam-Krieg ist nur eine der vielen Ausdrucksformen unserer erschütterten Welt, wenn auch ohne Zweifel die unglückseligste. Der Kampf zwischen den beiden Welten“ wird heute überall, wenn auch mit verschiedenen Methoden, geführt. Der Uebergang von Unterdrük kung zur Befreiung war vielerorts zu unmittelbar, um ohne schmerzliche Nachwehen vollzogen zu werden. Hierfür bilden die afrikanischen und manche asiatischen Völker ein trauriges Aus Cincinnati Cincinnati. — Die von Jesuiten geleitete San Javier-Universität kündigte an, dass Rabbiner A. Goldman zum Professor an dieser katholischen Hochschule für Theologie ernannt worden ist Rabbi Goldman wird Vorlesungen über „Geistige Entwicklung des Judentums aus den rabbinischen und biblischen Quellen“ halten. (ITA) JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecker TaUiebeutel Käppchen Maz zot-Taschep Handone Maschioenstickere) von Bett- und rischwäscöe Dr. P. t RIVERA 2585 (fr Bebedero) T. E 73-6155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 JACOB LAPIDUS dipt. Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2037 4« B 46-1716 und 48 2124 Beispiel, zumal niemand ihnen die Chance einer ruhigen. eigenen Entwicklung gewährt hat — und vielleicht auch nicht geben kann. Immer deutlicher wird der Gedanke der Einheit aller Menschen und der Einheitlichkeit der menschlichen Gesellschaft zu einer Wirklichkeit, mit allen Vorteilen aber auch mit allen Schäden, die hieraus erwachsen. Die enormen Möglichkeiten der Nachrichten - Uebermittlung und des Verkehrs haben die Welt ..klein gemacht“, die Völker näher aneinandergerückt, enger zusammen geschmiedet. Da der Flug der Gedanken an keine Grenzen gebunden ist, dringen die Ideen der einen wie der anderen bis in die äussersten Winkel unserer Erde. Die Machtkämpfe unseres Jahrhunderte sind ideologisch verbrämt. Da Idealismus immer ein Lebenselement der Jugend ist, sieht sie nur die menschlichen Postulate. nicht aber die politischen Kräfte, die sich ihrer bedienen. Die expansionistisch-imperialistische Politik der Sowjets unterscheidet sich nicht von der zaristischen Aussenpolitik, nur dass sie erfolgreicher ist, weil sie populäre Parolen benutzt Hinter dem Rauchschleier humanitärer Forderungen wird das Streben nach Macht verdeckt. Den Beweis hierfür liefern die kommunistischen Herrschaftsmethoden im Innern ihres Landes, in welchem gerade diejenigen Ideale unterdrückt werden, die im fernen Ausland die Herzen der Juged bezaubern: Freiheit und Gleichheit. Hierfür erleben wir täglich Bei - spiele, sowohl im Roten China wie in der Sowjet-Union. VII. Es mag wie eine Moralpre digt klingen, ist aber dennoch Wahrheit und politische Weisheit: Um den Frieden in allen und zwischen allen Völkern herzustellen, müssen diejenigen Lebensbedingungen hergestellt und gesichert werden, die allen Mensehen ein Leben in Freiheit und sozialer Sicherheit gewähren. Es geht nicht, dass der eine im Ueberfluss lebt, während der Nachbar verhungert. Hier liegt das Problem unseres Jahrhunderts, mit schlichten Worten gesagt, jedem verständlich. Die Verantwortung für die Zukunft liegt bei allen gemeinsam. Kriege bringen keine Lösungen. Nur die Versöhnung, der Ausgleich, ein Frieden kann die Grundlage für die Weiterexistenz der Menschheit bilden. Die organisatorische Formel bieten die UN. Das sittliche Gesetz steht fest; es ist in unserer Lehre verankert. Das Gesetz vom Sinai ist dem jüdischen Volk gegeben worden, aber nicht nur fürs jüdische Volk, sondern für die ganze Menschheit. Die Ehrfurcht gebietenden Tage sprechen nur zu uns. Besinnung Umkehr und Versöhnung gelten für alle Menschen und Völker. Ob sie den Ruf dieser Tage vernehmen werden, ob sie ihm folgen wollen, ob sie von ihren verhängnisvollen Wegen abzuweichen bereit sind, kann über Sein oder Nichtsein allen Lebens entscheiden. Wenigstens wir sollten die uns aufgetragene Verantwortung verstehen und übernehmen. Wir sollten nicht müde werden, diesen Ruf der Ehrfurcht gebietenden Tage aufzunehmen, der sich an uns richtet und durch uns an alle Nationen ergeht. Denn die Wahrheit kennt keine religiösen, weltanschaulichen oder politischen Grenzen. Sie gilt für alle. LA SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1* izq. T.E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien : ( 700,— pro Jahr Ausl $ 1.000,— jährl MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 Herr LEON B0CHNER wird gebeten, sich im Büro der Jüdischen Wochenschau telefonisch zu melden. Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-8216 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG Auf der Spur des Mussolini-Schatzes? Mailand. — Es verlautet. Scotland Yard sei dem seit 20 Jahren verschwundenen Schatz des italienischen Diktators Mussolini auf der Spur. Es sollen Informationen vorhanden sein, die zur Auf-firv. dung des Verstecks des viele Millionen werten Schatzes an Juwelen, Gold und Gemälden führen können, und zwar in der Nähe von Forli, dem Geburtsort von Mussolini. Bisher waren alle Nachforschungen ohne Erfolg gebliehen. Vom Technion Haifa. — Im Rahmen des Haifaer Teebnions wird eine Installation zum Abschuss kleiner Raketen geschaffen. CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I. BlumenfeM (Director) Jefe de) Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencias Médicas de Buenos Aires. UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES J. E. URIBÜRU 285 41 2331 — 2240 47-5875 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 Dr. BENJAMIN LIPNIZK Y ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung JOSE HERN ANDEZ 2518, T.E. 76-8673 u. 73-0500 BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 — T. E. 58-4052 Dr. L. 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