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Jüdische Wochenschau · 1966-09-09 · 2184 (9.9.1966) · p. [Seite 3]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2184 (9.9.1966)
Date
1966-09-09
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 9 ele Septiembre de 196« SEMANA ISRAELITA Año XXVII. — N* 2184 — 5 Hadera feiert den 75. Geburtstag Zwischen Tel Aviv und Hai* fa liegt rechts und links von der Autostrasse in üppiges Grün gehüllt die kleine Stadt Hadera. Vor 75 Jahren brachte Jehosehua Hankin die ersten Ansiedler aus Rumänien, um die Sümpfe von den Beduinen zu kaufen. I>iese fragten ihn erschreckt: „Willst Du die Neulinge hier umbringen?“ Zum Glück verstanden sie kein Arabisch. Er übersetzte ihnen die arabischen Worte: Das Wasser ist gut, der Boden ist gut, lasst uns in Freundschaft leben. So begann es. Von Freundzuwandeln. Zwei Methoden gab es: kleine Kanäle zu ziehen und das Wasser ins Meer zu lenken, oder Eukalyptusbäume zu pflanzen, die das Wasser gierig trinken, in ihren schnell wachsenden Stämmen und vielen Blättern verdunsten lassen. So entstanden eine Fülle von Eukalyptus-Hainen und Wäldern, die S. J. Agnon, David Schimeone u. a. zu ihren Liedern über die Wälder Haderas angeregt haben Hadera hat bis zum heutigen Tag seinen wichtigen Platz in der Zitrusproduktion behauptet. Haupstadt des 10 Bankhäusern, eleganten Geschäften, Kinos, Theatern. An der Küste liegt eine Siedlung von 12.000 (ehemaligen) „Olim“, es gibt das malerische Bet Elieser mit einem herrlichen Blick auf die Berge Efraims, die leider nicht zu Israel gehören; es gibt die malerische Jemeniten - Kolonie Nachliel, und es gibt landwirtschaftliche Bezirke in die Kfar Brandeis und Chefziba („Du gefällst mir“ wie die Uebersetzung des hebräischen Namens lautet; eingemeindet wurden Ausserdem existiert ein Industrieviertel, in dem Gemüse- IM* Entaendani einer genügenden Anzahl von Lehrern für Ae jüdische Erziehung in der Diaspora wurde in den letzten Jahren als eine der dringlichsten Aufgaben der Jewish Ageney betrachtet. Die Zahl der Studenten, die die Seminare der Jewisfa Agency für Lehrer In der Diaspora besuchen, hat sich fast verdreifacht. Die Gebäude dieser lustitute wurden erweitert, um die grösstmögliche Zahl von Anwärtern aus den verschiedenen Ländern aufzunehmen, die tat Jerusalem ihre Ausbildung vervollständigen wollen. — Auf unserem Bild sieht man eine Klasse im Chaim Grinberg-Institut, ht dem Lehrer für die Diaspora ausgebildet werden. »chaft war zwar wenig im Laufe der Jahre zu spüren, dafür aber umsomehr vom Gelden Fieber (Malaria), von Hunger und Not, von schwerer Arbeit und vom Willen durchzuhalten. Alle Umstände waren widrig, aber warum wählte man dieses Stüofc Erde? Die herrliche Küste mit ihrem (bis heute nicht genügend ausgenutzten) Badestrand, der Wasserreichtum, die fruchtbare Erde lockten. Doch es dauerte mehr als ein Jahrzehnt, bis Baron Rothschild die Mittel gab, das grosse Sumpfgebiet in einen herrlichen Orangenhain um- Schomron-Distrikts, an zwei Eisenbahnlinien (Tel Aviv— Haifa, Jerusalem—Haifa) gelegen, ist es durch die beste Chaussee des Landes mit Tel Aviv verbunden. Nach Haifa wird man (in etwa zwei Jahren) nicht nur auf dem alten Weg sondern auch auf der modernen, z. T. ins Meer gebauten Autostrasse fahren können. Aus der Kolonie ist im Staat Israel eine Stadt geworden. 35.000 Einwohner leben auf dem weit ausgedehnten Areal. Es gibt ein Zentrum mit 10.000 Bewohnern, eine „City“ en miniature mit ALFREDO STERN MALERARBEITEN NEUE ADRESSE: Vidal 1575 fast Ecke Pino Tel.: 76-9088 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Teppichen in erstklassigen Qualitäten für iedes gemütliche Heim. 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Er ist eine Be. hauptung, die ich taeglich beweisen muss, immer wieder mit jedem Meter zugeschnittenen Stoffes. ★ Feine MASSKLEIDUNG ★ FERTIGKLEIDUNG in SCHNEIDERTRADITION Carlton ERNST KOPPEL Maipü 982 — T.E. 31-7845 Herzlia. in Cäsarea, usw. Dabei gibt es viele schöne Häuser in Hadera. Während Natania Hadera längst überflügelt hat und durch die Energie ihres Bürgermeisters Ben Ami sowohl Industrie (Diamanten-Schleiferei) als auch den Fremdenverkehr als hauptsächliche Erwerbszweige ausnutzt, schläft Hadera. Wenige hundert Meter Strand sind als moderner Badestrand eingerichtet, doch das Projekt der Bebauung der am Meer liegenden Flächen ist nicht verwirklicht worden. Bei den letzten Gemeindewahlen wählten die Bürger Haderas nicht mehr die alten Kandidaten, sondern einen jungen, parteilosen Advokaten, Dor Barsilai, von dem man hofft dass er Versäumtes nachholen wird. Der junge Bürgermeister versprach nichts als Fleiss und und guten Willen. Und noch eines bewies er: er zeigte sich als einfallsreicher Veranstalter von Volksfesten. Schon am Jom Haazmaut verstand er. ganz Hadera, zu Tanz und Spiel auf die Beine zu bringen. Die Strassen wurden zu Theaterbühnen, und auf ihnen spielten Schulkinder und nichtprofessionelle Artisten in lustigem Wetteifer. Doch zum 75. Jubiläum fanden eine Reihe von Festakten statt, die von Kulturwillen und Lebensfreude zeugten. Ein Bibelwettbewerb der Schulkinder, Festgottesdienste in den Synagogen (nicht weniger als zwanzig hiervon gibt es), Vortrags abende über die vielgestaltige Geschichte des Ortes unter Türken und Briten mit den verschiedenen Kriegsereignissen, legaler und illegaler Einwanderung, all das nun schon Historie, aber den Höhepunkt bildete ein nächtliches Fest im Amphieteatron, an dem 1.500 Menschen teilnahmen. Wer auf dieser bis ins Kleinste organisierten Feier die Nacht verbrachte wird sie nicht mehr vergessen. Präzis und treffend sagte der Bürgermeister: „Wir sind nur Portsetzer des Werkes der Gründer, aber wir werden es fortsetzen!“ Diese LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. Aires - PUEYRREDON 2190, 1» fzq. - T.E. 83-2613 9. September 1966 24. Elul 5726 Worte enthalten alles, was den Patrizierstolz der Bewohner von Hadera ausmacht. Die zwei beliebtesten Rundfunkansager interviewten die ältesten Einwohner und Mensehen, die mit Haderas Aufbau verbunden sind. Sie befragten als erste ein 86jähriges Mütterchen und als letzte eine 15jährige Abiturientin, also alle Generationen, die in Hadera aufwuchsen. Jedes Interview war von Lichtbildern und alten Kurzfilmen begleitet, die die erzählten Ereignisse illustrierten. Zwischen den einzelnen Szenen gab es Tanzdarbietungen der Israel-Folklore- Gruppe, den Gesang nun auch schon historisch gewordener Chaluzlieder im Gegensatz zu der heute üppig blühenden israelischen Schlagermusik. Es wurde kein Gebet gesprochen, doch der senior der Habima-Schauspieier las ein Zwiegespräch zwischen einem Siedler und Gott vor, ein Aufruf und eine Anklage, in der es heisst: Hat nur Abraham seinen Sohn Isaak geopfert? Haben wir weniger gedient, die wir mit unseren Kindern in die Sümpfe gegangen sind und sie haben sterben sehen, die wir trotz allem durchgehalten haben, um die Erde zu erlösen und die Heimat zu bauen? Antworte uns, Gott! 75 Jahre sind in Israel eine lange Zeit. Hadera ist stolz auf sie und weiss, was den „Fortsetzern“ zu tun übrig bleibt. In der Zeit der schleichenden Wirtschafts, krise und der damit verbundenen Mißstimmung sind alle Kräfte angespannt, um zu weiteren Leistungen zu gelangen, die Landwirtschaft zu rationalisieren, neue Fabriken zu bauen und das Villen- und Strandprojekt zu realisieren. Hoffentlich schon vor dem 100. Jubiläum, das G’tt der Stadt in Frieden bescheren möge. MABIT Rückwanderer nach Lateinamerika? Tel Aviv — Die vielen Berichte, dass ein grosser Teil der Einwanderer aus den lateinamerikanischen Ländern Israel wieder verlassen nätten, sind völlig unwahr. Es sei schwer zu verstehen, wer ein Interesse daran haben kann, solche unwahren Behauptungen in die Welt zu setzen, erklärte kürzlich auf einer Pressekonferenz im telaviver Bet Sokcüow Abraham Ziegel Leiter der Einord. nungs-Abteilung der Jewish Agency. Seit der Gründu.ig des Staates sind rund 25 000 Einwanderer aus den lateinamerikanischen Staaten eingewandert, und davon haben 2.147 sich dann als Rückwanderer gemeldet, d. h weniger als 10 Prozent im Jahresdurchschnitt Es sei übrigens interessant, so fügte Ziegel hinzu, dass 82 der Rückwanderer nach Argentinien sich dort dann bei den zuständigen Instanzen meldeten mit der Bitte wieder nach Israel zurückkehren zu dürfen. MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäfte mit der grössten Auswahl SARMIENTO H47 T E. 35 - 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 Zahlungserleichterungen fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE alle entschaedigung::ragzn Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung BUER0STUNDEN; DIENSTAG, MITTWOCH und FREITAG von 16—18 Uhr T. E.: 83 - 2613 ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS ¥ SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltungen - Miets-, Zivil- und Handelssachen T. E.; 86 - 6930 PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS

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