Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2185 (14.9.1966)
- Date
- 1966-09-14
- Page
- [Seite 14] (sequence 14)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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14 — Mimóle», 14 de Septiembre de 1966 LA SEMANA ISRAELITA AA» xxpnir¡~.m-tm K Aufruf Eshkois an das Vo3ti Jüdische Erziehung *** ...... - . ... luTrekfui Israel stellte in MS Jerusalem. — Ministerpräsident Levi Eshkol forderte das Volk Israels auf, die Bedingungen dea Wirtschaftslebens zu analysieren und in allen Sektoren, den privaten und staatlichen, an der Stabilisierung der Oekonomie des Landes mitzuarbeiten und die Produktivität zw steigern, damit die Exporte erhöht werden können und auf diese Weise einer grösseren Zahl von Arbeitern Beschäftigung gegeben werden kann Dies waren die wichtigsten Punkt« in der Ansprache die Levi Eshkol in seiner jährlichen Botschaft vor Rosch Haschana an das Volk von Israel richtete und die durch den Rundfunk übertragen wurde. Die Hauptziele Israels, so führte Eshkol aus, sind die gleichen wie seit der Wiedergeburt des Staates, nämlich ,,Frieden mit unseren Nachbarn die Verschmelzung der verschiedenen Gemeinschaf- ' ten zu einer einzigen Nation und die Förderung unserer Industrie zum Zweck der Selbstversorgung“. Aber als der Ministerpräsident von der Wirtschaft sprach, erklärte er in seiner Neujahrsbotschaft die Schwierigkeiten der Wirtschaft und deren Mängel Bi teilte dem Volk mit. dass trotz des Wachsens des Wohlstandes und trotz der Tatsache, dass die Exporte jährlich um viele Millionen Dollar vermehrt wurden, die Oekonomie unfähig war, genügend produkti. ve Arbeitsstellen zu schaffen. Hierfür gab er die folgenden Gründe an: die Produktivität war gering, die Organisation schlecht, die Kosten waren zu hoch und die Ge- Deutsches Gericht in Haifa Haifa. — In Haifa, im Saale des Richters J. Setigmann, vernahmen drei Richter des Gerichtes aus Bochum in Westdeutschland für den Prozess gegen Heinrich Haman und Konsorten den in Haifa wohnhaften Zeugen Abraham Borger, der gegen den angeklagten Gestapooffizier und die Mitangeklagten aussagte, die sich im Ghetto Novysanec gegen Häftlinge grausam vergangen hatten. haltsforderrni gerv de» Arbeiterschaft zu gross-. | „Vielleicht wäre dtaa »och; einige Jahre weiter gegaagen", fuhr Eshkol fort, „und die Regierung hätte sogar eij ne grössere Popularität gewonnen. Aber der Preis, den; wir später dafür hätten zah- | ten müssen, wäre neck gröi eser gewesen“.. Da aber der Appell der Regierung so da» > Volk, von sich aus- (Sie jma- { gaben einzuschränken tntgehört vertiallt sei, a» habe die Regierung einschreiten and eine Reihe von Entscheidungen treffen müssen, die folgen dermassen lauten-: „Bin Preise sind niedrig zu halten, keine neuen Steuern sotten auferlegt werden mit Ausnahme der Gewinnsteuer auf Kapital die Investitionen sollen gefördert, die Dienste modernisiert und die Kosten drastisch verringert we*de». Die Regierung, so verkündete Eshkol, wird Massnahmen ergreifen, um einer jeglichen Tendenz vorzubeugen, j sich mit Leichtigkeit zu be-; reichem. Die Bankprorisio- I nen sollen gesenkt und die! Exporte durch verschiedene j | administrative und fiakali- |! sehe Massnahmen gefördert; j werden. I I „Viele Arbeiter“, bemerkte! j Eshkol, „werden während der j Uebergangsperiode ihrer Bit- ■ lassung aus gewissen Stellungen und ihrer Wiederefai-; Stellung in produktiven Inj dustrien arbeitslos sein, und diese Schwierigkeiten werden Tausende, möglicherweise so-! gar Zehntausende betreffen, j Allerdings liegt es in der i Hand aller gemeinsame An- I strengungen zu ontemeh-; men, um die Lage zu mei- : Stern, in der Hand aller Ar-! beiter, aller leitenden Stelj len aller Aemter, aller Banken und der Regierung^ die I Zusammenarbeiten müssen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und produktiver zu gOj stalten, sodass die Exporte! erhöht und mehr Arbeiter beschäftigt werden können/1 | Jerusalem. — Das Kabinett I stimmte in seiner wöcheni- | lieben Sitzung am Sonntag | dem Wirtschaftsplan zu, den Ministerpräsident Levi Brttkol in seiner Rede an das Volk durch den Rundfunk bekannt gegeben hatte. Der Beschluss des Kabinetts erfolgte nach einer 9stündigen Debatte. (ITA) Desean a sus clientes y amigos un feliz Año 5727 Buenos Aires — J. SALGUERO 757-59 — T.E. 66-4734 JOSE KAHAN S.A.C.I.F IMPORTACION DE MADERAS LOEB y OELHEIM S.R.L TALLER AUTO UNION AUTORIZADO JUANA AZURDUY 3525 wünschen allen Ihren Freunden und Kunden „Panifieacten Ge Idstein*4 de GOLDSTEIN y Chi. Verlangen Sie überall Barebec und Goidstein-Brot auch geschnitten und in Zelofa" papier eingepackt Achten Sie auf die Marke Goldstein Zu de» Feiertagen speziell süsse Barches. — Wir wünschen alien unseren Kunden und Juden HD-C, '/Pm H3T3 NOTA: Achten Sie auf die Marke Goldstern Wessen Sie Imi<'*t:on‘*n z,trii'*k. EST ADO DE ISRAEL (frühe» LavaUe) 4339 ^-41 Auf der Jahreskonferenz des seit 40 Jahren bestehenden jüdischen Erziehungsrates Amerikas, die in Israel auf dem Universitäts-Campus in Jerusalem eröffnet und deren Arbeitssession im Makkabiadorf abgehalten wurde, an der über 150 Lehrer aus den USA teilnahmen, kam klar zum Ausdruck, dass das den jüdischen Kindern in Amerika vermittelte Wissen über ihr Volk und ihre Religion viel zu oberflächlich ist als dass es in Gedächtnis’ und Bewusstsein auf die Dauer haften bleiben könnte Prof. Seev Chumski aus Philadelphia (wo es 330.000 Juden und 120 Rabbiner, also eine sehr starke jüdische Gemeinde gibt) klagte darüber, dass man keine wirklichen jüdischen und hebräischen Schulen, sondern nur „Barmizwah - Schnellsiederkurse“ geschaffen habe. Statt die Kinder jüdisch zu bilden und zu erziehen, wenden die amerikanischen Gemeinden gewaltige Beträge für die Errichtung von Repräsentationsbauten für Synagogen auf, eine Nachahmung der Kirchen, aber für die Fortsetzung des traditionellen jüdischen Lernens geschieht nichts. Die jüdischen Religionsschulen sind auf 8—10 Wochenstunden beschränkt, bekommen ein zu geringes Budget, so dass sie sich voll- . wertige Lehrer nicht leisten 1 können, und die Ergebnisse ■ solchen Unterrichtes sind | dann dementsprechend gering. Die Nachwuchsgenera- | tion verliert immer mehr den i Kontakt mit dem Judentum | und auch das Interesse an j Israel. I Solange die jüdische Br j Ziehung in der Diaspora nicht vor ernste und schwere Aufgaben gestellt wird, wie tatsächlichen Hehräisch-Unterricht und Werbung für die Auswanderung nach Israel, muss sie zusammenschrumpfen und steril werden. Es ist höchste Zeit, im jüdischen Erziehungswesen in der Diaspora eine umfassende Umwälzung durchzuführen, der Gefahr des Verfalles, der Assimilation entgegenzutreten und den Kampf um die Seelen der Kinder und der Jugendlichen, das heisst um die Zukunft des Volkes, mit allen verfügbaren Mitteln, mit Mut und Zielbewusstsein ' aufzunehmen. Diese Bekenntnis ringt sich langsam, zu langsam durch. Das ergibt sictf aus allen Aussprachen und Erklärungen, Verhandlungen und Beratungen der vielen jüdischen Erziehungsfunktionäre, die Israel jetzt besuchen. Man liest zwar immer wieder über einzelne Aktionen, die mit Hingabe und Schwung aufgenommen werden, aber über das Versanden der Bemühungen. über die Geringfügigkeit ' ihrer Erfolge oder über ihr völliges Versagen erscheinen in der Presse kaum jemals Nachrichten. Das Gesamtbild ergibt sich dann aus den beunruhigenden Statistiken. Bisher blieb es mehr oder minder der Initiative der einzelnen Familien überlassen, inwieweit sie ihren Kindern; ein gewisses Mass an Kenntnissen und Bewusstsein dea Judentum mit auf den Lebensweg geben. Entscheidenden Einfluss auf die geistige Einstellung hat, ob es gelingt, den Jugendlichen von ihrer Kindheit an und dann auch während ihrer Studienvm MEIR FAERBER zeit einen jüdischen gesellschaftlichen Rahmen zu geben. Um eine bessere Neuorganisierung der jüdischen Erhebung vorzunehmen bilde, te sich jetzt im Juli auf einer dreitägigen Konferenz das Präsidium des Weltrates für jüdische Erziehung. An der Tagung nahmen 37 Persönlichkeiten aus aller Welt teil. Das aus zwölf Mitgliedern bestehende Präsidium wählte zu seinen Aktivfunktionären, gleichsam als Exekutive, den Direktor der New Yorker jüdischen EJrziehungszentrale Dr Asriel Eüsenberg, als Vertreter der religiösen Kreise den New Yorker Dr Joseph D>ckstein (Vorsitzender des Präsidiums) und den Vorsitzenden der Sochnuth-Exekutive Arje Louis Pincus Jerusalem. Binnen eines Jahres soll dieses provisorische Präsidium die neue Leitung formell organisieren. Auffallend an den Entscheidungen dieser Tagung ist, dass der nun unverändert wiederbestätigte Ausschuss bereits seit zwei Jahren im Amte war und dass das neue Präsidium ach ein ganzes Jahr Zeit lassen will, diese Körperschaft zu organisieren, — als würde die Zeit Stillstehen und als wäre die Lösung der Probleme nicht brennend dringlich. Während alle jüdischen Erzieher, Gemeindefunktionäre Rabbi, ner, Publizisten und Soziologen der Welt darüber klagen, dass mit jedem Tage jüdische Substanz verloren geht, die Assimilation um sich greift, — ziehen gerade die entscheidenden Persönlichkeiten ihre Verhandlungen und Beratungen über Jahre hinaus. Moskau. — An der Moskauer Landwirtschaftsausstellung war Israel mit ei. nem besonderen Pavillon beteiligt, der von 36 Firmen beschickt wurde. 1,000 Gäste waren beim Bröffnungempfang, und zum „Israel-Tag“ kamen 160.000 Personen. Viele Juden aus Moskau waren erschienen; lebhafte Diskussionen entwickelten sich in Russisch und Jiddisch. Russische Experten haben die israelischen Maschinen und Ausrüstungsgegenstände besichtigt die für die Urbarmachung und Bearbeitung von Boden bestimmt sind. Patefitschatz Brüssel. — Israel hat skfa zwei internationalen Abkommen über Patentschutz angeschlossen. Die Abkommen sind von Botschafter Schabtei Rosen im EXiroparat in Brüssel unterzeichnet worden. KAPELLMEISTER ERNST STEIN and Frau wünschen allen Freunden und Bekannten uron raia ru»? K 448 Leo Baeck - Institut DOKUMENTE-URKUNDEN CHRONIKEN-BILDER über die Geschichte des ehemaligen deutschen Judentums sammelt das LEO BAECK-INSTITUT ★ PUBLIKATIONEN DES LEO BAECK INSTITUTES Schriftenreihe wissenschaftlicher Abhandlungen des Leo Baeck-Institutes J. C. R. Mohr (Pani Siebeck) Tübingen JAHRBEECHER in englischer and deutscher Sprache mit hervorragenden Beitraegen bedeutender Gelehrter und Schriftsteller ★ Bulletin des L.B.I. Vierteljahresschrift mit interessanten Anfsaetzen aus der deutsch-jüdischen Vergangenheit WERDE AUCH DU MITGLIED des Leo Baeck - Intituts Anmeldungen bet Harm CURT WHX Moreno 2256, und im Büro der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU. Pueyzredon 2190. 1. izq. (83-2613)